Alternativgeschichte-Wiki
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Das Königreich Belgien traute Adolf Nazi nicht und begann daher bald nach Beginn des Zweiten Weltkriegs mit der Mobilisierung. Als die Wehrmacht am 10. Mai 1940 ohne Kriegserklärung einmarschierte, standen über 600.000 Mann unter dem Befehl von König Leopold III. bereit. Allerdings mangelte es an Panzern und Flugabwehr.

Das Vorrücken der Wehrmacht in Belgien Mitte Mai

Dennoch rückte die Wehrmacht schnell vor. Schon am 11. Mai fielen die Festung Eben Emael (bemannt von 650 Soldaten, genommen von 85 Fallschirmjägern!) und die Befestigungen am Albertkanal. Die niederländische Armee konnte nicht helfen, weil sie abgeschnitten war und daher am 14. Mai kapitulieren musste. Unbemerkt ging am selben Tag die größte Panzerschlacht der Geschichte bei Hannut zu Ende - wobei die deutsche Seite die größeren Verluste erlitt! Am 16. Mai gelang der Wehrmacht ein Durchbruch nach der Schlacht bei Sedan, was als unmöglich gegolten hatte, und die Alliierten zogen sich hinter die Schelde zurück. Der größte Teil Belgiens war damit bereits besetzt. Panik brach aus, zwei Millionen Belgier waren auf der Flucht, verstopften alle Straßen und behinderten die Bewegungen der alliierten Soldaten. Bis zum 20. Mai erreichte die Wehrmacht den Ärmelkanal; die Reste der belgischen Armee, das britische Expeditionskorps unter Lord Gort, und drei französische Armeen waren von Frankreich abgeschnitten. Am 24. Mai nahm die Wehrmacht Boulogne und schloss Calais ein, was die Chancen der Alliierten auf Evakuierung deutlich verschlechterte. General Sir William Edmund Ironside, Chef des Imperialen Generalstabes, kommentierte "Es sieht im Moment wie das größte militärische Desaster der Geschichte aus".

Die Kommunen Eupen, Malmedy und Moresnet, die nach dem Ersten Weltkrieg vom Kaiserreich an Belgien abgetreten worden waren, kehrten nun "heim ins Reich".

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