Alternativgeschichte-Wiki
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Franz Ferdinand von Österreich-Este (* 18. Dezember 1863 in Graz; † 1936 in Wien) war unter dem Namen Franz Ferdinand I. der erste Kaiser der Vereinigten Staaten von Groß-Österreich. Er ist Stammvater der Dynastie von Hohenberg.

Familienhintergrund

Seine Mutter starb bereits, als Franz Ferdinand acht Jahre alt war. Sein Vater, Karl Ludwig von Österreich, heiratete kurz darauf erneut und mit seiner Stiefmutter verband Franz Ferdinand bis zu seinem Tod ein inniges Verhältnis.

Franz Ferdinand war der Neffe von Franz Joseph I., Kaiser von Österreich-Ungarn von 1848 bis 1925. Dieser hatte nur einen Sohn - Kronprinz Rudolf, der 1889 Selbstmord begann. Nachdem auch Karl Ludwig 1896 starb, rückte Franz Ferdinand an die vorderste Stelle der Thronfolge vor. Daraufhin startete die Familie mehrere Versuche, ihn standesgemäß zu verheiraten - diese schlugen aber alle fehl. Stattdessen heiratete Franz Ferdinand am 1. Juli 1900 Sophie Gräfin Chotek, die Hofdame und Tochter eines böhmischen Grafens war. Trotz ihrer Herkunft aus dem böhmischen Uradel galt sie als den Habsburgern nicht ebenbürtig. Kaiser Franz Joseph stimmte der Eheschließung daher nur unter der Bedingung zu, dass die späteren Nachkommen des Paares den Familiennamen von Hohenberg tragen würden und keinen Anspruch auf den Thron hätten. Franz Ferdinand unterzeichnete in einem offiziellen Akt diesen Thronverzicht für seine Nachkommen aus der geplanten Ehe mit Sophie am 28. Juni 1900.

Der Ehe von Franz Ferdinand mit Sophie von Hohenberg entsprossen vier Kinder:

  • Sophie, Fürstin von Hohenberg (1901–1990) ∞ 1920 Friedrich Graf von Nostitz-Rieneck
  • Maximilian, Herzog von Hohenberg (1902–1962) ∞ 1926 Elisabeth Gräfin von Waldburg zu Wolfegg und Waldsee
  • Ernst, Fürst von Hohenberg (1904–1954) ∞ 1936 Maria Therese Wood
  • Totgeborener Sohn (*/† 1908)

Politik

Thronfolger (1896-1925)

Bereits in seiner Zeit als Thronfolger mischte Franz Ferdinand in der österreichisch-ungarischen Politik mit. Zu dieser Zeit forcierte er seine Pläne, den Dualismus durch einen Trialismus im Reich zu ersetzen. Dazu wären Kroatien, Bosnien und Dalmatien zu einem eigenen Reichsteil (Südslawien) zusammengeschlossen worden, was mit dem Interesse Serbiens konkurriert hätte, ein südslawisches Königreich unter serbischer Führung zu gründen. Diese Pläne und die angeheizte öffentliche Diskussion schürten den Hass vieler Serben gegen Franz Ferdinand und die Habsburger. Am 28. Juni 1914 versuchte der serbische Extremist Gavrilo Princip, einen Anschlag auf den Thronfolger zu verüben. Seine Pistole hatte jedoch eine Ladehemmung und so scheiterte das Attentat.

Daraufhin versprach Franz Ferdinand den serbischen Behörden, sie bei der Suche nach Mitgliedern von extremistischen Vereinigungen zu unterstützen. Dies war weniger ein nett gemeintes Angebot als vielmehr eine Aufforderung zu Ermittlungen. Im Laufe der gemeinsam geführten Ermittlungen entspannte sich das Verhältnis zwischen den beiden Ländern jedoch und 1917 schlug Franz Ferdiand König Peter I. von Serbien einen Bündnissvertrag vor. Nach der Zerschlagung der Terrorgruppe "Schwarze Hand" 1919 schlossen Serbien und Österreich-Ungarn eine Allianz.

Kaiser (1925-1936)

1925 starb Franz Joseph und Franz Ferdinand folgte ihm auf den Thron. Er verfolgte den Plan, das Kaiserlich-Köngliche Reich so schnell wie möglich in einen Staatenbund umzuwandeln. Hierzu führte er innerhalb eines Jahres alle wichtigen Vorarbeiten durch. Am 26. Oktober 1926 wurde eine Verfassungsreform verabschiedet und Österreich-Ungarn wurde in die Vereinigten Staaten von Österreich umgewandelt.

Die Vereinigten Staaten übernahmen zwar als Nachfolgestaat von Österreich-Ungarn den Großteil der Verträge und Gesetze des alten Reichs, jedoch nicht den Kaisertitel. Franz Ferdinand war der letzte Kaiser von Österreich, wobei dieser Titel ab 1926 sich nur noch auf den Teilstaat Deutschösterreich bezog. Gleichzeitig war er der erste "Kaiserliche König von Groß-Österreich" - dieser Titel war neu geschaffen worden und vermied die Bezeichnung "Kaiser", die im Volk teils geächtet war.

Durch die Schaffung des neuen Amtes und Titels galt auch der Verzicht auf die Thronfolge von Franz Ferdinands Nachkommen nicht mehr. Als dieser 1936 starb, folgte ihm sein ältester Sohn Maximilian auf den kaiserlich-königlichen Thron von Groß-Österreich.

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