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Die Großdeutsche Republik, bis 1968 unter dem Namen (Groß-)Deutsches Reich, im Volksmund meist verkürzt zu Großdeutschland, ist ein Staat in Mitteleuropa. Hauptstadt ist Berlin. Das Staatsgebiet gliedert sich auf den Ebenen von Provinzen, Regierungsbezirken, Landkreisen und Gemeinden in staatliche Mittelbehörden und Selbstverwaltungskörperschaften, die im eigenen und übertragenen Wirkungskreis handeln und Großdeutschland somit zu einem dezentralen Einheitsstaat machen. Eine besondere Stellung nimmt das Protektorat Böhmen und Mähren ein, das formal kein Reichsgau, sondern ein völkerrechtsfähiger Staat unter großdeutscher Suzeränität ist, dessen Verfassung (Im Grundsatz ein Erlass Adolf Hitlers von 1939) jedoch derart eng mit derjenigen Großdeutschlands verflochten ist, dass es nur auf dem Papier als souveräner Staat betrachtet werden kann.

Großdeutschland ist mit seinen 93 Millionen Einwohnern nach der Sowjetunion das bevölkerungsreichste Land in Europa und die größte Volkswirtschaft.

Weltpolitisch betrachtet sich das Reich als Großmacht und ist erklärte Atommacht mit einem Bestand von etwa 3000 Sprengköpfen, darunter zahlreiche taktische Nuklearwaffen für den Feldeinsatz. Auch verschiedene chemische Kampfstoffe finden sich in den Beständen der Wehrmacht. Insgesamt hat das Reich etwa 3 Millionen Mann unter Waffen und damit eines der größten stehenden Heere der Welt.

Lage in Europa

Das Großdeutsche Reich liegt im Zentrum Europas und grenzt im Norden an Dänemark sowie an Nord- und Ostsee. Im Osten gibt es gemeinsame Grenzen mit Litauen, Polen, der Slowakei und Ungarn, im Süden grenzt der Staat an Kroatien, Italien, das Fürstentum Liechtenstein und die Schweizerische Eidgenossenschaft. Die Westgrenze zu Frankreich bildet im Südteil der Rhein, zudem grenzt Großdeutschland dort an Luxemburg, Belgien und die Niederlande.

Bevölkerung

Die 93 Millionen Einwohner Großdeutschlands sind sehr ungleich im Land verteilt. Während im Ruhrgebiet die Bevölkerungsdichte bei über 1000 Einwohnern pro km² liegt, sind einige Regionen wie Tirol und Kärnten nur spärlich besiedelt. Einige Gebiete sind beinahe menschenleer.

89 Millionen Bewohner des Reiches sind Deutsche, daneben gibt es eine beträchtliche tschechische Minderheit von 7 1/2 Millionen, die mehrheitlich in Böhmen und Mähren, aber zum Teil auch verstreut in den großen Ballungsräumen, hauptsächlich im Ruhrgebiet, lebt. Weitere nationale Minderheiten sind die Dänen in Schleswig-Holstein, die Friesen in Schleswig-Holstein und Weser-Ems, die Sorben in Brandenburg, Schlesien und Sachsen sowie die Slowenen in der Steiermark und Kärnten.

Die größten Städte sind Berlin mit 4,1 Millionen, Wien mit 3,2 und Hamburg mit 2,3 Millionen Einwohnern.

Wirtschaft

Das Großdeutsche Reich geriet in Folge einer fehlgesteuerten Aufrüstungs- und Autarkiepolitik in den 1940er Jahren in eine schwere Wirtschaftskrise, die bis in die 50er Jahre hinein den Lebensstandard drückte. Erst im Zuge einer erneuten deutsch-britischen und vor allem deutsch-amerikanischen Annäherung erholte sich die Volkswirtschaft davon. Seitdem verzeichnet das Reich ein stetiges Wirtschaftswachstum und ist heute nach den Vereinigten Staaten die größte Volkswirtschaft der Welt. Jährlich werden große Überschüsse in der Außenhandelsbilanz erzielt. Dadurch konnte die horrende Staatsverschuldung bis zum Beginn der 1960er Jahre auf ein erträgliches Niveau zurückgeführt werden.

Die nationale Währung, die Deutsche Reichsmark, hatte nach dem Ende der Autarkiepolitik zunächst einen enormen Wertverlust hinnehmen müssen, der in seiner Dramatik vergleichbar war mit der Inflation der 20er Jahre. Eine Währungsreform konnte die Reichsmark schließlich stabilisieren. Heute gilt sie als eine der stabilsten (und teuersten) Währungen im internationalen Zahlungsverkehr.

Das Großdeutsche Reich ist nach wie vor von der Schwerindustrie geprägt. Vor allem in Schlesien, dem Ruhrgebiet und Mitteldeutschland befinden sich große Industriereviere. Darüber hinaus werden an diesen Orten auch Rohstoffe (vor allem Kohle) gewonnen. Besonders in der Automobilindustrie, der Waffenproduktion und der Elektrotechnik sind deutsche Produkte auf dem Weltmarkt führend.

Politik

Im Großdeutschen Reich gilt theoretisch noch immer die Weimarer Reichsverfassung von 1919, die einen pluralistischen, demokratischen, parlamentarischen und republikanischen Bundesstaat vorsah. In den ersten Regierungsjahren Adolf Hitlers wurde dieses Grundgerüst in wesentlichen Teilen durch verfassungsdurchbrechende Reichsgesetze überformt, sodass sich die Verfassungsstruktur des Reiches radikal veränderte. Während die Verfassung ursprünglich eine föderale Struktur mit einer Untergliederung in Länder - also teilsouveräne Gliedstaaten - vorsah, wurden deren Hoheitsrechte später vollständig dem Reich übertragen und die Landesregierungen der Reichsregierung unterstellten Reichsstaatthaltern untergeordnet. Die Landesparlamente wurden aufgelöst. Entsprechend fiel auch die Ländervertretung auf Reichsebene weg. 1940 wurden die Länder schließlich gänzlich beseitigt und durch Provinzrn als neue staatliche Mittelbehörden und Selbstverwaltungskörperschaften ersetzt, die es bereits im Freistaat Preußen gegeben hatte. Die Trennung der Ämter von Staatsoberhaupt (Reichspräsident) und Regierungschef (Reichskanzler) wurde aufgegeben und beide im Amt des Führers und Reichskanzlers miteinander vereinigt. Die Demokratie und der Parlamentarismus wurden - bei formaler Beibehaltung des Großdeutschen Reichstags als nationalem Parlament - durch das Verbot aller Parteien außer der Staatspartei NSDAP abgeschafft. Wesentliche Grundrechte, wie sie die Weimarer Verfassung definierte, wurden ausgesetzt.

Trotz eines ausdrücklichen Auftrags zur Ausarbeitung einer neuen Verfassung, den Hitler in seinem Gesetz über den Nachfolger des Führers und Reichskanzlers vom Dezember 1934 formuliert hatte und unter deren Vorbehalt die Regelung des Gesetzes stand, dass der Führer und Reichskanzler "bis zur Schaffung einer neuen Verfassung seinen Nachfolger selbst bestimmen" könne, kam es bis zum Tode Görings nicht dazu. So war das Großdeutsche Reich de facto bis 1965 eine Erbmonarchie. Görings Nachfolger, Reichsmarschall Adolf Heusinger, beendete diesen Zustand erst dadurch, dass er vom Amt des Führers und Reichskanzlers zurücktrat, das Gesetz von 1934 infolgedessen obsolet wurde und die Bestimmungen der Weimarer Reichsverfassung über die Wahl des Reichspräsidenten wieder in Kraft traten. Seitdem wird der Führer und Reichskanzler wieder vom Volk direkt gewählt und versieht eine Amtszeit von sieben Jahren.

Der Führer und Reichskanzler verfügt als Staatsoberhaupt und Regierungschef über große Vollmachten, die ihn in den Stand versetzen, weitgehend autokratisch und diktatorisch zu regieren.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Großdeutschlands

Das Deutsche Kaiserreich wurde nach Jahrhunderten der politischen Zersplitterung 1871 gegründet und geriet schnell in Konflikte mit den etablierten Großmächten. Nach dem Großen Krieg 1914-1918, den Deutschland verlor, wurde die Monarchie abgeschafft und 1919 auf der Nationalversammlung in Weimar eine parlamentarische Demokratie geschaffen. Diese litt in der kurzen Zeit ihres Bestehens einerseits unter den demütigenden Bestimmungen des Versailler Vertrags, andererseits aber auch der Feindschaft der politischen Ränder gegenüber der Demokratie. 1919 tobte ein erbitterter Bürgerkrieg mit linken Kräften, 1920 (Wolfgang Kapp) und 1923 (Adolf Hitler) scheiterten Putschversuche der Rechten. Die Wirtschaftskrise ab 1929 zerstörte endgültig das Vertrauen in die Politik und 1933 wurde Adolf Hitler, der Führer der Nationalsozialisten, zum Reichskanzler ernannt. Zwischen 1933 und 1939 wurde die Weimarer Republik schrittweise demontiert und durch einen zentralistischen Einparteien- und Führerstaat ersetzt. Auch gelang es Hitler, den Versailler Vertrag schrittweise aufzuheben. 1935 gelang die Wiederangliederung des Saargebietes, 1936 wurde das entmilitarisierte Rheinland besetzt. 1938 folgten die Wiedervereinigung Österreichs mit Deutschland und die Wiedergewinnung des Sudetenlands. 1939 besetzte das nunmehr Großdeutsche Reich die Rest-Tschechei und wandelte sie zum Protektorat Böhmen und Mähren um.

Am 20. April 1939 wurde Adolf Hitler bei einem Mordanschlag getötet und Hermann Göring übernahm die Führung des Reiches. In den ersten Jahren seiner Herrschaft musste er sich vor allem mit einer drohenden Eskalation mit England sowie der expansionistischen Außenpolitik der Sowjetunion auseinandersetzen, die im November 1939 Finnland angriff. Der dadurch ausgelöste Britisch-Sowjetische Krieg führte allmählich zu einer Wiederannäherung zwischen Großdeutschland und dem Westen. Innenpolitisch drohte durch die Aufrüstungs- und Autarkiepolitik des Reiches der wirtschaftliche Kollaps. Mit Erschöpfung der Devisenreserven brach der Außenhandel weitgehend zusammen. Es entstand eine schwere Versorgungskrise, die zunächst zu Protesten der Arbeiter und schließlich 1942 zum Volksaufstand führte, den das Militär niederschlug.

Göring versprach konkret die Behebung der Rohstoffknappheit durch Zurückfahren der Rüstungsproduktion, eine Ankurbelung der Privatwirtschaft und ein Maßnahmenpaket zur Sicherstellung der Lebensmittelversorgung. Tatsächlich förderten die Maßnahmen der Reichsregierung die wirtschaftliche Erholung in erheblichem Maße, doch die zentrale Weichenstellung für das "Wirtschaftswunder" erfolgte in der Außenpolitik, wo Großbritannien versuchte, Europa für eine geschlossene antikommunistische Front zu gewinnen und diese Initiative vom Großdeutschen Reich dankbar aufgenommen wurde. Besonders dem neuen britische Premierminister Halifax, der nach dem Tod Neville Chamberlains dessen Nachfolger geworden war, lag viel daran, die militärische Stärke des Reiches gegen Stalin auf seiner Seite zu wissen. Großbritannien befand sich bereits seit 1940 im Krieg mit der Sowjetunion, der sich weiter ergebnislos hinschleppte. Um Unterstützung in diesem Kampf zu gewinnen, war man bereit, weit auf das Großdeutsche Reich zuzugehen und insbesondere auch über eine Rückgabe der deutschen Kolonien zu verhandeln, die 1943 schließlich erfolgte.

Dieses unverhoffte Zusammengehen mit Großbritannien, dem sich insbesondere Reichsaußenminister Joachim von Ribbentrop entschieden entgegenstellte, löste in den radikaleren Parteikreisen heftigen Widerstand aus. Dem Volk der "Führermörder" dürfe nicht getraut werden, stattdessen solle alles dafür unternommen werden, die Briten "ins Meer zu werfen". Auch in der SS war man unzufrieden mit der Amtsführung Görings. Am 20. Jahrestag des gescheiterten Hitlerputsches von 1923 starteten beide Organisationen einen Staatsstreich gegen die Reichsregierung, während Göring selbst sich auf Staatsbesuch bei Benito Mussolini in Italien aufhielt. Der Putsch scheiterte und dessen Anführer Heinrich Himmler, Rudolf Heß und Reinhard Heydrich wurden hingerichtet, doch bildete sich aus versprengten Einheiten der SS-Verfügungstruppen und insbesondere der SS-Totenkopfverbände bald eine Untergrundbewegung, der Nationalsozialistische Untergrund, heraus, der durch Attentate und Anschläge die Regierung in Atem hielt. Derweil zog sich Göring immer mehr ins Privatleben auf seinem Landsitz Carinhall zurück.

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Nationen (EUWR)

Flag Greater German Empire 1963.jpg Großdeutschland | 1920px-Flag of the Protectorate of Bohemia and Moravia.svg.png Böhmen und Mähren | FlagIUKO.jpg Großbritannien | 150px-Flag of Romania.svg.png Rumänien | 180px-Flag of Hungary (1867-1918).svg.png Ungarn | 150px-Flag of Poland.svg.png Polen | 150px-Flag of the Soviet Union.svg.png Sowjetunion | FlagIsrael.png Israel | USA 48 Stars.png Vereinigte Staaten

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