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Adolf H. Zwei Leben (frz. La Part de l’autre) ist ein Alternativgeschichts-Roman von Éric-Emmanuel Schmitt aus dem Jahr 2001.

Hintergrund:

Hitler, in dieser Handlung stets „Adolf H.“ genannt, wird am 8. Oktober 1908 an der Wiener Kunstakademie aufgenommen. Durch die Nichtexistenz Hitlers als Politiker ergreifen in Deutschland  Anfang der Dreißigerjahre nicht die Nationalsozialisten die Macht, sondern eine konservative, vom Militär unterstützte Regierung mit Ludwig Beck als Reichskanzler. Das zwar nicht totalitäre, aber autoritäre Regime erfreut sich beim deutschen Volk nur mäßiger Zustimmung. Österreich  und die Tschechoslowakei  werden nicht von Deutschland annektiert, sondern dessen wichtigste Wirtschaftspartner. Allerdings greift Deutschland 1939 Polen  an und besiegt es in einem kurzen Krieg. Da Großbritannien  und Frankreich  neutral bleiben, weitet sich der Konflikt nicht aus und der Zweite Weltkrieg  findet niemals statt. Polen muss die im Versailler Vertrag gewonnenen Gebiete wieder an Deutschland abtreten. Da die meisten Deutschen die Ehre ihres Landes damit wiederhergestellt sehen, verlieren die extremistischen politischen Gruppen an Einfluss. Infolgedessen entwickelt sich das Land allmählich wieder zur Demokratie und einem Staat indem Antisemitismus, zu dessen bekanntesten Vertretern Joseph Goebbels gehört, eine „peinlichen Randerscheinung“ darstellt. Deutschland entwickelt sich zum wirtschaftlich stärksten Land der Welt und Berlin wird zur multikulturellen Weltmetropole. Während der 1940er und 1950er Jahre wird Adolf H. zu einem Künstler von Weltruhm. Sein Sohn Rembrandt wird ein berühmter Physiker, der am deutschen Raumfahrtprogramm mitarbeitet, seine Tochter Sophie heiratet einen Amerikaner und steigt in den USA ins Filmgeschäft ein. Nach dem Tod seiner Frau und dem Sinken seines Sterns in den 1960er Jahren wandert Adolf H. nach Kalifornien aus. Er verbringt seinen Lebensabend, indem er sich der Lithografie widmet und einen Großteil seiner Zeit seinen drei Enkeln schenkt. Im Jahr 1970 stirbt Adolf H. im Kreis seiner Familie.

Im Rahmen des deutschen Weltraumprogramms schicken die Deutschen den ersten Satelliten ins All und führen 1970 die erste Mondlandung durch. Die Gründung Israels  findet ohne den Holocaust niemals statt. Trotz vieler Befürworter des Zionismus stoppen die Briten auf Druck der arabischen Bevölkerung die Einwanderung von Juden nach Palästina.

In der Sowjetunion wird das kommunistische Regime Anfang der Sechzigerjahre durch einen Volksaufstand gestürzt.

Die USA  erreichen ohne den Zweiten Weltkrieg nicht den Status einer Supermacht und gelten als eher altmodisches Land.

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