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Graf-Zeppelin-1

Der deutsche FLugzeugträger Graf Zeppelin

Nach dem Gelingen des Unternehmens Seelöwe und der damit verbundenen Vorherrschaft der Achsenmächte auf sämtlichen West-, Nord-, und Südeuropäischen Gewässern, sah man die Notwendigkeit zur Fertigstellung eines deutschen Flugzeugträgers ein.

Geschichte[]

Der Bauauftrag für den Flugzeugträger A, die spätere Graf Zeppelin, wurde am 16. November 1935 an den Werftbetrieb Deutsche Werke AG in Kiel vergeben.

Der Bauauftrag für das Schwesterschiff, den Flugzeugträger B, wurde gleichzeitig an die ebenfalls in Kiel ansässige Friedrich Krupp Germaniawerft AG erteilt. Es war üblich, dass der Bauauftrag für Schiffe noch nicht deren künftigen Namen enthielt. Der Grund liegt nicht in der Geheimhaltung; vielmehr wollte sich der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine das Recht der Namensvergabe vorbehalten. Der Name wurde meistens erst vor dem Stapellauf festgelegt - sicher auch nicht ohne Einfluss der Politik.

Der Stapellauf des ersten deutschen Flugzeugträgers fand am 8. Dezember 1938 statt. Getauft wurde das Schiff von Hella von Zeppelin, der Tochter des Grafen Zeppelin. Die Taufrede hielt der Oberbefehlshaber der Luftwaffe, Hermann Göring.

Der weitere Ausbau des Schiffes wurde im Oktober 1939 zunächst gestoppt.

Nach dem Sieg über Großbritannien (siehe Unternehmen Seelöwe-Die deutsche Invasion Großbritanniens) war die mächtige Royal Navy, die zuvor heftigen Widerstand im Atlantik und der Nordsee leistete, stark dezimiert. Nun übernahm die Kriegsmarine die Vorrherschaft auf See,

Mit einem Flugzeugträger könnten nun feindliche Schiffe auf weiten Radius angegriffen werden, gleichzeitig aber auch Truppen an Land oder bei Landungen an einer Küste unterstützt werden. Diese zweite Option wollte das Oberkommando der Wehrmacht (OKW) bei den kommenden Kämpfen am Balkan sowie in der Sowjetunion nutzen.

Als Trägerflugzeuge wurden Maschinen von Typ Messerschmitt Bf-109, sowie Junkers J-87 'Stuka', ummodifiziert, sodass ihre Tragflächen einklappbar waren. Die Bf-109 sollte Aufgaben der Jagd und des Jagdschutzes übernehmen, während die Stukas entweder bei Landoperationen als fliegende Artillerie mit Bomben bestückt operierte, oder auf See die Rolle des Torpedo-Träger übernahmen. Fieseler Fi-167 'Storch' und Arado Ar-195 waren als Seeaufklärer (zum Mehrzweck mit Torpedos bestückt) vorgesehen.

Am 19. Februar 1941 stach die Graf Zeppelin von Kiel aus zum ersten Mal in See. Eskortiert von einigen Zerstörern, U-Booten und einem leichten Kreuzer, sollte das Schiff britische Lieferungen zwischen Nordafrika und Malta, das gerade zu einer Inselfestung gegen eine Invasion der Achsenmächte ausgebaut wurde, unterbinden. Nach fünf Tagen Fahrt lief der Konvoi am Abend des 24. Februar in einem Hafen an der Südküste Siziliens ein.

Um 5:00 Uhr morgens, am 25. Februar, ging das Schiff mit seinem Begleitzug dann auf Feindfahrt. Um 10:24 Uhr meldet der Bootsmann einen britischen Konvoi, der vermutlich Gerät von Tunesien nach Malta bringen soll. Der Kapitän gibt Starterlaubnis für zwei Arado Ar-195 Seeaufklärer. Mit jeweils einem Torpedo bestückt sollen sie neben der erfolgreichen Aufklärung aller Feindschiffe Boote mit Flak-Abwehrgeschützen schon im Voraus versenken.

Gegen 10:45 Uhr melden die Seeaufklärer drei britische Frachter in Begleitung zweier Zerstörer, einem Torpedoschnellboot sowie vermutlich einem U-Boot. Den Aufklärern gelingt es mit ihren Torpedos einen Zerstörer, sowie das Schnellboot zu versenken. Beim Rückflug bemerkt ein Pilot einen sich nähernden Kreuzer, der offenbar als Schutz vor Kampfschiffen gedacht war, auf den Konvoi zu steuernd. Nun starten zwei Gruppen von jeweils drei Ju-87, mit Torpedos beladen, um den Konvoi zu vernichten. Eskortiert werden sie dabei von zwei Messerschmitt Bf-109, die beide zusätzlich noch eine 100 kg-Bombe mitführen.


Als die acht Flugzeuge alle in der Luft sind, kommen die Aufklärer bereits zurück. Etwa um 11:15 Uhr haben die Piloten freie Sicht zum Konvoi. Eine Gruppe Stukas beschäftigt sich mit den Zerstörern und dem Kreuzer, ehe die andere die Frachter torpediert. Beide Messerschmitts werfen ihre Bombe auf den Kreuzer. Eine geht knapp daneben ins Wasser, die andere jedoch trifft voll auf dem Deck am Heck des Schiffes auf, durchschlägt den Boden und explodiert im Maschinenraum. Somit ist der Kreuzer manövrierunfähig. Eine leichte Beute für die Stukas, mit nur einem Torpedo können sie den Kreuzer versenken. Die anderen beiden Ju-87 kümmern sich nun um den Zerstörer, doch der versinkt ebenfalls sofort nach einem Torpedotreffer. Die andere Gruppe kann nun alle drei Frachter ohne Gegenwehr einfach versenken. Um 11:43 Uhr kehren die Flugzeuge zum Träger zurück. Ein Stuka kann sogar noch mit Torpedo beladen landen. Bis auf das einzelne U-Boot, das wahrscheinlich in seine Basis nach Malta zurückkehrte, entkam den deutschen Marine-Piloten kein einziges Schiff des Konvois. Die erste Hürde zur Tauglichkeit des Trägers war damit genommen. Auf See konnte der Träger effektiv zur Bekämpfung von Feindschiffen eingesetzt werden.

Einsatz[]

Die Graf Zeppelin wurde zuerst im Mittelmeer erprobt. Ihr erster echter Kampfeinsatz erfolgte bei der Invasion Maltas.

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