
In UZL hatten verschiedene Nazi-Führer (speziell Admiral Raeder, aber auch Göring) Mitte 1940 nach dem Sieg über Frankreich eine "Mittelmeer-Strategie" vorgeschlagen, die sich gegen Gibraltar, Ägypten, Malta, und Zypern gerichtet hätte, die damals durchaus erfolgversprechend aussah. Adolf Hitler entschied sich bekanntlich dagegen und für die Vorbereitung vom Unternehmen Barbarossa. Aber was, wenn er das Gegenteil getan hätte?
HINWEIS: Diese ZL stammt von 2006 und ist im Nachhinein betrachtet etwas amateurhaft, speziell was Fragen der Logistik angeht. In dieser Zeit gab es noch kein Google Books, von Online-KIs ganz zu schweigen, und auch Wikipedia war noch deutlich kleiner. — Max Sinister
Der Krieg[]
Juli 1941: Jugoslawien und Griechenland sind von der Wehrmacht erobert, Kreta in deutscher Hand (auch wenn dieser Sieg furchtbare Verluste unter den deutschen Fallschirmjägern gefordert hat). In Afrika belagern Rommels Truppen die Festung Tobruk. Nun trifft Hitler eine folgenschwere Entscheidung: Das Unternehmen Barbarossa wird verschoben, das Hauptziel bleibt vorerst der Mittelmeerraum.
Im Balkan befinden die Truppen sich bereits an der richtigen Stelle und müssen nur noch über das Meer verschifft werden. Gleichzeitig werden die Angriffe auf das von den Briten kontrollierte Malta verstärkt. Überall im östlichen Mittelmeer werden die Schiffe der Royal Navy nun von der Luftwaffe attackiert.
Im August sind die Achsen-Streitkräfte in Nordafrika stark genug, um Tobruk anzugreifen und einzunehmen. Nun ist der Weg von Tripolis an die Front frei. In seiner Ungeduld greift Rommel die Briten an, bevor alle seine Truppen eingetroffen sind. Trotzdem gelingt es ihm, die Briten bis nach El Alamein zurückzutreiben. Im September ist Rommel bereit für den entscheidenden Angriff. Er hat zehn deutsche Divisionen plus einige der Italiener gegen sieben des Britischen Empires. Nachdem die Deutschen durch zahlenmäßige Überlegenheit und Rommels strategisches Talent die Briten geschlagen haben, müssen diese sich zum Nil zurückziehen. Dort kommt es im September erneut zur großen Schlacht, in deren Folge Alexandria fällt. Die Briten zerstören zwar alle Brücken über den Nil, doch diese können repariert werden. Mitte Oktober sind Kairo und das gesamte Nildelta unter Kontrolle der Achse. Ein paar Tage später ziehen die letzten britischen Truppen sich hinter den Suezkanal zurück.
Rommels Sieg im Nildelta macht die Lage für das Empire schwierig. Ihre Truppen in Afrika und dem Mittleren Osten sind voneinander abgeschnitten, der wichtige Hafen von Alexandria ist in deutscher Hand, und mit dem Suezkanal hat Großbritannien seine wichtigste Verbindung nach Indien verloren. Es wird damit begonnen, Entsatztruppen aus Indien heranzuschaffen, aber gleichzeitig beginnen die Nazis damit, in Ägypten arabische Freiwillige für den Kampf gegen die Briten zu rekrutieren. In Churchills Kriegskabinett verschlechtert sich die Stimmung.
Einige Minister um Lord Halifax sind der Meinung, dass Großbritannien diesen Krieg alleine nicht mehr gewinnen kann. Churchill widerspricht: "Es ist noch nicht vorbei!" (It's not over yet!)
Nun steht Hitler vor der Entscheidung: Angriff in Richtung Süden, durch das Niltal, um den Sudan und Äthiopien zu erobern, oder in Richtung Osten? Hitler entscheidet sich sofort für den Osten, er ist auf die Ölfelder am Persischen Golf aus. Rommel überquert den Suez-Kanal und nimmt die Sinai-Halbinsel ein. Die Italiener und Araber marschieren in Richtung Süden, werden aber auf Höhe von El Faiyum und Beni Suef gestoppt. Ende Oktober stehen die Deutschen vor der kleinen Stadt Gaza. Inzwischen schickt Churchill Nachrichten zu jüdischen Anführern wie Ben Gurion. Die Juden sollen eine Armee gegen die anrückenden Deutschen aufstellen. Um die Araber nicht noch mehr gegen sich aufzubringen, verspricht Ben Gurion ihnen im Falle eines gewonnenen Krieges und der Gründung des Staates Israel gleiche Rechte. Die jüdischen Truppen sind nicht besonders gut bewaffnet, aber hochmotiviert, gegen die Nazis zu kämpfen. Die Deutschen erobern den Süden von Palästina, werden dann aber von den Briten und Juden aufgehalten. Obwohl Amerika offiziel neutral ist, unterstützt Roosevelt die jüdischen Brigaden, wo er kann. Viele amerikanische Juden entscheiden sich dafür, in Palästina zu kämpfen, andere sammeln Geld. Auch viele Nichtjuden, darunter Veteranen des Spanischen Bürgerkrieges und andere Sozialisten, schließen sich dem Kampf an.
Mitte November schäumt Hitler vor Wut, da Rommel immer noch kein entscheidender Durchbruch gelungen ist. Rommel versucht einen Ausweg zu finden: Anstatt direkt Palästina anzugreifen, marschiert er in Transjordanien ein. Eine Woche später fällt Amman. Es ist leicht zu erkennen, was Rommel vorhat: Er will Briten und Juden in einen Kessel einschließen. Diese sind immer noch damit beschäftigt, ihre Stellungen am Jordan und auf den Golanhöhen zu halten. Ende November gewinnt Rommel eine Schlacht gegen frei-französische Truppen und erreicht Damaskus. Gleichzeitig beginnt (noch) ein anti-britischer Aufstand im Irak. Hitler hält dies für den richtigen Zeitpunkt, Zypern anzugreifen.
In der ersten Dezemberwoche sehen die Dinge für die Briten schlecht aus: Fast ganz Syrien und halb Zypern sind in deutscher Hand. Am 6. Dezember erreichen die Deutschen die libanesische Küste. Palästina ist abgeschnitten, und in Syrien vereinen die deutschen Streitkräfte sich mit den irakischen Freiheitskämpfern. Churchill bietet Ben Gurion an, seine Truppen aus Palästina zu evakuieren. Ben Gurion antwortet: "Wir sind bereit, für Israel zu sterben." Was keiner weiß: Hitler hat Rommel soeben befohlen, nicht den palästinensischen Kessel anzugreifen, sondern sich auf Mesopotamien zu konzentrieren. "Wir haben die Häfen von Syrien, nun brauchen wir das Öl!" befiehlt er. Außerdem sollen einige Divisionen der Luftwaffe im Norden von Syrien und dem Irak stationiert werden - für einen Angriff auf die Ölfelder von Baku.
Ende 1941 kapitulieren die Italiener in Äthiopien. Endlich hat Churchill einen Sieg, um die britische Moral zu stärken.
In der Sowjetunion[]
Die große Frage ist: Was würde Russland tun? Obwohl sie in den zwei Jahren zuvor große Gebiete erobert hatten (Ostpolen, Baltikum, Bessarabien, Teile Kareliens), hatte Stalin noch weitere Forderungen, darunter die Umwandlung Bulgariens in einen Satellitenstaat der Sowjetunion (und das hätte bedeutet, dass sie im Notfall Rumänien und sein Öl bekommen könnten). Hitler wusste davon. Wenn er ein Jahr im Mittelmeerraum verbringen wollte, musste er Stalin irgendwie aushalten. (Er hatte Stalin vorgeschlagen, ein antibritisches Bündnis zu schließen und dabei Persien und Indien Russland zu geben, aber Stalin hatte andere Forderungen.) Ich glaube nicht, dass Stalin Deutschland 1941 angegriffen hätte, da die Rote Armee noch immer unter den Säuberungen litt (ich weiß, einige Leute behaupten, er hätte es getan, aber zu viele von denen wollen nur Rechtfertigungen für Hitler erfinden, also bin ich da vorsichtig). Die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland könnten sich jedoch verschlechtern.
Während Rommel Ägypten erobert, verärgert Stalin Hitler wiederholt mit neuen Forderungen. Er will, dass Rumänien Land an der Donaumündung und die Bukowina aufgibt; er will ein militärisches Bündnis mit Bulgarien; er will, dass Japan seine Rechte für Kohle und Öl in Nord-Sachalin aufgibt; und er weist darauf hin, dass die Sowjetunion auch mehr Einfluss in der Türkei braucht.
Hinter den Kulissen versucht Hitler, mehr Zeit zu bekommen. Er weiß, dass er Russland nicht vor Mai 1942 angreifen kann - und dass er nicht noch ein Jahr warten kann, es muss jetzt oder nie sein. Aber er will weder seine Verbündeten verärgern, noch ein Russland, das zu stark ist. Er versucht, bei Stalin auf Zeit zu spielen. Er will nicht schon wieder nachgeben, nachdem Russland schon halb Polen, Bessarabien, und die baltischen Staaten bekommen hat. Er weist auch darauf hin, dass er keinen Einfluss auf Japans innere Angelegenheiten hat. Er versucht wieder, Stalin Persien, Afghanistan, und Indien für ein anti-britisches Bündnis anzubieten. Aber das ist nicht wirklich, was Stalin jetzt will.
Aber nachdem er Stalin nicht plötzlich misstrauisch machen will, gibt er langsam nach, Stück für Stück. Im Herbst 1941 wird die rumänische Grenze wieder ein bisschen zugunsten von Russland "korrigiert". Nach Pearl Harbor gibt Hitler Stalin freie Hand in Nord-Sachalin. Stalin, der sich sicher ist, dass die Japaner nach dem Grenzkonflikt von 1939 Angst haben werden, Russland anzugreifen, greift sich die Minen in Sachalin. Hitler fragt die Japaner, ob sie unter den neuen Umständen in einen Krieg gegen Russland eintreten würden, aber die Antwort ist Nein - Japan braucht kein sibirisches Gebiet, sie wollen Südost-Asien. Die Beziehung zwischen Deutschland und Japan kühlt sich ab. Hitler entscheidet, nicht in ihren Krieg gegen die USA einzutreten - zumindest nicht jetzt.
Churchill steht wieder unter schwerem Druck – mehrere fordern von ihm einen Frieden mit Deutschland, um das Empire gegen Japan verteidigen zu können. Doch er bleibt standhaft, da er sich sicher ist, dass die Alliierten mit Amerikas Hilfe siegen werden, und die britische Öffentlichkeit ihm glaubt. Dennoch ist die Lage schwierig. Im Dezember siegen die Deutschen auf Zypern, erobern Syrien und greifen in Mesopotamien an. Zu Beginn des neuen Jahres kontrollieren sie Bagdad. Im Februar erreichen sie den Golf bei Basra. Die eroberten Ölfelder sind jedoch nach der Zerstörung durch die Briten unbrauchbar. Hitler kontaktiert nun den König von Saudi-Arabien, um ein Bündnis zu schließen. Der König ist unsicher; ein Nicht-Bündnis mit Deutschland könnte eine deutsche Besetzung bedeuten, aber es ist nicht ganz sicher, ob Deutschland am Ende gewinnen wird, also sagt er weder Ja noch Nein. Rommel krönt seine Siege mit der Eroberung Kuwaits. Da Saudi-Arabien keine deutschen Truppen auf seinem Boden/Sand haben will, kann es die verbleibenden britischen Ölfelder in Bahrain und Katar nicht direkt angreifen, sondern muss nur mit der Luftwaffe attackieren. Doch nach einigen Wochen ist der saudische König von der deutschen Stärke zu beeindruckt (und auch die prodeutsche Fraktion an seinem Hof übt Druck auf ihn aus), sodass er den deutschen Truppen erlaubt, sein Territorium zu durchqueren.
Dann fragt Stalin wieder Freund Adolf wegen dem Pakt mit Bulgarien. Endlich erschöpft stimmt Hitler zu, dass er dort ein paar Basen anlegen darf, wenn Russland zustimmt, Bulgariens Souveränität in jeder anderen Hinsicht zu respektieren - plant aber, ihn mit offizieller bulgarischer Hilfe wieder hinauszuwerfen, wenn die Zeit gekommen ist. Stalin ist damit zufrieden und will nun wegen der Türkei Bescheid wissen. Hitler lässt Ribbentrop heimlich fragen, ob die Türkei die Sache der Achsenmächte unterstützen würde, und verspricht ihnen, dass Georgien und Armenien wieder türkisch werden könnten. Die Türken lehnen ab, die neue Türkei soll ein Nationalstaat, aber kein Imperium sein. Trotzdem wünschen sie sich keine russischen Truppen am Bosporus. Um Stalin zu verwirren, fragt Hitler ihn, was Stalin davon halten würde, die Türkei zwischen Italien und Russland zu teilen und den Bosporus zusammen zu besetzen. Inzwischen fragt sich Churchill, was zum Teufel Hitler plant.
Im März 1942 drängt ein glücklicher israelischer Ablenkungsangriff die Deutschen einige Kilometer zurück; die Juden kontrollieren nun die wichtigen Golan-Höhen. Wieder einmal beißt Hitler in den Teppich und droht, den palästinensischen Kessel mit Chemiewaffen anzugreifen. Churchill hingegen sagt ihm, dass er in diesem Fall alle britischen Chemiewaffen auf deutsche Städte abwerfen lassen würde, woraufhin Hitler den Plan verwirft.
Ansonsten verläuft der Frühling 1942 rund ums Mittelmeer recht ruhig – abgesehen von den ständigen Bombenangriffen auf die verbliebenen britischen Ölfelder und einigen Kämpfen im Niltal. Doch nun haben die Deutschen den Suezkanal nutzbar gemacht…
In der Zeit vor Barbarossa (Juni 1941 – Mai 1942) nutzten die Deutschen die Gelegenheit, den Widerstand in ganz Europa zu zerstören. Jugoslawien und Griechenland wurden auf brutale Weise befriedet, und auch die französische Résistance erlitt schwere Verluste. Unter den getöteten Partisanen befand sich auch ein kroatischer Kommunist namens Josip „Tito“ Broz.
In diesem Jahr hatte Deutschland viel Zeit, neue Waffen zu produzieren und neue Soldaten auszubilden, um die rund 20 Divisionen zu ersetzen, die in Afrika und im Nahen Osten kämpften. (Ihre Arbeit in Deutschland wird nun von KZ-Häftlingen, Kriegsgefangenen und anderen Ausländern übernommen, die für Deutschland arbeiten mussten.) Die russische Waffenproduktion stieg jedoch noch schneller an.
Unternehmen Barbarossa beginnt![]
Am 1. Mai, während die Russen ihren Tag der Arbeit feierten, begann der Angriff. Von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer überquerte die Wehrmacht die russische Grenze. Russische Städte bis nach Sewastopol wurden von der Luftwaffe bombardiert. Mehr als 2000 russische Flugzeuge wurden am Boden zerstört. Stalin ist schockiert und kann nicht glauben, dass Hitler ihn verraten hat. Zwei Dinge sind jedoch anders: 1. Die russischen Stützpunkte in Bulgarien werden von der bulgarischen Armee überwältigt. Bulgarien und Russland befinden sich offiziell im Krieg, anders als in UZL. 2. Bevor der Angriff in Europa beginnt, starten deutsche Bomber von ihren Stützpunkten in Nordsyrien und im Irak. Sie zielen auf Baku. Obwohl sie vor Beginn der Bombardierung entdeckt werden, verbietet Stalin den Abschuss der Deutschen – er glaubt immer noch, es handele sich um nichts weiter als eine Provokation. Als er erkennt, dass er Unrecht hat, verwandeln sich die Ölfelder von Baku in ein Feuermeer. Am selben Tag überqueren deutsch-arabische Truppen die persische Grenze und zielen auf die Ölfelder im Südwesten Persiens und Aserbaidschans. Persien beginnt mit der Mobilisierung seiner Armee, die gewissermaßen ein Gegengewicht zu den auf deutscher Seite kämpfenden Arabern bildet.
In der ersten Woche ist die sowjetische Verteidigung verwirrt. Die Masse der Truppen, die zu nahe an der Grenze konzentriert war, wird eingekesselt und besiegt. Deutschland und seine Verbündeten verfahren ähnlich wie in UZL.
Nach wenigen Tagen ist Stalin endlich bereit, sein Land gegen die Nazis zu verteidigen. Die Verteidigung ist organisiert, unfähige Generäle werden langsam ausgetauscht, und er berät sich mit Churchill und Roosevelt. Britische Truppen (aus Indien) und Russen (aus Turkestan) marschieren in Persien ein, um bei der Verteidigung gegen Deutschland zu helfen. Alle wissen: Sollte Hitler die Ölfelder von Baku erobern, ist er nahezu unaufhaltsam. Die Russen sind zwar noch besser bewaffnet als 1941, leiden aber nach der Bombardierung Bakus unter Ölmangel. Roosevelt verspricht Hilfe.
Der erste Kriegsmonat verläuft für Hitler noch vielversprechend. Die baltischen Staaten werden erobert, ebenso Minsk, die ehemaligen polnischen Gebiete und Bessarabien. Hunderttausende Rotarmisten werden gefangen genommen. Wo sie noch Treibstoff für ihre Panzer haben, gelingt es den Sowjets, die Deutschen an einigen Stellen zurückzuschlagen. Doch ihre Reserven gehen schnell zur Neige.
Im Juni erreichen die Deutschen den Dnjepr. Einige Generäle schlagen vor, an diesem Punkt anzuhalten, um die deutschen Errungenschaften zu sichern. Hitler lehnt ab; er will den totalen Sieg über Russland und ist überzeugt, dass Russland zusammenbrechen muss. Er hat nicht ganz Unrecht: Russland mangelt es bereits an Öl, obwohl die Ölplattformen in Baku (die nun von so vielen Flugzeugen wie möglich verteidigt werden) repariert werden, neue Quellen im „zweiten Baku“ östlich des Urals errichtet werden und die SU große Mengen Öl aus den USA über Wladiwostok erhält. (Das Leih- und Pachtgesetz wird offiziell auf die Sowjetunion ausgeweitet, sodass sich Russland auf die Waffenproduktion konzentrieren kann und fast nichts anderes.)
Der nächste Monat wird jedoch der härteste für Russland. In dieser Situation vereinbaren Churchill und Stalin eine gemeinsame Spezialoperation: Einige russische Divisionen werden in den Norden, nach Murmansk, geschickt, wo General Dietl von Narvik aus angreift. Gleichzeitig starten die Royal Navy und die Royal Air Force Angriffe rund um Norwegen. Am 2. Juli landen sie in der Nähe von Narvik. Die deutschen Operationen im Norden werden gestört, und die Route von Großbritannien nach Murmansk ist gesichert. Hitler ist erneut wütend.
An anderen Orten jedoch siegt Deutschland weiterhin. Südwestpersien ist in ihren Händen, und nur alle verfügbaren Kräfte Russlands und Persiens können sie daran hindern, die Grenze im Süden zu überschreiten. Sie haben Kiew und Smolensk erobert, Leningrad abgeschnitten und bisher Millionen von Kriegsgefangenen gemacht. Die „Stalin-Linie“ ist durchbrochen. Hitler glaubt, noch genug Zeit zu haben und begeht denselben strategischen Fehler wie in UZL: Er befiehlt einen Angriff im Süden, in der Ukraine. Doch Russland hat inzwischen genügend Treibstoff organisiert, um seine T-34 einsatzbereit zu machen, und schafft es, die Deutschen zu verlangsamen. Sie marschieren weiter in der Ostukraine und auf der Krim, doch die Zeit läuft davon. Ende August erreichen sie endlich den Donez. Hitler ist zufrieden und befiehlt nun, Moskau selbst anzugreifen.
Diesmal werden die Deutschen nicht vom Wetter behindert, sondern von der stärkeren Roten Armee. Obwohl sie weiter vorrücken, werden sie noch langsamer. Sie durchbrechen die erste Verteidigungslinie von Kaluga nach Kalinin, 100 Kilometer vor Moskau. Doch erneut müssen sie erkennen, dass sie Moskau nur frustrierend nahe kommen, ohne es zu erobern.
Die Stadt Tula mit ihren Maschinenfabriken südlich von Moskau ist erobert, doch die Fabriken sind nicht mehr nutzbar – sie wurden östlich des Urals verlegt. Nun beginnt die Regenzeit, was den Russen zusätzlich zugutekommt.
Wenige Wochen später jedoch sinken die Temperaturen, und der russische Schlamm gefriert. Dies ist Hitlers letzte Chance, den Krieg zu gewinnen. Alles richtet sich gegen Moskau. Die zweite Verteidigungslinie ist durchbrochen, die Deutschen erreichen die Außenbezirke der Stadt. In Moskau bricht Panik aus. Selbst Stalin fragt sich, ob er die Hauptstadt halten kann. Doch er unterdrückt die Panik vorerst und bleibt in Moskau. Da er weiß, dass Japan nicht angreifen wird, verteidigen sibirische Truppen den Westen. Hitler wagt es nicht, die Stadt zu stürmen, und befiehlt die Belagerung. Die Wehrmacht hat nun die Grenzen der Stadt im Süden und Westen erreicht, kann aber nicht durchbrechen. Schließlich macht der einsetzende Winter sie ohnehin angriffsunfähig. Nur im Süden erzielen sie einige Erfolge. Sewastopol wird belagert, Rostow und die Kuban-Halbinsel erobert, Woronesch erreicht. Dann wird der Angriff eingestellt. Die Wehrmacht ist diesmal besser für den Winter gerüstet, aber bei weitem nicht so gut wie die Rote Armee. Es wird schwierig werden …
Bisher haben die Deutschen zwar mehr Gebiet erobert als in UZL, aber noch nicht gewonnen, sondern stecken in der Nähe von Moskau und in Persien fest.
In Russland bewegen sich die Fronten im Winter kaum. Die sowjetische Kraft reicht zur Zeit nur für Nadelstiche gegen die Wehrmacht (im Vergleich zu UZL). Als die Öllieferungen aus Amerika mit voller Stärke eintreffen, ändert sich die Lage jedoch langsam. Hitler prahlt noch: „Dieser Feind ist bereits besiegt und wird sich nie wieder erheben!“
Im Winter wird im Rahmen des Leih- und Pachtgesetzes viel Material nach Russland gebracht. Die Lage ist dringend – nicht jeder weiß es, aber Russland steht kurz vor dem Staatsbankrott. Tatsächlich wird man später feststellen, dass der Zusammenbruch ohne das Leih- und Pachtgesetz nur wenige Wochen entfernt gewesen wäre.
Dank ihrer riesigen Reserven an Menschen konnten die Sowjets die Wehrmacht aufhalten. Da es ihnen immer noch an Öl mangelte und ihr Eisenbahnknotenpunkt Moskau von der deutschen Artillerie beschossen wurde, konnten sie sie aber nicht sehr weit zurückwerfen.
Im Frühjahr, als der Schlamm jede Offensive unmöglich machte, planten beide Seiten ihr nächstes Vorgehen. Hitler wollte die Städte Moskau (unter ständigem Beschuss), Leningrad und Sewastopol einnehmen. Danach, so hoffte er, würde Russland ausreichend demoralisiert sein und aufgeben. Anschließend plante er, alles Land westlich der Wolga zu erobern – anders als in UZL will er zunächst das Zentrum einnehmen, um die russischen Fabriken im Ural bombardieren zu können. Stalingrad und der Kaukasus gelten als weniger wichtig, da die Ölplattformen von Baku größtenteils zerstört sind.
Inzwischen haben die Amerikaner die Sowjets jedoch mit mehreren Millionen Barrel des benötigten Öls versorgt. Während der Schlammperiode wurden die T-34 einsatzbereit gemacht. Und als der Schlamm getrocknet ist, werden die angreifenden deutschen Truppen von einer unerwarteten russischen Gegenoffensive überrascht...
Die russische Gegenoffensive durchbricht völlig unerwartet die deutschen Linien um Moskau. Die deutschen Armeen müssen den geplanten Angriff abbrechen, sich neu formieren, den russischen Angriff stoppen und sich schließlich zurückziehen – die Nazi-Propaganda nennt dies natürlich eine „Verkürzung der Frontlinien“.
Nur wenige Wochen später können sie an der Linie Kaluga-Kalinin Halt machen und die improvisierten sowjetischen Befestigungen (die letztes Jahr gestürmt wurden) zur Verteidigung nutzen. Zum Glück ist die Rote Armee noch nicht vollzählig. So kann Hitler noch hoffen, dass sein Traum von der Vernichtung Russlands wahr wird.
Im Juni 1943 scheint die Gelegenheit gekommen zu sein. Schließlich fällt Sewastopol (nach etwa einjähriger Belagerung), und die deutschen Truppen (mehrere Divisionen) werden nach Norden verlegt. Außerdem hat die Wehrmacht seit dem Winter begonnen, Truppen aus gefangenen sowjetischen Soldaten zu rekrutieren – allerdings nur aus Nichtrussen. Dadurch stehen Hitler mehrere neue Divisionen zur Verfügung.
Der weiteste deutsche Vormarsch
Am 1. August beginnt die große deutsche Offensive gegen Moskau. Tula, das inzwischen von der Roten Armee zurückerobert wurde, fällt erneut. Dasselbe passiert mit vielen kleinen Städten vor Moskau. Wenige Wochen nach Beginn der Offensive stehen deutsche Truppen von Nordwesten bis Süden vor den Toren Moskaus. Hitler wagt es jedoch nicht, die Stadt direkt anzugreifen und versucht, sie abzuschneiden. Der nächste Angriff führt von Tula nach Kolomna und unterbricht die Eisenbahnlinie Moskau-Rjasan. Nun überqueren die Deutschen die Moskwa und zielen nach Norden. Hitler befiehlt, das gesamte Gebiet zwischen Wolga und Oka zu erobern, um eine bessere Verteidigung zu gewährleisten. Auf diese Weise will er Moskau aushungern.
Stalin hat die meiste Zeit in seinem Bunker verbracht – beim ersten Vormarsch der Deutschen auf Moskau, und jetzt wieder. Der Stress zehrt auch an seinen Nerven, obwohl er versucht, standhaft zu bleiben. Er weiß, dass die Russen die Hoffnung verlieren würden, wenn ihre Hauptstadt verloren ginge. Wenn die Amerikaner Deutschland doch nur den Krieg erklären würden…
Aber im Moment tun sie es nicht. Die Briten hatten dort unten im Nahen Osten einige lokale Erfolge, aber das war auch schon alles. Hitler interessiert das nicht wirklich – er will nur Moskau, vielleicht fanatischer als je zuvor. Es könnte immer noch passieren … seine Panzer marschieren jetzt nach Norden, nehmen die kleine Stadt Wladimir östlich von Moskau ein und schneiden die Eisenbahnlinie nach Nischni Nowgorod ab. Nur die Bahnlinien nach Norden verbinden Moskau mit dem Rest des Landes.
Nun starrt ganz Deutschland auf Moskau, aber nun findet ein Ereignis statt, das niemand ignorieren kann: Die Enthüllung des Nazi-Sklavenhandels mit den Juden. (Siehe unten.)
Und die Zeit drängt. Die USA schicken Stalin mehrere hundert Sherman-Panzer für die Schlacht um Moskau, diesmal bewacht von Zerstörern, um Angriffe der deutschen Uboot-Rudel zu verhindern. Diese Panzer müssen nun nach Moskau gebracht werden, denn die Wehrmacht steht kurz davor, die Eisenbahnlinie nach Jaroslawl, Moskaus letzte Verbindung nach Russland, abzuschneiden. Die Russen kämpfen weiter, motiviert durch die Nachricht, dass die Nazis bereits begonnen haben, Menschen als Sklaven zu verkaufen – obwohl sie Stalin nicht mögen, wissen sie, dass es noch schlimmere Schicksale gibt. Und die Menschen in Moskau haben die eine oder andere Geschichte darüber gehört, was die Deutschen in den im Winter eroberten Gebieten angerichtet haben. Also kämpfen sie weiter einen verzweifelten Kampf.
Der August ist bereits vorbei, der September ist gekommen… Die Sherman-Panzer wurden in Archangelsk verladen und werden nun nach Moskau transportiert. Die Zeit läuft fast davon: Auch die Deutschen hatten schwere Verluste erlitten, aber sie haben die Eisenbahnlinie fast erreicht. Sollte dies gelingen, kann Moskau nur noch per LKW Unterstützung erhalten, andernfalls nur aus der Luft. Einfach unmöglich für eine Stadt, in der noch immer mehrere Millionen Menschen leben (man kann das kaum als ein Leben bezeichnen).
Am Morgen des 9. September treffen deutsche Artilleriegranaten die Bahnstrecke und beschädigen sie. Es handelt sich zwar nur um einen geringfügigen Schaden, der leicht repariert werden könnte, doch wenn die Deutschen nicht aufgehalten werden können, werden sie die Strecke beherrschen. Die Sherman-Panzer befinden sich nun in Jaroslawl, können aber nicht nach Moskau geschickt werden. Daher bemannen alle verfügbaren ausgebildeten Rotarmisten die Panzer und ziehen in die Schlacht.
Die Wehrmachtsoffiziere, die ihr Ziel bereits vor Augen haben, sind überrascht, als plötzlich Rotarmisten in Sherman-Panzern auftauchen und sie von hinten angreifen. Es kommt zu einer erbitterten Schlacht auf beiden Seiten. Es dauert bis zum Einbruch der Nacht, und erst am Morgen können die Überlebenden sehen, wer jetzt gewonnen hat.
Nur eine Handvoll der eingesetzten Panzer sind jetzt kein Schrott mehr, aber sie waren erfolgreich. Die Linie Jaroslawl-Moskau kann nun repariert werden, der deutsche Ring um Moskau wurde nicht geschlossen, und tatsächlich verfügt die Rote Armee nun über die Ressourcen, ihn wieder aufzubrechen, wenn auch langsam.
Später werden Historiker schreiben, dass nur Stunden über Moskaus Schicksal entschieden haben könnten. Doch die Nazis haben nicht gewonnen. Hitler erklärt, dass der Kampf gewonnen werden müsse, bevor die Amerikaner die Deutschen (wie beim letzten Mal) stören können, doch die Wehrmacht hat alle Ressourcen aufgebraucht. Nun läuft die sowjetische Kriegsmaschinerie auf Hochtouren und kommt nicht mehr zum Stillstand. Die nächsten Wochen sind geprägt von mehreren erbitterten Schlachten um Moskau, doch am Ende, als der Regen das Kämpfen erneut unmöglich macht, sind die deutschen Armeen dort geschlagen und müssen sich hinter Moskwa und Oka zurückziehen. Als der Boden gefriert, können sie auch nicht erfolgreich angreifen, geschweige denn Moskau einkesseln. Und als der Winter kommt, ist die Rote Armee wieder im Vorteil.
Hitler wollte es die letzten Monate nicht wahrhaben, doch jetzt kann er nicht mehr gewinnen.
Nach der Kriegserklärung der USA an Nazi-Deutschland fühlt sich Churchill wieder sicherer. Doch er braucht einen weiteren Erfolg – die Briten werden müde vom ständigen Durchhalten, während Hitler immer noch stark ist. Im Moment ist nicht einmal sicher, ob Russland Moskau retten kann.
In Russland sind die Russen damit beschäftigt, die Deutschen aus ihrem Land zu vertreiben. Im Winter wird die Wehrmacht um Moskau geschlagen, das endlich wieder frei ist. Nach dem Ende der Schlammsaison wird ein Großangriff entlang der gesamten Ostfront gestartet, der die Deutschen weiter zurückdrängt.
Hitler beschließt, ein Risiko einzugehen, nimmt alle verfügbaren Truppen und schickt sie gegen Leningrad. Die Stadt war über ein Jahr lang belagert, und er hoffte, dass, wenn er sie einnehmen könne, viele deutsche und finnische Truppen zur Verfügung stünden, um die Sowjets erneut aufzuhalten.
Die Deutschen nehmen Tichwin ein und machen eine Unterstützung der Stadt über das Eis des Ladogasees unmöglich. Daraufhin beginnt der deutsche Großangriff auf die Stadt, die so viel erleiden musste. Doch die Bevölkerung leistet Widerstand.
Stalin erkennt die Gefahr für die Stadt, befiehlt den Abbruch der Offensive und verlegt mehrere Truppen nach Norden. Im Juli wird Tichwin zurückerobert, und im August wird der Ring um Leningrad endgültig durchbrochen.
Das ist kein Zufall; etwa zu dieser Zeit landen amerikanische Truppen in Sizilien.
Die Rote Armee rückt immer weiter vor. Als der Winter 1944/45 kommt, haben sie die Deutschen hinter den Dnjepr zurückgedrängt; doch dieses Mal sind die Deutschen besser vorbereitet und haben hinter dem Fluss Verteidigungsanlagen errichtet. Vorerst kann die Rote Armee nicht weiter vorrücken. Hitler sagt, die „Festung Europa“ werde die Stellung halten, egal was passiert. Und im Moment erscheint das gar nicht so verrückt…
Nachdem sie Leningrad befreit und die dorthin führenden Schienen repariert hatten, starteten die Sowjets eine neue Offensive gegen Finnland. Die Finnen sahen ihre Niederlage ein und kapitulierten im Februar 1945. In Norwegen hielten die Deutschen unter General Dietl weiterhin stand. Gleichzeitig rückten die Sowjets auch in Nordrussland vor, wo sie die Deutschen ins Baltikum zurückdrängten, und im Süden, wo sie die Krim einnahmen.
Deutschland am Ende des Krieges
Der Krieg im Pazifik[]
Doch inzwischen haben die Japaner Pearl Harbor angegriffen...
Der weiteste japanische Vormarsch
In den ersten sechs Monaten verläuft der Krieg im Pazifik weitgehend wie in UZL – Japan erobert Hongkong, Malaya, die Philippinen, Birma, den größten Teil Indonesiens, und viele pazifische Inseln. Auch Singapur fällt in dieser ZL. Der amerikanische Widerstand ist etwas stärker, da sie keine Truppen nach Nordafrika entsandt haben. Burma hingegen wird schneller erobert, da Großbritannien weniger Truppen zur Verfügung hat.
Im Mai 1942 können die Japaner die Schlacht im Korallenmeer nicht gewinnen, wie in UZL. Ihr Vormarsch wird zum ersten Mal aufgehalten. Nachdem die Amerikaner ihren Code entschlüsselt haben, beginnt sich ihre Lage zu verschlechtern. Obwohl sie in Birma und China weiter vorrücken und sogar zwei Aleuten-Inseln einnehmen, verlieren sie auch bei Midway und können auf Guadalcanal nicht gewinnen.
Im August versuchen sie (in verzweifelten Momenten...) eine neue Strategie. Da die Deutschen in Persien stehen und Großbritannien sich in einer schwierigeren Lage befindet als in UZL, versuchen sie einen Angriff auf den „weichen Bauch der Alliierten“, d. h. Indien. Alle verfügbaren Infanterietruppen werden nach Birma verlegt.
Im September beginnt die neue Offensive. Die japanische Armee überquert die indisch-burmesische Grenze (aus UZL) und marschiert in Bengalen ein. Ihr Vormarsch beginnt langsam, beschleunigt sich aber, als sie die Berge verlassen. Churchill ist sehr besorgt. Sollte Indien fallen, würde das Britische Empire auf einen Schatten seiner selbst reduziert sein, und die Deutschen könnten sich mit den Japanern vereinen. Roosevelt versteht die Situation. Nachdem er mit den Generälen gesprochen hat, beschließt er, Truppen zur Unterstützung Großbritanniens nach Indien zu schicken. Nachdem sich Deutschland und die USA nicht miteinander im Krieg befinden, stehen viele Truppen zur Verfügung. Nach Abschluss der Planungen werden US-Truppen nach Indien, hauptsächlich nach Kalkutta, verschifft.
Im Oktober kommt es zu einem weiteren kritischen Moment. Japanischen Truppen gelingt die Landung auf dem schlecht verteidigten Ceylon, sie rücken jedoch langsam vor. Die Präsenz der US Navy im Indischen Ozean wird verstärkt. Im November wird der japanische Vormarsch in Ceylon und Bengalen gestoppt. Nun beginnt die Operation Torch (nicht dieselbe wie in UZL). Die vereinigten britisch-amerikanischen Truppen greifen die Japaner vor Kalkutta an und drängen sie zurück. Während die Schlacht um Guadalcanal noch nicht entschieden ist, sieht der indische Kriegsschauplatz vielversprechend aus. Im Winter 1942/43 werden Bengalen und Ceylon zurückerobert. Die Gefahr einer Vereinigung der Achsenmächte ist vorerst und für immer gebannt.
Nachdem sie in Indien angekommen sind, greifen die GIs die überdehnten Truppen der Japaner an, die Bengalen langsam verlassen und sich ins gebirgige Birma zurückziehen müssen. Zuvor rufen sie jedoch in Dakka (Anfang 1943) eine unabhängige Republik Bengalen aus.
Bis Juni haben amerikanische Truppen ganz Bengalen unter ihre Kontrolle gebracht. Unglücklicherweise setzt nun der Monsun ein und beendet alle Operationen an dieser Front. Das bedeutet leider, dass China von der Hilfe der Alliierten abgeschnitten ist. In der Zwischenzeit kämpfen die GIs jedoch gemeinsam mit Australiern und Neuseeländern beim Inselspringen im Pazifik. Bis zum Jahresende erobern sie Neuguinea, die Salomonen einschl. Guadalcanal, Neubritannien, die Gilbertinseln, Admiralitätsinseln und Eniwetok zurück.
Nach dem Ende des Monsuns im Oktober beginnen die US-Truppen eine Offensive in Birma. Da sie sich nicht im Krieg mit Deutschland befinden, verfügen die Alliierten an allen Fronten im Pazifik über mehr Truppen. Während Amerika die Chinesen über den "Hump" (Himalaya) versorgt, wird die Ledo-Straße in Nordbirma gebaut, nachdem diese Gebiete durch eine Offensive in den Händen der GIs sind.
Aufgrund des unterschiedlichen Krieges haben die Amerikaner hier mehr Truppen (aber weniger in Europa/Nordafrika – eigentlich gar keine in Europa, außer vielleicht einigen in England stationierten Flugzeugen, zum Bombardieren der deutschen Städte).
Inzwischen sind viele amerikanische Flugzeuge in China stationiert und helfen ihm bei der Verteidigung gegen die Japaner. Japanische Operationen gegen China (wie die Operation Ichigo, der Angriff auf die Provinz Hunan) werden behindert.
Bis Ende März können die Amerikaner die Marianen (einschl. Guam) zurückerobern. Östlich der Philippinen liefern sie sich eine weitere große Schlacht auf hoher See und bereiten damit den Weg für die spätere Rückeroberung der Philippinen. Im Mai erreichen die Amerikaner den Palau-Archipel, doch die vollständige Eroberung wird mehr als einen Monat dauern.
Doch bereits im Juni – die Amerikaner haben nun vier Monate Vorsprung gegenüber UZL – gelingt es US-Marines, bei Leyte zu landen. Zwei Monate später, im August, stehen sie auf Luzon, und Ende September wird Manila befreit. Die Lage der Japaner ist deutlich schlechter – im Gegensatz zu UZL war ihre Offensive in China nicht besonders erfolgreich (obwohl sie Tschangscha trotzdem einnehmen konnten), und die Amerikaner befinden sich in der Nähe der Hauptinseln.
Im Oktober beginnt der Kampf um Okinawa, nachdem Iwo Jima einige Zeit zuvor gefallen war. Die Japaner kämpfen härter denn je, und viele GIs sterben. Das Manhattan-Projekt ist leider noch lange nicht abgeschlossen, daher fällt diese Möglichkeit weg.
In der Zwischenzeit haben die Alliierten auch den Großteil Burmas (nur Rangun ist noch immer japanisch besetzt) und Borneos befreit. Im November ist die Ledo-Straße fertiggestellt (zwei Monate früher als OTL). Nun können die USA Tschiang Kai-schek mit Panzern unterstützen. (Obwohl es vor 1945 keine Panzerkämpfe zwischen GIs und Japanern geben wird.)
Vor Weihnachten ist ganz Okinawa von den USA besetzt. Weiter kamen sie allerdings nicht. Die nächste Frage ist: Sollen sie die Invasion der Hauptinseln auf Kyushu oder Shikoku beginnen?
Japan am Ende des Krieges
Im Frühjahr landen die GIs auf Shikoku. Der folgende Kampf wird sehr hart; die Japaner sind fast verloren, bekämpfen die Invasoren jedoch bis zum letzten Mann, ergeben sich nicht und führen Kamikaze-Angriffe auf US-Schiffe durch. Truman beschließt, dass es eine bessere Idee wäre, den Chinesen zu helfen und unterstützt sie mit Panzern. Da man auf einer kleinen Insel nur eine begrenzte Anzahl von Soldaten unterbringen kann, benötigt er sie nicht alle für das Inselspringen und kann einige für China entbehren. Nun werden die Japaner nach China zurückgedrängt.
Die Kämpfe auf Shikoku bringen keine Entscheidung. Obwohl die amerikanischen Panzer die japanische Armee in jeder Schlacht auf dem Land zerschlagen können, kämpfen die Japaner in den Städten um jedes Haus und fügen den GIs hohe Verluste zu. In China sind die Amerikaner jedoch erfolgreicher und helfen Tschiang Kai-Shek, die Japaner in den Tälern des Jangtse und des Gelben Flusses zurückzudrängen. Im Süden wird Hankau zurückerobert und, was noch wichtiger ist, der Hafen von Kanton befreit. Nun können die Amerikaner noch mehr Hilfe über die Eisenbahnlinie nach Tschangscha schicken.
Im Juli, als die ersten Atombomben auf Deutschland abgeworfen werden, hoffen die Alliierten, dass Japan aufgeben könnte. Doch dies ist nicht der Fall. Während in Europa Hitler gestürzt wird, Deutschland Frieden schließt und besetzt wird, gehen die Kämpfe weiter. Im September haben die Wissenschaftler zwei weitere Atombomben fertiggestellt, die auf die japanischen Städte Niigata und Nagasaki abgeworfen werden (nachdem sie die Auswirkungen in Deutschland gesehen haben, kommen sie zu dem Schluss, dass die GIs zu nahe an Hiroshima sind). Nun ist die japanische Regierung, vom Kaiser gedrängt, endlich bereit, bedingungslos zu kapitulieren. Stalin nutzt die Gelegenheit erneut, um in die Mandschurei (wo er Maos Kommunisten zur Machtergreifung verhilft), Südsachalin und die Kurilen einzumarschieren. Nach der Kapitulation der japanischen Armee in China werden einige amerikanische Truppen in China stationiert, nordöstlich von Peking – Truman ist Stalin gegenüber zu misstrauisch und traut der korrupten Kuomintang nicht zu, China angemessen gegen die Kommunisten zu verteidigen.
Das Schicksal der Juden[]
(Dieser Teil der ZL war am schwersten zu schreiben.)
In dieser AZL gab es 1942 keine Wannseekonferenz. Die Dinge liefen gut für das Nazi-Regime, obwohl die Italiener in Äthiopien besiegt waren und die Japaner bereits in Bengalen und im Pazifik zurückgedrängt wurden. Dennoch wollten die Nazis ein „Problem“ lösen: Was sollte mit den Juden geschehen?
Alte Pläne, sie alle nach Palästina, Angola, oder Madagaskar zu deportieren, waren verworfen worden. Eine andere Lösung musste her. Bis dahin „beschränkten“ sich die Nazis darauf, die Gesetze für Juden immer strenger zu gestalten und diejenigen von ihnen, die sie am verdächtigsten fanden, in Lager zu schicken.
Unerwartet änderte sich die Lage. Dies hing mit dem Vormarsch der Deutschen durch die arabischen Länder zusammen, die in der ersten Hälfte des Jahres 1942 bis zum Vertragsoman vordrangen.
Dennoch verlangten die arabischen Herrscher etwas im Austausch für ihr Öl. Das war eine schwierige Situation für Deutschland: Es hatte nicht gerade viel Geld übrig, und Hitler wollte keine arabischen Aufstände riskieren. Die Lösung fand sich im Januar 1942, nachdem Himmler den Großmufti von Jerusalem getroffen hatte, der den Antisemitismus der Nazis teilte. Bei ihrem Treffen sprachen sie über das böse Britische Empire, die westliche Dekadenz (natürlich ohne Deutschland), die „jüdische Gefahr“, die große Geschichte der Araber, und auch über die Zeit nach dem Krieg. Und so war die Lösung gefunden. Zwei Fliegen mit einer Klappe.
Es klang verrückt, aber es hatte durchaus seinen Reiz für die Nazis. Anfang 1942 führten Nazi-Funktionäre einige Gespräche mit arabischen Führern, die mit den Nazis sympathisierten, und als „Barbarossa“ begann, hatten sie eine Einigung erzielt.
Sie hatten sich darauf geeinigt, die Sklaverei in den von den Nazis eroberten Ländern Afrikas und Asiens wieder einzuführen (tatsächlich war sie vielerorts nie ausgerottet worden); Sie hatten außerdem beschlossen, dass die Nazis die Araber mit Sklaven versorgen würden – jüdischen Sklaven, um genau zu sein. Tatsächlich waren viele Araber an gut ausgebildeten Sklaven interessiert. Im Gegenzug lieferten die Araber den Deutschen das benötigte Öl und andere Güter – ägyptische Baumwolle, Orangen, und andere Luxusgüter für die Frauen der Nazis.
Und so begannen die Nazis 1942, Juden von Odessa über den Bosporus in die Häfen von Aleppo und Beirut zu verschiffen, wo sie an mit den Nazis kollaborierende arabische Führer verkauft wurden, die die versklavten Juden später mit gutem Gewinn an andere Araber weiterverkauften. Es gab sogar Gespräche über eine Ausweitung des Sklavenhandels nach dem Krieg, als Deutschland Kolonien in Afrika südlich der Sahara zu besitzen hoffte und den Arabern schwarze Sklaven verkaufen wollte. Im Jahr 1942 gelangten 800.000 Juden auf diese Weise in den Handel. Sie kamen hauptsächlich aus der Ukraine und Polen – hier erwarteten die Nazis den geringsten Widerstand gegen die „Endlösung“, und der Weg war am kürzesten. Die Juden kamen auf Frachtern mit mehreren hundert Menschen, unter ähnlichen Bedingungen wie bei den Zugtransporten in UZL.
Als die Amerikaner aus ihren Sommerferien zurückkehrten, erwarteten sie seltsame Nachrichten: Alle US-Radio- und Fernsehsender berichten aus dem Nahen Osten, wo sich die größte Geschichte seit langem abgespielt hat: Zuerst ungläubig, dann immer wütender, lauschten die Amerikaner den Geschichten über britische Offiziere, die live vom Nazi-Sklavenhandel mit Juden berichteten, über einige westeuropäische Juden, die von ihrem monatelangen Leiden berichteten, wie Herr Blau als Sekretär für einen ungebildeten arabischen Sklavenhändler arbeitete, oder über Frau Grün, die gezwungen wurde, die dritte Frau eines Emirs zu werden. Einige Nazi-Sympathisanten weltweit versuchen, die Sache herunterzuspielen und sprechen von Propaganda, doch im Allgemeinen ist man sich einig, dass Hitler zu weit gegangen ist.
Nun stellt sich die große Frage: Werden die USA Deutschland den Krieg erklären oder nicht? Sie unterstützen Großbritannien und Russland bereits auf jede erdenkliche Weise, sodass nur noch eine Kriegserklärung übrig bleibt. Werden die Amerikaner Franklin D. Roosevelt folgen, der dies sicherlich gerne tun würde, oder wird der Widerstand zu groß sein? Viele Amerikaner wollen keinen weiteren Krieg, ganz zu schweigen von den prodeutschen (es gibt nicht viele Amerikaner mit japanischen Wurzeln, aber viele mit deutschen oder italienischen Vorfahren), Antisemiten oder fanatischen Antikommunisten. Es ist Anfang 1943, die nächsten Wahlen finden Ende 1944 statt.
Nachdem der US-Kongress von Hitlers schmutzigen Sklavengeschäften erfahren hat – und zwar nicht mit irgendeiner Form von Sklaverei, sondern mit der Versklavung von Weißen –, stimmt er für eine Kriegserklärung. Sogar die Republikaner schlossen sich Roosevelt an. Ja, selbst Antikommunisten mussten zugeben, dass die Ersetzung Stalins durch Hitler kein wirklicher Gewinn für die Welt wäre. Niemand möchte darüber nachdenken, was dann möglich wäre.
Hitler bleibt überraschend ruhig, als er davon hört. Die Nazi-Propagandamaschine wird wieder angeworfen, um allen zu erzählen, dass der Atlantikwall jede mögliche amerikanische Invasion stoppen würde. Der Atlantikwall ist keine Maginot-Linie (und wir wissen, dass das nicht viel bedeutet), aber auch Roosevelt weiß, dass dieser Krieg nicht so schnell gewonnen werden kann.
Ein großes Problem gibt es jedoch: Vor der Kapitulation der Deutschen hatten sie viele Ölfelder in Brand gesteckt – es wird viele Monate dauern, sie zu löschen, und noch länger, alle Anlagen wiederherzustellen, und das Jahr 1945 wird deutlich kälter sein…
Das Ende[]
Während Herbst 1943 werden Pläne gemacht für eine Amerikanisch-Britische Invasion von Nordafrika gemacht - essenziell das Äquivalent von UZL-Torch. Nachdem es in dieser AZL kein Dieppe gab, sind sie Anfang 1944 bereit. Marokko und Algerien fallen an die Alliierten.
Dann ist da noch das Vichy-Regime. Hitler will ihnen Truppen für Nordafrika schicken (sie haben nicht sehr viele, nur 100.000 Mann insgesamt, aber für Hitler ist das besser als nichts), um gegen die Alliierten zu kämpfen. Wenn sie nicht mitmachen, wird er Vichy-Frankreich besetzen. Wieder ähnlich wie in UZL - aber diesmal stehen Hitlers Truppen in Russland und dem Mittleren Osten stärker da, und Moskau ist noch nicht gerettet.
Nachdem Pétain erklärt hat, dass Frankreich nicht an Hitlers Seite kämpfen werde, wird der Rest Frankreichs besetzt – dafür benötigt Hitler viele Divisionen, die er anderweitig einsetzen könnte. Er kann nichts tun; die wenigen Nazi-Sympathisanten in der französischen Armee haben sich bereits freiwillig an die russische Front gemeldet.
Während der Operation wurde auch Tunesien besetzt, um sich gegen die heranrückenden Amerikaner zu verteidigen. Die Lage im nordafrikanisch-nahöstlichen Kriegsschauplatz wird für die Achsenmächte immer schwieriger; alliierte Schiffe und Flugzeuge machen es fast unmöglich, die Truppen mit dem Nötigsten zu versorgen (und man muss bedenken, dass die Achsenmächte zumindest über das Öl aus dem Golf verfügen, aber nicht viel mehr).
Die Achsenmächte in Tunesien können zwei Monate lang kämpfen; danach müssen sie sich zurückziehen. Die verbliebenen vernünftigen Leute im deutschen Generalstab sehen, dass dieser Kriegsschauplatz verloren ist, doch Hitler will nicht zurückweichen und rät ihnen, weiterzukämpfen. Im Mai wird Tripolis erobert; im Juni stehen die Alliierten in der Cyrenaika; Im Juli begann der Kampf um das ägyptische Delta. Gleichzeitig griffen Truppen aus allen Teilen des Imperiums das Delta von Süden her an. Unter den ägyptischen Kollaborateuren breitet sich Unruhe aus. Sie wissen, dass die Nazis in Schwierigkeiten geraten würden, wenn sie den Krieg verlieren würden. Jetzt wäre also ein guter Zeitpunkt, die Seiten zu wechseln.
Im März 1944 treffen sich Roosevelt, Churchill und Stalin (vertreten durch Molotow) erneut, diesmal in Dakar. Stalin drängt die Westalliierten, eine zweite Front in Europa zu eröffnen. Sie erwägen eine Landung in Narvik, beschließen aber, den Plan zu verwerfen. Stattdessen wird eine Invasion in Italien durchgeführt.
Im August landen amerikanische Truppen auf Sizilien. Mussolini kann seine Gegner zunächst beruhigen; doch als die ersten GIs das italienische Festland betreten und amerikanische und britische Truppen die Achsenmächte hinter den Suezkanal drängen, ist seine Zeit abgelaufen, und er wird gefangen genommen. Zwei Wochen später schließt die neue italienische Regierung einen Waffenstillstand mit den Alliierten. Deutschland gelingt es, die Truppen seines ehemaligen Verbündeten zu entwaffnen, doch als diese versuchen, Rom einzunehmen, bereiten ihnen die italienischen Partisanen so große Schwierigkeiten, dass sie sich weiter zurückziehen müssen. (In dieser ZL hat Deutschland weniger Truppen für Italien zur Verfügung; obwohl es keine mit Stalingrad vergleichbare Schlacht gegeben hat, haben die Verluste der zwei Jahre in Russland der Wehrmacht stark zugesetzt, und auch der Kriegsschauplatz in Afrika und im Nahen Osten forderte seinen Tribut. Auch die Befreiung des gefangenen Mussolini gelang nicht, sodass ihre Satellitenregierung in Norditalien noch schwächer ist.)
Obwohl die Amerikaner in Italien nicht so schnell vorrücken können, erzielen sie anderswo dennoch viele Erfolge: Im Oktober sind sie in Palästina und überqueren die Grenze zum Libanon und Syrien; und im November muss Generalfeldmarschall Erwin Rommel, abgeschnitten von jeglicher Art von Unterstützung, mit mehreren Armeen kapitulieren. Als Hitler davon erfährt, verliert er fast den Verstand. Mehrere deutsche Generäle beginnen, über Geheimverhandlungen mit den Alliierten nachzudenken. Im Nahen Osten wird der Status quo ante bellum wiederhergestellt. Mehrere arabische Führer, die mit den Nazis kollaboriert hatten, werden gehängt. Viele amerikanische und insbesondere britische Truppen stehen nun für den Kampf an anderen Orten zur Verfügung (obwohl es wahrscheinlich Wochen, wenn nicht Monate dauern wird, sie an eine andere Front zu schicken).
Nachdem die Westalliierten Sardinien und Korsika eingenommen hatten, beschlossen Roosevelt und Churchill, gegen den Balkan vorzugehen. Stalin ist darüber nicht besonders glücklich (er hatte in der Vergangenheit gehofft, dort nach dem Krieg Erfolge zu erzielen), kann dies aber nicht wirklich fordern, da die Deutschen einen größeren Teil des russischen Territoriums besetzen (und die Sowjetunion stärker geschwächt ist als die Sowjetunion aus UZL).
Im Oktober werden alliierte Truppen aus Apulien in Süditalien nach Albanien verlegt (das nach der Kapitulation Italiens von den Deutschen besetzt wurde). Das bergige Land erschwert einen Vormarsch, doch die einheimische Bevölkerung unterstützt die Alliierten gegen die Deutschen. Im Winter werden Albanien, Griechenland und Südjugoslawien befreit. Nun befürchtet Bulgarien das Schlimmste, und nachdem die Alliierten ihre Grenze erreicht haben, schließt die Regierung einen Waffenstillstand und erklärt den Achsenmächten kurz darauf den Krieg.
Die Balkanoffensive war für die Alliierten, insbesondere Churchill, notwendig, da die Deutschen 1944 begannen, V-Raketen (die sogenannten Wunderwaffen) gegen London und andere britische Städte abzufeuern. Der Schaden ist zwar nicht allzu hoch, aber auch nicht unerheblich. Da eine Landung in Frankreich nun nicht mehr möglich ist und die Deutschen sich in Italien entlang des Apennins halten können, brauchen die Alliierten einen Sieg.
Nach dem Seitenwechsel Bulgariens zerstören die Deutschen die meisten Donaubrücken, sodass Rumänien weiterhin sicher ist; nur die Dobrudscha wird erobert. Vor Belgrad gestoppt, verlagern die Alliierten ihre Balkanoffensive nach Westen, nach Bosnien, das Teil des faschistischen Kroatiens unter Ante Pavelic ist. Die unterdrückten Serben schließen sich den Alliierten in Massen an. Auch Dalmatien wird in dieser Zeit erobert.
Im Januar starb Präsident Roosevelt (für ihn war die Zeit, als Hitler halb Europa eroberte und er nichts gegen ihn unternehmen konnte, besonders hart als die Zeit davor). Hitler ist froh und glaubt, dass sich das Kriegsglück wenden könnte, genau wie 1762 für Friedrich den Großen. In gewisser Weise stimmt das: Der neue Präsident Harry S. Truman ist antikommunistischer als Roosevelt. Natürlich bleiben die USA im Krieg.
Im April war der alliierte Angriff auf Zagreb erfolgreich, und auch Kroatien kapitulierte. Die Deutschen besetzen Slawonien, um den aussichtslosen Kampf fortzusetzen. Doch nun haben die Alliierten die Grenze des Großdeutschen Reiches erreicht.
Der Mai 1945 verläuft relativ ruhig. Im Osten verhindert Schlamm die sowjetischen Angriffe, und überall sonst halten die Deutschen den Westalliierten stand. Doch die Alliierten haben andere Pläne…
Im Juni findet der D-Day statt (ein Jahr später als in UZL). Gleichzeitig gelingt es der Roten Armee, den Dnjepr in der Ukraine zu überqueren. Truman befürchtet, Stalin könnte halb Osteuropa verschlingen, und fordert seine Wissenschaftler zu verstärkter Arbeit auf. Unterdessen kommen einige deutsche Offiziere zu dem Schluss, dass offensichtlich alles verloren ist, und denken darüber nach, Hitler zu töten.
Doch Truman entscheidet anders. Am 22. Juli wird die erste Atombombe auf Oldenburg abgeworfen. Eine Zeit lang weiß niemand in Deutschland, was wirklich passiert ist – nicht nur die Hälfte, sondern die ganze Stadt ist zerstört, und es gibt kaum Überlebende (die Stadt ist kleiner als Hiroshima). Es dauert eine Weile, bis alle in Deutschland verstehen, was passiert ist. Hitler scheint nicht zu begreifen, dass eine Stadt vollständig ausgelöscht wurde. Selbst die Verschwörer gegen ihn sind verwirrt. Sie warten zu lange, und am 26. Juli fällt die zweite Bombe auf die österreichische Stadt Graz. (In Amerika protestierten viele, da die Stadt ein kulturelles Zentrum war, aber es half nichts.)
Nun beschließen die Verschwörer zu handeln. Nicht indem sie Hitler töten – die Gelegenheit dazu ist nicht immer günstig, da Hitler paranoider denn je geworden ist –, sondern indem sie in der Wehrmacht heimlich Mundpropaganda darüber verbreiten, was die Offiziere über ein Kriegsende denken. Und anders als Hitler sind sich die Generäle einig, dass sie keine weiteren deutschen Städte nicht nur bombardiert, sondern ausgelöscht sehen wollen – täglich hören sie neue Schreckensgeschichten aus Oldenburg und Graz, obwohl Hitler strengstens befohlen hat, solche Geschichten nicht zu verbreiten.
Am 9. August beginnen sie zu handeln. Loyale Wehrmachtstruppen besetzen Radiosender in Berlin und anderen Orten, verhaften Hitler und andere Nazi-Größen, darunter Nazi-Generäle wie Keitel und Jodl, und schlagen gegen die SS vor. Major Otto Remer ist unter den Toten.
Zwei Wochen später wird eine provisorische Regierung gebildet, die mit den Westalliierten – nicht mit Stalin – zu verhandeln beginnt. In Frankreich, Italien und auf dem Balkan zieht sich die Wehrmacht zurück und übergibt den Alliierten die Kontrolle über die Länder; in Russland hingegen kämpfen sie weiter. Auch Rumänien und Ungarn lassen die Alliierten einmarschieren, und die slowakische Regierung wird gestürzt.
Zu Beginn scheinen einige Männer der neuen deutschen Regierung die Situation nicht zu begreifen und versuchen ernsthaft, für Deutschland Österreich, das Sudetenland und Teile seiner Eroberungen zu verlangen. Doch Churchill und Truman sind anderer Meinung. Sie fordern eine Bestrafung Deutschlands und sind nicht kompromissbereit, obwohl die Deutschen sogar anbieten, für die Alliierten gegen Sowjetrussland zu kämpfen. So beginnen die Verhandlungen zwischen Deutschland und den Westalliierten. Die neue Regierung bietet an, die westlichen Länder zu verlassen und eine einseitige Kapitulation (nur mit den USA und dem Empire) zu vollziehen, was ebenfalls abgelehnt wird. Die Lage ist so schwierig, weil Truman und Churchill nicht wirklich darauf vorbereitet waren, dass der Krieg in Europa endete, bevor sie wussten, was sie damit anfangen sollten. Und Stalin befindet sich in der verwirrenden Situation, dass die Deutschen zwar noch große Teile seines Landes unter ihrer Kontrolle haben, aber den Kampf gegen die Westalliierten eingestellt haben – und sogar Truppen in den Osten transportieren konnten. Und der neue Präsident Truman ist nicht besonders begeistert von Stalin – die Konferenz in Moskau im Februar 1945 verlief nicht so gut, und auch in Ankara im April gelang es den beiden nicht, einen Kompromiss für das Nachkriegseuropa zu finden. Er scheint sogar mehr Sympathie für eine Zusammenarbeit gegen die Sowjets zu haben. Stalin muss wütend zusehen, wie sich die Deutschen aus Frankreich, Italien, und Böhmen zurückziehen. Die Wehrmacht übergibt die Kontrolle über diese Länder geordnet an die Alliierten.
Im Oktober wird wahr, was vor drei Monaten noch jeder für unglaublich gehalten hätte: Amerikaner und Briten dringen in deutsches Gebiet ein, die örtlichen Garnisonen übergeben ihnen das Kommando und jagen gemeinsam mit ihnen SS-Männer und andere Nazis, die Widerstand leisten. Im selben Monat werden Polen (in den Grenzen von 1939!) und die baltischen Staaten von den Westalliierten besetzt. Stalin ist fast wahnsinnig und beschuldigt Truman des Verrats. Doch Truman weist auf die amerikanische Stärke und die Bombe hin, die Deutschland und Japan außer Gefecht gesetzt hat (mehr dazu später), und fordert Stalin auf, sich zufrieden zu geben oder gar nichts zu bekommen. Stalin muss murrend nachgeben. Nun schließen Deutschland und die Sowjetunion einen Waffenstillstand, die Wehrmacht zieht sich zurück (ja, Stalin kann nicht einmal Gefangene machen), und die Verhandlungen mit allen Seiten können beginnen.
Die Nachkriegsordnung[]
In Deutschland[]
1946 wurden die überlebenden Nazi-"Führer" in Nürnberg vor Gericht gestellt. Hitler, Goebbels, General Keitel, und Himmler hatten zuvor Selbstmord begangen (letzterer, bevor die Wehrmacht ihn festnehmen konnte), aber Bormann, Göring, und Ley haben überlebt.
Die Welt ist entsetzt, als sie Einzelheiten über den Sklavenhandel der Nazis erfährt, und noch entsetzter über die Massenmorde an über 4 Millionen Juden. (Sehr viel positiver als in UZL konnte ich die Geschichte nicht ausgehen lassen, nachdem die Nazis immer noch stark waren, aber zumindest gibt es in dieser AZL fast 2 Millionen mehr Überlebende. — Max Sinister) Obwohl Truman die Deutschen als potentielle Verbündete gegen Stalin will, kann er nicht anders als zu entscheiden, dass eine Entnazifizierung und Umerziehung von Deutschland notwendig ist, also geschieht dies ähnlich wie in UZL. Vielleicht nicht ganz - die Wehrmacht will die Schuld möglichst auf die SS und die NSDAP schieben und hilft den Alliierten, viele Nazis zu finden.
Herbst 1946 wurde Deutschland in vier Zonen geteilt - die Briten waren in West- und NW-Deutschland und Ost-Österreich; die US-Amerikaner in Hessen, Bayern, und dem Rest von Österreich; die Franzosen in Baden, Württemberg, und der Pfalz; und die Sowjetunion in Ostdeutschland. Die Rote Armee musste dabei über die Ostsee transportiert werden, nachdem die anderen Nationen sie nicht ihr Territorium durchqueren lassen wollten.
1949 wurden drei neue deutsche Staaten gebildet: Ein süddeutscher (mit Österreich), einer in NW-Deutschland, und das sowjetisch besetzte Ostdeutschland. Deutschland sollte geteilt bleiben, der Friedensvertrag verbat ihnen die Wiedervereinigung explizit. Die drei Staaten waren sehr verschieden: Die Bundesrepublik Deutschland im Süden gab den einzelnen Ländern (Hessen, Baden, Württemberg, Bayern, Österreich) viele Rechte; hier wurde die Regierung aus den drei großen Parteien gebildet, nämlich den Liberalen (am stärksten in Baden und Württemberg, eine sehr gemischte Partei), die Sozialdemokraten (vereinte Partei, am stärksten in Franken, Hessen, und den großen Städten), und die starke Christliche Volkspartei (die Katholiken und Konservative vereint; in Österreich heißt sie natürlich Österreichische Volkspartei); dann die Deutsche Demokratische Republik im NW, regiert von den Sozialdemokraten und der christlichen Zentrumspartei (dauerhaft stärker pro-Staat als die UZL-CDU, nachdem Ludwig Erhard in Süddeutschland wirkt); und die Deutsche Volksrepublik, die immer noch eine linke Mehrheit hat, obwohl die nicht-sozialistischen Parteien wieder zugelassen wurden.
Die unterschiedliche Politik trieb die drei Staaten - die dezentralisierte, konservative, marktwirtschaftliche BRD, die sozialistische SVRD, und die linke, zentralisierte, aber entschieden antikommunistische DDR immer weiter auseinander. Die drei Staaten orientieren sich sogar international unterschiedlich: Die BRD an den USA, Frankreich, und Italien; die SVRD an der Sowjetunion (was sie muss); und die DDR an Großbritannien unter Attlee.
1952 wurden sowohl in West- als auch Ostdeutschland von den zentralistischen Regierungen die alten Länder aufgelöst und durch Regierungsbezirke ersetzt. Zufälligerweise gab es in beiden Staaten genau 17 davon.
Süddeutschland[]
Hauptstadt: Salzburg, als Kompromiss zwischen Bayern und Österreich
Der Bundeskanzler ist das Staatsoberhaupt und leitet die Regierung. Seine Macht ist allerdings begrenzt, nachdem die Zentralregierung nur wenig mehr Rechte als 1871-1918 hat.
Die fünf Länder, d.h. ihre jeweiligen Regierungen, sind in der zweiten Kammer repräsentiert, dem Bundesrat, der alle Gesetze blockieren kann, die der Bundestag, die erste Kammer, erlässt. Bundestagswahlen sind alle fünf Jahre, seit 1949. Eine Partei, die Sitze bekommen will, muss 5% der Stimmen in einem Land oder einen Wahlkreis gewinnen. Seit Ludwig Erhards Reformen von 1948 ist die Wirtschaft marktwirtschaftlich.
Parteien[]
- Christliche Volkspartei (CVP) / Österreichische Volkspartei (ÖVP), unter Josef "Ochsensepp" Müller / Leopold Figl
- Deutsche Volkspartei (DVP), unter Theodor Heuss
- Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD), unter Karl Renner
- Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten (BHE), unter Theodor Oberländer
- Bayernpartei (BP), unter Josef Baumgartner
- Kommunistische Partei Deutschlands (KPD), unter Johann Koplenig
- Verband der Unabhängigen (VdU), unter Herbert Kraus (rechts)
Ergebnisse bei der ersten Wahl in %[]
- CVP/ÖVP: 33
- DVP: 14 (aber stärkste Partei in Württemberg)
- SPD: 28
- BHE: 7
- BP: 5
- KPD: 4
- VdU: 3
- Andere (nicht vertreten): 6
Erste Regierung[]
- Kanzler: Leopold Figl (ÖVP)
- Äußeres (seit 1951): Leopold Figl (ÖVP)
- Finanzen: Fritz Schäffer (CVP)
- Justiz: Thomas Dehler (DVP)
- Verteidigung: -
- Soziales: Wilhelm Hoegner (SPD, Bayern)
- Wirtschaft: Ludwig Erhard (keine Partei, CVP-nah)
- Verkehr und Eisenbahn: Josef Afritsch (SPD, Österreich)
- Post: Eberhard Wildermuth (DVP)
- Innerdeutsche Angelegenheiten: Carlo Schmid (SPD)
- Flüchtlinge: Hans Lukaschek (CVP)
(Ja, die Zentralregierung hat wenig Macht - Landwirtschaft, Arbeit, Polizei, Kultur, Bildung von Grundschulen bis zu Universitäten, und der Wohnungsbau sind Länderrechte.)
Ministerpräsidenten / Kanzler[]
- Hessen: Werner Hilpert (CVP)
- Baden: Leo Wohleb (CVP)
- Württemberg: Reinhold Maier (DVP)
- Bayern: Hans Ehard (CVP)
- Österreich: Julius Raab (ÖVP)
Westdeutschland[]
Hauptstadt: Köln
Der Kanzler ist das Staatsoberhaupt und Regierungschef, wie der US-Präsident, und daher sehr mächtig. Er wird von der ersten Kammer gewählt, dem Nationalrat. Die zweite Kammer, der Länderrat, ist nicht sehr einflussreich. Wahlen zum Nationalrat sind alle vier Jahre, seit 1949. Eine Partei, die Sitze gewinnen will, muss 5% der Stimmen im ganzen Land erhalten. Die Wirtschaft ist ähnlich wie in Großbritannien unter Labour organisiert: Banken, Krankenhäuser, und Bergwerke wurden verstaatlicht, andere Zweige der Wirtschaft sind frei.
Parteien[]
- Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD), unter Kurt Schumacher/Erich Ollenhauer
- Christlich-Demokratische Union (CDU), unter Konrad Adenauer (schwächer als in UZL)
- Deutsche Partei (DP), unter Hans-Christoph Seebohm (konservativ bis rechts)
- Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten (BHE), unter Waldemar Kraft
- Zentrum, unter Rudolf Amelunxen (linkskatholisch)
- Kommunistische Partei Deutschlands (KPD), unter Max Reimann
- Freie Demokratische Partei (FDP), unter Franz Blücher (liberal-national)
Ergebnisse bei der ersten Wahl in %[]
- SPD: 38
- CDU: 20
- DP: 11
- BHE (Alliierte verbaten eine Teilnahme): -
- Z: 8
- KPD: 7
- FDP: 6
- Andere (nicht vertreten): 10
Erste Regierung[]
- Kanzler: Kurt Schumacher (SPD)
- Äußeres (seit 1951): Erich Ollenhauer (SPD)
- Inneres: Rudolf Amelunxen (Z)
- Verteidigung: -
- Justiz: Gustav Heinemann (Z)
- Arbeit und Soziales: Hermann Lüdemann (SPD)
- Finanzen: Erik Nölting (SPD)
- Handel: Karl Schiller (SPD)
- Bergwerksindustrie und Energie: Fritz Steinhoff (SPD)
- Sonstige Industrie: Alfred Kubel (SPD)
- Landwirtschaft: Hinrich Kopf (SPD)
- Verkehr und Eisenbahn: Max Brauer (SPD)
- Post: Bruno Diekmann (SPD)
- Erziehung und Kultur: Adolf Grimme (SPD)
- Wissenschaft und Universitäten: Carl Spiecker (Z)
- Bau: Fritz Kassmann (SPD)
- Innerdeutsche Angelegenheiten: Walter Menzel (SPD)
- Gesundheit, Jugend, Familien: Annemarie Renger (SPD), einzige Frau
Ostdeutschland[]
Hauptstadt: Berlin
Der Präsident (anfangs Wilhelm Pieck) ist das Staatsoberhaupt. Die Regierung ist der Ministerrat, dessen Leiter einfach Vorsitzender des Ministerrats (Otto Grotewohl), der die Minister ernennt. Das Parlament, die Volkskammer, wird alle fünf Jahre gewählt (erste freie Wahl war 1950); sie macht die Gesetze und muss der Regierung zustimmen. Bis die USA 1949 eingriff, wurde die Regierung tatsächlich von der Führung der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) unter Walter Ulbricht kontrolliert. Die SED wurde 1946 gegründet, als die SPD gezwungen wurde, sich mit der KPD zu vereinigen. 1949 trennten sich die Parteien wieder, und Ulbricht (inzwischen "der meistgehasste Mann von Deutschland") musste auch als KPD-Chef zurücktreten.
Der größte Teil der Wirtschaft ist nationalisiert - nur kleine Firmen und Bauern mit unter 100 Hektar Land wurden nicht enteignet. Die neue Regierung änderte diese Entscheidung nicht, obwohl sie versprach, dass es keine zukünftigen Enteignungen geben würde. Sie änderte auch nicht die Struktur der Regierung mit ihren vielen Ministerien (eins für jeden Zweig der verstaatlichten Wirtschaft).
Parteien[]
- Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD), unter Ernst Reuter
- Christlich-Demokratische Union (CDU), unter Otto Nuschke
- Kommunistische Partei Deutschlands (KPD), unter Wilhelm Pieck
- Liberaldemokratische Partei Deutschlands (LDPD), unter Karl Hamann
- Demokratische Bauernpartei Deutschlands (DBD), unter Ernst Goldenbaum
Ergebnisse bei der ersten Wahl in %[]
- SPD: 39
- CDU: 29
- KPD: 13
- LDPD: 16
- DBD: 3
Erste Regierung[]
Die Koalition wurde aus SPD, KPD, und DBD gebildet. Es gibt die folgenden Ministerien:
- Äußeres
- Finanzen und Preise
- Verkehr
- Post und Telefon
- Kultur
- Erziehung
- Universitäten
- Gesundheit
- Justiz
- Planung
- Presse
- Inneres
- Staatssicherheit (Geheimdienst)
- Verteidigung
Wirtschaftsministerien:
- Erzbergbau, Metallurgie und Kali
- Elektrotechnik und Elektronik
- Kohle und Energie
- Chemische Industrie
- Bauwesen
- Glas- und keramische Industrie
- Materialwirtschaft
- Fahrzeugindustrie
- Werkzeugmaschinenindustrie
- Schwermaschinen und Bau
- Landwirtschaft
- Leichtindustrie
- Lebensmittelindustrie
- Handel
- Import/Export
In Europa[]
Die Nachkriegsordnung
Rot = Sowjetunion
Hellrot = Kleinere kommunistische / sozialistische Staaten
Dunkelgrün = Gründungsmitglieder der EFTA
Hellgrün = Kamen später zur EFTA
Dunkelblau = Gründungsmitglieder der EWG
Hellblau = Kamen später zur EWG
Churchill verlor die Wahl von 1945, wenn auch nicht so hoch wie UZL, und Attlee wurde neuer PM, aber Churchill blieb in der Regierung, bis der Krieg vorbei war.
Die Verbündeten von Nazi-Deutschland in Europa hatten bereits 1946 Friedensverträge abgeschlossen, mit ähnlichen Ergebnissen wie in UZL. Jugoslawien und die Tschechoslowakei wurden wiederhergestellt. In Deutschland klare Verhältnisse herzustellen, dauerte etwas. Stalin verlangte territoriale Erweiterung (heißt: mehr als die Gebiete, die er von Finnland und Rumänien genommen hatte) und Teilnahme an der deutschen Besatzung. Und die Franzosen und Polen verlangten die Zerstückelung von Deutschland. Schließlich wurde ein Kompromiss gefunden: Polen gab Litauen Wilna zurück, und das meiste Gebiet östlich der Curzon-Linie an die SU (außer Lemberg), aber erhielt ganz Ostpreußen und die Osthälfte von Pommern und Schlesien. Als sich die britische Regierung für Stalin einsetzt, stimmt auch Truman zu, aber unter der Bedingung, dass die USA die sowjetisch besetzte Zone überwachen darf. Die neue deutsche Regierung protestiert gegen Stalins Besatzung, aber muss Sowjet-Truppen nach Deutschland lassen. (Die Besatzung erweist sich als weniger hart als die aus UZL: Die Deutschen waren von den Amerikanern vorgewarnt, und viele reiche Leute - und Ex-Nazis - können in den Westen fliehen.) Stalin ist immer noch ärgerlich, weil sein Land bei weitem die meisten Toten zu beklagen hat und dafür fast nichts bekommt. (Er hat allerdings Finnland. Und die Gelegenheit, in "seinem" Teil von Deutschland Fabriken, Eisenbahnen, und alles von Wert plündern zu lassen.)
In Bulgarien, Griechenland, und Albanien wurde die Monarchie wiederhergestellt bzw. beibehalten. Triest wurde einige Jahre zur Freien Stadt, bis es ähnlich wie in UZL zwischen Italien und Jugoslawien aufgeteilt wurde.
Der Marshallplan wurde (seit 1947) implementiert und half in dieser AZL auch den osteuropäischen Nationen (außer Finnland, dem es die Sowjetunion verbat, und eine Zeitlang Ostdeutschland).
1949 wurde die NATO gegründet, um die Sowjetunion abzuschrecken. Anfangs bestand sie aus denselben Staaten wie in UZL; einige Monate später traten auch die osteuropäischen Staaten einschließlich des Baltikums (trotz Sowjet-Protesten) bei. Griechenland und die Türkei traten 1952 bei, und 1955 wurde sogar Süddeutschland zugelassen.
1957 wurde die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) gegründet, mit den Mitgliedern Frankreich, Süddeutschland, Belgien, Luxemburg, und Italien. Nachdem der süddeutsche Kanzler Figl und der österreichische Kanzler Raab erfolgreich verhandelten, wurde sie 1963 auf Polen, die Tschechoslowakei, Ungarn, und Jugoslawien ausgeweitet.
Großbritannien gründete 1960 die European Free Trade Association (EFTA) als Gegenstück, zusammen mit den skandinavischen Staaten, Westdeutschland, den Niederlanden, der Schweiz, und Portugal. Als sich die EWG ausdehnte, ließ die EFTA im Gegenzug 1966 die baltischen Staaten beitreten.
Ostdeutschland vertraute den "kapitalistischen" Organisationen nicht und hielt sich daher heraus, handelte wie Finnland hauptsächlich mit der Sowjetunion (allerdings unter besseren Konditionen als in UZL); das faschistische Spanien war in keiner Organisation willkommen; und die anderen Staaten in Südost-Europa galten noch als zu rückständig. Die EWG machte aber assoziative Verträge mit Griechenland, der Türkei, Rumänien, Albanien, und Bulgarien.
International[]
Nach Stalins Tod 1948 wurde Malenkow neuer Anführer der Sowjetunion. Berija wurde "gereinigt", ähnlich wie in UZL. Shdanow war schon tot. Die neue Regierung war in einer schwächeren Stellung als in UZL, und Historiker schreiben, dass dies zu Mao Zedongs Niederlage im Chinesischen Bürgerkrieg beitrug. Russland bekam die Atombombe 1950, und hat ohne die deutschen Wissenschaftler nie den ersten künstlichen Satelliten ins All befördert. Sie versuchen immer noch, den Einfluss der USA im Westen durch die Unterstützung von kommunistischen Parteien, Widerstandsorganisationen in den wiederhergestellten Königreichen von Südost-Europa und in den Kolonien zu untergraben - nicht immer erfolgreich, obwohl die manchmal korrupten Regime nicht populär sind.
Das Saarland wurde von Deutschland abgetrennt (die Franzosen hatten es verlangt); 1955 sollte ein Plebiszit entscheiden, ob sie 1) sich Frankreich anschließen, 2) Süddeutschland anschließen, 3) Westdeutschland anschließen oder 4) unabhängig bleiben wollten. Die SPD machte Werbung für Westdeutschland, die CVP für Süddeutschland, die Liberalen für die Unabhängigkeit. Als das erste Plebiszit keine klare Mehrheit ergab, wurde es wiederholt, wobei es diesmal nur die zwei Optionen mit den meisten Stimmen gab: West- oder Süddeutschland. Am Ende gewannen die pro-Süd-Kräfte mit 58% : 42%.
Israel wurde 1948 gegründet, nachdem die Briten entschieden, die Kontrolle über Palästina den United Nations zu übergeben. Die Kollaboration der Araber mit den Nazis führte dazu, dass nicht viele Leute im Westen noch Sympathien für sie hatten, und so wurde entschieden, den Juden ganz Palästina einschließlich Gaza zu geben. Die meisten Araber verließen das Land, siedelten sich in Ägypten oder Transjordanien an, das im selben Jahr zur Republik Jordanien wurde. Als Rache für den Verlust von Palästina warfen die Araber die Juden aus ihren Ländern hinaus. Israel hatte am Ende eine höhere Bevölkerung als in UZL (über eine Million mehr Menschen) und eine bessere strategische Position für die Zukunft.
Indien wurde 1943 geteilt; wir erinnern uns, als die Japaner sich aus Bengalen zurückziehen mussten, erklärten sie Bengalens Unabhängigkeit. Die künstliche Trennung dauerte allerdings nicht lange; nachdem Bengalen zurückerobert wurde, machte Gandhi die notwendigen Verhandlungen, und Bengalen ging an Indien zurück. Die neue britische Regierung gab Indien 1947 die Unabhängigkeit; die Teilung in Indien und Pakistan war allerdings unvermeidlich.
Japan durfte weiterhin ein Kaiserreich bleiben, aber musste alle Kolonien aufgeben, dazu Okinawa, Sachalin und die Kurilen, und die US-amerikanische Besatzung akzeptieren.
In China war die Position der Nationalisten ein bisschen stärker, dank dem Fakt, dass die USA ihnen halfen, viele Gebiete im Norden zurückzuerobern, bevor die Japaner sich ergaben. Nachdem die US-Mission (die von den Nationalisten und Kommunisten forderte, eine Koalitionsregierung zu bilden) versagt hatte, besiegte Mao die chinesischen Nationalisten mehrere Male; andererseits schaffte er es nie, aus der Mandschurei auszubrechen. Die US-amerikanische Drohung, eine Bombe auf Harbin zu werfen, half den Kommunisten auch nicht. Ebensowenig der Fakt, dass Stalin 1948 starb und die folgenden Monate in Moskau mit Grabenkämpfen um seine Nachfolge verbracht wurden, was Russland von einer Intervention abhielt. Der Krieg zog sich bis zum Waffenstillstand 1952 hin.
Korea wurde von den USA besetzt, nachdem die Japaner abzogen. Die stärkere Position der USA in Japan und China half ihnen, die Kontrolle über das ganze Land übernehmen, das nie gespalten wurde. Der kommunistische Widerstand unter Kim Il-sung, unterstützt von Russland und Mao, bedeutete eine Menge Probleme für das neue Regierung, aber konnte nie die Kontrolle über Korea übernehmen.
Diverses[]
Diese ZL wurde seit dem 23. November 2004 hier gepostet. Ursprünglich hatte sie den Namen "Hitler tries the Mediterranean strategy" (Hitler probiert die Mittelmeer-Strategie), bevor er auf den jetzigen gekürzt wurde. Lest hier das vollständige Original auf Englisch.
Gewann 2007 den "Turtledove Award" für die beste Zweiter-Weltkrieg-ZL auf AlternateHistory.com.
Wordle (englisch)