Alternativgeschichte-Wiki

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  • 3. Oktober 1976 (ZdA): Bei der Bundestagswahl zum 8. Bundestag gewinnt die CDU/CSU unter ihrem Spitzenkandidaten Helmut Kohl. Die Union erhält 49,6%, die SPD unter Helmut Schmidt 41,6%, die FDP 7,9%, sonstige Parteien 0,9%. CDU/CSU haben 253 Sitze, die SPD 204, die FDP 39 (jeweils ohne die nicht stimmberechtigten Berliner Abgeordneten). Damit haben die Unionsparteien eine denkbar knappe Mehrheit von zehn Sitzen im Bundestag.
  • 1976: Erste Sitzung des neuen Bundestags. Alterspräsident wird Ex-Bundeskanzler Ludwig Erhard von der CDU. Am selben Tag wird Richard Stücklen (CSU) zum neuen Bundestagspräsidenten gewählt. Karl Carstens bleibt Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU. Als Folge der Wahlniederlage wird der SPD-Fraktionsvorsitzende Herbert Wehner von Hans-Jochen Vogel abgelöst.
  • Anfang November 1976: CDU und CSU haben sich auf eine Koalition geeinigt. Vizekanzler und Superminister für Inneres und Verteidigung wird Franz Josef Strauß, mit Manfred Wörner (CDU) und Friedrich Zimmermann (CSU) als Staatssekretären. Gerhard Stoltenberg wechselt von Schleswig-Holstein ins Finanzministerium, Rainer Barzel bekommt die Innerdeutschen Beziehungen, Werner Dollinger (CSU) Post und Verkehr, Oscar Schneider (CSU) das Bauministerium, Dorothee Wilms Jugend, Familie und Gesundheit, Richard von Weizsäcker das Außenministerium, Heiner Geißler Arbeit und Soziales, Jürgen Warnke (CSU) die Entwicklungshilfe, Alfred Dregger das Justizministerium.
  • 15. November 1976: Kohl wird mit 250 Stimmen zum Bundeskanzler gewählt.
  • 19. November 1976: Im Bildungszentrum der Hanns-Seidel-Stiftung (CSU) in Wildbad Kreuth kommt es zu keinen besonderen Entscheidungen.
  • 22. November 1976: Der neue Kanzler Kohl wird das erste, aber nicht das letzte Mal vom Spiegel-Magazin in einer Titelstory gnadenlos zerrissen.
  • 2. Dezember 1976: In Rheinland-Pfalz wird der bisherige Kultusminister und CDU-Chef Bernhard Vogel zum Nachfolger von Kohl als Ministerpräsident gewählt.
  • 1977: Grüne und Bunte Listen formieren sich, treten bei den ersten Kommunalwahlen an.
  • Juni 1978: Landtagswahl in Niedersachsen und Hamburg. Als erste Landtagswahlen seit der Bundestagswahl gelten sie als Testwahlen. In Hamburg gewinnt die SPD ihre absolute Mehrheit der Mandate zurück, CDU und FDP verlieren. Neu vertreten ist die Grün-Alternative Liste. In Niedersachsen fliegt die FDP aus dem Landtag, die Grüne Liste scheitert knapp, somit kann Ministerpräsident Ernst Albrecht trotz Stimmenverlusten weiter regieren.
  • Juli 1978: Der Bundestagsabgeordnete Herbert Gruhl tritt aus der CDU aus und gründet am darauffolgenden Tag die Grüne Aktion Zukunft (GAZ). Damit schrumpft die Bundestagsmehrheit der Regierung auf acht Sitze.
  • Oktober 1978: Landtagswahl in Hessen. SPD-Ministerpräsident Holger Börner kann die Mehrheit von SPD und FDP trotz Einzugs der Grünen in den Landtag knapp gegen CDU-Spitzenkandidat Dregger verteidigen. Diesem half der Ministerbonus auch nicht.
  • 15. Oktober 1978: Landtagswahl in Bayern. Alfons Goppel hatte bereits zuvor angekündigt, nicht mehr Ministerpräsident bleiben zu wollen. Die CSU fällt unter 60%. Franz Josef Strauß wehrt sich dagegen, deswegen alles schlechtzureden. Neuer Ministerpräsident wird Kultusminister Hans Maier, dessen Nachfolge tritt Hans Zehetmair an.
  • März 1979: Landtagswahlen in Berlin und Rheinland-Pfalz. Bernhard Vogel kann die absolute Mehrheit der CDU knapp verteidigen, allerdings nur nach Mandaten. In Berlin bleibt die CDU von Heinrich Lummer stärkste Partei vor der regierenden SPD von Dietrich Stobbe. Der Einzug der Alternativen Liste sorgt aber dafür, dass weder CDU und FDP, noch SPD und FDP, noch SPD und Grüne (was ein Novum wäre) eine Mehrheit haben. Schließlich kommt es zur Tolerierung der SPD-FDP-Koalition durch Teile der AL.
  • Frühling 1979: Iran wird zur islamischen Republik unter Ayatollah Khomeini. Als Folge kommt es zur zweiten Ölkrise, bei der sich die Preise mehr als verdoppeln. Dies wiederum lässt die Arbeitslosenzahlen und Inflationsraten in der ganzen westlichen Welt ansteigen und macht die Regierungen unbeliebter.
    • Nach dem vorzeitigen Ende der Legislaturperiode in Großbritannien verliert die Labour Party von James Callaghan gegen die Konservativen von Margaret Thatcher.
  • April 1979: Landtagswahl in Schleswig-Holstein. Uwe Barschel, Nachfolger von Stoltenberg im Amt des Ministerpräsidenten, kann die absolute Mehrheit der CDU verteidigen.
  • 23. Mai 1979: Richard von Weizsäcker wird zum neuen Bundespräsidenten gewählt. Fraktionsvorsitzender der CDU im Bundestag bleibt Karl Carstens. Nachfolger als Außenminister wird Heiner Geißler, der als Arbeitsminister von Norbert Blüm abgelöst wird.
  • 10. Juni 1979: Erste Europawahl in Deutschland. CDU/CSU werden stärkste Partei mit 47,2%. Die SPD erhält gute 40,8%. Die FDP erhält nur 6%. Überraschend erhalten die Grünen unter Gruhl und Petra Kelly 5,2% und sind so mit vier Abgeordneten im Europäischen Parlament vertreten.
  • Oktober 1979: Landtagswahl in Bremen. Die Bremer Grüne Liste zieht in die Bürgerschaft ein, Bürgermeister Hans Koschnick von der SPD kann seine absolute Mehrheit aber verteidigen.
  • Ende 1979: NATO-Doppelbeschluss zur Aufstellung von Mittelstreckenraketen in Europa und Gesprächen, die Aufrüstung mit diesen zu beschränken. Die Regierung Kohl-Strauß stellt sich hinter die NATO. SPD und Grüne stellen sich dagegen, die FDP ist gespalten. Linke wie Hansen und Coppik bleiben daher in der SPD und denken nicht an Abspaltung. Altkanzler Schmidt schimpft seine Partei aus und meint, als Kanzler wäre er zurückgetreten, hätte die SPD den Beschluss nicht mitgetragen. In Folge kommt es zu noch größeren Friedensdemonstrationen, Menschenketten usw. als in UZL. Rüstungskritische Konservative nähern sich den Grünen an.
  • März 1980: Landtagswahl in Baden-Württemberg. Auch hier ziehen die Grünen in den Landtag ein. CDU-Ministerpräsident Lothar Späth verliert Stimmen, behält aber die absolute Mehrheit.
  • April 1980: Landtagswahl im Saarland. Oskar Lafontaine macht die SPD zur stärksten Partei. Da die Grünen den Einzug in den Landtag verfehlen, haben die CDU von Ministerpräsident Zeyer und die FDP zusammen trotzdem noch eine Mehrheit der Mandate.
  • Erste Jahreshälfte 1980: Hans-Jochen Vogel wird Kanzlerkandidat der SPD. Der Spiegel sagt Helmut Kohl eine Wahlniederlage voraus.
  • Mai 1980: Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen. Der neue SPD-Ministerpräsident Johannes Rau kann erstmals eine absolute Mehrheit der Mandate erzielen. Sowohl FDP als auch Grüne scheitern an der 5%-Hürde.
  • Oktober 1980: Bei der Bundestagswahl erleiden CDU/CSU Stimmverluste und verlieren ihre absolute Mehrheit. Da die Grünen zum Entsetzen der Altparteien den Sprung in den Bundestag schaffen, haben aber auch SPD und FDP zusammen keine Mehrheit. In der Folge beschließt die FDP unter Genscher, Bangemann und Lambsdorff, eine Koalition mit der Union zu bilden. Als Folge davon spaltet sich ihr linker Flügel (Verheugen, Matthäus-Maier) ab.
  • 4. November 1980: Bei den US-Präsidentschaftswahlen besiegt der Republikaner Ronald Reagan den Demokraten Jimmy Carter deutlich. Im Nachhinein werden die Wahlsiege von Kohl und Thatcher als Vorzeichen für einen Umschwung nach rechts im ganzen Westen gedeutet.
  • Erste Jahreshälfte 1981: Wegen der Garski-Affäre stürzt der Regierende Bürgermeister von Berlin, Dietrich Stobbe. Sein Nachfolger wird Peter Glotz. Neuwahlen werden ausgerufen. Die CDU stellt wieder Heinrich Lummer als Spitzenkandidat auf. Bei den Neuwahlen verliert die SPD Stimmen (hauptsächlich auf Kosten der AL), und die CDU wird knapp stärkste Partei. Da die FDP nicht mit dem Rechtsaußen Lummer zusammenarbeiten will, kommt es zu einer sozialliberalen Koalition, die von der AL toleriert wird.
  • 1983: Der erste deutsche Privatfernsehsender SAT 1 unter Kontrolle von Unionsfreund Leo Kirch geht ans Netz.
  • 23. Mai 1984: Richard von Weizsäcker wird von sämtlichen Parteien ohne Gegenkandidaten wiedergewählt.
  • Bundestagswahl 1984: Die FDP fliegt aus dem Bundestag, die Grünen halten sich. Damit haben weder die Unionsparteien noch die SPD eine Mehrheit.
  • 6. November 1984: In den USA wird Präsident Reagan wiedergewählt.
  • Ende 1984: SPD-Kanzlerkandidat Johannes Rau einigt sich mit den Grünen auf eine Koalition. Petra Kelly wird Außenministerin, Antje Vollmer Entwicklungshilfeministerin, Joschka Fischer Umweltminister. Kohl und Strauß protestieren heftigst.
    • In Folge geht Strauß als Ministerpräsident nach Bayern. Dieses Amt hat er bis zu seinem Tod 1988 inne.
  • Späte 1980er: Der neue FDP-Vorsitzende Möllemann treibt die FDP nach rechts.
  • 1985: Nach dem Tod von Konstantin Tschernenko heißt der neue Machthaber in der Sowjetunion Michail Gorbatschow.
  • 1986: Super-GAU in einem sowjetischen Atomkraftwerk. Als Folge steigen die Wahlergebnisse der Grünen um 50 bis 100% (nicht Prozentpunkte!).
  • Erste Jahreshälfte 1988: Franz Josef Strauß wird zum gemeinsamen Kanzlerkandidaten von CDU und CSU bestimmt.
  • Bundestagswahl 1988: Trotz Stimmverlusten der SPD sorgen entsprechende Gewinne der Grünen dafür, dass Rot-Grün an der Macht bleibt.
  • 1989: Im Ostblock kommt es als Folge von Glasnost und Perestroika zum Autoritätsverlust der herrschenden kommunistischen und sozialistischen Parteien. Dies gilt auch für die DDR. Wie werden Rau und Rot-Grün reagieren?
  • 1990: Gerhard Schröder zum Ministerpräsidenten von Niedersachsen gewählt.
  • 3. Oktober 1990: Frustriert von der Entwicklung legt Kohl den CDU-Parteivorsitz nieder. Nachfolger wird Wolfgang Schäuble.
  • 1991: Nach dem Ende des Warschauer Pakts fordert der linke Flügel der Grünen den Austritt aus der NATO.
  • 1992: Rot-Grün verliert die Wahlen, Schäuble und Möllemann bilden eine Koalition.
  • Frühe 1990er: Ein Korruptionsskandal bricht Möllemann das Genick.
  • 1996: Schwarz-gelb verliert die Wahlen, eine rot-grüne Koalition unter Gerhard Schröder kommt an die Macht.
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