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Gothien oder auch die Spanische Mark wurde 801 n. Chr. von Karl dem Großen als Grenzland gegründet. Das heutige Reichsspanien ist der Nachfolger des mittelalterlichen Gothien. Gothien existierte von 801 bis 961 und war eine Mark des Heiligen Römischen Reiches (HRR). Die erste Hauptstadt war Barcelona, doch schon nach 824 wurde Saragossa Hauptstadt. Damit begann auch die Herrschaft des Hauses Aragón. Gothien stieg zum Fürstentum auf. Dieser Artikel ist Teil der Zeitlinie Constantins Entscheidung.

Gothien oder spanische Mark:[]

Seit dem 8. Jahrhundert und dem Untergang des Tolosanischen Reiches 725 waren große Teile der iberischen Halbinsel durch Iberische Mauren-Reiche besetzt. Diese moslemischen Herrscher schienen den Franken als Bedrohung, daher wurde die spanische Mark als befestigte Mark errichtet. Diese Grenzmark sollte von Katalonien aus als Schutz vor dem Islam dienen.

Abwehr der Mauren und Eroberung Iberiens[]

Nachdem der maurische Emir al Hakam I. 816 n. Chr. christliche Kirchen in seinem Reich zerstören ließ, konnte Kaiser Ludwig der Fromme dies nicht auf sich beruhen lassen, insbesondere, da er vom Papst als Schutzherr der westlichen Christenheit berufen war. Er bereitete sich auf einen Krieg vor, und ließ sein Heer sammeln. Durch einen Reitunfall jedoch konnte Ludwig für einige Zeit weder reiten noch kämpfen. Sein Sohn Lothar übernahm zusammen mit seinem Bruder Pippin die Streitmacht und führten sie nach Iberien. Im Juni 817 nahmen die fränkischen Streitkräfte, welche sich kurz nach Überschreiten der Pyrenäen geteilt hatten, Barcelona und Pamplona ein. Im August trafen sich beide Armeen bei Saragossa und belagerten die Stadt. Die Belagerung dauerte bis tief in den November hinein. Bei einem Gefecht erlitt Lothar eine Schnittverletzung am rechten Arm, die zu einer Blutvergiftung führte. Der Blutvergiftung, sowie dem hohen darauf folgenden Fieber, erlag Lothar am 14. Dezember 817 n. Chr.; sein Bruder Pippin konnte die belagerte Stadt am zweiten Weihnachtstag erobern. An Silvester griff eine sarazenische Streitmacht Barcelona an. In der Schlacht von Barcelona am 4. Januar fiel Pippin einem maurischen Pfeil zum Opfer, der Wangenlappen und Schläfe durchbohrte.

MaurenVertieben

Die islamischen Mauren wurden von den Franken aus Gothien vertrieben

Nach dem Tod seiner beiden Söhne bemühte sich Ludwig verzweifelt um ein Friedensabkommen, das jedoch die Franken mit harten Auflagen belegt: Alles Land zwischen Loire und den Pyrenäen fiel an die Mauren und die Franken mussten hohen Tribut bezahlen. Nach dem Tod des Emirs al Hakam befand sein Nachfolger Abd ar-Rahman II. die bisherigen Tributzahlungen als zu niedrig. Um der erhöhten Tributforderung Nachdruck zu verleihen, überquerte er im Oktober 823 die Loire mit einer Armee und gelangte plündernd und mordend, eine Schneise des Todes hinter sich ziehend, bis nach

Granada

Granada wird christlich

Aachen, der Hauptstadt des Frankenreiches. Ludwigs Sohn Ludwig II. war mit dem Großteil der Armee auf einem Feld- und Christianisierungszug gegen die heidnischen Abodriten. Die Stadt Aachen konnte den Mauren nichts entgegensetzen und wurde erobert, geplündert und bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Unter anderem gelangten so die fränkischen Reichsinsignien in den Besitz des Kalifen. Die Bevölkerung wurde massakriert oder versklavt; Überlieferungen zufolge wurden 10 Greise laufengelassen, um von den

LudwigIIDeutsche

Kaiser Ludwig II. der große Eroberer

Geschehnissen zu berichten und dem neuen Kaiser die Forderung des Kalifen zu überbrigen. Kaiser Ludwig der Fromme und seine in Aachen anwesenden Familiemitglieder waren hingerichtet worden. Nach dem Tod seines Vaters wird Ludwig, den man später den Deutschen nennen wird, am 29. Februar 824 n. Chr. in der St. Paulskirche in Frankfurth (a. M.) zum Fränkischen König gekrönt. Er ist zu diesem Zeitpunkt etwa 17 Jahre alt. Als erste Amtshandlung schwört er, die Menschen, die in Aachen ermordet wurden, zu rächen. Im März 824. n Chr. findet Ludwigs Heerschau statt. Am genau 4. April 824, morgens um 10:00, überschreitet ein 100.000 Mann starkes Heer unter König Ludwigs Führung die Loire und betritt damit maurisches Gebiet. Nach mehreren Monaten ist das Heer Ludwigs auf ca. 40.000 Mann zusammengeschrumpft. Im November des Jahres 824 n. Chr. ist Granada, Hauptstadt der Mauren, die letzte verbleibende iberische Bastion des Muslimischen Kalifats. Nach mehrwöchiger Belagerung fällt die Stadt. Granada wird geplündert und die Muslimische Bevölkerung versklavt oder hingerichtet. Anschließend lässt sich Ludwig in der Kathedrale von Toledo zum König der Westgoten krönen, wodurch die Reste des Westgotenreiches an ihn fallen. Das eroberte Gebiet wird nun rechristianisiert. Danach übernahmen die Fürsten von Aragón das Land Gothien. Gothien wurde ausgedehnt, erstreckte sich im 10. Jahrhundert bereits über die gesamte Halbinsel. Kaiser Otto I. machte Gothien schließlich zu einem Reichsteil des HRR. Die Macht überließ er weiterhin den Herzögen von Aragón. Obwohl die Mauren besiegt und christianisiert wurden, übernahmen die arianischen Iberer die Baukunst dieses Volkes.

Reichsteile des HRR:

Reichsteile: Regnum Francorum später Regnum GermaniaRegnum AustriaRegnum ItalicumGothien später Regnum HispanicaRegnum Gallia

Vorgänger Staat/Reich Gothien Nachfolger Staat/Reich
Iberische Mauren Reiche Spanische Mark
801 n. Chr - 961 n. Chr
Reichsspanien
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