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Karolingus Marcus Fidelius, kurz Karl VIII. "Der Sonnenvater", geboren 23. Mai 1247 in Aachen, † 16. Dezember 1300 in Rom.

Kaiser Karl VIII. war der Sohn Karl des Starken und Enkel Friedrich II. Er setzte die Leistungen seines Großvaters gezielt fort, wobei er einer neuen Art von Gelehrten und Kaisern des SIFR (Sacrum Imperium Francorum et Romanum Nationalis Germaniis) angehörte. Neben seiner Kaiserwürde übernahm er es auch, die besten Architekten Europas um sich zu scharen. Sein Hof in Rom zog eine illustre Gesellschaft von Städteplanern an. Auch Karl als Kaiser wollte Architekt geheißen werden und lernte sich autodidaktisch viel Wissen über das Bauwesen an. Darüber hinaus knüpfte er durch Marco Polo und dessen Clan gute Beziehungen zu China. Der Aufbau der kaiserlichen Marine sorgt im 15. Jahrhundert für die Ära großer Entdecker. Genau wie sein Großvater steht Karl VIII. historisch betrachtet als Vorbote der arianischen Renaissance da. Sein immerwährender Drang, seine Umwelt und vor allem Rom neu zu erschaffen, hinterließ bei seinen Zeitgenossen das Gefühl, von einem Perfektionisten und Utopisten regiert zu werden. Zu den wohl wichtigsten Beratern am Hofe Karls VIII. gehörte Sebastian Sohn von Aachen, den der Kaiser 1277 zu seinem Hofkämmerer kürte. Karl reformierte das Kaiseramt und sorgte so dafür, dass seine Zwillingssöhne Friedrich und Diederich gemeinsam als "Zwillingskaiser" herrschen konnten. Diese bizarre Regierungsform speziell für seine Söhne konzipiert entsprang Karls lebenslangem Wunsch, die perfekte Regierungsform zu endecken. Ihm gelang es fast, das SIFR mit dem Byzantinischen Reich zu verschmelzen, so nahe wie Kaiser Karl kam kein Herrscher mehr an die Wiedervereinigung des Römischen Reiches heran. Karl gehörte dem Herrschergeschlecht der Staufer an. Er ist der zweite Staufer-Kaiser in der italienischen Kaiserphase des SIFR, der Reichsitalien besonders Rom, zu seinem Mittelpunkt erhebt. Dieser Artikel ist Teil der Zeitlinie Constantins Entscheidung.

„Kinder Roms, Ich der Baumeister der Neun Sonnen und Kind Lunas der in seinem Lichte tanzte bin herangerückt die Reiche zu vereinigen und das perfekte Utopia römischer Prägung und göttlicher Entrückung zu bauen!“

Karl VIII. Rom 1281 n. Chr.

Das Leben Karls VIII.[]

1247 – 1267 n. Chr Karl und seine Faszination für Italien: []

Mercati traianei

Der Trajansmarkt, Karl war fasziniert von den alten Wirtschaftsgebäuden Roms.

Karl verbrachte den Großteil seiner Jugend in Reichsgermanien, wo er als Sohn von Adelheit und des Thronfolgers und Mitregenten/Hofkämmerers (Truchsess) Karls des Starken aufwuchs. Er hatte 11 Brüder und 7 Schwestern. Diese Geschwister wurden zwischen 1248 und 1266 geboren. Als ältester Bruder oblag es ihm oft, Ordnung in das Chaos seiner Brüder und Schwestern zu bringen. Schon mit 6 hatte er den Einfall, seine Geschwister durchzunummerieren. Er fertigte Zeichnungen an, die den Tag seiner Geschwister regeln sollten. Schon früh zeichnete sich Karls intuitives Geschick mit der Mathematik ab. Karl konnte komplizierte Rechnungen ohne die Hilfe Erwachsener lösen und erstaunte so den kleinen Hofstaat seines Vaters. Dieses Talent erkennen, entsandten der Truchsess seinen Ältesten 1260 für vier Jahre ins ferne Capua.
ItalienMittl

Römische Kleidung auch im 13. Jahrhundert noch modern. Karl will ab 1261 nur noch Tunikas

Er sollte dort in der 1223 gegründeten „Stammuniversität“ der Stauferdynastie studieren und seine Mathematikkentnisse erweitern. In Rom, das er ebenfalls voller Staunen besuchte, war alles anders als in Germanien, dort gab es Steinhäuser und sogar Marmorgebäude. Dies war er aus seiner eher wilden Heimat kaum gewohnt. Sein Freund und Fechtlehrer Sebastian Sohn von Aachen besuchte ihn 1263 und blieb bis 1265 an seiner Seite. Das Leben im kultivierten Italien machte Karl schnell zu einem Mann mit Stil. Er kleidete sich wie es die Italiener taten, trug eine Tunika und war stets gut gekämmt. Der Frühpubertierende war aber auch dafür bekannt, ein Mädchenschwarm zu sein. Neben Mathematik studierte der Heranwachsende auch Astronomie und beobachtete Restaurationsarbeiten an Gebäuden aus der Römerzeit. Das Colosseum und andere römische Gebäude waren aber meist in schlechtem Zustand. Sofort hatte Karl mehrere Ideen die alten römischen Anlagen betreffend. Auch nach seiner Rückkehr nach Aachen blieb die Faszination für das ferne Italien bestehen. Zurück in Germanien musste der junge Studierte hören, dass es seit seiner Abreise zu Bauernunruhen gekommen ist. Zwar ist er froh, wieder daheim zu sein, doch sehnt er sich nach dem ruhigen Leben in Italien. Mit Margit, der zweiten Frau seines Vaters, verstand sich Karl nie, daher schmerzte es ihn 1267 kaum, als er wegen der Krankheit seines Vaters zu seinem Großvater Friedrich geschickt wurde.

1268 – 1270 n. Chr. Am Hofe seines Großvaters in Foggia:[]

In Foggia (Apulien), der Residenzstadt seines Großvaters, gefällt es dem 19 Jahre alten Mann nur mäßig. Er sinniert oft über die Schönheit und den Glanz Roms, den er der Stadt geben würde, wäre er Kaiser. Sein bereits gebrechlicher Großvater bezieht ihn in die Amtsgeschäfte mit ein. Sein Freund Sebastian, der auch gleichzeitig einer der Adoptivsöhne Friedrichs ist, wird um Hilfe gebeten. 1269 wird Karl mit der 14-jährigen byzantinischen Prinzessin Eleonora verheiratet. Sie ist die Tochter des byzantinischen Kaisers Michael VIII. Karl und die junge Frau (damals schon Frau) verstehen sich auf Anhieb. Die von Friedrich vereinbarte Zweckehe soll die Reiche Byzanz und das SIFR in einem Bund vereinen. Außerdem rechnet sich der Kaiser Chancen aus, Ost und West wieder zu vereinen. Am Hof zu Foggia wird über den baldigen Tod des byzantinischen Kaisers gemunkelt. Karl sind diese Gerüchte egal, er und seine Frau zeugen Kinder. 9 Monate später kommen die Zwillinge Friedrich und Diederich zu Welt. Eine Katastrophe meinen die Einen, ein doppeltes Glück meint der K
Karl8Wappen

Die Sonne als Symbol kaiserlicher Güte und Großmacht. "Sol di Carol"

aiser. Auf dem Hoftag zu Venedig werden die Urenkel Friedrichs dem Volk präsentiert. Doch die Tatsache, dass Eleonora gleich Zwillinge geboren hat, könnte später zu Zwist zwischen den Zwillingen führen, glaubt Karl. Schon andere Reiche sind an der Bürde zweier streitender Brüder gescheitert. Karl beginnt wohl an diesem Tag damit anzufangen, eine mögliche Thronfolgeregelung für seine Söhne zu kreieren. Seinem Vertrauten Sebastian und seiner Frau gegenüber erwähnt er dies jedoch mit keinem Wort. Im Oktober 1270 stirbt Friedrich, Karl muss sich nun für seine neue Aufgabe als Kaiser vorbereiten. Er erwählt sich eine goldene Sonne zum Wappen.

Das Leben als Kaiser des SIFR:[]

Architekt und Wohltäter von Nuovo Roma:[]

"Was ist der Mensch? warum gluckert und wucket es uns im Gedärm? wer treibet unser Herze an? Stecket Gottes Wille uns im Blute? Ich will und werde dies in Nuovo Roma meiner Stadt der Städte erkunden!"

Kaiser Karl VIII. philosophiert

Sofort nach seiner Kaiserkrönung in Rom beginnt Karl seine Pläne auszuführen. Er lässt den deutschen Edelmann und Architekten Heinric zu sich rufen. Heinric aus Aachen erhielt den Auftrag, die Stadt Rom, welche der Kaiser zu seiner Hauptstadt machte, zu inspizieren und gemeinsam mit ihm Verbesserungsvorschläge durchzugehen. Der junge Heinric ist hoch erfreut, der erst 27 Jahre alte folgt seinem Monarchen. Karl und eine Delegation des Hofes durchqueren Rom und stellen dabei fest, dass dort einiges im argen liegt. Vor dem Trajansmarkt kommt die höfische Gesellschaft zum Stehen. Da überkommt es den Kaiser, er wünscht die Renovierung sämtlicher Märkte. Denn der Kaiser erkennt schnell, dass gut funktionierende Märkte für das Funktionieren seiner Hauptstadt unabdingbar sind. Er überreicht Henrich die sagenhafte Summe von 1 Million Staufer-Denarius in Silber (Währung). Mit diesem Geld aus dem privaten Schatz des Herrschers wird ab 1271 mit der Renovierung und dem Neubau römischer Märkte begonnen. Auch die Prunkbauten haben es dem Kaiser angetan,

Circusmax

Das Hippodrom in Rom, und die Stadt wie sie frisch renoviert um 1300 aussah

1275 wird mit der Renovierung des Kolosseums begonnen. Verblüfft merken die Römer, wie sich ihre Stadt in den nächsten 20 Jahren wandelt. Alles, was mit dem antiken Rom zu tun hat, wird wieder modern. Ob Schwimmbad oder auch das neue Große Hippodrom. Das Hippodrom (Pferderenplatz) als Ort für Spiele soll den Römern als Ort für Spaß und Vergnügen dienen. Ähnliche Einrichtungen kennt man aus dem Byzantinischen Reich, doch Rom hat solcherlei Spiele lange nicht mehr erlebt. 1280 wird der Grundstein des Neuen römischen Hippodroms gesetzt. Sebastian Sohn von Aachen, seit 1277 Hofkämmerer, wird derweilen nach Aachen (1280), Dijon (1285), und letztendlich Saragossa (1290) entsandt. Sebastian übernimmt es dort, Reformen umzusetzen. Karl hingegen bleibt sein Leben lang in Italien. Er entwirft kühne Regierungskonzepte, so schafft er 1273 das Amt des Hochkonsuls für die Bundesstaaten. Für Reichsitalien kürt er den ehemaligen Kastellan Silvion da Vulta zum Hochkonsul in Saragossa, Spanien regiert Horatio der Aragonier. Er adoptiert seine handverlesenen Hochkonsule wie einst sein Großvater Friedrich II. auch adoptierte. In Venedig und seinem Umland mus 1274 die "Farbenrevolte" niedergeschlagen werden. Doch diese Adoptivsöhne sind bereits erwachsene Männer und manchmal sogar weit älter als Karl. Mit den wirklichen Adoptivsöhnen seine Großvaters versteht er sich auch gut, diese übernimmt er in seinen Hofstaat.

OptuktionMediz

"Was bringet uns zum ticken?" Der Kaiser soll mehrfach bei Leichenschauen anwesend gewesen sein

In seiner Freizeit beginnt der Kaiser um 1280 mit dem Zeichnen von Schiffen und Hauskatzen, er ist, so sagen seine Freunde, ein begnadeter Zeichner. Aber sein wahres Hobby ist die Planung neuer Gebäude. Er gibt Waschhäuser und öffentliche Toiletten in Auftrag. Diese Toiletten sollten die Sauberkeit der Untertanen fördern, denn Karl glaubte, dass faulige Luft für die Pest und andere Krankheiten verantwortlich war. Er läst Arztpraxen bauen und finanziert das Medizinstudium von 50 Waisenknaben. Er soll sogar Obduktionen an der Universität zu Capua besucht haben. Denn er fragte sich: "Was macht das Blut Rot?" "Warum besitzt der Mensch Haare? Sind sie vieleicht Pflanzen?" und die Frage aller Fragen: "Was bringet uns zum ticken?" Fein säuberlich soll Karl bei der Standortwahl seiner öffentlichen Anlagen und Spitäler vorgegangen sein, denn er wollte die Stadt Rom neu schaffen und beobachtete von seinem 1287 errichteten Stadtpalast aus das Treiben der arbeitenden Menschen auf den Piazzas. Mit seinen Söhnen Friedrich und Siegbert verstand sich der Kaiser relativ gut. Obwohl sie ihn oft als „schrulligen Kaiser“ titulierten, bezog Karl sie in die Planung der Stadt mit ein. Als der Architekt Heinric lateinischer Papst wird ist Karl verblüfft. Er hatte nicht einmal gewusst, dass dieses unbedeutende Amt noch vergeben wird.

Karl als Vater der Seemacht der Franken:[]

„Kaitzer Carol dhu ghütgher ghüthger Kaitzer, dieh Sun geht uf in dene Reech und Niemaltz geehtz unta! Dhu bitzst die Sun!“

Anonymes Zitat, Reichsgermanien 13. Jhdt. Als Liebhaber der Seefahrt war es dem Kaiser nicht entgangen, dass seine italienische Flotte dringend einer Erneuerung bedurfte. Gegenüber den Byzantinern und arabischen Seevölkern wollte er sich nun 1275 durchsetzen. Es beginnt die Reformzeit der italienischen, und letztendlich fränkischen Kriegsflotte. Genau wie auch in seinen anders gearteten Vorstellung schwebt dem Kaiser eine Seeflotte wie die der Römer vor.

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Seekriegsflagge Karl VIII. 1276 - 1300

Dabei greift er massiv in die Planungsarbeit seiner Admiräle ein und unterbindet die Einbindung neumodischer Schiffstypen. Seine Flotte sollte aus Galeeren bestehen, nicht aber aus Segelschiffen, die denen der Araber ähnelten. Karl war viel daran gelegen, in seiner Flotte die Werte des Morgenlandes auszudrücken. 1276 gründete er die Reichsitalienische Flotte, diese Kriegsflotte sollte zukünftige Seewege nach Asien beschützen. Sie bestand auch aus Kriegsschiffen aus Reichsvenetien. Ab spätestens 1280 segelten die Kriegsschiffe aller italienischen Stadtrepubliken unter der Weiß-Grün-Roten Flagge der vereinten Marine Italiens. 1282 kam es zum Ersten Korsenseekrieg gegen das Gotenkönigreich Korsika. Als Mann seiner Zeit wollte er auch dem Mythos um den sagenhaften Priesterkönig Johannes nachgehen. Dabei fand der Kaiser ein byzantinisches Manuskript von 1266 besonders aufschlussreich. Darin wird die Reise eines irischen Mönches mit Namen Brendan der Reisende nach Sieben Indien erzählt, der Text warnt aber auch vor Seeschlangen. Daher entsandte er eine Expedition seiner neuen

SeeschlachtMittelalter

Seesoldaten des SIFR kämpfen auf Galeeren gegen Briten, Erster Korsikaseekrieg 1281

Flotte Reichsitaliens. Der tragischste genuesische Sieben Indien Fahrer war Ugolino de Vivaldo, der 1291 auf der Suche nach dem Land im Atlantischen Ozean als verschollen galt. Man munkelte dann, die Seeschlange, mit welcher es bereits Brendan zu tun bekam, habe Vivaldo verschluckt. Diese Expedition entdeckte zwar nicht das Reich des Priesterkönigs, doch sie sorgte dafür, dass die Terra Incognita (unkartographierte Welt) etwas kleiner wurde. Karl erkannte aber schnell, dass Italien als Ausgangspunkt von Entdeckungsreisen nicht sonderlich gut geeignet war. So endeten nach nur wenigen Jahren die Suchfahrten, erst mehr als 100 Jahre später entdeckt Christos der Seekundige die Neue Welt (Septia). Trotzdem wird Ostia, der Hafen von Rom, Flottenstützpunkt, genau wie Genua und Neapel. Ab 1290 fanden daher kaum Suchen nach den Sieben Indien mehr statt.  1281 ließ der Kaiser eine zweite Kriegsflotte in Reichsspanien ausrüsten. Für den Aufbau dieser Seemacht beauftragte er seinen jüngeren Bruder Oskar. Oskar, der aus Reichsgermanien anreiste, schien erst nicht geeignet zu sein, da er sich wie ein Gockel aufputzte und vor dem Kaiser herumstolzierte. Doch Oskar hatte ungeahnte Organisationstalente.

EndeckJohannes

Schiffe des Ugolino de Vivaldo suchen im Auftrag Karls VIII. nach Sieben Indien

So blieb Karl beruhigt in Rom zurück, während sein Bruder ab 1281 die Reichsspanische Flotte aufbaute. Von 1280 bis 1299 stieg die Anzahl italienischer Galeeren kontinuierlich an. Ende des 13. Jahrhunderts kam es bereits zu Seeschlachten mit der ebenfalls im Aufbau befindlichen Navy Britanniens. Auch mit den als Schrecken der Meere bekannten Wikingern hatte die Reichsspanische Flotte zu kämpfen. Diese hatten wegen der vielen moslemischen Piraten im Mittelmehr viel zu tun. Karl bleibt der Kaiser der den Grundstein für die spätere Seemacht Reichsspanien legte. 1295 kehrt der Chinareisende Marco Polo auf dem Seeweg nach Venedig heim. Er bringt kostbare Gaben aus dem Fernen Osten und dem Hof des Khan mit. Darunter auch das Rezept für Nudeln, Schießpulver den Blockdruck und vieles mehr. Das Schießpulver wird umgehend von Karl als Wunder bezeichnet, es dauerte nicht lange, da wurden die Kriegsschiffe der Flotten mit einfachen Kanonen bestückt.

Karl und die Mörder der Kaiserin:

Eleonora, die Kaiserin des SIFR, stammte aus Griechenland und war die Tochter des byzantinischen Kaisers Michael VIII. Die Verheiratung Karls mit Eleonora 1268 war von Friedrich II. geplant worden. Er hoffte bereits damals, dass sein Enkel nach dem Tode Michaels die byzantinische Kaiserkrone erben würde, doch es kam anders. Dezember 1282, die Tage vor Weihnachten. Kaiser Michael von Byzanz liegt im Sterben. Diese Nachricht erreichte Karl am 4. Dezember. Karl war zwiegespalten, zwar war Michael sein Schwiegervater, doch gab es immer wieder Streitigkeiten mit Konstantinopel. Die byzantinischen Händler machten dem SIFR Konkurrenz und die Stimmung lag seit Gründung der Reichsflotten im argen.

NuncioBorgia

Nuncio Dardanello Borja, Ein Bild aus dem 15. Jhdt. soll seine Schuld beweisen.

Darum gab es eine rege Tätigkeit von Spionen, Boten und Assassinen. Auch Byzanz hat seine Leute in Rom, einige davon agierten selbst am Hofe Karls. Am 9. Dezember geschieht etwas Schreckliches, die Kaiserin fällt in Ohnmacht und stirbt. Sofort wird ein Giftanschlag vermutet. Der Hofmedikus des Kaisers stellte Symptome einer Vergiftung bei der Leichenschau fest. Nun wird am Hofe des Kaisers nach dem Mörder gesucht. Ein Mann namens Nuncio Dardanello Borja. Der Farbimporteur, dessen Familie eigentlich aus Reichsspanien kam, verhielt sich äußerst verdächtig. Borja wird verhört, er kann sich allerdings rausreden und kommt tags darauf frei. Etwas später werden zwei Männer von der Sizilianischen Garde verhaftet. Die Männer sprechen kein Wort Deutsch, nicht einmal die Landessprache Italiens, Latein. In ihrem Besitz befindet sich ein Giftfläschchen mit einem „B“ als Etikett. Es stellt sich heraus, dass es sich bei den beiden Männern um Türken handelt. Denn auch die Turkvölker hatten ein Interesse, die Beziehungen der Großreiche zu sabotieren. Die Attentäter werden noch am 13. Dezember enthauptet. Tatsächlich handelte es sich um Auftragsmörder der Bruderschaft der Assassinen. Dieser islamische Geheimbund soll bereits in den Kreuzzügen aktiv gewesen sein. Was der italienischen Obrigkeit nicht auffällt ist, dass Nuncio Dardanello Borja der Auftraggeber dieser Meuchler war. Für den Kaiser ist der Fall gelöst, doch empfindet er tiefe Trauer. Umso mehr vervielfacht sich seine Trauer, als er später erfährt, dass Kaiser Michael VIII. tot ist. Auch der Kaiser der Byzantiner scheint einem Mordanschlag zum Opfer gefallen zu sein. Damit ist die Chance dahin, Kaiser von Byzanz zu werden, wäre Kaiserin Eleonora nicht gestorben, so hätte sie ihren Vater überlebt und Karl hätte die byzantinische Kaiserkrone beansprucht. So kam es nie zur Wiedervereinigung Roms. Jahrhunderte später gibt der italienische Fürst Rodrigo de Borgia ein Bild in Auftrag. Es stellt seinen Vorfahren Nuncio dar. Ob es sich um denselben Nuncio handelte, der 1282 den Giftanschlag verübte, blieb der Justiz verborgen. Doch das kleine Giftfläschchen, welches Nuncio auf dem Portrait von 1499 hält, wird für viele als Beweis angesehen.

Die Thronfolgeregelung für Friedrich und Diederich:[]

FriedrichUDiederich

Die Thronfolger Friedrich (Links) Diederich (Rechts)

1295, das Leben des Kaisers wendet sich, er erkrankt an einer seltsamen Krankheit, die ihn dazu bringt, unaufhörlich zu zittern. Seine Söhne Friedrich und Diederich sind besorgt, da niemand Heilung bringen kann. Tatsächlich war es die Parkinson-Krankheit, die den Kaiser plagte. Doch Karl war geistig fit, er erließ 1296 eine Thronfolgerregelung, die seiner Zeit weit voraus war. Die Zwillinge waren eng miteinander verbunden und trugen meist ähnliche Kleidung. Trug der eine Rot, so fühlte sich der Andere berufen, Grün zu tragen, so konnte man sie auch unterscheiden. Einer Legende zufolge soll Diederich die Schmerzen seines Bruders am eigenen Leibe erfahren haben, als Friedrich 1289 bei einem Tournier von seinem Ross gestoßen wurde. Karls Bemühung, die Krone an beide zu vererben, gipfelten 1299 in seinem Rücktritt als Kaiser. Der neuen Zwillingsthronregelung zufolge regierten beide als Kaiser wobei der Hochkonsul von Italien als Kontrollinstanz diente. Der Hochkonsul hatte das Recht und die Pflicht dafür zu sorgen, dass die Herrschaft bei Zwillingskaisern friedlich verlaufen würde. Er hatte die Möglichkeit, ein Veto einzubringen. Die Thronregelung führte zu 30 fruchtbaren Jahren der Zwillingskaiser Friedrich III. und Diederich. (Siehe Infos)

Der „Sonnenvater“ im Blickpunkt der Geschichte:[]

Friedenskaiser, Sonnenvater und Architekt Roms wurde er genannt, aber auch Verrückter und Egozentriker. Sich selbst mit der Sonne zu vergleichen und gleichzeitig als Kind des Mondes (Luna), gehörten zu den Marotten dieses bedeutenden Stauferkaisers. Er leitete das große Zeitalter der Entdeckungen ein und brachte den Menschen das Ende des Mittelalters. Seine Ära wird als die große Friedenszeit betrachtet, denn er und seine Diplomaten verstanden es, so gut wie jeden Konflikt durch Verhandlungen zu lösen. Trotzdem gab es kleinere militärische Konflikte. Seine Tatkraft im Aufbau Roms und sein Wille, alles besser zu machen, blieben den Reichsitalienern bis heute in Erinnerung. Durch seine neue Thronfolgeordnung gelang es ihm obendrein, gleich zwei Kaiser als Nachfolger zu haben, welche genauso weise, doch mit anderem Stil seine Nachfolge antraten. Seine Bescheidenheit, aber auch sein Verschwendungswahn bildeten ein total paradoxes Bild für die Nachwelt. Sein Hügelgrab nahe Rom gilt nach wie vor als verschollen. Er ließ es bereits 1295 bauen, da er schon krank war und fühlte, dass er bald sterben würde. Die Suche nach seinem Hügelgrab geht auch heute noch weiter. Denn der Legende nach solle sich im Grab ein Schatz befinden. (Der Karlsschatz)

Die Nachkommen Karls VIII.[]

leibliche Nachkommen:[]

Adoptivkinder:[]

Nachfolgerleiste:[]

Vorgänger Kaiser Sacrum Imperium Francorum et Romanum Nationalis Germaniis Nachfolger
Friedrich II. Karl VIII.
1270 - 1299
Friedrich und Diederich
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