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Der bulgarische Khan Krum erleidet nicht wie in UZL einen Blutsturz und kann seine Eroberungszüge fortsetzen.

Eroberung Konstantinopels

Ausgangslage

Khan Krum hatte bereits 813 die byzantinische Stadt Adrianopel eingenommen, nachdem Kaiser Michael I. den von jenem angebotenen Frieden abgelehnt hatte. Kurz darauf stand Krum vor den Toren Konstantinopels und bereitete die Belagerung vor.

Verlauf der ersten Belagerung

Um 814 begann Khan Krum die Stadt zu belagern. Er sah jedoch ein, dass seine von den vorherigen Schlachten gegen die Byzantiner nicht fähig war, die Stadt einzunehmen, sodass er die Belagerung nach einer Woche abbrach, die Versorgung die Stadt blockierte, sodass man so schnell keine Hilfe rufen konnte und Boten schickte, um slawische und awarische Söldner anzuheuern. Drei Wochen später, am 02.05 geschah ein Ausfall der byzantinischen Garnison, welcher jedoch gestoppt werden konnten, sodass sich die Byzantiner wieder unter hohen Verlusten in die Stadt zurückzogen.

Verlauf der zweiten Belagerung

Einige Monate später hatte Krum sein Heer aufgestockt und begann die Belagerung der Stadt. Die Truppenstärke der Bulgaren betrug 60.000 Mann, während die Byzantiner nur über 40.000 kampffähige Männer verfügten, von denen über die Hälfte einfache Bewohner waren, welche im Kämpfen nicht erprobt waren. Die Belagerung zog sich lange hin. Nach zwei Jahren waren kaum noch Vorräte für die Stadtbewohner und den Kaiser vorhanden. Im byzantinischen Reich wusste man über die Belagerung und viele Leute usurpierten und durch das Chaos konnte keine effektive Hilfe geschickt werden. Irgendwann gelang es die Mauern unter extrem hohen Verlusten zu durchbrechen und die Bulgaren zogen in die Stadt und plünderten, töteten, vergewaltigten die Frauen und suchten den Kaiser. Leo V. war jedoch bereits geflüchtet. Die Bulgaren nahmen die Stadt in Besitz.

Die nächsten Jahre

Bulgaren

Balkan und Anatolien kurz nach der Eroberung Konstantinopels

Nach der Eroberung der Hauptstadt zerfiel das byzantinische Reich. Kaiser Leo V. rettete sich in das ihm weiterhin treu gebliebene Nicäa und gründete das byzantinische Exilreich von Nicäa. Die Bulgaren eroberten das ganze Thrakien und auch Thessaloniki. Konstantinopel machten sie zu ihrer neuen Hauptstadt und Krum konvertierte später auch zum orthodoxen Christentum. Das Bulgarenreich übernahm viele Strukturen des ehemaligen byzantinischen Reiches und wurde zu einem organisiertem Staat mit dem Khan als Oberhaupt. Der Patriarch von Konstantinopel durfte sein Amt weiterhin ausüben.

Der Weg zu einem christlichen Imperium (818-893)

Aufgeben heidnischer Kulte

Durch die eben benannten Reformen wurde die Stellung des Herrschers gefestigt und der Adel geschwächt. Auch wurde das neue Testament in die bulgarische Sprache übersetzt und das Christentum zur Staatsreligion gemacht. Mit der Zeit verschwanden die slawischen, antiken und protobulgarischen Ethnien und es entstand eine homogene bulgarische Bevölkerung. Während wurde sich auch diplomatisch den Franken angenähert, mit denen man schon vorher durch ein Bündnis zusammen die Awaren unterworfen hatte, da man eine gemeinsame Staatsgrenze hatte und seit neustem auch an den selben Gott glaubte, auch wenn die Franken katholisch waren.

Schwache Herrscher

Nachdem Tod Krums kamen viele unfähige Herrscher an die Macht, die sich oft nicht fähig erwiesen, das große Reich gegen äußere Feinde zu schützen. Während man auf dem griechischen Festland sich gegen die Athener militärisch durchsetzen konnte, übte in Kleinasien das Exilreich von Nicäa, das schon auf Kosten Smyrnas stark expandiert hatte, erheblichen Druck auf die bulgarischen Besitzungen aus und währenddessen strahlten die Araber im Hinterland eine unberechenbare Macht aus, mit dessen Angriff jeder Zeit zu rechnen war. Am schlimmsten aber war die Situation zu See. Weil die Bulgaren über keine richtige Flotte verfügten, dominierte im Ägaisraum das Königreich Rhodos. Es kam zu vielen Plünderungen Thessalonikis und selbst die Dardanellen wurden öfters von den Rhodiern blockiert. Nördlich des Balkans tauchten um 900 die Ungarn auf, welche Raubzüge unternahmen, die sich aber zum Glück für die Bulgaren meistens nach westen orientierten. Verhängnisvoller war, dass die Ungarn einige Zeit später einen eigenen Staat aufbauten, der auf Kosten der bulgaren Raubzüge durchführte.

Zar Simeon I. der Große (893-927)

Car Simeon Bulharsky - Alfons Mucha

Zar Simeon I. (https://de.wikipedia.org/wiki/Simeon_I._(Bulgarien)#/media/File:Car_Simeon_Bulharsky_-_Alfons_Mucha.jpg)

Erste Reformen

Mit dem Thronbesteigung Simeons I. begann eine Blütezeit des bulgarischen Reiches. Als eine der ersten Amtshandlung machte er die Stadt Weliki Preslaw zur zweiten Hauptstadt des Reiches, da er von dort aus den nördlichen Feinden besser entgegen treten konnte. Als nächstes entwickelte er eine halbwegs effektive Flotte mit der er nach einiger Zeit wieder Oberhoheit des nördlichen Ägaisraums von Rhodos zurückerlangte. Mithilfe der Flotte gelang es ihm auch das schwache Athen zu erobern und so weiter Druck auf Rhodos zu machen. Ungefähr zu dieser Zeit verlor Rhodos das wichtige Kreta an die Araber.

Krieg gegen Serbien

Zu Beginn des 10. Jahrhunderts wollte Simeon seine Herrschaft Richtung Adria ausweiten. Also erklärte er dem bereits lästig gewordenen serbischen Raszien den Krieg. An Land war Bulgarien stark überlegen, sodass sich die serbische Herrschaft nach knapp einem Jahr Krieg nur noch auf die Stadt Dürres beschränkte. Während der Belagerung jedoch ereignete sich ein folgenschweres Ereignis, das einen großen Krieg auslösen sollte. Um die Verluste so gering wie möglich zu halten, orderte Simeon eine Flotte zur Unterstützung der Eroberung der stark befestigten Hafenstadt. Jene Flotte wurde jedoch beim Überqueren des ionischen Meeres Richtung Adria von rhodischen Schiffen gekentert. Nachdem die Nachricht eingetroffen war, entschied sich Simeon dazu die Stadt ohne Unterstützung einzunehmen und erklärte Rhodos den Krieg. Sein ursprüngliches Vorhaben, Kroatien auch zu erobern, musste er verschieben.

Der große Ägaiskrieg


Auslöser

(s. a. oben)

Nachdem Serbien besiegt worden war, bereitete Simeon eine große Offensive auf das Königreich Rhodos vor. Er stellte ein 20.000 Mann starkes Heer auf, welches auf der Peloponnes agieren sollte. Gleichzeitig sollte die Marine die Nebeninseln erobern.

Erste Phase des Krieges

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