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Es ist der 13. Juni 1875, der sechzehnjährigen Wilhelm II. befindet sich in Berlin, als es zu einem Aufstand von Arbeitern unter der Führung des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins (ADAV) kommt. Der Aufstand wird von der Armee brutal niedergeschlagen, was Wilhelm mit ansehen muss. Dieses Erlebnis prägt ihn so, dass er Pazifist wird und Gewalt ablehnt. Infolge dieser Einstellung brach das Deutsche Kaiserreich das Bündnis mit Österreich-Ungarn und blieb im Ersten Weltkrieg neutral. Dadurch besteht das Kaiserreich bis heute und konnte sich infolge einiger, von liberalen Kräften erzwungenen Reformen unter Kaiser Ferdinand I. zu einem modernen Staat und internationalen Großmacht entwickeln.

Geschichte ab 1914

Kriegsbeginn

Kriegsverlauf 1914

Kurze Zeit nach Kriegsbeginn gelang es den österreichisch-ungarischen Truppen zwar den Norden Serbiens zu besetzen, danach führte aber die verlorene Schlacht von Cer zum Rückzug aus Serbien.

Dritter Balkankrieg

In Europa hatte sich bis 1914 durch verschiedene Krisen und Konflikte ein erhebliches Konfliktpotenzial angehäuft, das Kaiserreich hatte sich durch eine agressive Außenpolitik von Großbritannien und Russland entfernt, das Verhältnis zu Frankreich war aufgrund der Abtretung Elsass-Lothringens 1871 sowieso sehr angespannt. Trotzdem wurde das Attentat von Sarajevo am 28. Juni 1914 anfangs nicht als Bedrohung für den Frieden in Europa angesehen. In Wien traten nur Generalstabschef Franz Conrad von Hötzendorf und Finanzminister Leon Biliński, die jedoch von großen Teilen der Presse unterstützt wurden, für die sofortige Mobilmachung gegen Serbien ein.

Von Hötzendorf machte dabei den Krieg in einer Unterredung mit Außenminister Leopold Berchtold am 1. Juli von der Frage abhängig, ob Deutschland „uns den Rücken gegen Russland deckt oder nicht“. Das deutsche Auswärtige Amt wollte eine Einmischung in den Krieg zwischen Österreich und Serbien allerdings vermeiden, da es die Möglichkeit eines Weltkriegs bei deutscher Einmischung voraussah voraussah. Das Auswärtige Amt vertrat deswegen die Meinung, dass Österreich keine demütigenden Forderungen an Serbien stellen solle. Ein Statement von Kaiser Wilhelm II. („Wir werden kein deutsches Blut vergießen, um Österreich-Ungarns Einfluss zu vergrößern“) bestätigte die Haltung des Auswärtigen Amtes noch weiter. Wilhelm II. wollte zwar die durch seine Bündnispolitik indirekt selbst geschaffene Bedrohung durch Russland beseitigen, sah aber die Gefahr einer Kettenreaktion als zu groß an. Stattdessen vertraute er darauf, das, dass der Krieg mit der österreichischen Doppelmonarchie und ihren anderen Verbündeten, die Stellung des Zaren so stark schwächen würde, dass es eine weitere Revolution wie von 1905-1907 geben würde. Trotz der deutschen Absage begann die Doppelmonarchie aufgrund des Drucks durch die Presse und die Bevölkerung am 12. August mit der Mobilmachung, Russland folgte drei Tage später, da es sich als Schutzmacht der Slawen verstand, sein Verbündeter Frankreich machte mit seinen Kolonien fünf Tage später mobil. Am 31. Oktober 1914 schlug sich das Osmanische Reich auf die Seite der Mittelmächte, dem folgte am 14. Oktober 1915 Bulgarien. Nach drei Jahren Krieg verloren die Mittelmächte als die Entente Wien besetzte.

Friedensverträge von Paris

Obwohl das Deutsche Kaiserreich seine Bedenken äußerte musste Österreich-Ungarn am den Friedensvertrag von St. Germain unterschreiben, der für Österreich-Ungarn große Gebietsabtretungen und Änderungen des politischen Systems zufolge hatte.

Die wichtigsten Punkte dieses Vertrages waren:

  • Österreich-Ungarn muss Galizien an die neu gegründete Republik Polen, einen russischen Vasallenstaat abtreten.
  • Italien erhält die Regionen Trentino und Südtirol sowie die Region um die Stadt Triest von Österreich-Ungarn.
  • Das Königreich Serbien und Montenegro wird mit Teilen Österreich-Ungarns, hauptsächlich Kroatien-Slawonien mit Dalmatien, dem ehemaligen Kronland Krain mit südlichen Gebieten der Kronländer Kärnten und Steiermark), sowie Bosnien, die Herzegowina, Teile des Banats und der Batschka zum Königreich Jugoslawien vereinigt.
  • Österreich-Ungarn wird zu einer parlamentarischen Demokratie und erhält die volle Kriegsschuld.
  • Teile Österreich-Ungarns werden als Tschechoslowakei unabhängig.

Im Vertrag von Sèvres wurde zudem die Gründung eines kurdischen Staates auf dem ehemaligen Gebiet des Osmanischen Reiches beschlossen. Eine Revidierung des Vertrage gab es nicht, da das Kaiserreich aufgrund des Völkermordes an den christlichen Armeniern mit ernsten Konsequenzen drohte, falls der Vertrag revidiert worden wäre. Die Allierten wollten aber weitere Konflikte vermeiden und beließen es beim Vertrag von Sèvres.

Die wichtigsten Vertragspunkte dieses Vertrages waren:

  • Hedschas (heute Teil von Saudi-Arabien), Armenien und Mesopotamien (heute Irak) werden unabhängig. Das Königreich Hedschas verpflichtet sich dazu allen Muslimen Zugang du den heiligen Stätten Medina und Mekka zu gewährleisten.
  • Kurdistan erhält Autonomie und wird unabhängig, falls die Bevölkerung 1923 dafür stimmt.
  • Das Volk der Assyrer/Chaldäer erhält vom Osmanischen Reich Minderheitenschutz.
  • Das zuvor von Bulgarien abgetretene Ostthrakien wird mit Ausnahme von Istanbul und den nahegelegenen Gebieten an das Königreich Griechenland abgetreten.
  • Hedschas und Armenien werden eigenständige Staaten, Mesopotamien und Syrien werden französische Völkerbundsmandate, in Palästina soll unter Wahrung der Rechte der nichtjüdischen Gemeinschaften eine Heimstätte für das jüdische Volk entstehen.
  • Das Osmanische Reich akzeptiert alle Gebietsansprüche der Siegermächte in Nordafrika und im Mittelmeer.

Militärdiktatur in Österreich

Das Attentat auf Kaiser Wilhelm II.

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Hitler während seiner Haftzeit.

Im Jahr 1933, 15 Jahre nach dem Ende des dritten Balkankrieges verstarb Kaiser Wilhelm II. bei einem Attentat durch die Hand des österreichischen Rechtsextremisten Adolf Hitler, der den Kaiser durch seinen Paktbruch für die Niederlage Österreich-Ungarns und die anschließende Teilung Österreichs verantwortlich machte. Hitler hatte bereits zehn Jahre zuvor erfolglos versucht den Kaiser bei einem Putsch zu stürzen (Hitler-Frick-Putsch). Der Nachfolger des "Kaiser des Friedens", wie er heute genannt wird, wurde sein Sohn Wilhelm III., der bis 1951 regierte. Hitler verstarb 1952 während seiner Haft an den Folgen einer Parkinson-Erkrankung.


Pazifikkrieg

Der Pazifikkrieg begann durch den Zwischenfall an der Marco-Polo-Brücke und den daraufhin beginnenden zweiten Japanisch-Chinesischen-Krieg. Deutschland unterstützte China anfangs nur mit Waffen, Munition und weiteren Dingen, die deutsche Armee bildete außerdem mehr als 2000 chinesische Offiziere in Kiautschou aus. Eine offene Beteiligung am Krieg wollte man vermeiden, da die Regierung an einem guten Verhältnis zu Japan interessiert war. Dies änderte sich nachdem Japan im März 1942 mit der Besetzung Neuguineas begann und somit ein wichtiges Deutsches Kolonialgebiet bedroht wurde, weshalb das Kaiserreich am 7. März 1942 Japan den Krieg erklärte. Zuvor hatte die deutsche Marine, alarmiert durch die Vorgänge in China, bereits die zweite und die fünfte Flotte in den Pazifik verlegt um die dritte Flotte zu unterstützen. Bis zum Kriegsende 1944 kämpfte die deutsche Armee zusammen mit einer Allianz aus niederländischen, britischen, französischen, amerikanischen, sowjetischen und chinesischen Truppen gegen die Japaner und befreite dabei den Südwesten Chinas, die koreanische Halbinsel sowie den Nordosten Neuguineas.

Chinesischer Bürgerkrieg

Im Chinesischen Bürgerkrieg, der nach dem Ende des Pazifikkrieges wieder begann schlug sich das von Wilhelm III. regierte Kaiserreich ab 1944 auf die Seite der Kuomintang um so sein Pachtgebiet Kiautschou am Gelben Meer erhalten zu können, das im Pazifikkrieg unerlässlich für das deutsche Militär war. Bis zum Ende des Bürgerkrieges kämpften deshalb bis zu 80.000 gut ausgebildete und gut gerüstete deutsche Soldaten auf der Seite der Nationalchinesen. Zusätzlich unterstützte man die Verbündeten mit kriegswichtigen Gütern, was zwar nicht den Sieg der Kuomintang und ihrer Verbündeten brachte aber die Kommunisten in den ärmeren Teil des Landes drängte und zur Teilung Chinas führte. Der westliche Teil fiel an die Kommunisten, der östliche und wirtschaftlich stärkere blieb den Kuomintang erhalten. Beide Teile sind seit 1949 eigenständige Staaten, der Westen als kommunistische Volksrepublik China und der Osten als kapitalistische Republik China. Der Konflikt spitzte sich erneut zu als die Volksrepublik China 1949 gewaltlos Xinjiang annektierte, ein erneuter militärischer Konflikt blieb aber aus.

Die Tibet-Krise

Die Situation in China spitzte sich erneut zu als die VR China mit Unterstützung der SU 1951 mit einem Militäreinsatz Tibet annektierte. Die Republik China richtete daraufhin mit Unterstützung der Westmächte eine Seeblockade im Golf von Tonkin ein, um die Volksrepublik vom Meer abzuschneiden. Nach 49 Tagen musste die Blockade allerdings abgebrochen werden, da die Sowjetunion mit einer militärischen Intervention drohte und die Westmächte sich daraufhin zurück zogen um ein erneutes Aufflammen des Krieges zu verhindern.

Die Reformen der Fünfziger

Politisches System EKdF

Unter dem fünften deutschen Kaiser, Ferdinand I. gab es ab 1952 einige wichtige Reformen, die durch den Druck der kommunistischen, sozialdemokratischen und liberalen Parteien erzwungen wurden. Aus der ursprünglich konstitutionellen Monarchie wurde eine Mischform aus konstitutioneller und parlamentarischer Monarchie. Auch auf Landesebene führte man diese Mischform ein, die Könige, Großherzöge, Herzöge und Fürsten blieben Oberhäupter der Bundesstaaten, die Funktion des Regierungschefs wurde aber an die Ministerpräsidenten übertragen. Zudem wurden die sogenannten Antisemitenparteien (Deutsche Reformpartei, Christlich-Soziale Partei und  Deutsch-Soziale Partei) 1953 verboten. Man versuchte auch den Förderalismus im Kaiserreich abzuschwächen, der Bundesrat wurde deshalb in Reichsrat umbenannt und man führte eine andere, weniger preußische Nationalhymne und einen offiziellen Nationalfeiertag (Tag der Deutschen Einheit) ein.

Die Verträge von Straßburg

Die Verträge von Straßburg bedeuteten, zumindest offiziell, das Ende der Spannungen zwischen Frankreich und dem Deutschen Reich, Frankreich gab alle Gebietsansprüche auf das Reichsland Elsaß-Lothringen auf, im Gegenzug stimmte Deutschland einem Nichtangriffspakt sowie einem Freihandelsabkommen mit seinem Nachbarn zu und genehmigte unter der Verwaltung des Reichsministeriums für Elsaß-Lothringen (RMEL) den Status eines Gliedstaates des Deutschen Reiches mit einem eigenem Ministerpräsidenten und eigener Verfassung. Zudem beendete man die Grenzkontrollen zwischen Frankreich und Elsass-Lothringen um den Verkehr zu beschleunigen und stimmte einer französischen Beteiligung am deutsch-britischen Raumfahrtprogramm zu. Die Verträge wurden nach viermonatigen Verhandlungen am 9. November 1955 vom deutschen Kaiser Ferdinand I. und dem französischen Präsidenten René Coty in Straßburg unterzeichnet. Während die Verträge im Deutschen Reich als Meisterwerk der Diplomatie gefeiert wurden, stießen sie in Frankreich aufgrund des nun endgültigen Gebietsverlustes auf starke Kritik.

Die Mondlandung des Kaiserreichs

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Nach den Erfolgen Wernher von Brauns beim Bau von Raketen, ursprünglich nur für die militärische Nutzung im Pazifikkrieg, befahl Kaiser Wilhelm III. nach dem Ende des Krieges 1944 den Start eines Raumfahrtprogramms, da eine lange Friedensphase in Sicht war und man den Nachbarländern, insbesondere dem kommunistischen Osten die technische Überlegenheit des Kaiserreichs demonstrieren wollte. 1945 wurde zu diesem Zweck die Deutsche Aeronautik- und Raumfahrt Organisation (DRAO) gegründet. Zur gleichen Zeit begann die Sowjetunion ebenfalls ein Raumfahrtprogramm unter der Leitung von Sergei Pawlowitsch Koroljow. Nachdem das Deutsche Reich sich 1946 an Großbritannien und 1955 mit den Straßburger Verträgen an Frankreich annäherte, wurden beide Nationen für eine finanzielle Beteiligung ebenfalls in das Programm eingebunden. Da das Programm bis zum Start des ersten Satelliten Trabant I. im Jahr 1956, fast das doppelte des veranschlagten Budgets verschlang, gründeten Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, die Niederlande, Belgien und Luxemburg 1958 die Mitteleuropäische Raumfahrt- und Aeronautik Organisation (MERAO) um den finanziellen Vorteil der Sowjetunion auszugleichen. Ein Jahr später umkreiste der Deutsche Friedrich Obleser schließlich als erster Mensch im Weltraum einmal die Erde. Mit der Mission Adler 10 landeten am 20. Juli 1965 der Deutsche Friedrich Obleser, der auch schon der erste Mensch im Weltraum gewesen war und der Brite Neville Duke der die Raumfähre steuerte, beide Veteranen des Pazifikkrieges, auf dem Mond. Der Franzose Vincent Lanata steuerte dabei das Kommandomodul. Der einzige Erfolg den die Sowjetunion bis zu diesem Zeitpunkt vorweisen konnte, war der Flug der ersten Frau ins All, der Fokus des sowjetischen Raumfahrtprogramm wurde deshalb von der bemannten Mondlandung auf den Bau der Saljut-Raumstationen, da man den

Kaisertrilogie 2018

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Lang lebe der Kaiser!


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