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Die Katastrophe von der Newabucht ist ein Ereignis am 30. Juni 1908 über bzw. auf dem Staatsgebiet Russlands. Es handelt sich dabei um mehrere kleine und mittelgroße Asteroriden die in die Hauptstadt des Russischen Reiches, St. Petersburg, einschlugen. Es forderte über 800.000 Todesopfer. Danach war das Chaos komplett, Russland sah einer düsteren Zukunft ohne Hoffnung entgegen. Dieser Artikel ist Teil der Zeitlinie Weltkrieg der 100 Möglichkeiten.

Chronologie der Ereignisse:

Der Morgen des 30. Juni 1908 war ein schöner Sommermorgen. Die Menschen waren auf der Straße um einzukaufen oder waren auf dem Weg zur Arbeit.

Gegen 7.15 Uhr waren mehrere Explosionen am Himmel zu hören. Nur wenige Sekunden später schlugen bis zu 14 Himmelskörper auf den Boden ein.

Der erste Einschlag traf die unbewohnten Weiten Sibiriens in Tunguska. Etwa vier von ihnen trafen das Zentrum der Millionenstadt St. Petersburg, vier stürzten in den Finnischen Meerbusen und verursachten dabei einen Tsunami mit drei Meter hohen Wellen. Auch das Domizil der russischen Herrscherfamilie Romanov wurde nicht verschont. Im Wald hinter dem Palast "Schloss Peterhof" schlug ein Himmelskörper ein. Durch die Druckwelle gingen viele Fenster des Schlosses zu Bruch und Bäume wurden entwurzelt. Auch wenn es nur eine kleiner Asteroid war, so reichte er trotzdem einen Waldbrand zu verursachen, der nur wenige Minuten später auch auf das Schloss übergriff. Durch die Holzverkleidung im Inneren des Palastes konnte sich das Feuer schnell verbreiten, hunderte Menschen waren von den Flammen eingeschlossen. Unter ihnen auch der Zar Nikolaus II. Er und seine Frau Alexandra verbrannten noch vor Ort in ihrem Schlafgemach.

Auch das Zentrum von St. Petersburg war völlig zerstört. Die Menschen die weniger als 2 km von einem Asteroiden entfernt waren, starben durch die Druckwelle, viele verloren ihr Leben durch umherfliegende Trümmer oder wurden von dem Tsunami erfasst und weggespült.
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St. Petersburg vor der Katastrophe

Innerhalb von nur etwa 10 Minuten war 2/3 der Stadt zerstört und 3/4 der Bevölkerung tot. Die Katastrophe traf das Russische Reich und seine Bevölkerung bis ins Mark. Der Staat hatte nun nicht nur eine Millionen Einwohner weniger und auch kein Staatsoberhaupt mehr, sondern nicht einmal mehr eine Hauptstadt. Somit kann auch der Staatsapparat, der für so ein großes Land wie das Russische Reich so wichtig ist, nicht mehr funktioniert. Das Land ist auf dem besten Weg in die Verdammnis. In so stürmischen politischen Zeiten kann das schwerwiegende Folgen haben.

Die Zeit nach der Katastrophe:

Nach der Katastrophe war das ganze Land in einer Schockstarre. Fast die komplette Hauptstadt mitsamt seinen Einwohnern wurde zerstört. Die politische Kontrolle konnte von der Regierung nicht mehr ausgeübt werden. Plünderungen und Gefängnisausbrüche waren die Folge. Viele Russen flüchteten in den Westen oder mussten mit aller Gewalt ihr Hab und Gut vor Banden verteidigen die sich die Lage zu nutze machen. Schnell bildeten sich kriminelle Vereinigungen mit zum Teil über 10.000 Mitgliedern. Sie waren vor allem in den Ruinen von St. Petersburg und in Moskau aktiv. Ganz im Osten des riesigen Reiches, auf der Halbinsel Kamtschatka oder in Sibirien war es vergleichsweise friedlich. Die Polizisten und Soldaten wurden (noch) bezahlt und das öffentliche Leben ging weiter. Doch auch hier waren die Auswirkungen zu spüren. Die Lieferungen an Büchern oder anderen Waren aus dem Westen des Landes blieben aus. So kam es schnell zu einer Knappheit an bestimmten Lebensmitteln und die örtliche Verwaltung hatte größte Mühe die Menschen zu beruhigen. Man beschloss, sich für unabhängig zu erklären um keine Steuern mehr nach Moskau, dem Sitz der Übergangsregierung, mehr zahlen zu müssen. Die Übergangsregierung versuchte verzweifelt die Bevölkerung zusammenzuhalten und den Staat am laufen zu halten. Mit wenig Erfolg.

Bürgerkrieg:

Etliche Volksgruppen machten es den Sibirien nach und gründeten eigene Kleinstaaten mit einem eigenen Staatsmodell. Ob Demokratie oder Diktatur, innerhalb eines Jahres bildeten sich hunderte solcher Halbstaaten. Offiziell anerkannt wurde von keiner, nicht vom Ausland und erst recht nicht von der Übergangsregierung - die schon lange nicht mehr ist was sie sein sollte. Die kleinen Staaten wollten nicht klein bleiben und vereinigen sich zum Teil. Die meisten Halbstaaten waren eher klein, mit meist nicht mehr als 50.000 Anhänger. Eine Ausnahme sind die Tschetschenen, die nicht nur von der Bevölkerung größer waren, sondern auch schon vorher eine gewisse Souveränitat genossen. Tschetschenien wuchs in Folge des Bürgerkrieges um fast das freifache und hatte enormen Zulauf von Flüchtlingen. Bis 1911 sind über 3 Millionen Russen in den Kaukasusstaat geflohen. Während es dort weitestgehend ruhig und friedlich ist, tobte in anderen Teilen Russlands weiter der Krieg.

Japan's Angriff auf Kamtschatka:

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Menschen flüchten per Boot aus Wladiwostok, 1912

Das Russland zu weiten Teilen im Chaos versank, blieb natürlich auch den Nachbarländern nicht verborgen. Während sich die Länder im Westen aus dem Bürgerkrieg heraushielten, witterte das Japanische Kaiserreich seine Chance. Um die Macht auf dem asiatischen Festland sichern zu können, intervenierte die Kaiserliche Armee im Jahr 1912 in der russischen Halbinsel Kamtschatka. Die dortige Bevölkerung - die bisher in Frieden gelebt hat - musste vor den herannahenden Truppen fliehen.
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Ein trostloses Zimmer eines Russen, Russland war ohne Hoffnung und suchte nach Hilfe

Die Japaner kamen mit über 100.000 Soldaten und hatten das Gebiet schnell unter Kontrolle gebracht. Sie hatten praktische keine Gegenwehr, da die Armee des Kamtschatka-Staates schon vor Ankunft der Japaner aufgegeben hat. Die Halbinsel war fast menschenleer als die Japanischen Truppen anlandeten. Russland war nun vollkommen am Boden, einzig der Klerus schien dem Volk noch ein Schimmer an Hoffnung. Doch gab es da noch die sozialistische Arbeiterbewegung. Bauern und Arbeiter die das alte System ablehnten erklärten 1912 nach dem Krieg dass die Urgewalt des Proletariat sich eines Tages über das Chaos erheben würde. Doch die orthodoxe Kirche wendete sich bald gegen die Arbeiterbewegung, ihnen war klar dass dies in einen weiteren Konflikt führen würde. Russlands Kirche war ebenso schwer geschwächt wie der Staat, doch in den kleinen Gemeinden tat sich was. Die Popen organisierten Zusammenkünfte in den Dorfkirchen. In den ausgehungerten Städten, Moskau und Odessa erklangen die Arbeiterlieder. Das russische Kapital war gefallen hies es, und nun brechen die Tage der Klassenlosen Gesellschaft an.

Die Frage war nun; Wer setzt sich durch? Die atheistischen Arbeiter mit ihren Liedern ihrer Wiederaufbaumentalität? Oder die russisch-orthodoxe Kirche mit ihren Gemeinden die das Wort Gottes auf fundamentalistische Art predigen. Es ist 1913 das russische Volk blutet wie nie zuvor, wer soll es retten? Die Roten oder die Popen?

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Lenin und der Kampf gegen den Klassenfeind soll uns einigen!

Gott allein wird regieren und Russland wird wieder gedeihen!
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Zeitachse Russland
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1900 Startpunkt | Russisch-Japanischer Krieg 1904 | Eiszeit mit London 1905 | Meteorit und Chaos |
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