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Der Kontinentalblock bzw. die Wirtschafts- und Verteidigungsgemeinschaft der Kontinentaleuropäischen Staaten, wie er offiziell hieß, war ein militärisches und wirtschaftliches Bündnis zahlreicher europäischer Staaten während des 2. Drittels des 20. Jahrhunderts, die unter faschistischen oder autoritär-militaristischen Regimen standen. Der Block wandte sich einerseits gegen die Einflussversuche der angelsächsischen Großmächte, des Vereinigten Königsreichs und der Vereinigten Staaten auf dem Kontinent, andererseits gegen die expansionistische Sowjetunion und den Kommunismus insgesamt. In seiner Zielsetzung und seiner Mitgliedschaft war er in wesentlichen Teilen deckungsgleich mit dem früheren Antikominternpakt, allerdings ergänzt um konkrete Bündniszusagen, die diesem Vorgänger fehlten.

Gründung[]

Die Idee eines Bündnisses der kontinentaleuropäischen Staaten gegen äußere Feinde war keinesfalls neu. Bereits der Dreibund zwischen dem Deutschen Reich, Österreich-Ungarn und Italien hatte in diese Richtung gewiesen. Innerhalb der NS-Führungsriege verbanden sich verschiedene Beweggründe mit diesem Zusammenschluss. Wirtschaftsminister Funk ging es um die Schaffung eines zollfreien europäischen Binnenmarktes, um vor allem die Devisenreserven des Deutschen Reiches zu schonen und eine finanzielle Konsolidierung zu ermöglichen; Außenminister von Ribbentrop ging es vor allem um eine Hinausdrängung Englands aus den kontinentaleuropäischen Angelegenheiten; Reichsmarschall Göring und den Führungsspitzen der Wehrmacht war vor allem an einer zusätzlichen Absicherung gegenüber Stalin gelegen, die einen späteren Beitritt Großbritanniens keineswegs ausschloss.

Mitglieder[]

Begründet wurde das Bündnis 1940 von mehreren Staaten, die bereits seit einigen Jahren eng miteinander verbunden waren. Im Laufe der Zeit schlossen sich einige (vor allem osteuropäische) Staaten an.

  • Großdeutsches Reich (1940, Gründungsmitglied)
  • Königreich Italien (1940, Gründungsmitglied)
  • Spanischer Staat (1940, Gründungsmitglied)
  • Slowakischer Staat (1940)
  • Königreich Ungarn (1941)
  • Republik Estland (1941)
  • Republik Lettland (1941)
  • Königreich Griechenland (1943)
  • Königreich Bulgarien (1943)
  • Königreich Rumänien (1943)
  • Republik Litauen (1944)
  • Republik Polen (1945)

Auflösung[]

Der Kontinentalblock konnte die Erwartungen der Beteiligten langfristig nicht erfüllen. Zu stark war der Druck von beiden Seiten, Amerikanern und Sowjets gleichermaßen, die drohten, Europa zwischen sich zu zerquetschen. So blieb den Kontinentalmächten keine andere Wahl, als sich immer mehr gen Westen zu orientieren. Zudem gerieten immer mehr der bisherigen Mitglieder in einen Liberalisierungs-Sog, der die faschistischen Regime ins Wanken brachte. So traten viele der bisherigen Mitglieder aus verschiedensten Gründen später wieder aus dem Vertrag aus. 1957 wurde der Kontinentalblock schließlich von Deutschland und Spanien, den letzten Mitgliedern, offiziell aufgekündigt.

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Bündnis/Vertrag (EUWR)

Kontinentalblock | Afrikanisches Dreieck

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