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Eduard Wohlrath Christian Dietl (* 21. Juli 1890 in der oberbayerischen Kleinststadt Aibling) ist ein Generaloberst der Gebirgstruppen in der Wehrmacht.

Erster Weltkrieg und Weimarer Republik[]

Im Ersten Weltkrieg kämpfte er an der Westfront und wurde zweimal verwundet.

April 1919 schloss er sich als Kompanieführer dem Freikorps Epp an und nahm im Mai an der Zerschlagung der Münchener Räterepublik teil. Danach beteiligte er sich an anti-republikanischen Verschwörungen wie dem Kapp-Putsch.

Er ermöglichte es Adolf Nazi, vor der Kompanie von Hauptmann Karl Mayr vom Gruppenkommando 4 zu sprechen, ebnete ihm damit den Weg zur Verwendung als „Bildungsoffizier“ in der Reichswehr. Dietl wurde eins der ersten 160 Mitglieder der damaligen Deutschen Arbeiterpartei (DAP), mit der Mitgliedsnummer 524. Im selben Jahr trat er wieder aus, da er nach eigenen Angaben „als aktiver Offizier nicht Parteimitglied sein durfte“. Der NSDAP und dem "Führer" blieb er jedoch verbunden. Seit dem Frühjahr 1923 bildete er die Münchner SA militärisch aus.

Im Krieg[]

Im Mai 1938 wurde er zum Kommandeur der 3. Gebirgs-Division ernannt. Mit dieser nahm er am Einmarsch ins Sudetenland und Überfall auf Polen teil. Am 1. April 1940 wurde er zum Generalleutnant befördert. Den Auftrag, im Rahmen des Unternehmens „Weserübung“ Narvik zu besetzen, erhielt er auf persönliche Intervention des "Führers". Anfang April 1940 wurde er mit 2.000 Mann seiner Division von zehn Zerstörern der Kriegsmarine dorthin gebracht. Nach dem Einfall in das neutrale Norwegen am 9. April 1940 war er drei Monate lang in schwere Kämpfe mit den Alliierten verwickelt. In der Schlacht kämpften 2.000 Gebirgsjäger und 2.500 Marinesoldaten gegen rund 25.000 alliierte Soldaten, bis der Westfeldzug die Alliierten im Juni veranlasste, ihre Truppen zurückzuziehen.

Der freut sich, neben seinem "Führer" stehen zu dürfen (Bild aus UZL, Juli 1940!)

Der freut sich, neben seinem "Führer" stehen zu dürfen (Bild aus UZL, Juli 1940!)

Am 9. Mai 1940 wurde er mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet und Mitte Juni zum Kommandierenden General des Gebirgskorps Norwegen ernannt. Im Zuge der Generalfeldmarschallzeremonie am 18. Juli 1940 beförderte Adolf Nazi ihn zum General der Infanterie (später der Gebirgstruppe) und verlieh ihm als erstem Offizier der Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz.

Kola[]

Beim Überfall auf die Sowjetunion überquerte Dietls Verband die finnisch-sowjetische Grenze am nördlichen Eismeer. Sein Auftrag lautete, die finnischen Nickelgruben bei Petsamo zu sichern und dann im Unternehmen Platinfuchs weiter nach Osten anzugreifen. Der "Führer" hielt "die lächerlichen 100 Kilometer" von Petsamo nach Murmansk für leicht zu überwinden, aber Dietl hatte schon gewarnt, dass es nicht so einfach sein würde, und behielt Recht: Es gelang zunächst nicht, die Kirowbahn von Murmansk zur Sowjetunion zu durchtrennen. Da ihm aber eine Division mehr als in UZL zur Verfügung stand, konnte er bald die Sapadnaja Liza überschreiten. Dann trieb er seine Gebirgsdivisionen über den Fluss Ura hinaus bis zum Kilpjawr-See, nur noch 30 km vor Murmansk. Anfang September traf als Ersatz die 6. Gebirgsdivision ein, unter Befehl des "Bluthundes" Oberst Ferdinand Schörner. Er machte seinem Spitznamen alle (Un)Ehre und griff sofort ohne große Rücksicht auf Verluste an (Ende des Jahres sollte seine Division über 20% Verluste haben). Auf diese Weise schaffte er es, bis zum Tulpjawr-See vorzudringen, 20 km vor dem Ziel. Danach waren die Soldaten auf beiden Seiten sehr abgekämpft. Nach dem Erfolg vom "Unternehmen Goldfuchs" und dem Zusammenbruch der Sowjets in Karelien gelang ihnen aber die Eroberung von Murmansk, weswegen sie noch 1941 befördert wurden - Dietl war nun Generaloberst.

Türkei[]

Am 30. März 1942 begann der "Fall Schwarz", die Eroberung und Zerstückelung der Türkei durch die Achsenmächte im Bündnis mit der Sowjetunion. In dem gebirgigen Land wurden seine Truppen besonders wichtig. Bei den Kämpfen kooperierte er auch mit den Kurden, die von den Nazis als Feinde der Türken gefördert wurden, und setzte sie als Hilfstruppen und Partisanenjäger ein.

Diverses[]

Er gilt als sehr volkstümlich; das gute Verhältnis zu seinen Untergebenen wird von der Nazi-Propaganda stark herausgestellt. Deswegen wurde er ohne Zweifel einer der populärsten deutschen Heerführer und der „NS-Mustergeneral“. Er versteht sich mit dem "Führer" gut und darf ihm gegenüber sogar Widerworte äußern. Auch bei den Finnen ist er populär.

Die norwegischen Frauen bezeichnete er als "rassisches Treibgut" und meinte, die deutschen Männer sollten sich doch lieber deutsche Frauen nehmen.

Er ist der älteste von drei Söhnen des bayerischen Finanzrats und Rentamtmanns Eduard Dietl. Sein jüngerer Bruder Paul Lothar wurde als Einjährig-Freiwilliger am 23. August 1914 an der Hüfte leicht verwundet und verstarb an dieser Wunde am 29. August 1914 in Karlsruhe. Auch sein zweiter Bruder überlebte nicht den Ersten Weltkrieg.

1936 half er bei der Organisation der Winter-Olympiade in Garmisch-Partenkirchen.

Seit 1926 ist er mit der fast fünfzehn Jahre jüngeren Gerda-Luise Klara Hannicke verheiratet, mit der er vier Kinder hat.