Alternativgeschichte-Wiki
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Dieser Artikel beschreibt die Auswirkungen des Untergangs von Atlantis im Bereich des Altertums (bis 700 v.Chr.). Fett markierte Textstellen stellen Ereignisse dar, die auch in der realen Historie passiert sind.

Der Schatz von Atlantis
Grund der Abweichung: Erdbeben, das die Insel Atlantis untergehen lässt
Zeitpunkt der Abweichung: 2061 v.Chr.
Zeitspanne: 2061-700 v.Chr.

Aufstieg der Unterdrückten

Kurzinformation über den Abschnitt: Atlantis, ein riesiges Reich das von der atlantischen Insel bis nach Ägypten reichte, wird durch ein Erdbeben und dem darauffolgenden Tsunami schwer erschüttert: Die Insel geht durch die Naturkatastrophe im Meer unter und damit auch die Regierung des Reiches. Eine neue Regierung bildet sich im heutigen Südspanien, doch Rebellengruppen in den besetzten Gebieten, sowie politische Unruhen gefährden die Stabilität des Reiches.

2061-1850 v.Chr.

Um 2061 v.Chr. endete der Atlantische Krieg abrupt während des 500. Rennens von Atlantis durch ein Erdbeben und einen darauffolgenden Tsunami, in dessen Folge die Atlantische Insel im Meer unterging. Dabei gingen auch große Reichtümer (Der Schatz von Atlantis) im Meer unter. Die in Griechenland stationierten Atlanter zogen sich nach Anatolien und in die Levante zurück. Im heutigen Spanien wurde kurz darauf mit Atlater Niter eine neue Hauptstadt errichtet. Die Atlanter versuchten, ihr Reich im Mittelmeerraum, das sich von Gibraltar bis nach Süditalien und Ägypten erstreckte, noch zu erhalten, wurden jedoch von den Ägyptern (um 2040 v.Chr.) und Libyern (um 1960 v.Chr.) zurückgedrängt.

Um 2040 v.Chr. besiegte der Thebaner Mentuhotep II. die atlantische Regierung und wurde Pharao, damit begann das Mittlere Reich und die Erste Zwischenzeit wurde beendet. Die zweite Periode einer starken, zentralisierten Herrschaft begann jedoch um 1985 v.Chr. mit der Regierung von Amenemhet I., während des Mittleren Reichs. 1965 v.Chr. eroberte sein Nachfolger Sesostris I. Nubien im Süden und dehnte damit die Grenzen Ägyptens bis zum zweiten Nilkatarakt aus. Nubien lieferte Gold, Kupfer und Sklaven zur Verstärkung des ägyptischen Heers. Rund 100 Jahre später unterwarf Sesostris III. die Levante.

Im Mittleren Reich wies Ägypten freiheitlichere Strukturen auf als während des Alten Reichs. Die Herrscher verstanden sich als "Hirten" des Volkes, nicht als absolute Monarchen. Sich mumifizieren zu lassen, einst das Vorrecht der Könige, war nun auch den einfachen Bürgern gestattet. Um ihn als Wohnsitz der Seele für die Ewigkeit zu bewahren, wurde der Körper getrocknet, die inneren Organe entnommen, ihre Höhlungen mit Stoff gefüllt und der Leichnam mit Bandagen umwickelt.

In China entwickelte sich die neolithische Longshankultur in der Provinz Shangdong entlang des Gelben Flusses. Der Überlieferung zufolge wurde die erste Dynastie, Xia, von Yu dem Großen gegründet – archäologische Zeugnisse für ein zentralistisch geführtes Reich in China zu jener Zeit gibt es jedoch bisher nicht.

Am Ende des 3. Jt. v.Chr. erblühte die früheste europäische Hochkultur – auf der Mittelmeerinsel Kreta, die im Schnittpunkt von Handelsrouten lag. Diese minoische Kultur bezog ihren Wohlstand aus Handel und Landwirtschaft. Auf dem kretischen Boden gediehen Weizen, Oliven und Wein sowie Schafe für die Produktion von Wolle – alles Güter, die sich leicht über das Meer transportieren ließen. Die Minoer stellten auch Bronzearbeiten, Keramiken und Farbstoffe für den Export her. Um 2000 v.Chr. bestanden auf der Insel mehrere kleine Königtümer. Die Minoer gründeten Kolonien in vielen Teilen der Ägäis, so etwa auf den Inseln Kythera, Thera, Melos und Rhodos sowie in Milet an der Westküste Vorderasiens.

Über das kretische Ackerland regierten die Stadtstaaten von ihren Palästen aus, Anlagen mit Verwaltung, Werkstätten sowie religiösen Einrichtungen und Magazinen. Besonders bekannt sind die Paläste von Knossos, Phaistos, Malia und Kato Zakros. Zwischen 1700 und 1430 v.Chr. wurden die Paläste zerstört und nur Knossos wieder aufgebaut, weit prächtiger als zuvor, um seine Vormachtstellung auf der Insel zu bezeugen. Der irrgartenartige Komplex gab wohl Anlass zur Entstehung der Legende von Minotaurus, dem stierköpfigen Ungeheuer, das sich in einem Labyrinth versteckte.

1850-1790 v.Chr.

In China entwickelten sich ab etwa 1850 v.Chr. entlang des Gelben Flusses die Grundlagen für die Shang-Kultur. Der Legende nach galt Xia als die erste chinesische Dynastie, neuere Forschungen deuten hingegen auf die Shang. In Erlitou (Provinz Henan) haben Archöologen einen Palastkomplex auf einer Erdplattform sowie Bronzegefäße freigelegt. Offenbar reichen viele Merkmale der chinesischen Gesellschaft, wie die straffe Bürokratie und die Ahnenverehrung, bis in diese Zeit zurück.

Die Induskultur in Südasien, die ihre Blüte im 3. Jt. v.Chr. erlebt hatte, ging um 1800 v.Chr. dem Niedergang entgegen. Die Wissenschaftler nehmen an, dass es dafür mehrere Gründe gab, darunter Schwierigkeiten mit den Bewässerungsanlagen. Die Städte wurden von Seuchen wie Cholera und Malaria heimgesucht. Der Handel mit Mesopotamien ging zurück. Mittlerweile waren neue Getreidesorten wie Hirse und Reis auf dem Markt. All dies dürfte zum Niedergang der Induskultur geführt haben.

In Südamerika wurde ab etwa 1800 v.Chr. großflächig Land entlang der Pazifikküste urbar gemacht. Bedeutende Ansiedlungen wie El Paraíso und Sechín Alto in Peru wurden von wuchtigen Tempelgroßbauten überragt. Fernhandelsrouten verbanden die Küstenstädte mit Gemeinschaften in den Andenhochtälern im Osten und darüber hinaus. Das ermöglichte um 1800 v.Chr. die Verbreitung von Keramik von Kolumbien bis Peru.

Das Reich der Atlanter zerfiel immer weiter. Um 1820 v.Chr. verdrängten etruskische Völker die Atlanter aus Italien, aus Südfrankreich wurden sie um 1815 v.Chr. vertrieben. Durch innere Unruhen und Kriegen zwischen den mächtigsten Familien zerbrach um 1790 v.Chr. schließlich die Regierung der Atlanter, die Stadt Atlater Niter wurde aufgegeben.

In Vorderasien führte das Ende der dritten Dynastie von Ur zum Aufstieg zweier Reiche – Assyrien im Norden und Babylonien im Südosten –, die Mesopotamien die nächsten 1500 Jahre beherrschen sollten. Die erste Dynastie Babyloniens wurde um 1894 v.Chr. begründet. Die Stadt Assur im Norden war im 20. Jh. v.Chr. zur bedeutenden Handelsmetropolen aufgestiegen. 1813 v.Chr. wurde sie vom Amoriten-König Schamschi-Adad eingenommen, der in Nordmesopotamien das Altassyrische Reich errichtete, den Vorläufer des Assyrischen Großreiches im 9. Jh. v.Chr. Die Tontafel-Bibliothek von Mari in Zentralmesopotamien enthält Aufzeichnungen über den Handel und die Abgaben von Vasallenstaaten. Zu den Schriftquellen aus dieser Zeit gehört auch eines der ältesten überlieferten literarischen Werke, das Gilgamesch-Epos.

Groß-Athen, Troja und Ägyptisch-Atlantisches Reich

1790-1650 v.Chr.:

Auf den Assyrerkönig Schamschi-Adad folgte 1781 v.Chr. sein Sohn Ischme-Dagan. Unter seiner Regierung verfiel Assyrien und Babylonien setzte sich an die Spitze, das vorher wohl eher ein Vasallenstaat des Assyrerreichs gewesen war. Als dieses nun Schwäche zeigte, sah König Hammurabi von Babylonien darin eine Chance, sein Territorium auszuweiten. Ab 1760 v.Chr. startete er eine Reihe von Eroberungsfeldzügen, die Babylonien die Führungsrolle in der Region sicherten. 1763-1762 v.Chr. unterwarf er die Reiche Elam und Larsa, 1757-1755 v.Chr. eroberte er einen Großteil Nordmesopotamiens und nahm die Stadt Eschnunna ein.

Hammurabi verschaffte dem babylonischen Rechtssystem in seinem gesamten Machtbereich Gültigkeit. Seine 282 Gesetze deckten Besitz-, Familien-, Handels- und Wirtschaftsrecht ab. Der Codex Hammurabi ist berühmt für seine Strafgesetze, die dem Prinzip "Auge um Auge, Zahn um Zahn" folgten. Dennoch gilt die Gesetzessammlung weniger als Ausdruck einer allgemeinen Rechtspraxis, in ihr manifestiert sich eher eine Moralauffassung. Sie zielte gleichermaßen auf Reiche und Mächtige ab wie auf die einfachen Leute und ermahnte die Starken, die Schwachen nicht länger zu unterdrücken.

1650-1550 v.Chr.:

Nach König Hammurabis Tod um 1750 v.Chr. verfiel sein Reich. Zur selben Zeit stiegen andere Mächte auf, wie die Hurriter in Mitanni in Nordmesopotamien und das Reich Troja in Anatolien. Um 1650 v.Chr. hatten die Trojaner auf dem Festland ein großes Reich errichtet, mit Troja als Hauptstadt. Sie besaßen herausragende Fähigkeiten in der Bearbeitung von Bronze und Eisen und waren als tapfere Krieger bekannt, die sich als Nachfahren der Atlanter sahen. 1595 v.Chr. griff ihr König Laomedon (reg. 1620-1590 v.Chr.) Babylon an und vergrößerte sein Machtgebiet. Doch bald darauf wurde er ermordet und in den folgenden 100 Jahren schrumpfte das Reich.

In Ägypten bereiteten um 1670 v.Chr. u.a. die unvorhersehbaren Nilhochwasser dem Mittleren Reich ein Ende. Nachdem die Macht der Gaufürsten zunahm, kam es zum Bürgerkrieg, was die Anrainerstaaten zu ihrem Vorteil nutzten. So gewann etwa Nubien Land zurück, das ihm die Ägypter früher einmal abgenommen hatten. 1650 v.Chr. setzten sich die Hyksos ("Fremdherrscher") aus der Levante im Nildelta fest. Die Hyksos sahen sich, ähnlich wie die Trojaner, als Nachfahren der Atlanter und brachten die Atlantische Kultur erneut nach Ägypten. Oberägypten blieb jedoch unter ägyptischer Herrschaft.

1550-1400 v.Chr.:

  • um 1550 v.Chr.: Thebens König Ahmosis I. vertreibt die Hyksos aus Unterägypten und begründet das Neue Reich.
  • um 1550 v.Chr.: Die Athener entwickeln die Technik der Eisenherstellung.
  • um 1500 v.Chr.: Aufstieg der Hurriter in Mitanni (Nordmesopotamien)
  • um 1500 v.Chr.: Kupferverarbeitung in der Sahara
  • um 1500 v.Chr.: Ägypten und die Mitanni streben um die Kontrolle in der Levante.
  • um 1500 v.Chr.: Zeugnisse von Metallverarbeitung in Peru
  • um 1500-900 v.Chr.: Arier aus Zentralasien wandern in Nordwestindien ein.
  • um 1500-1350 v.Chr.: Errichtung der Tempelanlage von Karnak in Theben.
  • um 1450 v.Chr.: Das Reich von Groß-Athen erstreckt sich von Sizilien bis Anatolien.
  • Mitte 15. Jh. v.Chr.: Menschen der Lapitakultur besiedeln die Pazifikinseln.
  • bis 1430 v.Chr.: Zerstörung der minoischen Paläste auf Kreta, Groß-Athen übernimmt nun die Herrschaft.
  • um 1400 v.Chr.: Die Bronzeverarbeitung gelangt nach Vietnam und Thailand.
  • um 1400 v.Chr.: China: Verlegung der Shang-Hauptstadt von Zhengzhou nach Xi'an.

1400-1300 v.Chr.:

  • 1353-1336 v.Chr.: Regierung Amenophis' IV., der die atlantischen Götter einführt, das Ägyptisch-Atlantische Reich begründet und den Namen Echnihaw annimmt.
  • um 1350 v.Chr.: König Suppelemon (reg. 1380-1334 v.Chr.) erobert Teile Syriens, Groß-Athen wird zur zweiten Großmacht neben dem Ägyptisch-Atlantischen Reich.
  • um 1350 v.Chr.: Befreiung Assurs aus der Mitanni-Herrschaft, Aufstieg der Assyrer
  • um 1336-1327 v.Chr.: Kurze Regierung des Kindkönigs Tutanchnihaw, der vermutlich von Regierungskritikern ermordet wird. Sein Wesir Ramses I. übernimmt die Herrschaft.
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