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Heimat Israel
FlagIsrael
Zeitspanne 1948 - Heute
Ort Israel, Weltweit
ZdA Die Armee des heiligen Krieges und die Arabische Befreiungsarmee besiegen die israelischen Streitkräfte im Palästinakrieg 1947
Kurzinformation Die UN-Generalversammlung beschloss am 29. November 1947 die Teilung Palästinas in einen arabischen und einen jüdischen Staat. Die Araber in Palästina und in der ganzen Region wollten den Beschluss nicht annehmen, ein Guerillakrieg begann.

Die Arabischen Milizen konnten jüdische Stellungen zerstören und einige Erfolge verbuchen. Die israelische Armee schlug zurück, sodass die Arabische Liga und die Palästinenser eigene Armeen aufstellten um den Staat Israel, der in der Nacht des 14. Mai 1948 von David Ben Gurion gegründet wurde, den Krieg zu erklären.

Die Arabischen Armeen konnten die isralische Armee besiegen und die Juden aus der Region verdrängen. Jetzt stellte sich die Frage: Wo soll das jüdische Volk nun leben?

Staatsgründung Israels in Palästina

Am 14. Mai 1948 zogen sich die letzten britischen Streitkräfte aus Palästina zurück. David Ben Gurion verlas die israelische Unabhängigkeitserklärung und erkläre somit den israelischen Staat für unabhängig. Noch in der Gründungsnacht erklärten Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien dem Staat den Krieg.

Palästinakrieg

Arab volunteers

Arabische Freiwillige im Palästinakrieg

Es begann ein Guerilla-Krieg in der Region, in der Palästinensische Milizen Attentate verübten und israelische Siedlungen angriffen. Die gut ausgerüstete israelische Armee, die noch britisches Kampfmaterial zur Verfügung hatte, konnte die Angriffe zunächst abwehren und die Milizen zurückdrängen.

Der Kampfeswille der Araber war ungebrochen, doch ihre militärischen Mittel waren stark begrenzt. Zwar waren sie in der Überzahl, ihre Ausrüstung glich jedoch eher einer Mittelalter-Armee.

Eine Vertreterin des arabischen Hochkomitees für Palästina fasste die Erwartungen der arabischen Seite wie folgt zusammen:

„Die Entscheidung der Vereinten Nationen hat die Araber zusammengeführt, wie es noch nie zuvor der Fall war, nicht einmal gegen die Kreuzritter […] Ein jüdischer Staat hat keine Überlebenschance jetzt, wo der heilige Krieg ausgerufen wurde. Letztlich werden alle Juden massakriert werden.“ [1]

Die Israelis hatten den Sieg vor Augen, doch die Palästinenser erhielten Unterstüzung von den arabischen Verbündeten. Am 15. Mai 1948, kurz nach Mitternacht, marschierten Armeeeinheiten einer Allianz, die von den arabischen Staaten Ägypten, Syrien, Libanon, Jordanien und Irak gebildet worden war, in Israel ein und begannen den Beschuss von israelischen Stellungen.

Die israelische Armee hatte zwar auf den Vorstoß der Nachbarländer, war jedoch nicht ausreichend aufgestellt für den Kampf. Zahlenmäßig waren die israelischen Verbände im Vorteil und auch die Ausstattung war moderner. In einem erbitterten Krieg an mehreren Fronten kämpften Juden gegen Muslime.

Obwohl die israelischen Soldaten den Krieg beherrschten, konnten sie ihren Staat nicht in dem gewünschten Tempo aus- und aufbauen. Eine Waffenruhe scheiterte mehrmals. Die Moral der Bevölkerung Israels sank von Tag zu Tag. Ihnen war klar, dass selbst bei einem Sieg der israelischen Armee, die arabischen Nachbarn ihr Land für immer angreifen werden und die Palästinenser die Teilung Palästinas nicht anerkennen würden. Die politische Führung Israel spürte die Unruhe in der Bevölkerung und auch David Ben Gurion hatte Zweifel an seinem Vorhaben einen jüdischen Staat inmitten muslimischgeprägter Länder aufzubauen. Von allen Seiten würde man auf Jahrhunderte weiter mit Raketen beschossen werden und das jüdische Volk könnte nicht in Frieden und Freiheit leben. Nun stellte sich die Frage was sollte man machen? Den zermürbenden Krieg gegen die Arabischen Armeen weiterführen, womöglich gewinnen, aber nie in Frieden leben können oder aufgeben und einen anderen Ort zum siedeln suchen? Einfach aufgeben war keine Option, so sah es nicht nur die Bevölkerung, sondern auch die politische und militärische Führung Israels.

Parallel wollte man trotzdem sich die Möglichkeit offen halten, einen anderen Siedlungsort zu suchen. "Zur Sicherheit", wie die Regierung verlauten lies. Angefragt wurde bei den Vereinigten Staaten und bei Großbritannien. Auch die Vereinten Nationen sollten mit einbezogen werden. Alle zeigten sich gesprächsbereit und schlossen eine etwaige Beteiligung am Palästinakrieg aus.

Erste Anzeichen einer Niederlage der Isralischen Armee

Im Laufe des Krieges, der bereits mehrere Monate lang ging, sank die Moral immer mehr. Unerbittert griffen die Palästinenser und ihre Verbündeten israelische Städte und Dörfer an. Schon bald war kaum mehr eine Stadt in Israel intakt. Die Infrastruktur brach zusammen, die Regierung musste sich in Bunkern aufhalten, tausende Israelis starben.

Um den Krieg zu beenden machten sowohl die Vereinigten Staaten als auch Großbritannien Israel ein Angebot. Unerwartet schaltete sich auch die Sowjetunion ein. In einer geheimen Sondersitzung der UN in New York stellten die Länder Israel ihr Angebot vor. Zudem wurde versucht eine vorläufige Waffenruhe zu erreichen. Der Waffenstillstand war insgesamt brüchig, da beide Seiten ihn mitunter brachen, um einen taktischen Vorteil für die Wiederaufnahme der Feindseligkeiten zu gewinnen.

Für die Dauer der Gespräche konnte eine dreitägige Waffenruhe in Palästina erreicht werden. In der Zeit sollten britische Hilfsgüter in die zerstörten israelischen Städte gebracht werden um die Zivilisten zu versorgen. Der israelische Vertreter bei der UN, Abba Eban, lies sich die Vorschläge der drei Länder präsentieren und übermittelte diese anschließend in den israelischen Regierungsbunker.

Vorschläge für einen Siedlungsort

Vereinigte Staaten von Amerika
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Schon während des Zweiten Weltkrieges flüchteten tausende Juden aus Nazi-Deutschland und den besetzten Gebieten in die USA, unter ihnen auch bekannte Persönlichkeiten wie Albert Einstein. Schon 1939 plante der Innenminister Harold L. Ickes mehrere Siedlungen in Alaska für die Juden. US-Präsident Franklin Roosevelt lehnte seiner Zeit ab.

Dieser Plan wurde nun wiederbelebt und Israel wurde das US-Gebiet südlich der Hauptstadt von Alaska Juneau angeboten. Dieses wäre um einiges größer als ganz Palästina und hätte bereits etwas Infrastruktur. Die Hafenstadt Sitka könnte als Hauptstadt dienen. Das angrenzende Kanada hatte bereits zugestimmt und würde beim Aufbau eines Staates helfen. Für mehr hier weiterlesen...

Großbritannien
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Bereits 1903 wurde der Vorschlag der Briten bei den Juden debattiert, denn Kolonialsekretär Joseph Chamberlain hatte dem Zionisten Theodor Herzl den Vorschlag unterbreitet dass die Juden auf einer Fläche von 5000 Quadratmeilen (ca. 12.950 km²) im Mau-Plateau in Britisch-Ostafrika siedeln könnten.

Das Angebot wurde auf dem sechsten Zionistenkongress 1903 in Basel präsentiert. Es löste unter den Delegierten einen heftigen Streit aus, der Vorschlag wurde als „Nachtasyl“ bezeichnet. Es könnte niemals ein Ersatz für Zion (Palästina) sein. Vor der Abstimmung, ob man dorthin siedeln sollte, bildete sich eine größere Gruppe, die eine Expedition mit der Erkundung des Gebietes beauftragen wollte. Mit 295 zu 178 Stimmen beschloss der Kongress, eine Expedition in das Gebiet nach Ostafrika zu schicken.

1905 erreichte eine Kommission Ostafrika. Es sprachen sich zwei der drei Entsendeten gegen eine Siedlung in dem Landes aus. Der Kongress lehnte somit noch 1905 den Vorschlag der Briten ab. Einige Juden sahen dies als einen Fehler an.

Nun lag das Angebot der Briten wieder auf dem Tisch. Das Gebiet östlich des Victoriasees war immernoch unter Britischer Kontrolle und wenig bis gar nicht bewohnt. Ein Anschluss an britische Eisenbahnlinien und Häfen wären gegeben. Eine städtische Infrastruktur fehlt hingegen gänlzich. Für mehr hier weiterlesen...

Sowjetunion
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Die sowjetische Regierung erichtete im Jahr 1928 eine Oblast in dem Ziel dort bis 1937 über 150.00 Juden anzusiedeln. Mit der sowjetischen Verfassung von 1936 wurde das Gebiet in Jüdische Autonome Oblast umbenannt. Die erste jüdische Siedlung war Waldheim. Die Grundidee der Staatsführung der UdSSR bei der Gründung war es ein „sowjetisches Zion“ zu errichten, um eine Siedlung von Juden in Palästina zu verhindern. Es ging dem Staat und der Partei aber nicht darum den Juden eine neue Heimat zu schaffen, sondern vielmehr war das Ziel, jüdische Siedlungen in der Ukraine zu verhindern. Zudem sollte die jüdische Oblast eine Pufferzone gegenüber einer chinesischen oder japanischen Expansion in das Gebiet der Sowjetunion bilden. Das sowjetische Vorhaben scheiterte weitestgehenst, denn bis 1939 lebten nur 17.000 Juden und stellten somit nur 16% der damaligen Gesamtbevölkerung der Oblast dar. Von einem jüdischen Nationalstaat war man weit entfernt.

Jetzt, als die Juden nach einer Siedlungsmöglichkeit außerhalb von Palästina suchten, stand die sowjetische Regierung wieder auf der Matte und stellte mit einer aufwendigen Präsentation der israelischen Delegation die Vision des jüdischen Nationalstaates vor. Die Sowjets stellten klar, dass dies das einzige Gebiet ist in der bereits Juden siedeln. Eine Infrastruktur wäre zum Teils vorhanden, Hauptstadt könnte Waldheim werden.

Für Stalin wäre eine große jüdische Siedlung nicht nur aus o.g. Gründen von Vorteil. Er würde damit auch den USA im bereits beginnenden Propagandakrieg einen Schlag versetzen. Für mehr hier weiterlesen...

Lösung der Siedlungsfrage

Die israelische Regierung musste sich nun also entscheiden. Würde man den Krieg weiterführen oder ein Angebot annehmen?

Zu allen drei Gebieten wurden Delegationen entsendet, die die Vor- und Nachteile des jeweiligen Ortes herausarbeiten sollten. Nach zwei Wochen legten die Delegationen der israelischen Regierung die Abschlussberichte vor. Eine Volksbefragung sollte nun klären welches Angebot angenommen werden soll oder ob alle abgelehnt werden sollen.

Entscheidung des israelischen Volkes

Die Möglichkeiten wurden in der Bevölkerung stark diskutiert, alle Angebote wurden in Betracht gezogen. Die Weiterführung des Palästinakrieges fand bei dem kriegsgeschundenen Volk wenig Zustimmung, sodass es klar war, dass man Palästina verlassen wird. Nur wohin?

Welches Ergebnis brachte die Volksbefragung hervor? Entscheide jetzt, wo die Israelis siedeln!

Wohin siedelt das israelische Volk?

ALASKA ••• SOWJETUNION ••• BRITISCH-OSTAFRIKA

Einzelnachweise

  1. Benny Morris: 1948 – A History of the First Arab-Israeli War. New Haven 2008, S. 395; Aussage von Matiel Mughannam, Originaltext in englischer Sprache: „The UN decision has united all Arabs, as they have never been united before, not even against the Crusaders. … [A Jewish State] has no chance to survive now that the ‚holy war‘ has been declared. All the Jews will eventually be massacred.“
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