Alternativgeschichte-Wiki
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Allgemein

Die ETA (Euskadi Ta Askatasuna) ist eine baskische Terrororganisation, welche von den 1950er Jahre bis 2017 in Spanien, dem Baskenland und Frankreich aktiv war. nachdem die Republik Baskenland gegründet wurde, stellten die ehemaligen ETA terroristen den Großteil der neuen Streitkräfte und Polizei des Baskenlands. Dieser Artikel ist Teil der Zeitlinie Guevaras Erfolg.

Entstehungsgeschichte

Die ETA entstand während der faschistischen Diktatur Francisco Francos in Spanien, in der ethnische Minderheiten wie Galicier, Kanaren und Araber unterdrückt wurden. Besonders hart traf es aber die Basken, deren Sprache und Kultur komplett verboten wurde. Dieser Zustand missfiel den Basken, so das sich 1959 einige linksorientierte junge Basken zusammenfanden und die Guerilla Euskadi Ta Askatasuna gründeten. Der Name bedeutet Baskenland und Freiheit. Nachdem die Franco-Diktatur abgesetzt wurde, löste sich die ETA jedoch nicht auf, sondern wollte ein vollkommen suveränes Baskenland. Dazu zählte auch der Einsatz im französischen Baskenland.

Ziele und Ideologie

Die ETA lässt sich als linksnationalistische Organisation einordnen, welche ein sozialistisches und Eigenständiges Baskenland anstrebte. Diese Idee teilen jedoch nicht alle Separatisten im Baskenland, beispielsweise die traditionellen Nationalisten der PNV oder die Intelektuellen Anarchisten um Arana Goiri. Die ETA verbindet die Idee einer marxistischen Revolution und nationalistischem Separatismus.

Militärische Organisation

Die oberste Kommandostufe der ETA besteht aus dem Armeerat (baskisch: Zuzendaritza Batzordea, kurz Zuba), dem 6 bis 11 Personen angehören. Der Ameerat leitete Operationen, Logistik und Rekrutierung, aber auch sogenannte Zulos, versteckte Wohnungen oder Räume, in denen sich Kämpfer, Waffenlager oder Geiseln aufhielten.

Mitglieder

Die meisten Mitglieder der ETA waren baskische junge Männer aus der Mittelschicht und kamen mestens aus den größeren Städten wie Bilbao, Gernika und San Sebastian. Frauen stellten nur knapp ein fünftel der Mitgliedschaft, die einzige dokumentierte Frau im Zuzendaritza Batzordea war um die Jahrtausendwende im Armeerat.

Kämpfer (Etarra) werden in drei Kategorien gegliedert: legale Mitglieder (Legalak), leben ein normales Leben und haben weder Vorstrafen, noch werden sie verdächtigt. Ihre Aufgabe besteht darin, Waffen und Nachschub zu besorgen und Erretakos in ihren Wohnungen oder Zulos vor der Polizei zu verstecken. Die illegalen und polizeilich gesuchten ETA-Kämpfer werden Erretakos genannt, sie werden in Zulos und bei Sympathisanten versteckt, bekommen einen Monatlichen Lohn und führen die bewaffneten Operationen durch. Die inhaftierten ETA-Mitglieder werden Kaleratu genannt und bekommen auch einen monatlichen Lohn, beteiligen sich jedoch nicht an bewaffneten Aktionen.

In den Jugendverbänden der ETA, der Haika und der Jarrai, werden Jugendliche angeworben und Ausgebildet, wenn der Rekrut volljährig ist und der Ausbildung zustimmt. Diese Jugendfronten treten meist auf Demonstrationen auf, oft auch mit dem Einsatz von Messern, Molotovcocktails und Schlagwaffen.

Votum über die baskische Unabhängigkeit

Das von der Sowjetunion und der Karibikrepublik finanzierte Votum zur Unabhängigkeit der Basken wurde von der ETA wie ein Segen wahrgenommen und forderten die Basken auf für "Bai", also "Ja" zu stimmen. Während der Wahl "überwachte" die ETA einige Wahllokale und hielt offene Sympathisanten der spanischen Regierung von der Wahl ab, jedoch wurden diese Methoden von spanischen Medien überspitzt dargestellt und ausgeschlachtet.

Terror und Kampftaktiken

  • Bomben: Autobomben, Briefbomben, Spreng- und Brandvorrichtungen sowie Zeitbomben werden von der Organisation seit 1960 benutzt. Dafür wird zumeist Schwarzpulver, Ammonal und Plastiksprengstoff, vor allem C4, RDX und TNT verwendet. Manchmal wird von der Organisation vor dem Attentat eine Warnung an Sicherheitsorgane oder Zeitschriften abgegeben, oder, seit Anfang des 21. Jahrhunderts, auch Videobotschaften über soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter und Youtube.
  • Gezielte Morde: Zum Ziel dieser Aktionen werden Polizisten, Politiker, Journalisten und weitere Personen. Oft werden diese durch einen Sprengkörper oder eine Sprengfalle getötet, wie beim Attentat 1973 auf den Admiral Carrero Blanco. Auch der Mord auf offener Straße oder in der eigenen Wohnung sowie die Entführung und Hinrichtung des Ziels wird von der ETA durchgeführt.
  • Gezielte Verletzungen: Auch hier sind Journalisten, Polizeibeamte und Politiker meistens die Opfer. Gezielte Verletzungen werden meistens als Warnung verwendet und die Opfer dürfen keinesfalls sterben. Casinobesitzer, Kleinkriminelle und Zuhälter werden als "Feinde des Volkes" ins Fadenkreuz genommen, auf diese Ziele werden jedoch die Schlägertrupps Jarrai und Haika angesetzt.

Ausrüstung

Die meisten Waffen, die die ETA benutzt waren früher im Besitz der Spanischen Polizei und wurden meistens gestohlen oder von Legalak normal gekauft und sind registriert. Sowjetische Waffen kamen durch Unterstützung Russlands und Geldspritzen aus der Karibik in den Besitz der ETA. Nach dem das Baskenland ein eigenständiger Stat wurde, gaben die neuen Soldaten ihre Waffen dem Militär und die Baskische Regierung bezahlte die gestohlenen Waffen nachträglich.

Standartausrüstung

Ausrüstung Typ geschätzte Anzahl
HK USP 9mm Pistole ca. 600
AK-74 Sturmgewehr ca. 200
Makarow PN Pistole ca. 120
SK3 Kugelsichere Weste ca. 700
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