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John Nance „Cactus Jack“ Garner III. (* 22. November 1868 in einer Blockhütte bei Detroit, Texas) war 1933-41 Vizepräsident der Vereinigten Staaten von Amerika unter Franklin D. Roosevelt. Er gehörte seit 1903 dem US-Repräsentantenhaus an, ab 1931 war er dessen Sprecher.

Der Gewerkschaftsführer John L. Lewis beschrieb Garner als einen

labor-baiting
poker-playing
whiskey-drinking
evil old man

("arbeiterfeindlichen, poker-spielenden, whiskey-trinkenden, bösen alten Mann", oder)

Roten-Hetzer
Poker-Zocker
Whiskey-Trinker
böser Alter
(Übersetzung, die das Versmaß bewahrt: Max Sinister)

Um 1900 hatte er im texanischen Repräsentantenhaus eine Vorlage eingereicht, um den Staat in fünf Bundesstaaten aufzuteilen. Das Parlament hatte bereits zugestimmt, aber der Gouverneur legte sein Veto ein.

1913 unterstützte er die Verabschiedung des 16. Verfassungszusatzes zur Einführung einer nationalen Einkommensteuer.

Im Vorfeld der Präsidentschaftswahl 1932 bewarb sich Garner um die Kandidatur der Demokraten. Wegen der Wirtschaftskrise rechnete sich die Partei gute Chancen aus, Amtsinhaber Herbert Hoover abzulösen. Garner hatte aber keine Unterstützung in seiner Partei, außer bei konservativen Südstaaten-Demokraten, also machte er einen Kuhhandel mit Roosevelt: Er würde ihn unterstützen und dafür sein Vize werden. Also wurde FDR Kandidat und nach seinem Erdrutschwahlsieg Präsident, und Garner Vizepräsident. Allerdings wurde er nie mit der "New Deal"-Politik von FDR warm, er tendiert eher zur Conservative Coalition der "New Deal"-Gegner, er hat in der Politik auch nichts zu sagen, und er findet, sein Amt wäre nicht mehr wert als „a warm bucket of piss“. Und er träumt noch immer, eines Tages US-Präsident zu werden. Die zweite Amtszeit von FDR lief 1941 ab, es schien Zeit für einen Wechsel...

Am 18. Dezember 1939 verkündete Garner dann seine Kandidatur als Präsidentschaftskandidat, aber schon die ersten Vorwahlen im März 1940 wiesen darauf hin, dass FDR doch wieder das Rennen machen würde, und Ende Mai stand seine Nominierung praktisch fest. Noch einmal würde er Garner wohl nicht mehr zu seinem Vize machen... und mit der Nominierung vom bisherigen Landwirtschaftsminister Henry A. Wallace am 18. Juli zum neuen Vize war die politische Karriere von Garner beendet.

Der texanische Politiker Lyndon B. Johnson wurde ein Freund von ihm.

Am 25. November 1895 heiratete er Mariette Rheiner. 1896 wurde ihr Sohn Tully Charles geboren.

Zukunft[]

Obwohl er noch lange lebte und auch von verschiedenen demokratischen Politikern zu Rate gezogen wurde, gewann er nie wieder ein politisches Amt.