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Aus spartanischen Zeiten:

Grund der Abweichung:

Aufgrund eines Spruchs des Orakels von Delphi vertreiben die Spartaner den Tyrannen Hippias nicht aus Athen.

Kurzinformation über die Zeitlinie:

Das klassische Zeitalter Griechenlands ist im 6. Jahrhundert vor Christus noch nicht angebrochen. Die griechische Welt befand sich wiedereinmal in Aufruhr. Hippias der Tyrann beherrscht 510 v.Chr Athen, gemeinsam mit seinen thessalischen Verbündeten wähnt sich der Herrscher sicher. Und tatsächlich es gelang ihm dieses Jahr weiter in Athen zu bleiben. Denn die Spartaner entscheiden sich nicht gegen die Thessalier ins Feld zu ziehen... Die Geschichte der Griechen nimmt einen anderen Lauf. Heute gibt es den Begriff der attischen Demokratie nicht, doch gibt es das Konzept der Demokratie überhaupt nicht?

Das ist meine 40. Zeitlinie (GGGane)

Vorgeschichte 527 - 510 v. Chr:

Tyrannen und Spartaner:

Griechischen und phönizischen Kolonien

Siedlungen und Kolonien der Griechen zwischen dem 8. und 6. Jahrhundert vor Christus Rot

Die Geschichte Griechenlands geht im 6. Jahrhundert vor Christus bereits lange zurück. Die Zeit bis etwa 500 v.Chr von 750 v.Chr an wird als archaisches Zeitalter bezeichnet. Die Stadt Athen hat 527 v.Chr noch keine Bürgerdemokratie die dazu notwendigen Reformen gab es in UZL erst ab etwa 510. Statt der uns vertrauten Demokratie regierten Drei Tyrannen die Stadt und dass etwa für einen Zeitraum von 50 Jahren. (Peisistratos und seine Söhne; Hippias und Hipparchos) Diese Ära Griechenlands und die Staatsform „Tyrannis“ (Tyrannei) hatte sich im 7. Jahrhundert v. Chr etabliert. Viele Stadtstaaten des Mittelmeerraumes standen unter der Herrschaft von Alleinherrschern. Die Griechen hatten ihre Siedlungsraum nicht nur auf dem Gebiet des heutigen Griechenland sondern auch in Kleinasien,  Nordafrika der Krim, Italien und bis hinauf in den Westen in Spanien. Dieser griechische Kulturraum gehörte keinem zusammenhängenden Weltreich an war aber durch das teilweise sehr unterschiedliche Volk der Griechen zu mindestens kulturell vereint. Eine der militärischen Großmächte jener Zeit war die Polis Sparta. Ein Stadtstaat der in einiger Hinsicht anders aufgebaut war als andere griechische Staaten. Einerseits gab es dort ein Doppelkönigtum zweier rivalisierenden Könige, andererseits war der gesamte Staat auf die Stärke des Militärs den Spartiaten angewiesen und stark religös.
Peisistratos

Peisistratos von Athen, Tyrann von Athen bis † 528/527 v. Chr

Sparta galt als fanatisch religös, Sparta bezog seine wirtschaftliche Kraft daraus dass ein Großteil des Volkes versklavt war während eine kleine Bürger und Adelsschicht die Geschicke des Landes lenkte. Dabei gab es grob gesehen Drei Arten von spartanischen Einwohnern; Vollbürger, diese hatten sich ihre Rechte durch den Militärdienst erworben und wurden als Spartiaten bezeichnet. Spartiaten lebten nach einem Kriegerkodex, dort wo andere Städte ihr Heer je nach Bedarf aushoben lebten sie als Vollzeit Berufskrieger. Eine weitere Bevölkerungsschicht waren die Periöken. Dabei handelte es sich um Bauern und Handwerker die auch im Militärwesen Spartas mitwirkten aber keine politischen Rechte hatten. Periöken waren frei Bürger Spartas, waren ebenso wie die Spartiaten freie Männer und gehörten mit zu den Sklavenhaltern des Staates der Lakedonier. Die Dritte und für den Aufstieg Spartas wichtigste Schicht waren die Heloten, Heloten waren die Sklaven Spartas und als solche für Jedermann an ihrer Kleidung zu erkennen.
Helotenaufstand

Aufstand der Heloten in Sparta

Unter den Spartiaten gab es eine Tradition für junge Männer Heloten zu ermorden um den Sklaven zu zeigen dass ihr Leben am seidenen Faden hängt und jederzeit beendet werden kann. Dieser spartanische Ständestaat sorgte im Laufe der Geschichte oft zu Sklavenaufständen und war der Grund weshalb Sparta nie mehr als eine in Griechenland relevante Militärmacht blieb. Die Spartiaten kämpften zwar in den späteren Perserkriegen (500 - 479 v. Chr) hatten aber immer darauf zu achten die Ordnung in der Heimat durch Brutale Waffengewalt aufrecht zu erhalten. Damit war die spartanische Expansion ein Riegel vorgeschoben. Da die Kultur der Spartaner stark militaristisch und aus heutiger Sicht sozialdarwinistisch angelehnt war fanden in jüngerer Vergangenheit immer wieder gewisse Diktatoren gefallen an ihrer Kriegerkultur. Die Disziplin der Spartiaten galt dem ersten US Präsidenten George Washington als Vorbild, innerhalb der US Marines werden sie auch als großartige Vorbilder gesehen ohne die eigentliche Unterdrückung in Sparta anzuerkennen. Im 6. Jahrhundert bestand der sogenannte Peloponnesischer Bund, diese erst in der Moderne so bezeichnete Staatenbund beinhaltete die Freunde Spartas die sich primär meist gegen Athen richteten.

Hippias und Hipparchos:

527 V.Chr starb der Tyrann Peisistratos in Athen, Peisistratos hatte 34 Jahre zuvor die Macht durch einen Staatsstreich erlangt. Jetzt übernahmen seine Söhne Hippias und Hippiarchos die Macht an der Akropolis. Führender Kopf der Tyrannenherrschaft war Hippias der das Regime gegen Feinde von innen und Ausen verteidigen musste. 514 v.Chr verübten die Tyrannenmörder Harmodios und Aristogeiton ein erfolgreiches Attentat auf Hippiarchos. Dieser Mordanschlag sollte eigentlich Hippias treffen verfehlte ihn aber. Der Tyrann von Athen hatte viele Gegenspieler unter anderen den Exilanten Kleisthenes von Athen. Kleisthenes war als Denker und Reformer bekannt, später bezeichnete der Geschichtsschreiber Herodot ihn als Vater der Demokratie. Der Tyrann Hippias hatte in Kleisthenes einen würdigen Gegner.
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Kleisthenes von Athen reformierte Athen in UZL und gilt als Begründer der Demokratie

Die mit Athen verbündeten Thessalier konnten dank ihrer Reiterei schon einmal einen Angriff der Spartaner abwehren. Wichtiges Mittel im Kampf des Kleisthenes von Athen gegen den Tyrannen war die Religion. Das Orakel von Delphi galt als religiöse Instanz; Prophezeiungen aus Delphi wurden sehr ernst genommen. Besonders die sehr gläubigen Spartaner ließen sich durch religiöse Orakel schnell zu etwas verleiten. Es ist wahrscheinlich das Kleisthenes das Orakel bestach um es zu einem Spruch gegen Hippias zu bringen. Spartas König Kleomenes I. konnte so 510 v.Chr dazu überzeugt werden ein weiteres Mal gegen Thessalien den Alliierten Athens ins Feld zu ziehen. In UZL siegten die Spartaner woraufhin Hippias die Flucht ergriff und sich in den Perserkriegen als Berater der Perser gegen sein Volk stellte. Der Sturz des Tyrannen machte letztendlich den Weg für Kleisthenes frei der Athen reformierte und so die Grundzüge der Demokratie schuf.
OrakelDelphi

Das Orakel von Delphi prophezeite und gab den Willen der Götter wieder, was wenn es sich gegen ein Eingreifen Spartas ausgesprochen hätte?

Nur ein Jahr nach dem Sturz des Hippias kam es in Rom zum Sturz des letzten römischen Königs Lucius Tarquinius Superbus. Auch die Römer führen ihre Republik auf diese Zeit zurück. Aber was wäre wenn Hippias nicht gestürzt worden wäre? Hier kommt jetzt die dazugehörige Zeitlinie die mit dem Jahr 510 v.Chr beginnt.

Zeitlinie:

510 v.Chr - Das Orakel spricht:

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Der Sonnengott Apollon, das Orakel verkündete an seinem Geburtstag seine Prophezeiungen, im Monat Bysios (Februar/März) 510 v.Chr

Kleomenes! Wandere nicht nach Thessalien denn die Götter sehen keine Siege! Wandere nach Sparta… wandere in die Heimat denn die Ordnung der Dinge muss Bestand haben! Sieg und Niederlage liegen einzig in den Händen der Götter! Verweile in Sparta oder unterliege in Thessaliens Schoss!“

Orakelspruch

Das Heiligtum von Delphi spielt hier eine wichtige Rolle. Die Kultstätte war seit dem 8. Jahrhundert v. Chr zu Ansehen und Macht aufgestiegen. Das Orakel war ein Heiligtum des Sonnengottes Apollon. Darum wurden wichtige Prophezeiungen meistens auch nur zum Geburtstag des Sonnengottes gesprochen. Der Geburtstag dieses Gottes lag im griechischen Monat Bysios welches nach heutigem Kalender etwa Mitte Februar bis März abdeckt. Einfluss auf das Orakel bzw die Priesterschaft und die eigentliche weissagende Priesterin die Pythia hatte immer derjenige der bezahlte. Für Hippias war also schon immer klar das Einfluss auf die Pythia zu haben von strategischem Vorteil sein könnte. In UZL gelang es angeblich Kleisthenes von Athen das Orakel zu überzeugen in seinem Sinne das spartanische Doppelkönigtum zum Handeln gegen Thessalien und Hippias zu bewegen. Aber hier sieht die Sache anders aus, die Thessalier waren nicht ohne Einfluss genauso Hippias. Es gelang den Widersachern Kleisthenes eine höhere Goldsumme an Delphi zu überreichen. Daraufhin sprach das Orakel Anfang März 510 v. Chr eine Prophezeiung für den Spartaner Kleomenes I. aus. Dabei sprach das Orakel sehr klar, denn für die hohe Bestechungssumme hatte Hippias ganz klare Vorstellungen was die Pythia Sparta zu sagen hatte daher wurde auf kryptische Worte verzichtet. Die Pythia verkündete eine Niederlage Spartas sollte es gegen Athen und seine Verbündeten ins Feld ziehen, denn es sei göttliche Ordnung dass die Tyrannis über Athen herrsche und es gebe dazu einen Plan denn nur die Götter selbst verstünden. Kleomenes als gottesfürchtiger Mann vertraute auf die Worte der Pythia; damit ließ er seinen eigenen Alliierten Kleisthenes fallen. Kleomenes I. war zwar ein Krieger aber auch Politiker. Er wusste das die Spartiaten nicht allzu lange mit Krieg beschäftigt sein durften da sonst die Ordnung in der Heimat in Gefahr war. Was genau im März 510 vor unserer Zeitrechnung geschah das die Spartaner wieder Heim fuhren ist unklar. Auch die spartanische Geschichtsschreibung gibt wenige Anhaltspunkte über die tatsächlichen Ereignisse. Dies liegt vor allem daran das die Spartaner ihre Geschichte nicht schriftlich aufzeichneten und alles auf rein mündlichen Überlieferungen beruht was man heute weiß. Kleomenes Entscheidung nach Sparta zurückzukehren hatte eventuell auch etwas mit seinem Mitkönig Damaratos zu tun.
KingDamaratos

König Damaratos von Sparata, waren seine Intrigen der eigentliche Grund weshalb Kleomenes nicht gegen Thessalien in den Krieg zog?

Da die Könige Spartas miteinander rivalisierten ist es möglich dass Kleomenes in Sparta seine eigene Position gegen den Mitkönig absicherte. Damaratos unterstützte auch immer wieder die Freunde Athens was zeigte das Sparta nie geschlossen gegen Athen vorgehen konnte. Es wird heute als Legende angesehen das die Pythia die Spartaner warnte, Historiker nehmen an dass es hier eher um innenpolitische Schachzüge und Querelen zwischen den Königen Spartas ging als um Prophezeihung. In der Populärgeschichtsschreibung heißt es jedoch das Orakel habe gesprochen und Sparta sei gefolgt. Dies hatte das Resultat dass Hippias niemals vertrieben wurde.

510/500 v.Chr - Pattsituation Sparta/Athen:

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Weltkarte aus dem Jahr 1895 zeigt die gesamte bekannte Welt der Griechen um 500 v.Chr mit dem Perserreich im Osten

Nachdem nun der Tyrann Hippias weiter am Ruder der Polis Athen stand und Sparta sich entschied weniger aggressiv gegen ihn vorzugehen kam es zu einem Art Kalten Krieg der Antike. Athen gründete gemeinsam mit Thessalien und Korinth ein Bündnis. Dieser Bund war gegen Sparta und den Peloponnesischen Bund gerichtet. Dieser Bund erhielt von modernen Historikern den Namen "Tyrannenbund". Kleisthenes von Athen starb 507 v.Chr im Exil, die griechischen Tyrannen sprossen einstweilen aus dem Boden. Der Kalte Krieg zwischen Sparta und Athen war im Grunde ein Stellvertreterkrieg, denn Beide Seiten rekrutierten Städte und Kriegsherren um sie für sich kämpfen zu lassen.
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Die Ephoren (Aufseher) von Sparta wurden jährlich gewählt und sorgten dafür das in Sparta kein Tyrann herschen möge, König Damaratos wolte sie benutzen um Kleomenes abzusetzen

Wie schon früher installierten Sparta und Athen Herrscher in griechischen Städten. Die Zusammengehörigkeit der Spartaner war durch den Kampf der Beiden Könige überschattet. Kleomenes und Damaratos sponnen gegenseitige Intrigen die etwa 506 v.Chr dazu führten das Kleomenes und sein Heer nicht gegen Korinth vorgehen konnten. Hinter den Kulissen bahnte sich bereits lange eine Allianz wischen Hippias und Damatros an. Mitkönig Damatros wollte die alleinige Macht über Sparta, damit eiferte er den Tyrannen Griechenlands nach. Spartas Doppelkönigtum war nicht so autokratisch wie man annehmen würde. Spartanische Könige waren an das Gesetz gebunden, die staatlichen Aufseher; Ephoren überwachten die Handlungen der Könige. Es war also möglich einen König aus dem Amt zu verbannen sofern er sich etwas zu Schulden kommen hat lassen. Damit war der Kampf um die Macht um eine weitere Facette erweitert. Auch ausländische Mächte aus dem Osten, das Perserreich (Achämenidenreich) welches weite Teile des Nahen Ostens wie die Türkei und Ägypten beherrschte hatten im antiken Kalten Krieg der Griechen einiges mitzureden. Die Griechen waren ein Volk das gerne unter sich blieb und sich selbst und seine Errungenschaften als Höhepunkt von Kultur und Zivilisation sah. Die Perser waren Fremde, doch Hippias wusste das die Großmacht Persien wenn sie wolle einfach über die Griechen herfallen könnte. Darum kam es zu Geheimpolitik zwischen Athen und dem persischen Großkönig Dareios I.  Nicht nur Athens Tyrannis sympathisierte mit dem Ausländer auch Damaratos rechnete sich einen Vorteil gegenüber seinem Mitkönig aus. Hinzu kam das es bald zu einer Revolte griechischer Städte in Kleinasien kam. Die unter persischer Tributpflicht lebenden Ionier rebellierten 500 v. Chr und sorgten so für starke patriotische Gefühle der Griechen in der Heimat. Viele Griechen waren nun der Meinung man müsse den Ioniern gegen die Ausländer beistehen. Ionien lag in der heutigen Türkei und war damit Siedlungsgebiet der antiken Griechen, und da man damals der Philosophie nachging; „Wo Griechen leben ist Griechenland“ war die Angelegenheit bald eine Zerreißprobe für die gesamte hellenistische Kultur. Der interne Machtkampf in Sparta und die Rivalität mit Athen spitzten sich zu, denn es schien dass die Tyrannen sich gegen ihr eigenes Volk stellten um Persiens Ansprüche zu untermauern und sich selbst bei Gottkönig Dareios einzuschmeicheln. Dies war das Ende der Pattsituation.

509/475 v.Chr - Rom und seine Republik:

"Die Volksstaatlichkeit ist fehlerhaft aber Nichts ist besser! Oder?“

Winston Churchill

Maccari-Cicero

Der römische Senat hatte Anfangs etwa 100 Mitglieder und bildete das Grundgerüst der frühen Republik

In der Geschichte dieser Welt ist das Konzept der Demokratie keine Errungenschaft Athens sondern der italienischen Stadt Rom. Der Begriff Demokratie
RomaWarriorsBC

Römische Krieger hatten die Aufgabe die Republik in diversen Angriffskriegen auf ganz Italien auszudehnen

(Altgriechisch: δημοκρατία) ist auch im 21. Jahrhundert vollkommen unbekannt. Stattdessen wuchs aus der oligarchisch aristokratischen Staatsform der Römer etwas das sich „Volksstaat“ nennt. Dieser Staat, die Republik sah sich als Vertreter der Freien Bürger Roms aber in erster Linie des Patriziats. Bis Rom aber Republik wurde regierten die Könige aus dem Volk der Etrusker. Die Latiner empfanden die Herrschaft der etruskischen Könige immer als Fremdherrschaft. Die Frühgeschichte der römischen Republik ist sagenumwogen, legendäre Konsuln sollen weise geführt haben und jedem Bürger seine Rechte garantiert haben. Diese Ursprungslegenden gehen auf die Spätzeit der Republik im 1. Jahrhundert vor Christus zurück. Tatsächlich regierten wie schon zu Königszeiten eine Handvoll reicher Patrizier.
Justiz

Die Göttin Justitia gilt heute als Verkörperung des römischen Volksstaates "Gerechtigkeit für Alle" war für die Römer ein wichtiger Slogan

Die Republik der Oligarchen wurde vom Senat der Patrizier gelenkt der bereits in Königszeiten als Kronrat fungierte. In den Augen heutiger Staatsführer ist die römische Republik ein strahlendes Vorbild. Die frühe Republik musste sich in erster Linie gegen das Volk der Etrusker behaupten und damit gegen den mächtigen Stadtstaat Veji. Als Stadtstaat ähnlich der griechischen Polis wollte Rom seine Macht über das Gebiet Latium ausdehnen die Stammes Gebiete der Latiner. Vieles in der Kultur der Römer hat griechische Einflüsse, so wandte man in der Armee die Phalanxformation an. Römische Krieger kamen aus den Reihen des Bürgertums und Adels, Waffen und Rüstung mussten sie selbst mitbringen. Einer der Gründe weshalb die Römer die Väter des Volksstaates wurden war die Tatsache dass jeder Bürger vor dem Gesetz gleich war. Der Rechtsstaat Lex Romanum bildete eine wichtige Komponente des römischen Volksstaates. 12 Gesetzestafeln nach griechischem Vorbild legten im Volksstaat das rechtsstaatliche Fundament, so bestand zu mindestens die Illusion von Gleichheit, nicht aber Freiheit. Aequitas das Prinzip der ausgleichenden Gerechtigkeit hatte im Staat einen hohen Stellenwert. Politische Parteien gab es noch nicht, die Stimme des gemeinen Volkes der Plebejer wurde meist durch polemische Reden oder Geschenke gewonnen. Trotz der „Fehlerhaften“ Staatsform der Römer sah man sich in Rom immer als moralisch überlegen gegenüber den Tyrannen ferner Länder. Ähnlich einer Revolutionsrepublik schrieb sich das wachsende Römische Reich auf sein Banner niemals eine Königsherrschaft im eigenen Land zu dulden. Bei der Wahl ihrer Verbündeten war es der Republik unwichtig mit wem sie paktierte. Die vielgelobte Gleichheit vor dem Gesetz wurde in Anbetracht interner sozialer Standesunterschiede und der Ungleichheit Fremder weitgehend als Gewinn empfunden. In der Frühzeit der Republik wurden aus Feinden schnell Föderati denen es gestattet wurde die Vollbürgerschaft zu erwerben. So wuchs der Stadtstaat Rom zu einem Flächenstaat der mit Wohlstand und Gerechtigkeit für Alle warb. Bis 475 v.Chr hatte sich die Republik bewährt, es wird heute teilweise angenommen dass sie zu diesem Zeitpunkt bereits über viele ihrer späteren Institutionen verfügte. Sahen die Römer nach Griechenland so waren sie immer geteilter Meinung. Einerseits sah man in den Cousins aus Griechenland verwandte Seelen, jedoch auch Fremde die durch ihre Kolonien in Süditalien immer noch Dornen im Fleisch Italiens darstellten. Die Griechen sahen in den Römern hingegen Hinterweltler.

499/479 v.Chr - Perser und Griechen im Konflikt:

Die Perserkriege sind eine Reihe von kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den griechischen Stadtstaaten und dem Perserreich. 499 v.Chr wurde der Ionische Aufstand in Kleinasien niedergeschlagen, die griechischen Kolonien Kleinasiens wurden wieder tributpflichtig gemacht. In Griechenland war man weitgehend handlungsunfähig wegen der inneren Zerwürfnisse. Spartas Könige lieferten sich erbitterte Intrigen. Dareios I. erkannte die innere Zerrissenheit Griechenlands und entsandte 492 v.Chr Truppen nach Thrakien und Makedonien. Diese sollten die dortigen Städte tributpflichtig machen und für ihre Unterstützung der Ionier bestrafen. Dareios rechnet mit wenig Widerstand, besonders nicht von den Athenern die er bereits als potentielle Verbündete gegen Sparta aufbaute. Trotz der persisch-attischen Paktpolitik griff König Kleomenes I. ein. Dieses Zusammenprallen der Griechen mit Persien endete in der Schlacht von Marathon. Hippias der Tyrann von Athen trat jedoch nicht wie von Perserkönig Dareios gewünscht in den Krieg gegen die Griechen ein. Hippias wusste dass er sollte er die Perser offen gegen eine griechische Macht helfen er wahrscheinlich von seiner eigenen Palastwache ermordet werden würde. Griechen gegen Griechen war eine Sache aber sich mit einem Erzfeind
1280px-Scene of the Battle of Marathon

Die Schlacht bei Marathon hier schlugen die Griechen unter Führung Spartas, Thebens und Chalkis die Perser, Hippias unterstützte die Griechen jedoch nicht 490 v.Chr

gegen die eigenen Leute zu stellen dass konnte nur schief gehen. Der attische Tyrann blieb daher neutral, eine Neutralität die ihn zwar nicht den Thron kostete aber unglaublich unbeliebt machte. Dass er nicht bei Marathon die Griechen unterstützte kostete Hippias vieles an Rückhalt bei den Bürgern Athens. Der alternde Tyrann musste sich jetzt da er bereits kränkelte etwas mehr auf die Zusammenarbeit mit dem attischen Volk verlassen und suchte den Kompromis.
LeonidasKönig

König Leonidas als Nationalheld Griechenlands, er stellte sich mit 300 Mann gegen die Perser

Auch der spartanische Mitkönig Damaratos konnte sich nicht offen gegen Kleomenes stellen. Die Spartaner gingen gemeinsam mit den Städten Theben und Chalkis als Beschützer der griechischen Welt aus diesem Konflikt hervor. Nach dem Sieg im Ersten Perserkrieg fühlte sich Kleomenes so selbstsicher dass er seinen lästigen Mitkönig ermorden ließ. Kleomenes setzte seinen Halbbruder Leonidas I. auf den Trohn, ein Mann der zu Familie gehörte und durchaus loyal war. Damit blieb zumindest für den Moment der innere Friede Spartas gesichert. Die Perser führten den Feldzug
Xerxes lash sea

Die Perser peitschen das Meer aus, Perserkönig Xerxes war als Gottkönig nicht so erfolgreich wie sein Vater und selbst in Athen unbeliebt.

danach nicht weiter da sich in Ägypten ein Aufstand anbahnte. 486 v.Chr starb Dareios, sein Sohn griff die Pläne Griechenland zu unterwerfen 6 Jahre sp
äter erneut auf. Doch im jetzt folgende Zweite Perserkrieg stand Athen wieder voll und ganz hinter den griechischen Verteidigern. Der Despot Hippias war verstorben sein Sohn Thessalion als neuer Tyrann Athens hatte keine so ernsten Differenzen mit Sparta um Allianzen mit Ausländern einzugehen. Hinzu kam das der neue Gottkönig Xerxes I. nicht so tolerant wie sein Vater war. Xerxes forderte nicht viel von den Griechen, lediglich „Erde und Wasser“ als Zeichen ihrer Unterwerfung. Die Gesandten Persiens erhielten aber auch in Athen eine Abfuhr. Der junge Tyrann Thessalion zeigte sich als der starke Mann Griechenlands. Auch der spartanische König Leonidas lehnte die Forderung Xerxes ab, aber da er die Gesandtschaft Persiens gleich in einen Brunnen werfen lies damit sie dort „Erde und Wasser suchen“ können regierte der Perserkönig umgehend aggressiv. Persien rückte nun mit einer riesigen Flotte aus um die Griechen für ihren Hochmut zu bestrafen. Diese Flotte stand unter dem Befehl des attischen Admiral Themistokles. Das Orakel von Delphi verkündete bereits den Untergang Griechenlands, diesmal blieb es ungehört. In den griechischen Legenden hies es Xerxes hätte 1 Million Mann ins Feld geschickt, aber diese Zahl war eine Erfindung der siegreichen Griechen. Persien konnte im besten Fall nur 200.000 versorgen. Ein erster Persersieg erfolgte am Tor der heißen Quellen nahe Sparta. Der Legende nach stellten sich nur 300 Spartiaten gegen die bereits erwähnte 1 Million Perser. Bei dieser Schlacht starb König Leonidas den Heldentot während zu See die vereinigten Flotten Griechenlands kämpften. Die Perser konnten aber selbst auch beeindruckendes leisten so bauten sie eine Schiffsbrücke indem sie ihre Schiffe miteinander verbanden und so den Truppen die Möglichkeit gaben über die Hellespont Meerenge zu marschieren. Die Schiffsbrücke zu bauen und zu überqueren war eine Meisterleistung, aber bei ihrem Rückzug fanden die Perser die Brücke durch Sturm zerstört wieder. Als besondere Beleidigung für die Griechen gilt die Auspeitschung des Meeres durch die Perser. Der wütende Gottkönig befahl nach seiner Niederlage den griechischen Meeresgott Poseidon für den Sturm mit Peitschenhieben zu bestrafen, ein Frevel gegen alle gläubigen Griechen. Damit war der Zweite Perserkrieg 479 v.Chr beendet, die Spartiaten standen als heldenhaft da und der Tyrann Theassalion musste sich ihren Intrigen erwehren.

478 v.Chr - Die Ermordung des Thessalion:

„Schön! Stark! Erfolgreich gleich einem Alexander! Gemäuchelt in seinen jungen Jahren! Dies war unser weiser Thessalion! Tyrann von Athen!“

Geschichtsschreiber ~ 300 v.Chr

Thessalion (Latein) oder Thessallios (Griechisch) war der letzte Vertreter der Peisistratiden-Tyrannis von Athen. Mit seinem Tod endete die 80 jährige Herrschaft der Peisistratiden-Tyrannen. Trotzdem er wie sein Vater und Großvater ein tyrannischer Alleinherrscher war hat Thessalion einen positiven Ruf in der Geschichte Athens erhalten. Dies lag wahrscheinlich an seiner Jugend und der untypischen Fähigkeit sich mit seinen politischen Gegnern zu arrangieren.  Vor allem aber an der Art seines Todes und der späteren Fremdherrschaft durch lakonische Stadthalter. (Siehe Lakonisches Reich) Seine frühe Jugend liegt weitgehend im Dunkel, es heist er sei der Sohn der thessalischen Prinzessin Thassalia. Geboren um das Jahr 508 v.Chr war er vermutlich der jüngste Sohn des Herrschers Hippias mit einer Nebenfrau. Niemand hätte gedacht das Thessalion jemals Herrscher werden würde besonders nicht seine Mutter.
Thessalion

Der "junge Prinz" Thessallion auf einer Vase Darstellung 5. Jahrhundert v.Chr

Auch Thessalias Geschichte ist fraglich, es wird heute angenommen sie sei mit Hippias verheiratet worden um die Allianz zwischen Athen und Thessalien zu festigen. Ihr Name Thessalia ist auch nicht belegt, vielmehr wird angenommen ihr Name würde nur symbolisch für ihre Herkunft stehen. Vieles aus dem frühen Leben des Thessalion wurde vermutlich um das Jahr 300 v.Chr von attischen Geschichtsschreibern erdichtet. Auch die Römer trugen später viel zu Legendenbildung bei, ihnen ist es zu verdanken dass die lateinische Schreibweise Thessalion viel bekannter ist als die Griechische. Einige Tatsachen sind aber als Fakten belegt, Thessalion war gegen Ende des Zweiten Perserkrieges etwa 28 und galt als mildtätiger Tyrann und guter General. Seine Regierung begann 490 v.Chr also etwa im Alter von 18 Jahren. Als der „Junge Prinz Athens“ wurde Thessalion bekannt, er ging viele neue Wege wie etwa die Anhänger des Kleisthenes von Athen zu begnadigen und ihre Verbannungen aufzuheben.
Themistokles

Themistokles, Held des Zweiten Perserkrieges und Thessalions Mörder war Anhänger der Lehren des Kleisthenes † 478 v.Chr

Er kümmerte sich um eine Versöhnung mit dem attischen Bürgertum. Dies führte dazu das Athen sich gut weiterentwickelte und seine Seemacht ausbaute. Der ehemalige politische Gegner des Hippias; Admiral Themistokles gelangte so zu einigem Einfluss in Athen. Durch Themistokles war es den Griechen möglich die Perser bei Salamis zu schlagen, doch nach dem Krieg änderte sich die Situation. Die Machtkämpfe in Athen entbrannten erneut. Sparta versuchte auch seinen Einfluss auf die attische Politik zu erweitern. Themistokles wurde bald nachgesagt das Bett mit der Witwe des Leonidas; Königin Gorgo zu teilen. Schon ein Jahr nach dem Krieg führte dieses Gerücht zu Unmut in Athen,
GorgoThessalionKopf

Spartas Regentin Gorgo erhielt den abgetrennten Kopf Thessalions, sie wurde von den Athenern als Drahtzieherin des Tyrannenmords bezeichnet, Darstellung ~ 300 v.Chr

gleichzeitig sah Themistokles seine Stunde gekommen den „vom Volk geliebten Tyrannen“ zu beseitigen.
Am 14. Des attischen Monats Elaphebolion (März 478 v.Chr) betraten Themistokles und eine Gruppe Gleichgesinnte die Gemächer des Thessallion. Themistokles war im Palast gerne gesehen, das er ein Tyrannenmörder sein könnte kam Thessalion erst in den Sinn als er die Klingen der Schwerter erblickte. Die Mörder schnitten dem ihnen verhassten Tyrannen den Kopf ab, Themistokles befahl nun den Kopf nach Sparta zu schicken und ihn Königin Gorgo zum Geschenk zu machen und so um Unterstützung für sein Vorhaben zu erbitten. Er selbst blieb in Athen um mit einem Heer den Frieden herzustellen und sich selbst zum vorübergehenden Staatsoberhaupt zu machen. Sein Staatsstreich war jedoch nicht so erfolgreich wie gewünscht. Er musste sich als Königsmörder den Athenern gegenübersehen die hin und her gerissen seine Tat missbilligten. Dass er nun mit seiner viel zu kleinen Armee versuchte Athen zu befrieden endete in einer Niederlage. Themistokles landete nach nur einer Woche im Kerker, aus dem Gefängnis heraus bat er nun Sparta erneut um Hilfe. Er beteuerte zwar vorgehabt zu haben die Herrschaft über die Stadt an das Volk zurückgeben zu wollen, allerdings waren die Parteigänger und Nutznießer der Peisistratiden-Tyrannis bei der Verhandlung in der Mehrzahl. Gorgo in Sparta reagierte erst als sie von Themistokles Tod erfuhr, ihm wurde der Schierlingsbecher gereicht womit sich der Admiral vergiftete. In Athen waren nun anarchistische Zustände ausgebrochen, der Herrscher hatte keine Nachkommen und die potentiellen Nachfolger schlugen sich auf offener Straße die Köpfe ein. Sparta sah nun auch den Vorteil einer Intervention, so marschierten bald die Spartiaten ein. Die Spartiaten „befriedeten“ nun Athen wirklich, die Stadt sollte von der Tyrannei befreit werden. Athen erhielt einen von Sparta erwählten König, dieser König war jedoch kein Wilkürherrscher. Die Spartaner sahen in der Tyrannis eine schlechte Staatsform, die neuen Herrscher sollten sich staatlichen Aufsehern verantworten den attischen Ephoren. Auserdem gab es ein beratendes Gremium welches mitbestimmte was der König tat. Das nun ein König regierte war für die Athener kein wirkliches Problem, ihr Problem war vielmehr dass es sich um einen Mann aus der griechischen Region Lakonien handelte der als Marionettenkönig die Interessen Spartas vertrat. Für viele Jahre regierten nun diese "lakonischen Stadthalter" Dies war die Geburtstunde des Lakonischen Bundes und der Dominanz spartanischer Hegemons über ein in diesem Bund weitgehend vereintes Griechenland.

478/359 v.Chr - Das Lakonische Reich:

„Spartas Frauen herrschen über griechische Männer weil nur Spartanerinnen wahre Männer gebären, darum regiere ich Griechenland!“

Königin Gorgo 476 v.Chr

Das Lakonische Reich besser bekannt als Staatenbund der Griechen war der logische nächste Schritt nach dem Peloponnesisches Bund. Es war niemals ein einheitliches Reich oder gar Imperium sondern ein reines Defensivbündnis der mächtigsten Stadtstaaten Griechenlands unter Führung Spartas und Kooführung Athens. Jahrhunderte später kamen Geschichten von diesem Imperium Spartas auf die es dem Perserreich oder Rom gleichsetzen. Allerdings hatte der als Reich fälschlich bezeichnete Staatenbund nie irgendwelche expansionistischen Ambitionen. Es blieb die meiste Zeit passiv, beschütze seine Einflussphäre die sehr eng begrenzt bereits im Norden an der Grenze zu Makedonien endete. Sparta war eine militärische Landmacht die selbst dort einige Einschränkungen hatte so gab es praktisch keine spartanische Reiterei. Darum verliesen sich die spartanischen Führer des Staatenbundes auf die Seeflotten Athens und Korinths. Wie jedes griechische Bündnis lag die Führung in der Hand des Hegemon. Es gab aber durch das spartanische Doppelkönigtum ständig Rivalität um die Würde des Hegemon. Mutter und eigentliche Begründerin war Gorgo die im Namen ihres minderjährigen Sohnes regierte. Dass es sich um einen „Lakonischen Bund“ handelte war jedem klar nachdem er sich unter den Vasallen Spartas umsah.
Sparta territory

Der Lakonische Bund (Reich) hat seinen Namen von der Region Lakonien bei Sparta, je weiter nördlich man ging desto weniger hatte der Bund Einfluss

Mit den Jahrzehnten gelang es den spartanischen Hegemons immer wieder Würdenträger aus der Heimat als Könige von Stadtstaaten zu installieren. Sparta versuchte seine eigenen Vorstellungen von Staatsführung in der griechischen Welt zu verbreiten. Der mächtigste Gegner des Reiches blieb lange das Perserreich gegen dass es immer wieder zu Kampfhandlungen kam. Damit beherrschte Sparta fast durchgehend das Griechenland des klassischen Zeitalters (500 ~ 340 v.Chr) Das Zeitalter des Lakonischen Reiches ging jedoch mit dem erstarken eines weiteren griechischen Staates zuende. Makedonien ein Land dass als rückständig und primitiv aber immerhin griechisch galt machte Sparta Ab Mitte des vorchristlichen 4. Jahrhunderts den Ruf streitig Zentrum aller Hellenen zu sein.
PhilippIIMakedonienantike

Der Makedonische König Philipp II. war einer der Ersten der sich gegen die Vorherrschaft Spartas stellte und eine neue Ära der Griechen einleitete

359/336 v.Chr - Philipp II. als Gegner des Reiches:

Das Griechenland in das Philipp II. um 382 v.Chr hineingeboren wurde hat nur wenig mit dem UZL gemein. Sein Land Makedonien am nördlichen Rand Griechenlands wird als Bauernstaat angesehen ohne wesentliche urbane Besiedlung. Die Makedonen gelten als Halbwilde Schafhirten. Doch das Königtum ist in Griechenland immer noch hoch angesehen. Im Vergleich; in UZL ist das Königtum auf Lakonien (Sparta) Argos, Elis, Arkadien und Makedonien beschränkt. Alle anderen griechischen Stadtstaaten verfügten über eine oligarchische und/oder demokratische Staatsform. In dieser Zeitlinie regieren immer noch überaus mächtige Adelshäuser wenn auch mit staatlichen Aufsehern. Sparta und seinem Bund war es in den letzten 120 Jahren gelungen die Zeit mehr oder weniger zurückzudrehen. König Philipp von Makedonien war aber ein vorwärtsgewandter Monarch der die Reform suchte. Er wollte seinen rückständigen Staat in die Zukunft führen weshalb er
MakedoniaPhalanx

Die neue makedonische Phalanx war der spartanischen wegen der Langspeere haushoch überlegen

Philosophen und Poeten an seinen Hof in Pella holte. Diese Lehrmeister sollten sein Volk aber vor allem seinen Sohn unterweisen. Quasi am Rand der griechischen Welt blieb Makedonien sowohl vor dem Einfluss Spartas wie der Perser verschont. Dies gab dem ehrgeizigen König die Möglichkeit sein Reich durch geschickte Diplomatie zu erweitern und seine Position im Adel zu stärken. Das Königreich hatte kaum Städte weshalb es auch kaum wohlhabende Bürger gab die in Philipps Armee dienen konnten. In griechischen Heeren sorgte jeder Soldat selbst für seine Ausrüstung, so musste der König Bauern teuer mit Waffen versorgen. Trotzdem gelang es dem Makedonier ein schlagkräftiges Heer bestehend aus Infanterie und Kavallerie aufzubauen. Sparta hatte seine Traditionen und Dogmen die es dem Lakonischen Bund erschwerten sich zu erneuern, Makedonien hingegen suchte Wege Neues auszuprobieren. Die Spartiaten fanden gegen Ende der Regierungszeit Philipps bald ebenbürtige Gegner in der Makedonischen Phalanx. Da die Makedonen viel längere Lanzen (Die Sarissa war bis zu 7 m lang) trugen war ihre Reichweite gewaltig, sie konnte auch gut gegen Reiterei als Verteidigung eingesetzt werden. Phillip war anfangs ein Waffenbruder der Lakonier, aber mit den Jahren löste er sich davon und kehrte Sparta vollständig den Rücken zu. Sein eigener kleiner Militärbund mit Korinth und einigen weniger bedeutenden Polis spaltete den Lakonischen Bund. Wieder war Griechenland in kämpfende Kleinreiche unterteilt. Phillipp II. konnte auch immer das große und Ganze sehen, so wagte er zu hoffen seinen Korinthischen Bund zum Ruhm zu führen. Sparta war kein einfacher Gegner, vor allem mit seinem Verbündeten Athen, doch bis zu seiner Ermordung 336 v.Chr konnte der aufstrebende König das Lakonische Reich ohne Mühe aufspalten. Der Lakonische Bund hatte keinen inneren Zusammenhalt, die Polis wetteiferten um Bäute und das spartanische Doppelkönigtum haderte mit sichselbst. Hinzu kammen immer wieder aufflamende Aufstände der Heloten. Nach dem Grundsatz „Teilen und herrschen“ gelang es Philipp und seinem noch jungen Sohn Alexander die Macht Spartas nach fast 120 Jahren zu brechen. Das galt damals als Wunder, aber erst der große Alexander wagte sich daran dem eigentlichen Feind zu trotzen dem Perserreich. Ausgestattet mit dem Mut der Tapferen und der neuen Phalanx Formation startete Philipps Sohn bald ein wahnwitziges Unterfangen die Perser zu vernichten. Viele Griechen zweifelten die Fähigkeiten der Makedonen jedoch an, denn immerhin
AlexanderGRoße

Alexander der Große übertraf seinen Vater um Längen und rief bald zum Sturm auf Babylon

hatte die stärkste Militärmacht der bekannten Welt es in 140 Jahren nicht ge
wagt in Babylon einzumarschieren. Philipp war zwar Tod aber sein Traum lebte, wenngleich sich Sparta dagegen sträubte.

336/146 v.Chr - Entgültiger Niedergang Spartas:

Ephistokles

König Ephistokles von Athen, der erste attische Poetenkönig regierte ohne Sparta von 288 - 257 v.Chr

Sparta war immer noch die reichste Stadt Griechenlands und unglaublich einflussreich. Alexander musste sich aber zuerst um die Machtabsicherung kümmern und kämpfte gegen Ilyrien, Thessalien, Thrakien und Theben. Die Brandschatzung Thebens durch Alexander 335 v.Chr zeigte wie sehr der Lakonische Bund geschwächt war. Bald danach ließ Alexander die mächtigsten Könige Griechenlands nach Korinth kommen um sie auf sich einzuschwören. Alexander hatte den Plan seines Vaters übernommen den Griechen ein gemeinsames Ziel zu geben. Persien war das Ziel, die ehemaligen Mitglieder des Lakonischen Reiches sahen nun endlich eine Möglichkeit aus der Stagnation zu entfliehen und es ihren Vorfahren auf dem Schlachtfeld gleichzutun. Spätere römische Historiker sagten dass Spartas Lakonisches Reich sich zu wenig um Eroberung und die Vermehrung des Ruhms der Griechen gekümmert hätte und daher erst von den Göttern verlassen und danach unterging. Sparta selbst weigerte sich dem Ruf Alexanders zu folgen da man seinen Kreuzzug für vermessen ansah. Makedonien musste sich sogar mitten im Peserfeldzugs gegen einen Invasionsversuch der Spartiaten erwähren. In Sparta regierte Eifersucht und übermäßiger Stolz als man sah wie Alexander der sich Sohn des Zeus nannte sein Weltreich aufbaute. Auch die Athener mit ihrem durch Sparta eingesetzten Königen starteten eine offene Rebellion. In den Jahren nach Alexander gelang es Athen sich von ihren lakonischen Stadthaltern zu befreien. Es setze um 300 v.Chr etwas ein dass man später nur als „Nostalgie“  bezeichnete. Die Athener begannen die Ära der Peisistratiden-Tyrannis zu verklären, besonders die Legenden um Thessalion den geliebten Tyrannen entstanden. Man sehnte sich nach einem attischen König der als Weiser Mann die Stadt regieren sollte. Dieser Mann wurde der Kriegsheld und Geschichtensreiber Ephistokles, womit sich die Vorherrschaft Spartas im 3. vorchristlichen Jahrhundert vollkommen aufgelöst hatte. Poetenkönig Ephistokles gründete ein starkes Bündnis welches er geschickt im Krieg einsetze. Dies war auch die Ära der neuen Reiche; Karthago und Rom wetteiferten um die Herrschaft im Mittelmeer. Die Spartaner kämpften in Griechenland weiter gegen Athen und andere Polis, aber die Vorherrschaft erlangte die Stadt nie mehr. Die neue Großmacht Rom nahm sich Spartas an und stellte es 188 v.Chr unter ihren Schutz. Von den Traditionen der Spartaner war jetzt nur noch wenig übrig geblieben, es gab nur noch wenige Spartiaten (Vollbürger) Die Römische Republik besiegte im Laufe der nächsten Jahre die griechischen Königreiche. Die neue militärische Formation der Legion war der Phalanx überlegen und kostete den Griechen Kopf und Kragen. 146 v.Chr unterwarfen die Römer ganz Griechenland. Sparta blieb als Verbündeter Roms eine freie Stadt und existierte als Schatten seiner selbst weiter.   

Nachwirkungen:

Die Nachwirkungen einer griechischen Geschichte ohne Demokratie und eines dominierenden Sparta sind mannigfaltig. Die Perspektiven wie Griechenland, Sparta und die historischen Ereignisse in späteren Jahrhunderten gesehen wurden wechselten je nach politischer Situation.

Spätantike - Einflüße auf die Römische Republik:

"Ich weis Nichts aber davon eine Menge! Daher gibt es noch Vieles dass wir von den Alten lernen können!"

Drusus Gregorianus Nava 67 v.Chr

Rom das Zentrum der Welt sah sich seit Anbeginn der Republik als Hort von Gerechtigkeit und Ordnung. (Siehe Hier) Die römischen Republikaner wurden jedoch auch durch das nichtvorhandensein der griechischen Urdemokratie beeinflusst. Man eiferte Sparta nach, nicht in allen Punkten jedoch in einigen wichtigen. Die griechische Phrase; „Wanderer, kommst du nach Sparta, verkündige dorten, du habest uns hier liegen gesehn, wie das Gesetz es befahl.“ Hatte besonders für die Legionen Bedeutung. Das römische Heer wähnte sich als genauso diszipliniert wie die alten Spartiaten. Sprachen die Römer von Spartanern so reichte es sie als die „Alten“ zu bezeichnen. Den Römern war es wichtig ihren eigenen Staatsapparat gesetzlich so aufzubauen das Gerechtigkeit herrschte. Gerechtigkeit im Gesetz, Gerechtikeit in der Verwaltung. Diese zweite Form führte zu einer ausufernden Bürokratie da ja auch die Verwaltung nach klarer Ordnung ablaufen musste. Damit eiferte man vermeintlich Sparta nach da die Römer glaubten dort sei das Gesetz, die Bürokratie und Ehrlichkeit erfunden worden. Als Reich der „gesetzestreuen Könige“ bezeichnete man schon kurz nach dem Ende des Lakonischen Bundes Lakonien.
NAVA

Drusus Gregorianus Nava, Jurist, Geschichtsschreiber, Philosoph und Alternativhistoriker, Autor des Werkes "Aus spartanischen Zeiten" † 35 v.Chr

Diese sprichwörtliche Gesetzestreue und stures Bürokratentum führte die Römer zu der Erkenntnis dass es kaum etwas ehrenhafteres gebe als Juristen oder Staatsbeamte. Natürlich waren Feldherren hoch angesehen, aber als Zivilberuf Anwalt stand man in Rom immer gut da. Anwälte galten als die höchste Ausgeburt der Gerechtigkeit, denn sie Vertraten den Bürger vor Gericht und konten mit Brandreden viel verändern. Die Republik der Römer bot dem Einzelnen nur wenige politische Freiheiten, er durfte zwar dem Senat beiwohnen hatte aber meistens nur die Pflicht dem Staat zu dienen. Darum galt der Anwalt als Garant für persönliche Freiheit und Gerechtigkeit in der autoritären Republik. Viele römische Familien liesen ihre Söhne von Juristen ausbilden, als Jurist hatte man gute Chancen den Paragraphenurwald zu durchqueren und ein bürokratisches Amt zu ergatern. So wurde der Bürger Capuas Drusus Gregorianus Nava ebenfalls Anwalt.
ErmordungJCeasar

Ermordung Ceasars, einige Philosophen stellten die Behauptung auf dass Tyrannenmord unausweichlich zu Anarchie führt, sie fragten; "Was bringt es dem Volk?"

Nava lebte um 70 v.Chr und erlebte den Spartacus-Sklavenaufstand mit. Als junger Mann erkannte er schnell die Parallelen zu den Helotenaufständen im „Reich der Alten“ Nava wurde in den nächsten 30 Jahren einer der bekanntesten Philosophen der Republik. Er galt als Erfinder der Alternativhistorie und vergleichender Historiker. Nova bereiste die Welt, so auch Alexandria und seine Bibliothek um mehr über die Geschichte Griechenlands zu lernen. Nava stellte verschieden Vergleiche zwischen Rom und Sparta auf. Auch schrieb er ein sehr bekanntes Buch „Aus spartanischen Zeiten“ In diesem Erstlingswerk von 67 v.Chr skizierte er eine alternative Version der Geschichte in der es Themistokles nach dem Tyrannenmord 478 v.Chr gelang einen Staat zu gründen der „Von und durch das Volk regieret werde“ Navas Buch war revolutionär denn es beschrieb die Geschichte eines fiktiven Utopia des Volkes welches seit 400 Jahren mit Rom wetteiferte. Nicht Jeder fand die Thesen Navas einleuchtend, einige Philosophen gingen soweit ihn als Verräter an der Ordnung anzuprangern und aus seiner Heimatstadt Capua zu verbannen.
800px-Augustus Bevilacqua Glyptothek Munich 317

Augustus der Erste Kaiser Roms, im Kaiserreich wandelten sich viele Ansichten † 14 n.Chr

Dabei riefen sie; "Nava! Nava! geh raus in die Wildnis wo es keine Staatsmacht gibt wo du erleben wirst das es ohne Staat nicht geht!" Nava verwendete nicht den Begriff Demokratie für die in Utopia herrschende Staatsform sondern „Bürger-Anarchie“ Dieses griechische Wort (Anarchie) war schon eine Beleidigung gegen die guten Sitten. Denn wie konten befreite Bürger in Anarchie ohnen staatliche Ordnung leben? Das Argument dieser Herren war das Tyrannenmord nie etwas Gutes hervorbringt, bestes Beispiel war eben der Mord an Thessalion. Man führte an das Tyrannenmörder Themistokles  nur für Anarchie sorgte und sich Athen ohne Unterstützung Spartas selbst vernichtet hätte. Man fürchtete die Tyrannis aber auch die Anarchie die als Nemesis der Republik gesehen wurde. Als Julius Ceasar sich zum Diktator aufschwang sah man ein römisches Königtum im kommen. Ceasar wurde verraten und ermordet, seinen Kopf schickte man seiner Geliebten Kleopatra nach Ägypten, wahrscheinlich als Warnung nie wieder nach Rom zurückzukehren. Das Ende der Republik aber vor allem der Tyrannenmord an Ceasar bestätigte den bereits alten Nava in seiner Meinung das Rom eines Tages denselben Weg gehen würde wie das ehrwürdige Athen; untergehen. Doch hegte er auch Hoffnung auf die Wiedergeburt der Republik wenn auch durch neue Völker.

Spätantike -  Einflüße Kaiserreich/Byzanz:

Im 1. Jahrhundert vor Christus gipfelten die Machtkämpfe in Rom in Bürgerkriegen. Aus dem Konflikt um Cesars Nachfolge trat Octavian der spätere Kaiser Augustus als Sieger hervor. Octavian besiegte Marcus Antonius in Griechenland dort übernahm er auch spartanische Söldner als Hilfstruppen. Octavian hatte die republikanische Prätorianer Garde bisher als Leibwache eingesetzt, dies enderte er nach seiner Rückkehr nach Italien. Octavian schuf das Prinzipat eine neue römische Monarchie mit republikanischer Fassade. Die Prätorianer als Leibgarde in Zeiten des Krieges wichen einer neuen Leibwache. Kaiser Augustus war von den Griechen beeindruckt, so ernannte er einen ehemaligen Söldnerführer aus Sparta zu seinem Hauptmann der kaiserlichen Leibwache. Diese Leibwache trug den Namen Lambdarianer, dies wegen des Symbol Lambda auf ihren Schilden. Wie bereits die Spartiaten trugen die Lambdarianer diesen griechischen Buchstaben als Zeichen ihrer Lakonischen Herkunft. Es wird angenommen Augustus habe die Lambdarianer den Prätorianern vorgezogen da er die Griechen auf seine Seite ziehen wollte. Griechenland lag im ehemaligen Herrschaftsgebiet des Marcus Antonius und musste nun wieder an Rom herangeführt werden. Aber nur die erste Generation an Lambdarianern stammte wirklich aus Sparta, in späteren Jahren taten hauptsächlich Griechen ihren Dienst in der Leibgarde. Nach der Reichsteilung 395 kamen nur noch die Offiziere aus Griechenland während die Gardisten einfach aus Italien stammten. Der erste Tribun der Lambdarianer trat jedoch nur in den Dienst des Kaisers wenn die Garde einen heiligen Schwur leisten durften der beinhaltete den Kaiser sollte er zum Tyrann werden beseitigen zu dürfen. Augustus willigte ein, er war der einzige Kaiser der den Lambdarianern diesen Schwur abnahm.
LambdarianerGardist

Gardist der Lambdarianer, seit Ende des Bürgerkriegs 27 v.Chr stellten die Lambdarianer die Leibgarde der Kaiser

Der Legende zufolge leisteten die Gardemitglieder bei jedem neuen Kaiser diesen Schwur an ihren Tribun. Er beinhaltete ein Gelöbnis wonach selbst der Princeps sich dem Gesetzen Roms zu beugen habe da nichteinmal der Kaiser über diesem stünde. Kein nachfolgender Kaiser kannten diese „geheime Schutzaufgabe des Gesetzes“ der Lambdarianer. Der Tyrann Commodus wurde Opfer ihrer Klingen.
FRChristenRom

Christen beauftragen einen Juristen sie vor Gericht zu verteidigen, Es war meist tötlich Christ zu sein nur mit guter Rechtsberatung hatte man eine Chance den Löwen der Arena zu entkommen ~ 100 n.Chr

Da aber in späteren Jahren immer mehr Tyrannen an der Spitze Roms standen nimmt man an dass es einen solchen geheimen Treueschwur nie gegeben hat. Das polytheistische Rom hatte ab dem 1. Jahrhundert ein neues Problem das Christentum. Viele dieser Sektierer kamen nach Rom und Griechenland und gründeten dort kleine christliche Kommunen. Die Römer trauten den Christen nicht da sie nur den Gott Jehova anbeteten, aber weitaus schlimmer war ihre Geringschätzung der Ordnung. Solange eine Religionsgemeinschaft den Kaiser als Gott anerkannte war alles in Ordnung, aber das taten die Christen nicht. Einige der gebildeten römischen Christen waren Verfechter der Lehren des Nava. Sie sahen in seiner Utopie einer Bürger-Anarchie etwas das ihrem Glauben entsprach. Es gab nur wenige dieser Anarchie-Christen die glaubten es würde eines Tages eine Welt ohne Anführer, ohne Politiker und Staatlichkeit geben, sie glaubten damit an das Reich Gottes. Innerhalb des Römischen Imperiums hatten alle Vollbürger juristische Rechte, Prediger aus Judäa (Israel) hingegen nicht. Viele Christen die keine römische Staatsbürgerschaft hatten landeten schnell im Gefängnis oder der Arena.
Meister von San Vitale in Ravenna

Der oströmische Kaiser Justinian I. beschwor nochmals den "Spartanischen Geist" sein Versuch das Imperium wiederzuvereinen scheiterte † 565

Die römischen Christen mit finanziellen Mitteln konnten sich eine Rechtsberatung leisten. Da sich der Rechtsstaat gefestigt hatte wurde es Anklägern schwer gemacht die römischen Christen vor Gericht zu zerren. Trotzdem gab es immer wieder Razzien und rechtswidrige Verstöße von Seiten despotischer Kaiser. Der harte Kern von Anarchie-Christen überstand die Christenverfolgung jedoch nicht. Die Kirche baute immer stärkere Strukturen auf, schlug so den römischen Rechtsstaat mit den eigenen Waffen. Die Kirche war rechtlich abgesichert und erkannte den Kaiser als ihren Dominus an. Kaiser Konstantin machte das Christentum schließlich im 4. Jahrhundert zu römischen Staatsreligion. Dies tat er da viele Bischöfe hohe juristische Ämter ausübten und damit zu wichtigen Verbündeten wurden. Außerdem war es für Rom praktisch eine so mächtige Gottheit als Schutz zu haben. Das römisch-katholische Papsttum wurde zu bindenden Kraft von Ost und Westrom. Die von den anarchistischen Urchristen propagierte Entfernung von der Ordnungsmacht schlug ins Gegenteil um.
Die stark hierarchische Kirche spaltete sich bereits vor dem Untergang Roms 476 in theologische Splittergruppen auf. Die Kirchenfürsten in Rom kämpften verbissen gegen andersgeartete religiöse Strömungen wie etwa den Arianismus. Die Arianer strebten die Rückkehr zu Urkirche an und vertraten erneut die Ansicht dass eine Bürger-Anarchie notwendig sei. Der östliche Teil des römischen Reiches versuchte immer den Westteil vor den eindringenden Germanen zu schützen. Aber es gab starke Zweifel ob es möglich ist Westrom wieder aufzubauen. Zu viele Barbarenstämme waren seit dem 4. Jahrhundert eingedrungen und hatten ihre eigenen Reiche aufgebaut. Im 6. Jahrhundert wagte es der byzantinische Kaiser Justinian I. jedoch erneut in das von Barbaren gebeutelte Italien vorzustoßen. Justinian gelang es in seiner Regierungszeit 527–565 das Imperium teilweise wieder aufzubauen. Seinen Erfolg schrieb er den griechischen Vorfahren zu ins besonders seinen Elitekriegern aus Lakonien. Er hatte die Geschichte Griechenlands bestens studiert und zählte zu den wohl gebildetsten Herrschern seiner Zeit. In seiner Regierungszeit bildete sich das Byzantinische Reich heraus. Die Kaiser von Byzanz gingen enge Bande mit den Kirchenführern ein und bildeten mit ihnen einen sakralen Gotteststaat. Ungläubige wurden gnadenlos verfolgt und heidnische Schriften vernichtet. Die griechischen Gelehrten aus Konstantinopel hatten eine sehr viel unmittelbarere Beziehung zu frühen Geschichte ihres Landes als etwa ein Römer. Auch Justinian sah sich als Gelehrter, er kam zu dem Schluss dass sich Geschichte wiederholt und man die Fehler der Vergangenheit niemals wiederholen sollte.
Er war aber ein Mann seiner Zeit und betrachtete die Dinge mit stark dogmatischen Glaubensgrunstätzen. In der Spätzeit der Antike stellten die meist griechischen Historiker die These auf das nur eine Symbiose aus Sparta und Makedonien ein Imperium wahrhaft erfolgreich machen könnte. Sparta war zu sehr darauf bedacht die Grenzen gegen die finsteren Perser zu schützen. Alexander hingegen scherte sich nach Meinung der Byzantiner zu wenig um die Verteidigung und eroberte ohne Sinn und Verstand. Daher riefen die Byzantiner ihre Kaiser stets zu Mäßigung. Justinian I. erkannte auch bald das seine Eroberungszüge gegen die Barbaren zu weit gingen. Er konnte nach der neuen Symbiose Doktrin nicht weiter erobern. Byzanz konnte sich dank der neumodischen Expansionsdoktrin viele Jahrhunderte lang halten bevor es 1453 durch das Osmanische Reich unterging. Eine große Anzahl an mündlicher Überlieferung der spartanischen Geschichte blieb einzig durch emsige Historiker aus Konstantinopel erhalten.
Hamartolus

Darstellung des byzantinischen Historikers Georgios Monachos der im 9. Jahrhundert ein Werk schrieb das sich sehr negativ mit dem antiken Sparta befaste, Bildnis 14. Jhd

Die Byzantiner bauten eine riesige Bibliothek von spartanischem Wissen der Antike auf welches sie sogar nach der Eroberung Konstantinopels aus dem Land schmuggeln konnten. Viele Schriften wurden aber stark verfälscht da die Autoren ihre eigenen religösen und moralischen Ansichten einfließen liesen.

Mittelalter - Die Abkehr von der Antike:

DasIstSpartaLied

Darstellung aus dem Spartiatenroman, König Leonidas türmt die Leichen der Perser zu einer Mauer auf, Darstellung 12. Jahrhundert

Das Mittelalter wird heute als finsteres Zeitalter ohne Vernunft angesehen. Aber diese Ära zwischen dem 6. Und 15. Jahrhundert wandte sich nie vollständig von der Antike ab. Die Geschichte Griechenlands und Roms war auch in diesem dunklen Zeitalter von Interesse. Der Klerus in Rom tat jedoch alles um die heidnische Welt des Altertums als Beispiel für Gottlosigkeit und Zügellosigkeit darzustellen. Auch in Konstantinopel dem neuen Rom gab es nicht nur Freunde der alten Griechen. Dort beschäftigte man sich durchgehend mit der Antike, während der Makedonischen Renaissance des 9. Und 10. Jahrhunderts erblühte die byzantinische Kultur erneut. Diese kulturelle Strömung hatte aber vor allem in Kirchengelehrten ihre Gegner die alles heidnische als schlecht bezeichneten. Auch in Westeuropa gab es unter Kaiser Karl dem Großen um 800 eine kurze Zeit der Rückbesinnung. Doch auch Rückschritte wie der Feudalismus des Frankenreiches zerstörten schrittweise die althergebrachten Strukturen der Römischen Welt. Die weltlichen Herren Europas kümmerte es wenig sich an Gesetze zu halten, die meisten Könige des Frühmittelalters galten daher als üble Tyrannen. Doch auch diese Tyrannen wollten sich mit den Errungenschaften der alten Römer schmücken und beschäftigten sich mit der Klassik. Das Römische Reich war nicht Tod, und seine republikanische Staatsform auch nicht. In der Republik Venedig lebte die Oligarchie und Bürokratie der Römer weiter, genauso in verschiedenen italienischen Stadtrepubliken. In Italien beschäftigte man sich gerne mit der Antike.
FrederickII

Kaiser Friedrich II. manche sahen in ihm einen attischen Poetenkönig, die Kirche jedoch verteufelte sein Wirken nachträglich † 1250

Aber besonders Frankreichs Schriftsteller versorgten ab etwa dem 12. Jahrhundert die Höfe mit Lesestoff. Der Antikenroman aus französischer Feder ermöglichte es betuchten Adeligen mehr über die Legenden der Griechen und Römer zu erfahren. Diese neuen Geschichten mussten sich aber auch den kirchlichen Anforderungen unterwerfen, heidnische Rituale zu beschreiben war verboten. Im Jahre 1190 kam der Spartiatenroman heraus, ein reichlich illustrierter Bildband über die Geschichte der alten Spartiaten. Wie für die Zeit üblich waren die alten Könige Rittersleute, die Bilder zeigten sie in zeitgemäß mittelalterlicher Tracht. Die Höfe Europas waren sehr angetan von solchen Antikromanen wie etwa auch dem Alexanderoman. Historische Korrektheit konnte man nicht erwarten, König Leonidas reiste nachdem er Xerxes den Kopf abschlug nach Jerusalem um dort die Perser weiter zu dezimieren. Nach der Befreiung Jerusalems erhielt der Spartaner durch Gott die Unsterblichkeit. Er soll so der Roman immernoch am Berg Ätna warten bis die Welt einen Heroen wie ihn benötige. Vieles was im Spartiatenroman vorkam hatte mit den aktuellen Kreuzzügen der Christenheit zu tun. Die Spartiaten verehrte man wegen ihrer Unbeugsamkeit, aber auch Geschichten um die Poetenkönige Athens gab es. Der römisch-deutsche Kaiser Friedrich II. war ein eifriger Student der alten und neuen Werke aus der attischen Ära der Poetenkönige. (288 – 146 v.Chr, Infos darüber Hier) Für Friedrich waren Könige wie Ephistokles Vorbilder, denn sie legten viel Wert auf die Vernunft und galten als Förderer von Kunst und Kultur. Auch Friedrich der eigentlich Italiener war wollte das Heilige Römische Reich mit seiner Weltanschauung erneuern. Die starre Struktur der Katholischen Kirche weigerte sich jedoch bei jeglicher Erneuerung mitzuwirken. Friedrich war ein Mann des Gesetzes welches er selbst nach Muster der Römer für sein Reich ausarbeitete. Zu allererst in seinem Königreich Sizilien. Er geriet in Streit mit dem Papst und musste Krieg gegen den Vatikan führen. Die Päpste lehnten die offene Gesetzgebung des Kaisers fundamental ab, Jeder hatte Einsicht in die Gesetzesbücher das konnte nicht toleriert werden. Auch die Forderung Friedrichs 1227 die Bibel in anderen Sprachen zu veröffentlichen war eine Ungeheuerlichkeit. Priester verlassen Bibeltexte bei Messen auf Latein, einer toten Sprache die kein Untertan verstand. Da sich der Klerus auf die Testamente als Gesetzgebende Instanz festlegte war die Forderung sie jedem Menschen zugänglich zu machen eine Bedrohung der kirchlichen Autorität. Die Kirche wurde auch von innen bedroht, dies geschah meist in Form von anonymen Denkschriften aber auch oft durch Mönche und Priester die das System anzweifelten. Im neuen Testament das genau denselben Inhalt wie in UZL hat stand nichts von Ablasshandel und Gewalt gegen andersdenkende. Im Spätmittelalter fragten sich daher einige wenige Kirchenmänner ob das was die Kirche tut auch von Gott kommt. Die alten Lehren der Arianer kehrten nun im neuen Gewand wieder. Im Böhmen des Jahres 1402 predigte Jan Hus in tschechischer Sprache und warf erneut die Frage auf ob die Kirche das Recht habe die Lehren Gottes im Volk mit Gewalt umzusetzen. Hus hatte die Lehren des Drusus Gregorianus Nava gelesen, die Werke dieses römischen Philosophen galten als Ketzerei. Nur wenige Abschriften Navas hatten die Jahrhunderte überdauert. Jan Hus vertrat dieselben Ansichten wie seine Glaubensvorgänger. Er sagte das die
Hus na kazatelne

Jan Hus predigte an der Schwelle vom Mittelalter zu Renaissance die wieder aufgefrischten Lehren einer christlichen Bürger-Anarchie † 1415

Kirche eine Gemeinschaft der von Gott erwählten sei, darüber hinaus gäbe es keinen Grund eine teuflische Hierarchie aufzubauen. Damit vertrat er wie schon Nova die Ansicht dass Jeder frei denken und handeln dürfe solange das Allgemeinwohl im Mittelpunkt stehe. Hus sagte aber auch das die meisten Kirchenoberhäupter gegen das Gemeinwohl handelt und somit Ausgeburt des Teufels seien. Seine Predigten waren gegen jede Ordnung, außerdem kam er schnell in Verdacht verbotenes Wissen zu besitzen. 1415 verbrannte man Hus auf dem Scheiterhaufen. Seine Anhänger die Hussiten kämpften jedoch in den Hussitenkriegen (1419–1434) gegen die Staatsgewalt. Die Hussiten galten lange als eine anarchistische Befreiungsarmee die dem Volk Unsinn in den Kopf setze. Sie wurden besiegt und ihre Lehren als Ketzerei bezeichnet, erst 100 Jahre später sollten die Lutheraner mit ähnlichen Ansichten mehr erreichen. Die Tatsache dass es in Athen nie eine demokratische Regierung gab verhinderte auch nicht dass sich ein selbsbewustes Bürgertum bildeten. Auch die Bürger des Mittelalters hatten schon mehr im sinn als politische Rechtlosigkeit, ihre Handelsunternehmungen verlangten den Monarchen Zugeständnisse wie die Rechtssicherheit ab.
Stadtrecht P.Schiffrecht.MHG.ajb

Bild zeigt wie Lübeck und Hamburg den Hansebund schließen. Die Hanse gilt auch im 21. Jahrhundert als Beispiel eines europäischen Wirtschaftsraums. Die Europäische Union ist stolz in die Fußstapfen dieser ersten Plutokratie Europas zu treten

Im Rahmen der Rechtssicherheit konten auch die Bürger ihre eigenen Verwaltungen aufbauen die sich meist auf Handelsgesselschaften beschränkten. So entstanden erste plutokratische Handelsunternehmen. Die Deutsche Hanse ist nur eines der Beispiele eines bürgerlichen Handelsbündnisses. Die hanseatischen Händler glaubten auch an Gesetze die sie aus dem alten Rom ableiteten, bei ihnen mussten Geschäfte fair und immer nach Regeln abgeschloßen werden, Regeln die laut Hanseatenbund schon den Römern bekannt waren. Denn gelehrten Bürgern des Mittelalters waren die Denker und Philosophen der griechisch-römischen Antike also durchaus bekannt. Es gab griechische Philosophen die sich klar für die Selbstverwaltung des Volkes aussprachen. Andere wie Aristoteles (4. Jhd v.Chr) zweifelten die Selbstbestimmung an und glaubten nicht das sie jemals realisierbar sei, für ihn war sie die Herrschaft des Pöbels der sich am Ende selbst zerfleischt. Obwohl er die Volksherrschaft nicht als schlecht bezeichnete wurde er doch so verstanden besonders von der herrschenden Aristokratie des Mittelalters. Aristoteles Schriften waren im Mittelalter von allen griechischen Denksätzen am weitesten verbreitet, von ihnen kursierten die meisten Kopien.
800px-Portrait of Niccolò Machiavelli by Santi di Tito

Niccolò Machiavelli auf seinen Thesen beruhen moderne Republiken † 1527

Renaissance  - Wiedergeburt alter Lehren:

Republiken sind Staaten, in denen das Volk Fürst ist!“  

Niccolò Machiavelli

Die Renaissance, eine Zeit der Wiederkehr alter Gedanken und Philosophien. In dieser historischen Ära die etwa im 15. Jahrhundert ihren Anfang nahm fanden wieder die Errungenschaften der Antike ihren Platz in der Kultur Europas. Wie schon im vorhergehenden Kapitel gesagt war die Abkehr von der Antike nie wirklich vollständig. Der Unterschied liegt darin das Wissen nun nichtmehr nur in den Händen der Priester und Mönche lag sondern auch dem Volk zugänglich gemacht wurde. Der Buchdruck ab 1450 ermöglichte es Autoren ihre Werke unters Volk zu bringen. Bisher entstanden Bücher in langwieriger Handarbeit Seite für Seite. Die Kopisten solcher Bücher waren meistens Mönche die darauf achteten dass nur Bücher die der Kirche genehm waren verbreitet wurden. Im 16. Jahrhundert leitete die Lutherbibel einen Meilenstein der Geschichte ein. Die Übersetzung der heiligen Schrift kam einer Revolution gleich, wieder konnten Kommunen wie schon zu Zeit Jan Hus oder der Arianer der Spätantike entstehen. Diese lutherischen Kommunen versuchten die Theorie der Bürger-Anarchie umzusetzen. In solchen anfangs nur in Deutschland zu findenden Gemeinschaften konnten Priester heiraten und predigten dabei die Worte der Bibel auf Deutsch. Die Reformation wurde bald von der kirchlichen Gegenreformation eingeholt. Mehr noch als im Mittelalter gab es Verfolgung durch die Inquisition. Die Verfolgung religiöser Gegner und von Hexen nahm zu. In Italien dem Herz der Renaissance entstanden inzwischen neue Prunkbauten. Reiche Mäzene förderten den Bau von Prunkbauten sowie Kunst, Kultur und Wissenschaften. Unter dem Schutz der Mauern der „Neuen Polis“ (Neue griechische Städte) Florenz, Pisa, Genua, Venedig usw., konnten neue Gedanken aufkeimen. Man fragte sich nun ob die griechisch-römischen Weisen nicht doch mehr wussten. Die Stadtrepubliken beschützen ihre Söhne oft sogar vor kirchlicher Verfolgung und zeigten dass die Bürger sich nicht alles gefallen lassen. Die Republiken jener Zeit waren oft von Gier und Skrupellosigkeit gekennzeichnet. Der florentinische Schriftsteller Niccolò Machiavelli gehörte um 1520 zu den Vordenkern der modernen Staatskunst. Man versuchte die Kirche aus den Regierungsgeschäften der Republiken herauszuhalten, Florenz und andere standen unter dem Schutz des Geldes.
FlorenzTRE

Florenz eine der aufstrebenden "Neuen Polis" der Renaissance, Bild ~ 1500

Bankhäuser und Handelsgesellschaften prägten das politische Leben Italiens, Fürsten mussten sich immer die Frage stellen wo sie Kredite für ihre Kriege herbekamen. Das nun neureiche Bürger über das Schicksaal von Königen entschieden ist ebenso eine Neuerung der Renaissance. Neue Kontinente wie Amerika beflügelten die Menschen und man ging vielerorts neue Wege. Für Machiavelli war klar dass der freie Mensch das regieren erst lernen müsse. Darum publizierte er politische Ratgeber wie „Der Fürst“ Aber seine wichtigsten Abhandlungen „Discorsi“ beschäftigten sich mit der Idealform einer Republik.
Nikolaus Kopernikus

Nikolaus Kopernikus und sein heliozentrisches Weltbild stellte die Welt auf dem Kopf und stellte die Kirche in frage † 1543

Darin stellte der Italiener die These auf das es nichts Besseres gebe als die altehrwürdige Römische Republik. Es gab aber auch Konfliktstoff so war er der Meinung dass eine Republik sich jedes Mittels bedienen dürfe um Gegner auszuschalten und zu überleben. Auch die Geschichte Spartas war für Machiavelli von Wichtigkeit da er im Lakonischen Bund ein Model für ein geeintes Italien unter Führung der Stadt Florenz zu erkennen glaubte. Seine umstrittenen Werke fanden auch in späteren Jahrhunderten Anerkennung und werden auch in unserem Jahrhundert als Handbücher für angehende Politiker verkauft. Vieles was in der Renaissance ihren Anfang nahm findet sich in der heutigen Gesellschaft wieder. Besonders die Plutokratie als Teil der Republik und der Wirtschaftsführung
800px-Minerva als Symbol der Toleranz

Minerva die römische Göttin der Weisheit bringt die Menschen einander näher, das ist die ab 1650 anbrechende Aufklärung

. Das heliozentrische Weltbild des Kopernikus stellte sich auch entschieden gegen alles hergebrachte und warf Fragen zu Fehlbarkeit der Kirche auf.

Moderne - Zeit der Aufklärung und Humanismus:

1600/1750 - Neues Denken der neuen Zeit:
Die frühe Moderne brach etwa um das Jahr 1600 an. Nach den europäischen Glaubenskriegen (Hugenottenkriege in Frankreich, Dreißigjähriger Krieg usw.) kehrte in Europa Glaubensfrieden ein. Sowohl Katholiken wie auch Protestanten waren weit von ihren Ursprüngen entfernt, doch der Fanatismus der Religionskriege schien weitgehend überwunden. In diesem neuen Jahrhundert kam die schon durch das Denken der Renaissance begünstigte Aufklärung auf. Mittelpunkt der höfischen Aufklärung war Frankreich. Die Philosophen der Antike wurden nun von fast Jedermann gelesen. Doch es waren immer noch die Tage der Inquisition und königlicher Geheimpolizei. Die aufklärerischen Denker des 17. Jahrhunderts mussten ihre Schriften anonym und mit höchsten Vorsicht verbreiten. Das Italien der Renaissance galt vielen Aufklärern als Wiedergeburt des antiken Griechenland. (Nicht wegen der Republiken sondern der Stadtstaaten) Das sich dort so viele Republiken gebildet hatten führte in einigen Teilen Europas zu der Frage was besser für den Menschen sei; Republik oder Monarchie. Der europäische Absolutismus wollte jedoch keine Kritik hören, schon gar nicht das Gerede der Republikaner die jeden Monarchen als Tyrannen bezeichneten. Daher gabe es neben der libertären Aufklärungsbewegung auch die Gegenaufklärung. Die absolutistischen Herrscher unterstützten die Gegenauklärung nach Kräften, ihnen war viel daran gelegen ihre eigene Herrschaftsform zu legitimieren. Königstreue Gegenaufklärer entwarfen Mitte des 17. Jahrhunderts Konzepte die den absolutistischen Herrscher ganz klar gegenüber dem despotischen Tyrannen abheben sollten. Der Monarch sollte der Beschützer sein welcher durch einen Gesellschaftsvertag dazu ermächtig ist zu regieren. Das bisherige gottgegebene Recht zu regieren wurde immer öfter angezweifelt. Darum verbesserten die Royalisten ihre Rhetorik und stellten klar das „moderne“ Monarchen immer nach Recht und Sitte herrschten und das sich ihre Regierung durch Gesetz und Ordnung auszeichnen würde. In der Aufklärung gerieten die Werke Machiavellis erneut in den Fokus. Viele Herrscher und sämtliche Stadtrepubliken des zerstrittenen Italiens wurden um 1650 nach machiavelliischen Gesichtspunkten geführt. Es gab Krieg, Intrigen und im grassen Gegenteil hierzu den Humanismus. Die Humanisten sahen in den lehren Machiavellis etwas menschenfeindliches. Die Bürger-Anarchie wurde nun auch wieder ausgegraben, es gab geheimniskrämmerische humanistische Zirkel wie die Freimaurer die es sich zu Aufgabe machten die Bürger-Anarchie als Höhepunkt der Aufklärung auf Erden zu errichten. Viele Freimaurer standen in den Diensten der Herrschenden einige herrschten sogar selbst. Im Heiligen Römischen Reich dass auch durch Uneinigkeit gezeichnet war entstand Anfang des 18. Jahrhunderts das Königreich Preußen.
Leviathan by Thomas Hobbes

Der Gesellschaftsvertrag, Als Gegenmodel der Republik steht der Absolutismus. Begründet wurde der Absolutismus durch einen Vertrag der dem Untertan Schutz und Führung gibt, Kupferstich 1651

Die Monarchen dieses deutschen Staates galten bald als Soldatenkönige
FriedrichGroße

Friedrich der Große, Sein Preußen galt als "spartanisches Königreich" seine Feinde nannten ihn auch den "Alptraum Hegemon Deutschlands" † 1786

, ihr militaristisches Königreich wurde auch als spartanisch bezeichnet.   Als 1740 Friedrich II. König in Preußen wurde war die Aufklärung bereits im vollen Gange. Friedrich war nicht nur absolutistischer Monarch, auch Freimaurer und Förderer der Aufklärung. An seinen Hof holte er den Franzosen Voltaire und debattierte über die Menschenrechte. Letztendlich verkrachten sich König mit Hofaufklärer. Die Absolutisten seiner Zeit sahen in ihm einen Teufel, in Wien ganz besonders. Preußen führte eine Reihe von Kriegen gegen Österreich und begann damit den deutschen Dualismus. Aufklärer seiner Epoche sahen in diesem soldatischen Preußenkönig vieles. Friedrich wurde er von Österreich und seinen Verbündeten als „Alptraum Hegemon“ bezeichnet. Schriftsteller die den Habsburgern nahe standen sahen in diesem Herrscher einen Mann der sich am alten Griechenland ein Beispiel nahm und sein Preußen in ein Soldatenreich umwandeln wolle welches die uneinigen deutschen Kleinstaaten dominieren wollte. Die Freunde Preußens wiederum begrüßten die Einigung des Heiligen Römischen Reichs da sie es so zerrissen wie es ist als schwach und lebensunfähig sahen. Die Rufe Friedrich würde sich doch als Kaiser bewerben schmetterte Friedrich immer ab und gab sich bescheiden. Auch die Vorwürfe/Lobpreisungen dass Friedrich einer der begabtesten Schüler Machiavelli sei wies der Preuße immer brüskiert von sich. Seine Politik war vom neuen Liberalismus gezeichnet wobei Preußen sich ganz klar als absolutistische Monarchie hinstellte. Das der König selbst dem Geheimbund der Freimaurer angehörte und später den Unabhängigkeitskampf der amerikanischen Kolonien unterstützte wurde in späteren Jahrhunderten als Indiz für seine Mitgliedschaft in einem noch viel mysteriösen Bund angesehen. Das Jahrhundert der Spätaufklärung gilt auch als Jahrhundert der Geheimbünde. Überall entstanden seltsame Vereine und Bünde, die bekannteste sind die Illuminaten aus Bayern. Geheimbünde bestanden oft nur aus wenigen Personen die Schriften unters Volk brachten um die Autorität des Souverän zu untergraben.
Das AugeUS

Das Auge der Vorsehung, Verschwörungstheorien gehen davon aus dass ein machiavellistischer Geheimbund Namens "Die Triade" die USA gegründet hat, Ihr Symbol war dieses Auge

Das bereits eine Vielzahl an Geheimgesselschaften Frankreich infiltriert hatten und sich bis in die amerikanischen Kolonien Neu England ausbreiten konten wurde erst in jüngster Zeit klar. Es gibt viele Verschwörungstheorien über Geheimbünde, manche sagen sie seien bereits für den Niedergang Spartas verantwortlich gewesen, andere hingegen sehen im Mittelalter und der Zerschlagung des Templerordens 1302 die Ursache für die Zeit der Aufklärung da sie von überlebenden Templern gesteuert wurde. Eine Andere Ansicht vertreten Anhänger der "Triadentheorie" wonach ein starker machiavellistischer Geheimbund die Weltgeschichte bis heute lenkt.
1773/1791 - Die Vereinigten Staaten:

„Das Gesetz hat es erst Wurzeln geschlagen wächst es schnell zum Baum der Ordnung…“

George Washington

Die Vereinigten Staaten von Amerika sind im 21. Jahrhundert die mächtigste Nation der Erde. Ihr Ursprung geht auf die Dreizehn Kolonien, die Gründerväter und die Amerikanische Revolution (1775 – 1783) zurück. Die Vereinigten Staaten führen heute oft an sie seien genau wie das alte Rom ein Hort von Gerechtigkeit. Die Entstehungsgeschichte der USA ist voll mit Legenden von einem Geheimbund mit dem Namen; „Die Triade“ Dieser Bund bestehend aus George Washington, Thomas Jefferson und John Adams soll die Geburt der Vereinigten Staaten aus langer Hand geplant und die amerikanische Republik als utopisches Ideal kreiert haben. Trotz der Anzeichen das gewisse Gründerväter Geheimbünden angehören werden solche alternativen Geschichtstheorien als Unsinn angesehen. Nimand kann die Existenz der Triade beweisen, lediglich die Mitgliedschaft hochrangiger Gründerväter bei den Freimaurern ist gewiss. Freimaurer Washington lies sich sogar als Baumeister der Republik malen, er gehörte der Türkiesloge Lambda an. Grundgedanke der neuen Republik war es von Anfang an sich keiner Willkürherrschaft eines Tyrannen unterzuordnen. Für die Amerikaner galt der britische König George III. als übler Tyrann dessen koloniale Besteuerung das Fass zum Überlaufen brachte. Männer wie Washington sahen in der Steuerpolitik des Mutterlandes Großbritannien eine Ungleichheit die nur mit Revolten wie beispielsweise der Boston Teaparty (1773) beantwortet werden konnte. Aus Gründen der Solidarität unter den amerikanischen Kolonisten kam es 1774 zum ersten Kontinentalkongress. Die dort anwesenden Abgeordneten waren in ihren Heimatkolonien demokratisch gewählt worden und repräsentierten meist die Oberschicht.
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Die Boston Teaparty, wütende Kolonisten warfen Tee über Bord weil sie gegen die Ungleichheit der Steuern rebelierten 1773

Die Dreizehn Kolonien waren jedoch uneinig über die Art wie sie kooperieren sollten, selbst während der Revolution gab es starke Differenzen was die Führung des Kontinentalkongresses anging. Letztendlich setzte sich General George Washington und eine Gruppe seiner Vertrauten durch und bildete das Rückrad der künftigen Republik.
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Bild zeigt George Washington als Baumeister der amerikanischen Republik, ihn ziert der Buchstabe Lambda und das Dreieck der Triade † 1799

Die Amerikaner hatten zu Beginn der Revolution wenig Ahnung wie es nach den Kämpfen weitergehen sollte. Alle Bundesmitglieder waren sich jedoch einig dass die Vereinigten Staaten lediglich ein Staatenbund mit loser Zugehörigkeit sein sollte ähnlich eines griechischen Staatenbundes. Washington und seinen Vordenkern gelang es jedoch trotzdem ihre Ansichten zu Staatsführung umzusetzen und dass oft sogar gegen den Willen einzelner Bundesstaaten.
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Lady Equality (Gleichheitsstatue) begrüßt seit 1886 Neuankömlinge in New York sie steht für die Gleichheit der Bürger vor dem Gesetz, Bild 1997

Die Abgeordneten des Kontinentalkongresses stellten sich auch ganz klar gegen einen starken Bündnisführer (Hegemon) und lehnten das Amt des Präsidenten im Staat anfangs kategorisch ab. Erst der 11. Verfassungszusatz wonach ein jeder Bürger das Recht und die Pflicht hätte einen Präsidenten der sich zum Tyrannen aufgeschwungen hat zu töten beruhigte die Abgeordneten. Ein solcher Verfassungszusatz mag in UZL altertümlich und barbarisch wirken, aber er beruht auf Präzedenzfällen der römischen Geschichte. Die Amerikaner hatten die Anfänge der Römischen Republik studiert, so gab es in deren Frühzeit ein ungeschriebenes Gesetz wonach Jeder Römer ungestraft denn Mann ermorden dürfe der sich zum König über die Römer machen wolle. Auserdem war da noch das geheime Gelöbnis der Kaisergarde der Lamdarianer welches ihnen erlaubte tyrannische Kaiser zu beseitigen. (Siehe hier) Dieses Recht wurde denn Amerikanern nun durch den Verfassungszusatz 11 ebenso eingeräumt, denn; „Ein Schlechter Präsident ist besser ein toter Präsident!“ So sahen es zumindestens die Machavellisten im Kontinentalkongress. Der Verfassungszusatz gilt als Kontrovers ist aber auch nach mehr als 2 Jahrhunderten immer noch Teil der US Verfassung. Er hat zu einigen Problemen geführt, so gab es in der US Geschichte mehrere "Tyrannenmorde" wie beispielsweise die Ermordung Abraham Lincolns 1865 der aus Sicht der Südstaatler eindeutig ein Tyrann war. Lincolns Mörder und seine Komplizen kamen jedoch nicht straffrei davon. Bis 2020 ist es noch nicht vorgekommen dass ein Präsidentenmörder durch den Verfassungszusatz straffrei ging. (Siehe möglichen Präzidenzfall) Die amerikanische Republik ähnelt der alten römischen, schon ab dem 19. Jahrhundert regierten die wohlhabenden „Industrie-Patrizier“ eine Bürgeroberklasse die große Wirtschaftsmacht besitz. Bereits 1787/89 mit der Gründung der Vereinigten Staaten zeigten sich starke soziale Probleme. Die Sklaverei galt als Rechtmäßig obwohl das Land sich bald rühmte alle Bürger vor dem Gesetz gleich zu machen. Die Sklaverei Befürworter sahen die Haltung von niederen Rassen zum Arbeitsdienst als gottgegebenes Recht an, eines ihrer Argumente war auch das schon die alten Spartaner und Römer mit Sklavenwirtschaft stark geworden sind. Die Machiavellisten in der Regierung sahen die Sklaverei pragmatisch und erkannten sie als eine Institution an welche die Republik wirtschaftlich stärkt. Erst der Amerikanische Bürgerkrieg beendete die Sklaverei in den Südstaaten. Die noch jungen Vereinigten Staaten galten trotz des oft korrupten Senats und zweifelhafter politischer Methoden als Einwanderermagnet. Die USA wurden im 19. Jahrhundert eine expandierende Einwanderernation. Mit ihrer oligarchischen Republik und offenen Staatsführung machen die US Amerikaner auch heute noch Werbung und sehen sich als der großartigste Staat der Erde. Das politische Gefüge in Kongress und Senat glich bereits zu 1788 dem der Römer zu Zeiten Julius Ceasars, die Mächtigen und Reichen machen Gesetze, das Volk befolgt sie. 1886 erhielten die Amerikaner ein Geschenk von den Franzosen; Die Gleichheitsstatue. Diese Bronzeskulptur im Hafen von New York trägt in ihrer Rechten die Wage des Rechts in ihrer anderen Hand eine Tabula ansata mit dem Datum der Unabhängigkeitserklärung. Sie ist seit 1984 UNESCO Weltkulturerbe.
1789/1848 - Revolution und Unordnung:
Das Zeitalter der Revolutionen 1773 bis 1848 wird oft als logische Konsequenz der Aufklärung erkannt. Schon der Unabhängigkeitskampf der Amerikaner wurde als Revolution bezeichnet. Gegner der Revolution sahen schnell Zusammenhänge und beschuldigten Geheimbünde. Die bedeutendste Revolution Europas die Französische Revolution war auch das Resultat des amerikanischen Freiheitskampfes. Frankreich hatte sich bereits seit Jahrzehnten durch Kriege verausgabt, unterstütze jedoch dennoch die Amerikaner gegen London. Der Staatsbankrot und Hungersnöte bescherten dem französischen König Ludwig XVI. schließlich ein Aufbegehren seiner Bürger. Obwohl der Sturm auf die Bastille am 14. Juli 1789 ein Akt des Chaos war kamen von Seiten ausländischer Royalisten schnell Verschwörungstheorien über geplante Umstürze eines Geheimbundes auf. Die nun folgende Revolution erzeugte eine Vielzahl an Fraktionen.
Prise de la Bastille

Der Sturm auf die Bastille in Paris löste das neue Zeitalter der Revolution aus, Paris 1789

Eine dieser Fraktionen waren die linksgerichteten Jakobiner die sich für ein republikanisches System aussprachen. Innerhalb der Jakobiner herrschte auch Streit was das Beste für Frankreich ist. Es gab die Republikaner, diese strebten eine geordnete Republik nach dem Muster der USA an. Eines der Symbole der republikanischen Fraktion war der „Baum der Ordnung“ oder auch Gerechtigkeitsbaum.
800px-Robespierre exécutant le bourreau

Maximilien de Robespierre als Scharfrichter Frankreichs "Im Tod sind Alle gleich!"

Der Name geht auf eine Ulme zurück die 1765 bei Boston gepflanzt wurde um den Protest gegen die britische Stempelsteuer anzuprangern. Wie in den Staaten wollten die Jakobiner Gleichheit und Gerechtigkeit, ihr Ziel war es alle Menschen gleich zu machen. Während der Anfänge der Revolutionsrepublik Frankreich (1792) wurde diese Gleichmacherei mit fanatischem Eifer umgesetzt, alles Ungleiche ausgemerzt. Dabei nahm man wieder einmal die alten römischen Schriften des Drusus Gregorianus Nava und münzte sie auf das neue Zeitalter um. (Siehe Hier) Die von der Revolution propagierte Erschaffung eines Bürger anarchischen Utopia scheiterte in Drei Phasen; Phase 1; Demokratische Strukturen erschaffen. Phase 2; Radikale Umstrukturierung, Republikanisierung und Terror. Phase 3; Schaffung eines Direktorats und damit einer diktatorischen Ordnung. Damit hatte die Erste Französische Revolution das genaue Gegenteil erreicht was sie eigentlich wollte. Die soziale Gleichheit aller Bürger Frankreichs war zwar erfüllt aber politische Rechte gab es kaum noch. Dass die Revolution eher von der Guillotine Gebrauch machte als vor der Diskussion zeigt sich in britischen Karikaturen die den obersten Bürger Maximilien de Robespierre als Scharfrichter Frankreichs zeigten. Dieser Terrorherrschaft stellten sich anfangs Österreich, Preußen und
Ordnungsbaum

Reaction am Baum der Ordnung, Nach der Märzrevolution 1850 glaubten viele Reformer dass die Gerechtigkeit von den Monarchen beseitigt werden wird, Karikatur 1849

Russland gegenüber. Aus der Intervention der alliierten Mächte heraus begann das Zeitalter der Koalitionskriege bis 1814. Erst mit Napoleon 1799 kehrte Ordnung ein, er trat für die Revolution als General und Neuordner ein. Die anfänglichen demokratischen Werte waren bereits über Bord geworfen worden als Napoleon zum Konsul Frankreichs aufrückte und dem Staat ein neues Gesicht gab. Auch sein Denken war durch das Lakonische und Römische Reich beeinflusst. Napoleon gelang es als Kaiser ab 1804 die französische Rechtsprechung auf große Teile Europas auszudehnen. Zeitgenossen Napoleons beschrieben den Kaiser als einen „spartanischen Mann“ der sich hauptsächlich seiner Arbeit widmete und sonst nichts kenne. Politische Gegner ließ der Revolutionskaiser genauso wenig zu wie seine republikanischen Vorgänger. Viele Gefolgsleute bezeichneten die napoleonischen Kriege als „Baustelle für Utopia“ Aber genau wie sein Vorgänger Alexander scheiterte auch Napoleon an dem Versuch die Welt zu vereinen. 1815 schien die Ära der Revolution durch die Monarchen beendet worden zu sein. Die Autokraten in Wien entschieden auf dem Kongress keinerlei revolutionärer Gedanken im Volk zu dulden. Frankreich wurde nun auch wieder Königreich, der aufgeklärte Absolutismus hatte fürs erste gesiegt. 1830 erhob sich die Revolution in Frankreich erneut, 1848 fast 50 Jahre nach der Ersten Revolution kehrten die Freiheitsgedanken wieder. Die Revolutionen des 19. Jahrhunderts endeten jedoch nicht in Gewaltexzessen sondern führten teilweise Verbesserungen im Sozialleben herbei. Obwohl hartgesottene Veteranen der 48er Revolution die Märzrevolution als gescheitert ansahen. Der Baum der Ordnung als Symbol von Gerechtigkeit und Ordnung war nach Ansicht der Hardliner bereits gefällt und am Boden. In den Monarchien Europas konnte sich bis auf wenige Ausnahmen wie Russland die Autokratie kaum noch halten. In den meisten Ländern entstanden Parlamente auch wenn dies bis zu Jahrhundertwende dauerte. Die gekrönten Häupter Europas brüsteten sich jedoch selbst einen Baum der Ordnung gepflanzt zu haben der größer und schöner als das revolutionäre Unkraut wächst.

Postmoderne - Ideologienkampf der Drei Mächte:

Der Begriff Postmoderne wurde etwa um 1870 geprägt und ist eine Ära des Industriezeitalters. In der Postmoderne formten sich neben der „Ersten Macht“ (Oligarchen Republik und Monarchie) eine Zweite der Ochlokratismus. Die jüngste Macht oder auch „Dritte Macht“ stellt der Faschismus des 20. Jahrhunderts da. Diese Drei ideologisch/politischen Mächte boten sich im 20. Jahrhundert Ideologiekämpfe welche in einem weiteren Weltkrieg und den Kalten Krieg endeten. Nach 1991 war die Ära der Ideologiekämpfe gewonnen, die Erste Macht hatte triumphiert.

1843/1924 - Die Diktatur der Ochlokraten:

"Der Ochlokrat fürchtet nicht den Ständekampf er führt ihn herbei!"

Vladimir Iljitsch Lenin

Ochlokratismus ist eine alternativ Version des in UZL bekannten Kommunismus. Der Ochlokratismus stammt aus der Feder der Deutschen Karl Marx und Friedrich Engels hat aber eine bereits weit in die Geschichte zurückreichende Inspiration. Der Begriff Ochlokratie ist Griechisch bedeutet in etwa Pöbelherrschaft und wurde im 2. Jahrhundert vor Christus durch den Geschichtsschreiber Polybios geprägt. Die alten Griechen hatten mit der Demokratie keine wirklich großen Erfahrungen gemacht und ordneten sie nahe der Anarchie und Pöbelherrschaft ein. Pöbelherrschaft bedeutet das eine Mehrheit entscheidet auch wenn dies mit Gewalt
KommunismusGroßeKöpfe

Lenin, Engels und Marx die großen Köpfe der Ochlokratischen Revolution

einhergeht. In der Staatswissenschaft zogen die Historiker immer wieder den Schluss dass Ochlokratie zu vermeiden sei. Darum regierten im Alten Rom auch die Patrizier im Senat während die Unterschicht der Plebejer nur wenig zu sagen hatte. Anders sahen dies Engels und Marx Mitte des 19. Jahrhunderts. Das Industriezeitalter war auch in Deutschland angebrochen und hatte eine neue Bürgeroberklasse geschaffen die „Industrie-Patrizier“ diese Klasse hatte das Kapital und verdiente an der Arbeiterklasse. Die Theoretiker des Ochlokratismus erkannten Parallelen zwischen der modernen Industriegesellschaft und Sparta. Für sie war klar dass der Großteil der Gesellschaft sich in einer Lohn-Sklaverei befinde und damit nur wenig besser tran sei als die Heloten im Lakonischen Reich. Marx und Engels waren Intellektuelle Bürger die sich jedoch trotzdem um die Arbeiterklasse sorgten. Sie sahen die Revolutionen der letzten 50 Jahre als gescheitert an. Aus dem revolutionären Vormärzwirren heraus  veröffentlichten Marx und Engels 1848 das Ochlokratische Manifest. Dieses Werk bekannt für den Ausspruch; „Ochlokraten aller Länder vereinigt Euch!“ fand aber erst im 20. Jahrhundert seinen wirklichen Durchbruch. Marx und Engels wollten eine Gesellschaft der Freiheit und Gleichheit die ebenso auf den Thesen des Römers Nava fußte. Im Ochlokratismus sollte es keine Führer keine Fürsten und keinen Staat wie wir ihn kennen geben. Dies sollte die Umsetzung des alten Traums von Drusus Gregorianus Nava sein. (Bürger-Anarchie) Feinde des Ochlokratismus waren aber die bürgerlichen Industrie-Patrizier welche die korrupten Oligarchen-Republiken und Monarchien unterstützten. Oligarchie die Herrschaft einer Minderheit wurde im Ochlokratismus als der Nemesis der Ochlokratie erkannt und umgehend zum Feindbild. Der direkte Demokratiegedanke des Ochlokratismus stand im Gegensatz zu den in den im Deutschen Bund, USA, Großbritannien und später Frankreich praktizierten „Oligarchenparlamenten“ Nach Meinung von Marx und Engels würden diese „Gerechtigkeitsstaaten“ nur aus der Macht des Kapitals durch die Industrie-Patrizier zusammengehalten.
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Bauern in Russland um 1900, Lenin sah in ihnen und den Fabrikarbeitern die Heloten der neuen Zeit und rief sie zum Ständekampf auf

Diese Länder würden zwar vorgeben das Volk an der Regierung zu beteiligen doch dies sei eine verlogene Illusion. Der Ochlokratismus lehnt aber das parlamentarische System nicht ab sondern fordert mehr Mitspracherecht der untersten Schichten der Ochlokraten.
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Propagandaplakat 1930 "Lenin kehrt den Schmutz auf"

Besonders schlimm erging es dem Bauernstand in Russland wo sich um die
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Monument für die "Propheten der Ochlokratie" Budapest Ungarn 1971

Jahrhundertwende der junge Lenin kritisch mit der zaristischen Gesellschaft beschäftigte. Lenin schloss sich der Ochlokratisch-Sozialistischen Arbeiterbewegung an 1903 gründete er die Fraktion der Bolschewiki. Die Ochlokratie hatte mit Leonid Trotzki bald einen weiteren bürgerlichen Vordenker. Josef Stalin aus der bäuerlichen Ecke war eher der Mann fürs Grobe. Alle Drei Männer mussten Russland nach einer gescheiterten Revolte 1905 verlassen. Erst während des Ersten Weltkrieges 1917 gelang es Lenin mit Hilfe der Deutschen zurück in das Zarenreich zu gelangen. Lenin kehrte im blombierten Zug in sein Heimatland zurück und übernahm die Führungsrolle in der laufenden Februarrevolution. Es gelang dem Revolutionsführer tatsächlich seinen Einfluss auf die Bolschewiki geltend zu machen und die Macht in Russland an sich zu reisen. Die Bolschewiki versuchten nun während des Bürgerkrieges ihr Ziel von Bürger-Anarchie umzusetzen. Der Bürgerkrieg dauerte bis 1922. Die neue Ochlokratische Räteregierung sah sich jedoch einer Bedrohung aus dem Ausland ausgesetzt. In den USA und im Westen fürchtete man das „Rote Gespenst“ Der Westen allen voran die USA und Großbritannien sah ins besonders in der antikapitalistischen Einstellung der Bolschewiki eine Bedrohung. Im Westen durfte man zwar seine Meinung frei äußern hatte aber als Sympathisant der Bolschewiki nichts zu lachen. Um 1920 fürchtete man das Sowjetrussland bald über Europa herfallen würde. Lenin und sein Vertrauter Trotzki hatten jedoch andere Pläne. 1921 gab es den Versuch mit dem Westen in Geschäftsbeziehung zu treten um eine eingeschränkte Marktwirtschaft zuzulassen. Dieser Versuch scheiterte da der Westen ihn torpedierte. Lenin litt wegen eines Schußatentats (1918) an Schmerzen und übertrug immer mehr Kompetenzen an Trotzki und den ungestümen Stalin. Für die Welt bauten die Ochlokratien Russland eine Leninbild auf welches ihn als Heilsbringer der geknechteten Massen zeigte. Doch sein Gesundheitszustand verschlechterte sich, im Kreml kursierten bereits Gerüchte von Wahnvorstellungen. Trotzdem gelang es Lenin gemeinsam mit seinen Mitstreitern die Sowjetunion mit ihren Ochlokratischen Republiken aufzubauen. Der Revolutionär wandte nun gegen Ende auch fragwürdige Methoden an. Er hatte ebenso wie Stalin und Trotzki die Werke Machiavellis gelesen, nun begann die Zeit des Terrors. Er war von der Idee besessen dass er und sein Regime nur dann Beachtung finden würde wenn es gefürchtet wird. „Besser gefürchtet als geliebt“ so hies die Devise der Terrorjahre. Die Bolschewiki hatten genau die gleichen Fehler begangen wie die französischen Revolutionäre. Der Fanatismus mit dem sie die Bürger-Anarchie herbeisehnten führte bald zum Machtkampf, der Parteispaltung und Stalins Aufstieg. 1924 starb Lenin und hinter ließ eine blutende Bolschewiki Bewegung.
1919/1945 - Die Dritte Macht Faschismus:
1919; Der Erste Weltkrieg war für das Deutsche Reich verloren und man musste bei den Friedensverträgen harte Bedingungen unterzeichnen. Der Erste Weltkrieg gilt nicht als ideologischer Krieg doch für die Alliierten war Kaiser Wilhelm II. ein Tyrann, und aus diesem Grund musste er auch abdanken. Die alliierten Siegermächte darunter auch das Königreich Italien diktierten nun die Friedensverträge. Für die Deutschen war dies ein Gesichtsverlust denn ihr einst als „Spartanisches Kaiserreich“ gerühmte Vaterland lag in Scherben. Die Soldatenaristokratie Deutschlands musste sich nun in einer ihnen fremden Ordnung der Weimarer Republik zurechtfinden. Die neue „Bürgerliche“ Staatsform der Republik missfiel denn deutschen Soldatenaristiokraten. Besonders da die Republik nur den Zweck verfolgte die Interessen des alliierten Auslands zu befolgen. Ähnlich wie in England und Frankreich hatten nun die Parlamentarischen Mächte das sagen. Da Deutschland aber demilitarisiert und sogar deindustrialisiert werden sollte entstand eine Oberschicht aus Kriegsgewinnlern. Diese Leute waren alles andere als vertrauenseregend und kauften sich Sitze im Reichstag. Deutschland musste eine massive Teuerung durchmachen die um 1922 ihren Höhepunkt fand. Die Reichsmark war nicht das Papier wert auf dem sie gedruckt wurde. 1920 entstand in München die Partei der Nationalsozialisten. Diese Partei war neu, frech und scherte sich einen Dreck um politische Gepflogenheiten. Ihr Führer war der Österreicher Adolph Hitler der sehr schnell sein Redetalent erkannt hatte. In Oligarchischen Republiken dieser Zeitlinie ist es Jedem Bürger möglich sich politisch zu betätigen, aber dazu war immerschon ein „Großes Maul“ notwendig.
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Reichstagssitzung in den 1920ern, im Reichstag saßen die aristokratischen Optimaten und die bürgerlichen Popularen, in den Reichstag kam man nur mit Beziehungen

Hitler hatte die Redegewandtheit eines „Popular“ Populars oder Latein Popularen sind bürgerliche Volkssprecher die mit Geld und Einfluss in den Besitz eines Parlamentssitzes gelangt sind. Die aristokratischen Gegenstücke der Populars sind die adeligen Optimaten. Optimaten hatten ihren Parlamentsitz meist geerbt und vertraten die Interessen der Obrigkeit und Wirtschaft. Im Falle der Weimarer Republik sah die Sache anders aus, der Reichstag hatte keine alteingesessenen Optimaten denn er war brandneu. In der Kaiserzeit diente das Reichstagsgebäude als Sitz des Kronrates. Optimaten gab es zwar aber diese waren nicht
Erich Ludendorff

Erich Ludendorff. einflusreicher Militär und Optimat der Weimarer Republik † 1937

alle republikanischer Gesinnung. Hitler hatte durch seine Redegewantheit zwar die Aufmerksamkeit seiner bayrischen Mitbürger aber noch lange keinen Einfluss auf die Politik. Sein größtes Vorbild war jedoch Benito Mussolini dem es 1922 tatsächlich gelang mit dem Marsch auf Rom den König zu erpressen und an die Macht zu kommen. Dieser Italiener mit dem markanten „Mussolini Bärtchen“ hatte es Hitler angetan. Hitler wollte Mussolini in vielen Belangen nachahmen so auch in seiner Rhetorik. (Kein Bärtchen wegen Bartflechte) Adolph Hitler wollte mit seiner Partei in den Reichstag, um das zu erreichen benötigte er Führsprecher im Reichstag. Die Nazis gründeten ein Parteienbündnis, die Mitglieder des Bündnisses waren genau wie die Nationalsozialisten Straßenparteien. Das bedeutete dass sie zwar lautstark politische Parolen brüllten, Trefen veranstalteten und ab und an Allianzen mit Populars eingingen aber allesamt im Reichstag nichts zu melden hatten. Dazu benötigen die Nazis die Hilfe des einflussreichen Militärs und Optimaten; Erich Ludendorff. Ludendorff
HLPutsch

Nazi-Putschisten in München November 1923

war ein Konservativer der die Republik genau wie Hitler verachtete und sein geliebtes Kaiserreich zurück wollte. Die politischen Ansichten der Beiden Männer gingen zwar weit auseinander aber durch Ludendorffs Führsprache erhielt die NSDAP im Frühjahr 1923 einen Sitz im Reichstag. Allerdings wusste jeder dass die Hitlerpartei nur wenig mitzureden hatte, es fehlte an Bestechungsgeld und eigenen Mitteln. So wurde der Plan geschmiedet mit einem Marsch auf München die bayrische Regionalregierung zu stürzen und dann nötigenfalls die Republik. Der Novemberputsch von 1923 scheiterte kläglich. Adolph Hitler und seine Kampfgefährten wurde nun der Prozess gemacht. Die Weimarer Republik war in vielerlei Hinsicht kein stabiler Staat. Was dieser Republik vor allem auch fehlte war eine unabhängige Justiz. Daher geschah etwas dass im Ausland als unglaublich bezeichnet wurde, Hitler erhielt lediglich eine kurze Haftstraffe. Seine Richter sympathisierten mit ihm so kam er bereits 1924 wegen Guter Führung auf freien Fuß. In seiner Festungshaft verfasste Hitler das Buch „Mein Kampf“ Darin schrieb er seine Basisideologie nieder und skizzierte die Zukunft Deutschlands. Diese Zukunft lag seiner Meinung nach nicht in der korrupten Oligarchen Herrschaft mit ihrem Parlament. Der Nationalsozialismus ist genau der selbe wie in UZL, manchmal berief sich Hitler auf das „lobenswerte Sparta“ aber da die Griechen nicht dem germanischen Kulturgreis angehörten vermied er sie in seine Ideologie einzuflechten. Nach seiner Freilassung versuchten die Nazis erneut in der Politik Fuß zu fassen. Aber für sie galt nun ein Versammlungsverbot, die Partei musste also im Untergrund arbeiten. Die Nationalsozialisten konnten nun nicht wie in UZL das demokratische System ausnutzen sondern bereiteten aus langer Hand einen weiteren Putsch vor. Die Partei hatte immer noch Anhänger in der Bevölkerung und im Reichstag.
Begünstigt durch die Weltwirtschaftskrise wuchs die Partei ständig an und bot kampflustigen Männern die Chance ihre Wut an Parteigegnern auszuleben. Der ideologische Hauptgegner waren die ochlokratischen Parteien Deutschlands. Durch Einschüchterung und Bestechung gelang es den Nazis die völkischen Straßenparteien zu Verbündeten zu machen oder zu beseitigen. Die antirepublikanischen Mächte finanzierten Waffenkäufe und ermöglichten es den Nazis Propagandamaterial zu verbreiten. Die Machtergreifung der NSDAP im Frühjahr 1933 kam durch einen Staatsstreich. Hitler und 500 schwer bewaffnete SS Leute stürmten den Reichstag und stellten die Abgeordneten unter Hausarrest. Dieser „Marsch auf Berlin“ wurde von großen Teilen der
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Benito Mussolini und Adolph Hitler Führer des europäischen Faschismus, Bild 1941

Deutschen gut geheißen, viele völkische Parlamentsabgeordnete wechselten nun zu den Nazis.
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Sir Winston Churchill ein Popular im britischen Unterhaus und Volksfreund sah im Faschismus anfangs einen Verbündeten gegen den Ochlokratismus

Dem Reichspräsidenten Hindenburg blieb nun nur noch die Wahl Adolph Hitler als Reichskanzler anzugeloben und somit rechtlich zu legitimieren. Hitler versprach den Deutschen das oligarchische Parlament zu beseitigen und durch etwas „besseres“ zu ersetzen die Diktatur der Nationalsozialistischen Ochlokraten. Den auch die Nationalsozialisten sahen ihre Herrschaftsform als Pöbelherrschaft, jedoch waren sie die politischen Gegenspieler des Ochlokratismus. Politische Gegner schickte das neue Regime in die Konzentrationslager wobei besonders die Juden unter der NS-Diktatur zu leiden hatten.  Hitlers neuer Staat konnte Anfangs nur schwer eingeordnet werden, der Faschismus erklärte sich zum Feind des russischen Bolschewismus. NS-Deutschland war nicht bereit die Reparationszahlungen und Auflagen der Alliierten weiter zuführen. In London war man aufgrund des Regimewechsels in Berlin besorgt, aber mehr noch schäumten die Franzosen vor Wut. Frankreich war bereit in Deutschland einzumarschieren da es die Republik wiederherstellen wollte. Hitler blieb aber stur gegenüber den Franzosen, diese Drohungen schweißten Deutschland jedoch noch mehr zusammen. Im selben Jahr gelang es auch den Austrofaschisten das österreichische Parlament lahm zu legen und nach einem kurzen Bürgerkrieg 1934 ebenfalls eine Diktatur zu errichten. Dies war das Zeitalter der Faschisten. In Spanien regierten sie ab 1936. Der Faschismus dieser Zeitlinie hatte wesentlich größeren Zulauf. Das lag daran dass die Menschen generell keine richtigen demokratischen Strukturen kanten und die Republik als Ausgeburt von Korruption und Demütigung durch die Siegermächte betrachteten.
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Deutsche Panzer in Russland, Hauptziel des deutschen Eroberungskrieges war die Ausrottung der sowjetischen Bevölkerung, der Krieg wurde genauso bedingungslos geführt wie in UZL.

(zbs; Österreich-Ungarn) Dies geschah jedoch meist nur in Ländern die durch den Weltkrieg ihre Monarchen verloren hatten. In Großbritannien und Frankreich wo die Korruption selten und der juristische Rechtsstaat stärker ausgebaut war und auf Jahrzehntelange Tradition verweisen konnte war der Faschismus weniger stark. Doch gerade die Briten sahen im Faschismus einen Verbündeten gegen die Sowjetunion. Mit den Faschisten Italiens und Deutschlands konnte der Westen Geschäfte machen, die Antikapitalisten des Ostens wollte man nicht haben.
Die Machthaber des Westens hatten ihren Ratgeber immer noch in Machiavellis Werk über die Republik. Darum war ihnen jedes Mittel recht ihren ärgsten Feind den Antikapitalismus zu zerstören. Der überzeugte Parlamentarier Sir Winston Churchill hatte bis etwa 1938 die Hoffnung doch noch eine Allianz  mit Deutschland gegen den Ochlokratismus zu knüpfen. Diese Hoffnung löste sich jedoch nach der Zerschlagung der Tschechoslowakei und dem Hitler-Stalin-Pakt 1939 restlos auf. Mit dem deutschen Einmarsch in Polen startete am 1. September 1939 der Zweite Weltkrieg Der Faschismus wird heutzutage oft als „Dritte Macht“ bezeichnet. Er steht im äußersten rechten Spektrum der politischen Skala, ihm gegenüber Links steht der Ochlokratismus. Das Dritte Reich wurde im Zweiten Weltkrieg genau wie Japan und Italien besiegt. Im Nachhinein hefteten es sich sowohl Ost wie auch West ans Revere die Freiheit Europas verteidigt zu haben. Die westlichen Republiken verkündeten nun auch ihre ideologische Wage immer im Gleichgewicht gehalten zu haben und weder politisch Links noch Rechts zu stehen. Der Zweite Weltkrieg gilt als Krieg der Ideologischen Gegensätze. Der oligarchische Westen strich hierbei immer seine Freiheitsliebe hervor und dass es wieder einmal gelungen war einen Tyrannen und seinen Unrechtsstaat zu stürzen. Da auch die USA ab 1941 an diesem Krieg maßgeblich beteiligt waren stieg das Land dank Atombombe zu Supermacht auf. Schon in den letzten Kriegsmonaten war es sowohl Ost wie auch Westallierten klar dass es nur noch darum ging den eigenen Einfluss zu vergrößern. Die Verbündeten feierten den Sieg zwar als Triumpf der Freiheit aber hinter den Kulissen bezeichneten sich die Würdenträger der Blöcke als Tyrannen.
1946/1991 - Der Kalte Krieg:

„Nationen, die man unterworfen hat, muß man entweder glücklich machen oder vernichten.“

Niccolò Machiavelli (US Motto im Kalten Krieg)

1946; Der Zweite Weltkrieg war erst 1. Jahr beendet da bahnte sich bereits der Ost-West Konflikt an. Der Kalte Krieg war ein Kampf der Ideologien; Kapitalismus gegen Antikapitalismus. Europa war zwischen Westallierten und Sowjets aufgeteilt Deutschland als Besatzungszone unterteilt. Bereits 1946 kam es zum ersten Stellvertreterkrieg des Kalten Krieges in Griechenland. Das griechische Heer musste sich ochlokratischer Partisanen erwehren. Diese Partisanen von den Regierungstruppen schlicht als „Banditen“ bezeichnet erhielten Unterstützung von Bulgarien, Jugoslawien und Albanien. Während die Regierung durch Großbritannien die USA und Ägypten Rückenwind bekam. Das gerade Griechenland als Ziel des „Sowjetterrors“ „ausgesucht" wurde schlug in den westlichen Medien einige Wellen. Nun hies es das der Ursprungsort der abendländischen Kultur von „Schurkischen Mächten heimgesucht“ ist. Der Griechische Bürgerkrieg war nur einer von Vielen Stellvertreterkriegen des Kalten Krieges, es gelang dem Westen „Griechenland zu retten“ Die Vereinigten Staaten erlebten nach dem Zweiten Weltkrieg einen bahnbrechenden Höhenflug. (Siehe US Anfänge) Auch das politische Establishment der USA konnte seinen Sieg gegen den Faschismus voll ausleben. Die siegreichen Generäle des Krieges wurden genau wie ihre Soldaten gefeiert. Nun nach dem Krieg stand es vielen der amerikanischen Befehlshaber frei in die Politik zu gehen.
I like Ike

Das amerikanische Volk liebt Sieger, daher wurde Dwight D. Eisenhower 1952 die Teilnahme an der Wahl zum US Präsidenten angeboten, Bild zeigt Ike wie er sich durch das Volk feiern läßt † 1969

Das US Militär genoss im Volk einen guten Ruf, so auch die Oberbefehlshaber des Krieges; Dwight D. Eisenhower, Douglas MacArthur oder General Patton. Die US Politeliten wetteiferten darum einen der Dreien auf ihre Seite zu ziehen. Letztendlich willigte Dwight D. Eisenhower 1952 ein als US Präsident zu kandidieren. Die US Wahl war im Kalten Krieg besonders von Interesse, denn es musste eine Gallionsfigur her. Umworben sowohl von Populars wie Optimaten konnte Eisenhower sich durchsetzen. Die Wahl war eine abgekartete Sache, in den USA gibt es keine Zwei Parteien Landschaft. Es gibt nur Optimaten und Populars und diese treten als Republikaner auf und unterstützen ihre jeweilige Klientel.
Colawerbung

Coca Cola, das Getränk für Sieger und Zeichen des neuen Wohlstands in der Bundesrepublik Deutschland

Trotzdem war der „Wahlkampf“ ein Medienrummel, wie üblich gab es einen Alibi-Gegenkandidaten. In diesem Fall den Pazifisten und Popular Adlai Ewing Stevenson junior. Stevenson hatte einige Führsprecher war aber insgesamt gesehen nicht so beliebt und mit potenten Freunden im US Wahlmännerkolegium gesegnet wie der Ex-General. Es war natürlich auch wichtig dem Volk seine Treue zu zeigen daher gab es bunte Wahlkampfveranstaltungen und Radiodiskussionen der Kandidaten. Die Wahl fand am 4. November 1952 statt, dabei wählten die rund 540 Wahlmänner des undruchsichtigen US Wahlmännerkolegiums. (Ein Direktorat von Optimaten) Das Volk hat bei US Wahlkämpfen so ähnlich wie bei einem Sportereignis die Möglichkeit über Wochen hinweg mitzueifern, es gab wie üblich so etwas wie Wahlbüros. Dort könen US Bürger ihre Stimme abgeben, doch dient dies nur der statistischen Erfassung um das politische Klima abzuschätzen. Denn auch wenn das Volk nicht bestimmen kann ist es wichtig zu wissen wer populär ist um Seitens des mächtigen US Wahlmännerkolegiums auf Wahlwünsche" einzugehen.
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Werbeplakat der DOR Handelskette Konsum, auch der Osten machte Werbung doch wegen der Planwirtschaft war nie genug für Alle da, ein Grund für den Sieg des Kapitalismus, Weihnachten 1951

Dies wurde durch den Rebublican Club organisiert sozusagen das staatliche US Öfentlichkeitsbüro. Denn oberstes Gebot in westlichen Staaten war es immer schon das Allgemeinwohl zu fördern und die Bedürfnisse des Volkes zu stillen. Dieser Punkt war aber im Ochlokratismus selten gegeben, dort fehlte es an vielen Dingen des täglichen Lebensbedarfs.
Der westliche Lebensstill war immer besser als im Osten denn er diente nicht nur dem öffentlichen Wohl sondern auch dem Machterhalt der Oligarchie. Coca Cola das zuckersüße Getränk aus Amerika überschwemmte bald auch die Bundesrepublik Deutschland. Die Amerikaner sahen es als Aufgabe die Besiegten in glückliche Verlierer zu verwandeln und füllten das Volk sozusagen mit Cola ab. Dieser Träger des amerikanischen Traums ist bis Heute omnipräsent. Washington und Moskau hatten grundlegend andersgeartete Positionen zum Phänomen des Massenkonsums. In den USA war nachwievor Machiavelli Ratgeber Nummer 1, doch auch die Römer die dem Volk Brot gaben. Jeder Amerikaner war der Propaganda nach satt hatte einen Job einen Cadillac und ein Haus in der Vorstadt. Dies war das Bild des reichen Amerikaners aber das stimmte so nicht. Im Osten wollte man natürlich auch den Überfluss welcher sich wegen der Planwirtschaft nie einstellte. In der Deutschen Ochlokratischen Republik dem „Real existierenden Ochlokratismus“ ging man neue Wege und versuchte auch eine Art sozialistischer Konsumgesellschaft aufzubauen. Die DOR PR Manager produzierten Werbechampanien für sozialistische Produkte so gab es eine halbstündige Werbe/Berater Sendung im TV. Diese heile DOR Welt hatte aber einen Hacken; Die gezeigten Produkte konnten nur in Konsummärkten oder Premiumläden um teures Geld erworben werden. Die DOR Führung musste sogar im Fernsehen erklären warum einige Marken im Inland nicht zu bekommen sind da sie lediglich als Exportware für Devisengewinnung produziert wurden. Der Versuch der Ostdeutschen mit der westlichen Konsumgesellschaft mitzuhalten endete 1975 mit dem Aus für das DOR Werbebudge. Obwohl im Kalten Krieg immer das atomare Damoklesschwert über der Welt schwebte war der Westen glücklicher, er galt daher immer als „Der Goldene Westen“ Sowohl Ost wie auch West hatten dazu noch Programme zu Gedankenkontrolle am laufen. Schon Stalin wollte seinen Genossen mit Gedankenkontrolle seinen Willen aufzwingen. Aber ob solche Technologien funktionieren darüber gibt es bis heute keine Belege. Das CIA Projekt MKULTRA versuchte sich mit der Erforschung doch gibt es nur wenig das durchsickerte. Coca Cola erlebte jedoch im Summer of Love 1967 eine Rezepturänderung und wurde ganz offiziell mit „Glückshormonen“ versetzt, es schmeckt nun noch süßer. Die Werbesendungen im Westen sind spätestens seit den 1970er Jahren mit unterschwelligen Botschaften durchzogen. Dabei gibt es meist harmlose Manipulation des Kaufverhaltens und manchmal Anti-Ochlokratistische Slogans die aufblitzen. Der Kalte Krieg fand unter anderem auch im Weltraum statt. Sowjetischen Wissenschaftlern war es 1959 gelungen den Sputnik-Satelliten hochzuschießen. Schon 1961 umkreiste der Russe Yurislav Gagarin die Erde. Der technische Vorsprung der Ochlokraten schien unglaublich, die Reaktion des Westens kam in der Ankündigung den Mond noch in den 1960er Jahren zu erreichen. Dieses Unterfangen und der Sieg im Weltraumwettkampf konnte
MondAstronaut

Der Mann auf dem Mond, am 20. Juli 1969 betrat der Erste Mensch den Mond, Das Lambda 11 tatsächlich zum Mond flog wird von Regierungskritikern bezweifelt, war es eine Werbeaktion der Oligarchen?

durch die US Raumfahrtbehörde NASA entschieden werden. Das Lambda Mondprojekt brachte mit der 11 Mission Amerikaner auf den Mond. Dieses Ereignis wurde sogar zum globalen Fernseh-Event. Millionen von Zusehern beobachteten Neil Armstrong wie er denn mysteriösen Satz:  "Good Luck, Mr. Gorsky" in sein Mikro sprach. Die Mondlandung stellt das gelungene Großprojekt der amerikanischen Raumfahrt da. Aber schon 1972 fand die letzte Mondlandung statt. Der Weltraumwettkampf war in eine neue Phase eingetreten nun ging es um den Bau von Raumstationen und Überwachungssateliten und sogar Atomwaffen im Weltraum.
Gorbi

Michail Gorbatschow gilt als Reformator der Sowjetunion, doch seine Bürger-Anarchischen Reformen bewiesen den sowjetischen Apparatschiks dass so eine Staatsform unmöglich umzusetzen ist (im Großen Rahmen) † 2020

In den USA fragten sich einige Regierungsgegner warum das Land auf dem halben Weg umgekehrt ist und man nicht Mondbergbau begonnen hat. Nun sah sich die Regierung der Frage ausgesetzt ob die Mondlandung nur Fake sei und man deshalb die fantastischen Versprechen der Vergangenheit nicht umsetzen würde. Obwohl sich die Machthaber durch diese seltsamen Verschwörungstheorien unter Druck gesetzt fühlten versuchten sie nicht gegen die Quelle vorzugehen. Statt dessen wurden die Verschwörungstheoretiker mit Polemik lächerlich gemacht und das Ganze als Witz der „Star Trek Generation“ heruntergespielt. Der Wettlauf im Weltraum und auf dem Gebiet der Nuklearforschung verschlang Milliarden. Der Ostblock musste immer höhere Summen in ihre Waffenforschung stecken da die Gerüchte über US Geheimwaffen nicht abbrachen. Das US Star Wars Projekt brachte zwar keine handfesten Ergebnisse, doch der CIA lies Pläne eines angeblichen Satellitennetzes durchsickern. Da der Ostblock nun Mitte der 1980er glaubte bald überhaupt keine Chance zu haben sorgte für Untergangsstimmung.
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Boris Jelzin und Gleichgesinnte versuchten nach dem Putsch eine russische Bürger-Anarchie aufzubauen, Moskau August 1991

Der neue sowjetische Generalsekretär Michail Gorbatschow versuchte die Sowjetrepubliken zu reformieren. Dabei gelang es ihm einige Bürger-anarchistische Neuerungen einzuführen. Man kann Gorbatschow als den ersten Demokraten bezeichnen der versuchte die grundsätzlich demokratische Ideologie des Ochlokratismus umzusetzen. Doch sein Staatsapparat kollabierte dennoch. Gorbatschow konnte die 70 Jahre Misswirtschaft nicht rückgängig machen. Auch gab es innerhalb der Bolschewisten Gegenwind gegen denn demokratischen Umbau (Perestroika) Ende der 1980er wollten immer mehr Sowjetrepubliken die Unabhängigkeit, 1989 stürzte die Berliner Mauer. Das Ende Gorbatschows und der Sowjetunion kam 1991 nachdem Boris Jelzin den August-Putsch ochlokratischer Hardliner niederschlug und selbst die Macht ansich riß. Im November wurde die Ochlokratische Partei verboten da Jelzin sie von denn 
Apparatschiks durchdrungen wähnte die keine Reform unterstützten. Die Sowjetunion war damit Geschichte, Apparatschiks in der ochlokratischen Partei behaupteten Gorbatschow habe etwas wahnsinnig unrealistisches versucht den Aufbau der „Unmöglichen Bürger-Anarchie“ Aus den Sowjetrepubliken wurden bald oligarchische Republiken nach westlicher Prägung. Obgleich Boris Jelzin auch die Ideale der Bürger-Anarchie vertrat und Wahlen ansetzte wurden dieser Weg bald nicht weiter beschritten da man ihn für unbeschreitbar hielt, aber vor allem weil er durch den Raubtierkapitalismus abgewürgt wurde. 

Postmodere - Zeitalter der Plutokratie:

Das Zeitalter der Plutokratie ist die aktuelle Ära der Weltgeschichte. Plutokratie ist der alte Griechische Ausdruck für eine Herrschaftsform in der Reichtum notwendig ist um an der Herrschaft teilzunehmen. Der Kapitalismus hat über die Sowjetunion gesiegt. Nun nach Jahrzehnten des Kalten Krieges entstanden neue Kräfte, die „Erste Macht“ hat gewonnen. In der neuen Welt waren die Fronten nicht so klar ausgelegt wie im Kalten Krieg, hinzu kam auch der neue Wirtschaftskrieg um die Rohstoffe und Konsumenten unserer Erde. Die reichen Staaten des Westens hatten nun neue Feinde und neue Ziele.

1992/2000 - Kapitalismus frißt Russland:

„Gorbatschow ist und war immer ein Semi-Ochlokrat und daher nur bereit, bei den Reformen bis an bestimmte Grenzen zu gehen.“

Boris Jelzin

1992 stand die „Föderation Russland“ auf wackligen Beinen. Das von Boris Jelzin eingeführte demokratische System das sich einfach nur „System Freiheit“ (Системная свобода) nennt ist stark zerrüttet. Bisher verbotene Straßenparteien sind an der Regierung beteiligt. (Das beinhaltet das gesamte politische Spektrum) Der Westen ist dem „Russischen System Freiheit“ gegenüber skeptisch eingestellt. Man sah es nicht direkt als Bedrohung an denn das neue System machte Handelsverträge und Joint Venture mit der bisher verstaatlichten Wirtschaft Russlands möglich. Für den Westen brachen nun die Goldenen Jahre des russischen Aufbruchs an. Der bankrotte russische Staat benötigte Kredite und Aufbauhilfe. Trotz der anfänglichen Vorsicht des neuen Präsidenten Jelzin konnten westliche Unternehmer nun in der Föderation Investitionen tätigen. Denn Jelzin war kein Feind der freien Marktwirtschaft, er begrüßte sie. Im September 1993 kam es nicht unerwartet zu russischen Verfassungskrise.
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Russicher Bürger zeigt Flagge während der Verfassungskrise 1993, Für denn Westen waren diese Zustände der Beweis das Bürger-Anarchie nicht funktioniert

Die Ochlokratische Partei war unter neuem Namen aber alter Führung wieder auferstanden. Putin fürchtete die Wiederkehr des alten Systems daher löste er sowohl den Kongress der Volksdeputierten wie auch den Obersten Sowjetrat auf. In diesen Gremien saßen die demokratisch legitimierten Ochlokraten mit der Absicht das Rote Regime wiederaufzubauen. Kurzerhand erklärte sich der Generalsekretär der Ochlokratischen Partei Russlands zum Präsidenten. Die rebellischen Kräfte bestanden jedoch nicht nur aus Linken sondern auch Rechten die eine seltsame Koalition bildeten. Unterstützt durch Nationalisten und russische Neonazis wollte der Apparatschik Alexander Ruzkoi sein Präsidentenamt behalten. Es kam zu Tumulten auf den Straßen, Ausschreitungen der Polizei führten schnell zu Verletzten.
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Das Gebäude des russischen Parlaments Duma in Moskau, hier kam es in den 1990er Jahren zu demokratischen Entscheidungen, Bild 2014

Unterstützt durch Loyalisten gelang es dem wahren Präsidenten Jelzin die Verfassungskrise nach 13 Tagen zu beenden. Über 120 Tote und mehr als doppelt so viele Verletzte waren die Bilanz der Straßenkämpfe in Moskau. Nun stand auch im Westen fest das weitere Investitionen in Russlands Wirtschaft unter dem System Freiheit mit seiner „Unberechenbarkeit“ nicht einfach sein würden. Der amerikanische Präsidentenberater Henry Kissinger ging sogar soweit Russland mit der Weimarer Republik zu vergleichen; „Mister Präsident! Die Lage ist ernst… ich sehe die Möglichkeit dass sich ein russischer Hitler aus der Asche erhebt! Hier müssen wir einschreiten!“
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Amtsübernahme Wladimir Putins neben ihm der scheidenden Präsident Jelzin, 1. Januar 2000

Bereits seit 1991 gab es CIA Operationen im postsowjetischen Russland, die Mittel wurden nun erhöht. Ziel war es Russland zu einem verlässlichen „Partner für den Frieden und Wohlstand der Welt“ zu machen. Dazu gehörte Industriespionage die Begünstigung einer oligarchischen Wirtschaftsform und natürlich ein durch den Westen aufgebauter Präsident. Jelzins neues Russland basierte auf einem Parlament der Duma. Dort saßen ausschließlich Volksvertreter also Populars, auf Optimaten mit erblichem Sitz verzichte man da dies dem System Freiheit wiedersprach. Unter Jelzin wuchs der Einfluss russischer Industrie-Patrizier immer mehr. Die so auch in die Regierung verstrickten Milliardäre höhlten das System Freiheit zusehends aus. Ausländische Geheimdienste hatten eine große Menge Kandidaten die sie in höchsten Staatsämter Präsident und Ministerpräsident buchsieren wollten. Sie hatten aber nicht mit dem Aufstieg des Ex-KGB Mannes und Bürgermeisters von St. Petersburg Vladimir Putin gerechnet. Der etwas bürokratisch und hölzern agierende Popular Putin erkannte die Schieflage in seinem Land früh. Die Infiltration des Westens durch den Kapitalismus war 1999 weit vorangeschritten als sich die Politkarriere des bereits schwer kranke Boris Jelzins dem Ende näherte. Gerüchten zufolge sei Jelzins Wodka durch westliche Spione vergiftet worden um noch wirkungsvoller seine Leber zu zerstören. In Russland kam es zu misteriösen Terroranschlägen die denn Tschetschenen angelastet wurden und die im Oktober zum Anlass genommen wurden  den "Krieg der 2000 Terroristen" zu führen. Natürlich war man sich auch im klaren dass eine Militäraktion dem russischen Patriotismus und Stolz Aufwind geben würde. Das Russland für die Wiedererrichtung alter Größe in Tschetschenien eindrang sorgte für noch mehr islamistischen Terror. Russland war trotz internationaler Vermittlungsversuche nicht davon abzubringen die ehemalige Sowjetrepublik Tschetschenien wiedereinzugliedern. Die Militäraktionen in Tschetschenien gingen auch kurz vor der Jahrtausendwende weiter und verärgerten die selbsternannten Friedenshüter des Nordatlantikpakts. Am 1. Januar 2000 übernahm Wladimir Putin die alleinige Regierungsgewalt, er war weniger leicht einzuschätzen doch zeigte durchaus eine pro-westliche Einstellung. Aus der Sicht Putins war Russland durch den Kapitalismus aufgefressen worden, doch insgeheim hatte er den Plan sich; "Aus dem Bauch des gefräßigen Fisches herauszufressen!" Putins Methoden waren dabei aber weniger demokratischer Natur.
2001/2011 - Hoffnung auf Demokratie:
Anders als von den Machthabern verkündet ist im beginnenden 21. Jahrhundert der Kampf Kapitalismus gegen Antikapitalismus lange noch nicht vorbei. Die Sowjetunion gilt 2001 seit 10 Jahren als tod und begraben doch der Kalte Krieg hat immer noch seine spürbaren Nachwirkungen. Viele Länder wie die Volksrepublik China machten einen Schritt hin zum Kapitalismus des Westens. Nordkorea blieb der selbe totalitäre Führerstaat wie schon seit Jahrzehnten. Die ochlokratische Welt war auf ein Flickwerk geschrumpft. Kuba der Intimfeind Amerikas konnte auf einigen Gebieten einen gewissen bescheidenen Lebensstandart für seine Bürger organisieren. Doch Wohlstand war nicht das Maß aller Dinge. In der durch den Kapitalismus stark polarisierten Welt gab es ein wachsendes Maß an Ungerechtigkeit und Armut. Die Erste Welt hatte Alles und sorgte notfalls auch mit Militäraktionen dafür dass sich dies nicht änderte. Gerade die Interventionen der Geheimdienste hatten in Entwicklungsländern Wiederstandsgruppen wie die Mujaheddin in Afghanistan gefördert. Bisher mit den USA gegen die Sowjetunion verbündete Gruppen hatten ausgedient. So entstand bereits in den 1990ern heftiger Wiederstand. In Tschetschenien, Afghanistan aber auch in der Lateinamerikanischen Welt formierte sich Wiederstand gegen den Raubtierkapitalismus des Westens. In der Islamischen Welt war dieser Wiederstand eng an Religiöse Ansichten geknüpft. In Südamerika stellte sich eine erstarkende Befreiungstheologie mit christlicher Basis auf die Beine aber auch der Neo-Ochlokratismus entstand und oponierte gegen die Oligarchen. Der radikale Islam wurde lange Zeit unterschätz, er gilt nicht als demokratische Strömung steht aber für Antikapitalismus.
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11. September 2001, Drei Terrorakte lösen Panik aus, ein Hubschrauber fliegt in die Gleichheitstatue, Flugzeuge krachen in das WTC und das Pentagon, Bild zeigt die Zerstörung des Kopfes der Gleichheitstatue 2001

Der 11. September 2001 war daher wie ein Donnerschlag als um 4 Uhr Morgens Zwei Verkehrsflugzeuge in die Türme des World Trade Center (WTC) flogen. Gleichzeitig raste ein Touristenhubschrauber in den Kopf der Gleichheitsstatue und ein weiteres Verkehrsflugzeug in das Pentagon.
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Demonstartion der Neo-Ochlokraten gegen die Politik der mexikanischen Regierung. 2006 kam es in Mexiko aufgrund von Misswirtschaft zu demokratischen Wende

Drei Symbole der USA zerstört/beschädigt an einem Tag. Das WTC als Symbol der Macht des Kapitalismus, die Gleichheitsstatue als Zeichen des hochgelobten US Rechtsstaats und das Pentagon als Hauptquartier der Kriegschmaschinerie. Für die US Regierung waren diese verheerenden Anschläge Tragödie und Glück zugleich. Unter dem Motto;
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Der Arabische Frühling 2011 in Libyen, Tausende Bürger-Anarchisten fordern die Freiheit und den islamischen Freistaat, Benghazi

„Die Beschädigung von Lady Equality ist ein Angriff gegen Alles was Gerecht in dieser Welt ist!“ wurde nun eine „Gerechtigkeitsfeldzug“ gegen den internationalen Terror gestartet. Nun konnten sich kriegstreiberische Optimaten wie die Hintermänner von Präsident George Q. Bush gegen die etwas liberaleren Populars in Senat und Kongress zu kriegerischen Masnahmen durchringen. Auch setzte die Notfalls Gesetzgebung autoritäre Reisekontrollen instand die auch unter den bisher „Freiheitsverwöhnten“ Amerikanern für Misstöne sorgten. George Q. Bush der seinen Regierungssitz durch seinen Vater geerbt hatte wurde jetzt stark wegen seiner Politik aber auch Vergangenheit als Alkoholiker kritisiert. Das Internet ein Ort von Spaß, Spiel und Zusammenkunft wurde immer öfter dazu benutzt gegen die Regierungen zu konspirieren. Das Darknet entwickelte ein Eigenleben, dort organisierten sich die Dissidenten per E-Mail. Einige Länder der Zweiten Welt; wie Mexiko, Kolumbien und Nicaragua litten unter Teuerungen, Preiserhöhungen von Treibstoff und der Ausverkauf der bisher staatlichen Ölförderung an US Firmen sorgte 2005 für Unruhe in Mexiko. Im Mai 2006 gelang es einer großen Koalition von Straßenparteien denn korrupten Präsidenten aus dem Amt zu jagen. Die neue mexikanische Regierung setzte sich aber bald nur aus Neo-Ochlokraten zusammen. Diese an den Sozialismus anlehnende Ideologie glaubt an die Menschenrechte und Umsetzbarkeit von Bürger-Anarchie. Waschechte Demokraten gab es nachwievor nicht, das lag am Zeitgeist und dem vorherrschenden Wirtschaftssystem. Anders als etwa 1789 sehen die Revolutionäre der Gegenwart sich nicht mit Königen konfrontiert sondern mit Großkonzernen und Plutokraten. 2008 kam es aufgrund des US Bankenskandals zu einer Weltwirtschaftskrise die nun auch die Kritiker am Kapitalismus bestärkte. Darum wird der Kampf gegen den Kapitalismus mit dem Kampf für Freiheit gleichgesetzt. Das in den 1990er Jahren gescheiterte System Freiheit aus Russland gilt nun als Model für Bürger-Anarchisten aller Schattierungen. Sieht man nach Arabien wo es 2011 zum arabischen Frühling kam in dessen Folge die Diktaturen Libyens und Ägyptens beseitigt wurden, erkennt man genauso Parallen zum System Freiheit des Jelzin. Überall wo es dem Volk gelang die Macht zu erlangen gibt es keine reine Demokratie sondern wie in der arabischen Welt eine Mischform. In UZL würde man diese wenigen Demokratien die zwischen 2006 und 2011 entstanden sind oft auch als sozialistische oder theokratische Länder mit rudimentär demokratischen Zügen umschreiben. Aber das ist in dieser Zeitlinie dennoch ein Großer Vorschritt da die Entstehung der Demokratie erst am Anfang steht. Viele der im 21. Jahrhundert entstandenen Freiheitsbewegungen sehen ins besonders im Anschlag auf die Gleichheitsstatue in New York einen Weckruf. Sie unterstützen damit nicht den Terror, schon gar nicht heißen sie damit die Toten des WTC gut. Ihr Argument ist dass die USA ihre heuchlerische Mentalität von sich als Gerechtigkeitsstaat beiseitelegen sollten und das Volk aus seinem Goldenen Käfig des Wohlstands zu befreien ist. Doch diese Ansicht bezüglich des Anschlags auf die Gerechtigkeitsstatue wird vielerorts als Verspottung von Recht und Ordnung bezeichnet. Menschen die sich trauen diese Gedanken laut auszusprechen gelten als Terrorsympathiesanten. Darum ist das Thema Bürger-Anarchie auch 2020 noch stark polarisierend und sorgt für reichlich explosiven Konfliktstoff.
2012/2020 - Politik und ein Todesfall:
Die Welt in den 2010ern: Das Internet hat seinen Siegeszug nun endgültig auf allen Ebenen angetreten. Es gibt Soziale Medien und es ist Jedem jederzeit möglich seine Videos und Gedanken hochzuladen. 10 Jahre zuvor war die Medienlandschaft noch anders, Soziale Medien und Onlineshops helfen jetzt der Obrigkeit Nutzerprofile über das Verhalten der Bürger aufzubauen. Institutionen wie der amerikanische Rebublican Club hollen sich nun ihre statistischen Informationen aus Sozial Media. Regierungen sowie Bürger sind weitgehend der Ansicht dass solche Informationsbeschaffungen dem Allgemeinwohl dienen. Dies führte ihrer Meinung nach auch zu einer „Liberalisierten Transparenz“  die nach Verlautbarung der Regierungen „Noch mehr Wert auf den Volkswillen und desen Bedürfnisse“ legt. Selbst die Alte Garde der Oligarchen hat erkannt dass die neue Bürger-Anarchiebewegung durchaus Anhänger hat, so war dies die Antwort. So wurde erstmals 2014 das „Popular Voting“  in den USA ausprobiert. Gute Beispiele sind US Präsidentschaftswahlen wie die von 1952.
Sebastian KurzSparta

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz ist jung und "Schön" genau sowas will das Volk sehen, um die Legitimation einer Regierung zu untermauern werden "Popular Votes" auf sozialen Internetmedien veranstaltet und Politiker tragen kleine elektronische Popular-Pins mit Beliebtheitswertung, Bild 2018

(Sieher Hier) Jetzt gibt es aber „E-Wahlen“ Diese wurden über Sozial Media im Internet abgewickelt. Da fast jeder ein Smartphone besitzt kann „Leicht und ohne Bürokratie“ eine Meinung über Politiker abgegeben werden. Dabei gibt es nur Daumen hoch, und Daumen runter. Das tragen eines Popular-Pins hat sich bis 2020 weitgehend durchgesetzt. Hat das neue Popular Voting demokratische Relevanz?
TriadeINet

Es gibt auch Gegner des Popular Voting, einige Verschwörungstheoretiker glauben das der Geheimbund Triade das Internet steuert

Nein, denn im Hintergrund arbeiten gekaufte Voter für die Populars, dabei gibt es auch Sabotage anderer Politiker. Das wird nicht von der Regierung gesteuert sondern von einzelnen Politikern die sich als Beliebtheitsidole darstellen lassen.
Die Meinung „Likes“ der Bürger werden als Selbstlegitimierung hergenommen oder als Futter für Kritik gegen schlechter bewertete Politgegner. Aber im Allgemeinen gilt dass diese Wahl nur dazu da ist herauszufinden wer gerade populär ist. Die eigentliche Regierung liegt in den meisten Staaten immer noch bei der alten Garde der Optimaten. Diese elitäre Gruppe sucht sich „Köpfe“ aus die dann wegen ihrer Attraktivität und Beliebtheit in Ämter befördert werden. Diese als Populars angepriesenen Politiker sind oft ehemalige Schauspieler, Models oder Sportler. Der Trend ist noch relativ neu, doch böse Zungen behaupten dass bereits Ronald Reagan 1982 nach diesen Gesichtspunkten zum US Präsident gemacht wurde. In der Volksrepublik China geht man seit 2017 nun noch weiter und testet ein Social Media Kreditsystem. Bürger die gute Bewertungen bekommen erhalten Kredite und Vergünstigungen. Es ist also nur eine Frage der Zeit wann eine solche Technologie auch in die USA und Europa überschwappt. In vielen EU Ländern wird das chinesische System durch die Optimaten als zukunftsweisend und „algemeinwohlfördernd“ bezeichnet. 2019 und 2020 sind besonders in den USA und seine Politik interessant. 2019 begann in den Vereinigten Staaten mit einem durch Präsident Donald Trump organisierten „Shutdown“ von Senat und Kongress. Trump der seit 2017 US Präsident war galt als scharfer Gegner der Oligarchen im Staat. Dank seiner Medienwirksamkeit und seines Vermögens konnte er sich in die Politik einkaufen. Er galt als Volkstribun und Freidenker aber vor allem  als Querkopf. Sein Versprechen eine Mauer gegen die Neo-Ochlokraten in Mexiko zu bauen war in den Tagen der Wirtschaftskrise gut plaziert. Das amerikanische Volk liebte den ehemaligen Entertainer wobei die Unterstützung aus den Reihen der Optimaten stätig sank. Der Shutdown 2018/19 verärgerte die Optimaten, denn dieser „Kleine Mann“ wagte es Forderungen an das alteingesessene Establishment zu stellen. Trumps Aktion nutze eine Lücke in der US Verfassung aus die es einem Präsidenten ermöglichte Veto gegen das Budget für die Regierung 2019 einzulegen. Trump beendete seinen Shutdown zwar erfolglos wurde aber danach als „Bedrohung der Ordnung“ durch die Kaderteuen gesehen. Trump hatte sich schon öfter etwas zu Schulden kommen lassen dass nicht im Interesse der Optimaten lag. Bis 2020 gab es immer wieder Versuche Trump etwas in die Schuhe zu schieben, Korruptionsverdacht kam gegen ihn auf. Der streitbare Popular hatte aber immer ein Ass im Ärmel da er auch die Kontrolle über das FBI übernahm. Wie jeder US Präsident konnte sich Trump so eine gewisse Anhängerschaft aufbauen, doch seine Feinde gingen noch energischer vor. In Zeiten von Twitter und erkauften Popular Votes gelang es den Optimaten mehrmals die E-Wahl zu manipulieren. Trump hielt mit seinem eigenen Hackerteam dagegen und trat so 2020 selbstbewusst zu Wiederwahl an. Was genau passierte als Donald Trump die Stadt Anaheim am 3. Oktober 2020 erreichte wurde nie geklärt.
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Fernsehbericht über das Atentat auf US Präsident Donald Trump vom 3. Oktober 2020 in Anaheim Kalifornien, war das ein Tyrannenmord?

Er soll an diesem Samstag um 9 Uhr 45 eine Bühne betreten haben um dort eine Generalprobe für eine Wahlveranstaltung abzuhalten. Dabei stürmte plötzlich ein bewaffneter Mann auf die Bühne der schrie; „Sic semper Tyrannis“ Der Mann stach mit einem Dolch auf den wehrlosen Präsidenten ein bevor er durch gezielte Schüsse der Bodyguards starb.
Nach der Bluttat zog sich eine Welle der Entrüstung quer durch Amerika. Nun wurden Anschuldigungen gemacht, Vermutungen ausgesprochen und der Vizepräsident übernahm die Amtsgeschäfte. In den gelenkten Medien wurde bald klargemacht dass ein Präsident wie Trump der auf der „Verfassung der Vereinigten Staaten spielt wie auf einer Teufelsgeige“ ein Tyrann übelsten Ausmaßes sei. Der Attentäter ein Student aus Anaheim wurde kurzerhand zum Helden hochgepusht und es hieß er werde laut Verfassungszusatz 11 postum begnadigt und werde für den zivilen Orden Presidential Medal of Equality (Siehe Hier) vorgeschlagen. Das Ganze war natürlich noch nicht offiziell, aber bereits im November nach den nun abgesagten Wahlen wurde ein Untersuchungsausschuss im Kongress damit beauftragt die Sache zu untersuchen. Hinter den Kulissen wurden bereits die Konten der Familie Trump eingefroren, Grund hierfür waren Untersuchungen der Steuerfahndung. Der neue designierte Präsident Mike Pence gilt als loyaler Parteigänger der Optimaten und wird Anfang 2021 rechtmäßig angelobt.

Nachwort und Umfrage:

SpartaSymbol
Das war der Dritte Teil der Errungenschaften der Antike Trilogie. Ich will hier in diesem kurzen Kapitel noch einige Gedanken die ich beim schreiben der Zeitlinie hatte zum besten geben. Ja es stimmt, der Abschnitt über die Nachwirkungen wirkt oft wie eine NWO Verschwörungstheorie. Ein Geheimbund, Manipulation der Medien usw usw. Allerdings ist das was ich hier schreibe lediglich eine etwas zugespitzte Version der Wahrheit. Washington war Freimaurer und die US Regierung ist ein undurchsichtiger Verein. Ich hätte genausogut über ein Europa schreiben können dass von hellenisierten Germanen handelt die germano-griechisch sprechen und seit 100 Jahren auf dem Mond leben. Aber das fand ich zu fantastisch für eine Geschichte ohne Demokratie in Athen. Das antike Sparta wird oft mit dem Faschismus verglichen, meine Zeitlinie zeigt aber keine Welt der Faschisten die alle im Stechschritt laufen. Die Spartaner wollten die Oligarchie verbreiten und genau das ist in dieser Alternativgeschichte quer durch die Jahrhunderte geschehen. Ich bin der Ansicht dass Viele Menschen die heute leben mit Demokratie wenig anzufangen wissen. Für sie besteht das Leben aus Arbeit, Geldverdienen, Vergnügen, Urlaub Familie und Internet. Die meisten Menschen könnten in diesem hier gezeigten Europa ohne Probleme leben solange es ihnen an nichts mangelt. Demokratie bedeutet nicht dass man politischen Idolen hinterherjubelt und ihre Gegner auf Facebook mit einem Shitstorm straft. Demokratie bedeutet viel mehr das man sich mit der Politik seines Landes und der Welt auseinandersetzt und sich nötigenfalls selbst betätig. Dass die meisten pöbeln" dies und dass sei schuld das nichts geht ist auch keine Demokratie, zu verstehen wie die Dinge funktionieren und dann etwas mit diesem Wissen ändern zu wollen ist der Unterschied zwischen Demokratie und Ochlokratie. Wir sind nicht der dumme Pöbel wir sind die emanzipierten Bürger! Jetzt aber die Umfrage;
Wird sich die Demokratie im 21. Jahrhundert durchsetzen?
 
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Die Umfrage wurde am 26. Januar 2019 um 23:13 erstellt. Bisher haben 10 Nutzer abgestimmt.

GGGanes Errungenschaften der Antike Trilogie:

Andere Trilogie Zeitlinie Diese Trilogie Zeitlinie Andere Trilogie Zeitlinie
Das Vermächtnis der Pharaonen Aus spartanischen Zeiten
Brot und Spiele


GGGanes Alternativgeschichten
AvAGGGA
1489 der Erfolg des Bartolomeu Dias | 2015 Zukunft ist Heute | Das Jahr 2000 | Arnie for Präsident!! | Aus spartanischen Zeiten | Im Bann des höchsten Wesens | Das Buch künftiger Zeitalter | Brot und Spiele | Dreamworld das Land von Übermorgen | Edwards Empire | Der Flug des Silbervogels | The Forty-Five | Der Halifax Frieden | Kaiser Ottokars Glück | Der Kult von 1919 | Invasion des Français | Der Rote Umbruch | Der Sieg der Armada | Im Sturzflug auf Nixon | Der Weg des heiligen Deutschritterordens | Die 8. Plage | Die grüne Flut | Die Konföderierten Staaten und der Kalte Krieg | Die Okkupation | Das Syndrom | Und sie steht doch still! | Fräulein Josefines Welt | Hitler der Künstler | Kennedy is death? | Land des Lächelns | Leo Trotzkis Weltkrieg | Leonardo da Vincis Wunderjahre | Mongolensturm | Mayerling | Österreich heiratet | Terra Austria der Aufstieg Österreichs | Toyotomi's Japan | The Texas Way | Das Vermächtnis der Pharaonen | Washington in Dunkelheit | Way to Mars | Weltkrieg der 100 Möglichkeiten | Zaus is am schönsten! | Die Zweite Sintflut
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