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Created by Masl99

Das grüne Vorbild
Fahne Holland
Zeitspanne 2016 - Zukunft
Ort Niederlande, Welt
ZdA Sturmflut über der Niederlande, Deutschland und Belgien erstarken der niederländischen Partei "GroenLinks". Jesse Klaver wird Premierminister.
Kurzinformation Nach einer verhehrenden Sturmflut in den Niederlanden, beschließt die Regierung, das Land grundlegend zu verändern. Das Modell des Landes wird zum Vorbild für die Weltgemeinschaft.

Jahrhundertflut 2016

Im August 2016 warnten Meterologen vor einer Flut in der Nordsee und tagelangen schweren Regenfällen in den Anrainerstaaten. In den Niederlanden, Belgien, Großbritannien, Deutschland und Dänemark bereitete man sich auf die Folgen von "Tief Greta" vor. Deiche wurden verstärkt, Sandsäcke befüllt und Barrieren aufgebaut. Die Feuerwehren und der Zivilschutzbehörden wurden zum Teil vom jeweiligen Militär unterstützt. Trotz der guten Vorberreitung blieben Restzweifel ob es wirklich reichen würde.

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Bremerhaven unter Wasser - Die Menschen versuchen verzweifelt aus der Stadt zu kommen

Am 15. August - es hatte bereits seit zwei Tagen geregnet - traf die Sturmflut die Nordseeküste in Nordholland und Deutschland. Bis zu drei Meter hohe Wellen schlugen auf die Küste und machten auch vor bewohnten Gebieten keinen Halt. Der Hamburger Fischmarkt stand zwei Meter unter Wasser und auch der Flughafen Amsterdam war nicht mehr trocken. Die Deiche konnten den Wassermassen nichts entgegensetzen, wer sich nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen konnte, hat nun erhebliche Probleme. Die Menschen die auf den frisischen Inseln wohnten wurden evakuirt und ins Landesinnere gebracht. In den Niederlanden stand das Wasser bis 20km ins Landesinnere. Ganz Amsterdam und auch Rotterdam, Den Haag und Groningen waren verwüstet. Der Notstand wurde ausgerufen, das Militär eingesetzt. Auch Niedersachsen, Hamburg, Bremen und Schleswig-Holtstein rief den Notstand aus, denn auch deutsche Städte wie Emden, Bremerhaven, Hamburg und Itzehoe waren vom Wasser überspült worden. Vier Tage lang dauerte der Orkan, der auch mit Windgeschwindigkeiten von über 100km/h über das Land zog. Etliche Dächer wurden abgedeckt, wenn die Häuser von der Flut nicht schon weggeschwemmt wurden. Auch nach dem 19. August regnete es unaufhörlich weiter. Während das Wasser sich in Deutschland allmählich zurückzog, wurde es in den Niederlanden nicht weniger. Flughäfen, Kraftwerke und ganze Städte waren verwüstet, dutzende Menschen starben.

Erst ab dem 25. August wurde die Situation in den Niederlanden besser. Während in Deutschland die Aufräumarbeiten bereits auf Hochtouren laufen, wird in Amsterdam und im Rest des Landes das Ausmaß der Katastrophe sichtbar. Die Schäden gehen in die Milliarden. Über 800 Menschen kamen durch "Greta" um. In Deutschland waren es über 100 Menschen. Auch in Belgien, Großbritannien und Dänemark gab es Schäden und auch Todesopfer.

Folgen in den betroffenen Ländern

In Deutschland wurde die Bundeswehr zum Wiederaufbau eingesetzt und Bundeskanzlerin Merkel rief eine dreitägige Staatstrauer aus. Nach und nach wurden die Sädte und Dörfer wieder aufgebaut, auch wenn es laut Bundesinnenminister de Mazière " noch Jahre dauern wird, bis alles wieder wie vorher ist ".

In den Niederlanden sah das alles etwas anders auch. Die Bevölkerung war wütend auf die Regierung und deren Krisenmanagement. Premierminister Mark Rutte verlor an Zustimmung, denn auch die Aufräumarbeiten liefen schleppend. Verschiedene Politiker warfen ihm Versagen vor und forderten Neuwahlen und eine Kehrtwende in der Umwelt- und Krisenpolitik. Der PVV-Vorsitzende Geert Wilders machte den Zuzug von unzähligen Migranten für die Katastrophe verantwortlich, denn diese würden so viel Geld von der Regierung bekommen, sodass kein Geld mehr für Hochwasserschutz da wäre. Jesse Klaver von der GroenLinks-Partei stellte klar, dass es mit ihm eine Kehrtwende in der Umweltpolitik geben würde. Kraftwerke wolle er abschaffen und aus den Niederlanden das modernste Land der Welt machen. Digitalisierung und Futurismus spielen in seinen Versionen eine große Rolle, so will er Vertical Farming einführen und statt Häusern mehr Hausbootsiedlungen bauen.

Vorgezogene Parlamentswahlen in den Niederlanden

Seine Ideen schienen die Niederländer zu begeistern, bei den vorgezogenen Parlamentswahlen im Oktober 2016 wurde GroenLinks die stärkste Kraft.

Partei Stimmen in %
GroenLinks (GL) 33,3
Volkspartij voor Vrijheid en Democratie (VVD) 17,1
Democraten 66 (D66) 16,2
Socialistische Partij (SP) 9,7
Partij voor de Vrijheid (PVV) 6,5
Christen Democratisch Appèl (CDA) 5,2

GroenLinks konnte somit in eine Koalition mit der VVD und der D66 gehen. Diese hat in der zweiten Parlamentskammer dann 66,6% und ist eine der stärksten Regierungen Europas.

Mit dieser Mehrheit ist die neue Regierung nicht nur die stabilste und stärkste, sondern auch auch die erste Regierung mit einem grünen Regierungschef. Aus der ganzen Welt gab es Gratulationen für den jungen Jesse Klaver, den viele als Teil einer neuen Generation an Politikern sehen."Trump, Merkel und Co. haben ausgedient, jetzt ist die Zeit von Trudaux, Macron, Kurz und Klaver", so der CNN-Reporter Fred Pleitgen in einer Sondersendung des amerikanischen Senders.

Projekt NEDERLAND2060

In seiner ersten Ansprache nach Vereidigung zum Premierminister, gab Jesse Klaver seinen Plan für die Niederlande bekannt. Seine Vision, die er bereits im Wahlkampf angekündigt hatte, soll ab sofort "Projekt NEDERLAND2060" heißen und die Regierungsarbeit bestimmen.

Klaver wusste, dass seine Umwelt-, Sozial- und Klimabemühungen den Klimawandel nicht stoppen werden, aber er weiß, dass sein Land ein Vorbild sein kann.

Seine Ziele fasste er in fünf Punkten zusammen:

  1. Umstellung auf Erneuerbare Energien und den CO²-Auststoß um 80% veringern, Verbrennungsmotoren abschaffen.
  2. Die Städte und Dörfer grundlegend zu moderniesieren und digitalisieren, neue Technologien fördern.
  3. Einen gerechten Arbeitsmarkt mit Gehaltsgrenze und starken Arbeitnehmerrechten. Die Wirtschaft soll gefördert werden.
  4. Flutdämme verstärken und im Landesinneren Hausbootsiedlungen errichten um bei Sturmfluten das Wasser in große Speicher im Landesinnern zu sammeln.
  5. Schrittweise Reformierung des Militärs zu einer digitalen- und starken Armee, Verstärkung der Polizei und Gendarmarie, Sofortige Ausweisung aller straffällig gewordenen- oder abgewiesenen Flüchtlinge.

Die Reformen

Punkt 1

Die Niederlande arbeitete schon länger an der Umsetzung des Pariser Klimaabkommenns und machte dabei einige Fortschritte. Die Schritte gingen der neuen Regierung nicht weit genug, sodass der Klimaschutz zu einen zentralen Punkt wurde. Da die Niederlande schon seit den 1950er-Jahren keine Kohle mehr abbaut und nur ein einziges Kernkraftwerk exsistiert, ließ man die Energieproduktion vorerst so wie sie ist. Lediglich zwei neue Windparks vor der Küste von Groningen waren geplant.

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Werbung für den PHILIPS-i90

Stattdessen konzentrierte man sich auf die Abschaffung der Verbrennungsmotoren, die 2030 in Kraft treten soll. Da die Niederlande die ausländischen Automobilkonzerne ins Land locken wollte, wurden wirtschaftliche- und finanzielle Anreize geschaffen. Sowohl BMW, als auch Toyota gründeten ein Werk für Elektromobile und schufen damit 8.000 Arbeitsplätze. Ab 2019 wird die Steuer auf Autos mit Verbrennungsmotoren angehoben und der Neukauf solcher PKWs verboten. Auch Busse müssen ab dann elektrisch fahren. LKWs dürfen noch bis 2025 mit Verbrennungsmotoren verkauft werden. An Booten und Flugzeugen mit Elektroantrieb wird noch gearbeitet. Das niederländische Technologieunternehmen Philips stieg in den Automobilmarkt ein und will ab 2020 eigene Fahrzeuge herstellen. Im Werk bei Utrecht sollten dann jedes Jahr 25.000 Fahrzeuge vom Band laufen, bis zu 40% davon sollen für den Export bestimmt sein.

Punkt 2

Auch das neu geschaffene Technologieministerium arbeitete fieberhaft an der Modernisierung und Digitalisierung der Gesellschaft. Die Städte sollen inteligent werden, die Gebäude weitestgehend selbstversorgend. Vorbild soll die Musterstadt Masdar-City in den VAE sein, die seit 2006 in Arbeit ist. Wie in Masdar-City, sollen PRT-Netze die Innenstädte weitestgehend autofrei machen und großzügige Grünflächen in den Städten entstehen. Vertical Farming soll die Versorgung in den Städte gewährleisten. Solarflächen auf Gebäuden garantieren eine Stromversorgung.

Die erste Stadt, die grundlegend modernisiert wurde ist die 116.000 Einwohner Stadt Zwolle in der Provinz Overijssel. Die Innenstadt wurde umgebaut, am Stadtrand entstand der erste Moderne Stadtteil der Niederlande mit Platz für über 25.000 Menschen. Neue Hochhäuser entstanden und auch ein komplett selbsversorgendes Einkaufszentrum. Die neue Feuer- und Rettungswache der Stadt Zwolle produziert so viel Strom um alle Fahrzeuge versorgen zu können. Das Regenwasser wird in einen Tank geleitet um die Löschfahrzeuge damit befüllen zu können. Auch die Kleinstadt Loenen aan de Vecht in der Provinz Utrecht wurde moderniesiert und zu diesem Zwecke auch die erste Hausbootsiedlung des Landes gebaut.

Punkt 3

Um eine stabile Gesellschaft bilden zu können, tritt 2022 das neue Arbeitsmarktgesetz in Kraft. Hier ist unter anderem eine Gehaltsobergrenze von 26.000€ Brutto im Monat festgeschrieben und auch der Mindestlohn von 9€ ist bindend. Arbeitnehmer haben einige Rechte mehr als in anderen Ländern. Lebensmittelfirmen die den Anbau mit Vertical farming fördern. werden von der Regierung subventioniert. Vorreiter hier ist die Firma Ahold Delhaize, die mit Vertical Farming experimentiert und drei Türme betreibt. Diese stehen in der Vorreiterstadt Zwolle, im Amsterdamer Viertel Noord und in Maastrich. In der Entwicklung arbeiten über 1.500 Menschen, der Bau schuf über 300 Stellen.

Punkt 4
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[1] Luxus-Hausboot

Die Sturmflut von 2016 hat gezeigt, dass die bestehenden Deiche und Dämme nicht genügend gesichert sind und an einigen Stelle deutlich zu klein sind. Aus diesem Grund werden die Deiche um einen Meter höher gebaut und geeignete Ablaufmöglichkeiten geschaffen. Im Inland sollen Hausbootsiedlungen entstehen. Das soll nicht nur Platz für Felder und Fabriken schaffen, sondern die Menschen schützen, falls eine erneute Sturmflut kommen sollte. Die Hausboote sollen nach dem Willen mehrerer Firmen viel mehr Privatinseln mit Antrieb werden. Die Inseln gibt es in kleiner Ausführung mit einem Stockwerk, aber auch mit dreistöckigem Haus, Pool und weiterer Ausstattung. Der Preis reicht von 10.000€ bis in die Millionen. Bis 2050 sollen bereits 600.000 Menschen auf ihnen wohnen, bis 2060 sollen es 800.000 Menschen sein. Neben Privatwohnungen, werden von den Firmen auch kleinere Läden und Polizeistationen hergestellet.

Die Stadt Loenen aan de Vecht, die bereits als Vorreiterstadt modernisiert wurde, baute fleißig an ihrer Hausbootsiedlung auf den Seen "Waterleidingsplas" und "Wijde Blik". Im neu gebauten Hafen der Stadt sollen über 50 Anlegestellen entstehen. Eine Fahrrad- und Fußgängerbrücke zur Siedlung soll 2021 fertiggestellt sein. In der Siedlung sollen einmal bis zu 12.000 Menschen wohnen können.

Punkt 5
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Nationalpolizisten in Amsterdam

Die Gliederung der Polizei- und Militärkräfte sollte bis 2025 reformiert werden und vor allem das Militär mehr zivile Aufgaben zugesprochen bekommen. Die Polizei (ned. Nationale Politie) blieb in ihrer Form bestehen und personell um 2500 Stellen verstärkt. Die Ausrüstung sollte modernisiert werden, alle Einsatzfahrzeuge durch E-Autos ersetzt werden. Der Grenzschutz wurde der Polizei zusätzlich übertragen. Die Koninklijke Marechaussee, die bisher fachlich für den Grenzschutz zuständig war, wurde durch Soldaten der Armee verstärkt und soll bis 2025 eine Stärke von 17.000 Gendarmen haben. Diese sollen die Nationale Polizei dann im Objektschutz von besonders gefährdeten Gebäuden unterstützen. Auch der Schutz der Königlichen Familie bleibt im Aufgabenbereich. Die Koninklijke Marechaussee betreibt weiterhin Wachen und Dienststellen, ist jedoch eher einer Bereitschafts- und Sonderpolizei zuzuordnen. Die Spezialeinheiten der Nationalpolizei wurden zu Koninklijke Marechaussee umgesiedelt. Sie unterteht dem Verteidigungsministerium und ist eine Teilstreitkraft des Militärs.

Das niederländische Militär, welches bisher etwa 48.000 Soldaten zählte, soll schrumpfen und sich umstruckturieren. Das Heer soll auf 12.000 Soldaten reduziert werden, die Luftwaffe um etwa 1.000 Stellen, auf 6.500 Soldaten schrumpfen. Die Marine soll ihre 10.500 Soldaten behalten. Die Koninklijke Marechaussee als vierte Teilstreitkraft wird mit Soldaten aus dem Heer und der Luftwaffe aufgestockt. Als fünfte Teilstreitkraft ist eine Cyberarmee geplant, die etwa 2.500 Soldaten stark sein soll.

Masdar City - Das reale, grüne Vorbild

Masdar City Welcome Video (3 minutes, English)

Masdar City Welcome Video (3 minutes, English)

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[1] Bild von Pinterest.de/michaelgass/houseboats

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