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Dem Sassanidenreich und dem Oströmischen Reich gelingt es die Araber abzuwehren.

Geschehnisse in UZL

"Pax Persica? Chosrau II. und der Gegenschlag des Herakleios" in Römisch-Persische Kriege

Um 590 n. Chr. wurde der sassanidische Großkönig Hormizd IV. durch einen Staatsstreich umgebracht. Daraufhin kam sein Sohn Chosrau II. auf den Thron, jedoch wollte der General Bahram Tschobin, welcher den Großkönig gestürzt hatte, sich auch nicht mit ihm einigen. Nachdem Chosrau eine Niederlage gegen Bahram erlitten hatte, floh er ins Oströmische Reich. Obwohl die Römer den Bürgerkrieg durch kleinere Gebietsgewinne ausnutzten, half Kaiser Maurikios I. dem Geflüchteten wieder auf seinem Thron. Darauf waren die Beziehungen zwischen den beiden Herrschern außer ordentlich gut. Chosrau soll bei dem Tod des Kaisers sogar öffentlich geweint haben, welcher den Großkönig sogar adoptiert haben soll. Um 602 n. Chr. kam es zu einer Meuterei einer auf dem Balkan stationierten Armee, da Maurikios den Soldaten befohlen hatte, bei Versorgungsproblemen dort zu überwintern (ZdA). Der Anführer der Rebellierenden, ein Zenturio namens Phokas, stürzte den Kaiser. Chosrau II. trauerte und sah den Mord an seinen Freund und Helfer zum Thron als Casus Belli. Es gelang dem Großkönig Syrien, Palästina und Ägypten zu erobern. Dem neuen Kaiser Herakleios gelang es unter Benutzung der letzten Finanzreserven ein Heer aufstellte, mit dem es ihm gelang mithilfe von viel Glück, wobei man sein Talent als General auch nicht unterschätzen sollte, die verloren gegangenen Provinzen zurück zu erobern. Durch diese Offensive und viele weitere Niederlagen wurde Chosrau II. ermordet und im Sassanidenreich brach ein Bürgerkrieg aus.

Nach den Konflikten zwischen beiden Parteien und einem Friedensvertrag hatte das oströmische Reich eine leer gefegte Staatskasse und das Sassanidenreich versank im Chaos. Dadurch gelang es den Arabern einige Jahre später das Sassanidenreich vollends zu erobern und das oströmische Reich stark zu verkleinern. Doch was wäre, wenn es niemals so weit gekommen wäre?

Die Jahre vor der islamischen Expansion

Nach dem Bürgerkrieg von 590 (s. o.) bleiben die Beziehungen zwischen dem Oströmischen Reich und den Sassaniden zunächst entspannt. Byzanz gelingt es, die Donaugrenze gegen die Awaren weitestgehend zu stabilisieren, während die aus Zentralasien kommenden weißen Hunnen aus dem Iran halten.

Die Beziehungen der beiden Staaten sind verhältnismäßig gut und die Region erlebt eine außergewöhnlich lange Friedensperiode. Maurikios lässt die Soldaten 602 nicht im Balkan überwintern, sondern schickt sie zurück. Sein angekratzter Ruf bei der Bevölkerung und dem Militär verbessert sich teils.

Maurikios strebt eine ambitionierte Westpolitik an und festigt auch seine Besitzungen in Italien und Spanien. Ca. 615 nach Christus stirbt Maurikios und sein Sohn Thedosios III. kommt an die Macht. Dieser unterhält weiterhin gute Beziehung zu Chosrau II.

Am 8. Juni 632 stirbt Mohammed in Medina.

Der Islam in Richtung Westen

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Das Byzantinische Reich vor der arabischen Expansion

Erste Einfälle

Bereits 629 fällt ein arabisches Heer in Palästina ein. Da es sich hierbei aber um einen kleinen und schnell besiegten Einfall handelt, wird dem zunächst kaum Bedeutung zugeordnet. Die Situation wird zudem von der Regierung sehr unterschätzt.

Angriff auf Syrien und Palästina

Mohammad adil-Muslims Invasion of Syria

Die arabische Expedition Palästinas

Um 634 werden dann viele muslimische Soldaten auf der ganzen arabischen Halbinsel rekrutiert, welche dann in vier Armeen aufgeteilt werden und nach Palästina laufen. Den Muslimen gelingen zunächst viele Erfolge. In Zuge dieser fällt auch Damaskus in muslimische Hände. Ebenfalls sind die Muslime im Süden erfolgreich, wo sie Gaza erobern und die Oströmer zurückdrängen. Währenddessen wird die Bedrohung in Konstantinopel nun endlich ernst genommen. Man entscheidet sich zur Initiative. Die Muslime sehen sich gezwungen Damaskus und weitere kürzliche eroberte Gebiete wieder zu räumen.

Anders als in UZL verfügt das Oströmische Reich ohne den temporären Verlust der Provinzen Ägypten und Syrien, welche einerseits durch ihren Reichtum und andererseits durch die enormen Nahrungsvorräte (Ägypten) als die wichtigsten Provinzen des Reiches bezeichnet werden, über sehr große finanzielle Mittel, um den Arabern effektiv Gegenwehr zu leisten. Konstantinopel entsendet ein 60.000 Mann starkes Heer, das bei Ankunft noch durch 12.000 Ghassaniden und entsendeten 15.000 Soldaten aus den Exarchaten Karthago und Ravenna verstärkt wird.

Schlacht am Jarmuk

Im August 636 kommt es am Fluss Jarmuk in Jordanien zum Gefecht zwischen Christen und Moslems. Obwohl die Araber den römischen Soldaten teils erfolgreich Finten stellen können und es in der Heeresleitung der Byzantiner zu Streitigkeiten kommt, siegt die römische Armee durch ihre zahlenmäßige Überlegenheit und das arabische Heer wird vernichtet.

Anders als die Perser haben die Byzantiner noch viele weitere Jahre mit arabischen Einfällen zu kämpfen. Auch die verglichen mit den Sassaniden von der Landesgrenze weit entfernte Hauptstadt verhindert ein direktes Reagieren auf arabische Vorstoße. Byzanz wird jedoch sporadisch von den Sassaniden gegen den gemeinsamen Feind unterstützt.

Trotzdem gehen um 640 für kurze Zeit wesentliche Teile Ägyptens verloren. Hier mag die Tatsache, dass in der ägyptischen Bevölkerung aufgrund von religiösen Streitigkeiten sowieso eine gewisse Unloyalität gegenüber dem Kaiser besteht, eine moderate Rolle spielen. Letztenendes können alle Gebiete gehalten werden.

Der Islam in Richtung Osten

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Das Sassanidenreich vor der arabischen Expansion

Erste Anzeichen

Die Araber können 633 Al-Hira einnehmen. Chosrau II. hatte das Gebiet westlich Mesoptamiens annektiert, wodurch das Lachmidenreich als Pufferstaat wegfiel und das Perserreich gegen Angriffe aus Arabien nun anfällig machte.

Schlacht an der Brücke

Um 634 kommt es dann zu der ersten großen Auseinandersetzung zwischen Persern und Arabern, welche bei Al-Hira stattfindet und von zwei Armeen mit jeweils ungefähr 30.000 Mann ausgetragen wird. Den Persern gelingt es nun, die Araber mithilfe ihrer Kriegselefanten vernichtend zu schlagen, sodass sich diese unter hohen Verlusten zurückziehen müssen. Anders als in UZL müssen sich die Perser aus innenpolitischen Gründen ebenfalls zurückziehen, sondern sie verfolgen das arabische Heer und reiben es auf. Kurz darauf kann die Stadt zurückerobert werden. Die Araber versuchen folgend immer wieder vergebens, das reiche Mesopotamien samt der Hauptstadt Ktesiphon den Persern zu entziehen, was wiederum scheitert.

Sieg im Kernland

唐朝疆域(简)

Gebiet der Tang-Dynastie um das Jahr 663

Die Perser mögen die ersten Einfälle der Araber überstanden haben, jedoch haben sie immer wieder mit arabischen Einfällen im Süden ihres Landes zu kämpfen, besonders Chuzestan (Südwestiran) leidet stark unter den Einfällen. Den Fakt, dass die Araber mit ihrer leichten Kavellerie der persischen schwer gepanzerten überlegen sind, machen die Perser, ähnlich wie die Römer, durch ihre immense finanzielle Macht wett, die sie sich während der Friedenszeiten unter Chosrau II. aufgebaut haben. Dazu haben sie Glück, dass zumindest temporär die Nordostgrenze keine Bedrohung mehr darstellt, da sich das Westliche Reich der Kök-Türken seit dem Tod des Herrschers T'ung- shih-hu nicht mehr als ein ganzes bezeichnen kann und sowieso kurz vor einer Annektierung durch die Chinesen steht. Mit der Zeit werden die arabischen Angriffe immer ineffektiver. Mit der entscheidenden Schlacht von Gerrha 642 spricht man vom Ende der aktiven Einfälle der Araber nach Persien.


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Zeitlinien des Mittelalters

Clemens der I. Ein Kaufmannssohn erobert Europa | Der Schwarze Tod | Aufstieg zweier Nationen | Der Weg des heiligen Deutschritterordens | Die Wiedergeburt des Byzantinischen Reiches | Der Tod des Propheten | Edwards Empire | Mongolensturm | Großbyzantinisches Reich | Kaiser Ottokars Glück | Ein heiliger Kaiser rettet den christlichen Orient

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