Alternativgeschichte-Wiki
Advertisement

Ein Yankee bei Aristoteles (Aristotle and the Gun) ist eine Kurzgeschichte von Lyon Sprague de Camp aus dem Jahr 1958. Ein Mann reist mit der ersten Zeitmaschine in die Vergangenheit zurück, weil Projekt A-257 gecancelt wurde; er will Aristoteles überreden, wissenschaftliche Experimente höher einzuschätzen, und hofft, dass die Wissenschaft der Gegenwart dann einen Sprung um Jahrhunderte machen wird.

Er beschließt, sich als Inder namens Zandras (Chandra) auszugeben, um nicht aufzufallen oder für einen Barbaren gehalten zu werden. Dann landet er in Pella (Hauptstadt des alten Makedonien), 340 v. Chr. Dort stößt er mit Alexander (zu dieser Zeit noch ein pickliger Teenager) und dessen Freunden zusammen. Aber wird von Antipatros, dem Regenten von Makedonien, gerettet und kann Aristoteles treffen. Nun versucht er, Aristoteles die größten Entdeckungen von "indischen" Wissenschaftlern wie Kopernikos, Neuton, Mendeles, und Darben näherzubringen. Aber die Makedonen werden misstrauisch, dass er ihnen nichts konkretes über das Perserreich erzählen kann, durch das seine Reise doch geführt haben muss. Die Situation eskaliert, und er muss seine Pistole einsetzen, um sich zu verteidigen. Nachdem er das Bewusstsein verliert, ist er zurück im Jahr 1981. Einem sehr veränderten. Er wird vom Sachem der Lenape versklavt. Nur langsam findet er heraus, was in der Weltgeschichte geschehen ist: Alexander der Große lebte fünfzehn Jahre länger und starb im Kaukasus, im Kampf gegen die Sarmaten. Sein Reich zerfiel erst nach über hundert Jahren. Das Römische Reich stieg wie in UZL zum Herrscher über den Mittelmeerraum auf, aber es gibt weder das Christentum noch den Islam. Das Römische Reich zerfiel, mit einem hunnischen Kaiser in Rom und einem gotischen in Antiochia. England wurde nie von den Normannen erobert, von daher erinnert dieses AZL-Englisch eher an Niederländisch. Das verlorene antike Wissen wurde erst Jahrhunderte später wiederentdeckt. Amerika/Hesperia wurde von Skandinaviern entdeckt, und da das Schießpulver nie erfunden wurde, wurden die europäischen Siedler dort von den Indianern assimiliert. Schließlich findet er einen entstellten Bericht über sein Treffen mit Aristoteles. Anscheinend war er schuld daran, dass die alten Griechen den Versuch aufgaben, richtige Wissenschaft zu betreiben. Die Indianer blieben in Nordamerika (jetzt: Hesperia) vorherrschend. Man schreibt das Jahr 976 in algonkischer Zeitrechnung. Statt Brooklyn gibt es jetzt die Stadt Paumanok. Im Europa der Gegenwart gibt es einen "Balkan-Commonwealth".

Quelle (Englisch, Login nötig)

Advertisement