Alternativgeschichte-Wiki
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Lisa Tetzner (* 10. November 1894 in Zittau) ist eine deutsch-schweizerische Kinderbuchautorin und Märchenerzählerin, die 1933 zusammen mit ihrem Mann Kurt Kläber Nazi-Deutschland wegen Verfolgung verlassen musste. Sie wurde 1938 ausgebürgert.

Mit 19 Jahren besuchte sie gegen den Willen ihres Vaters und trotz ihres labilen Gesundheitszustandes die Soziale Frauenschule in Berlin, um Polizeiassistentin zu werden. Sie belegte an der Schauspielschule Max Reinhardts Kurse in Sprecherziehung und Stimmbildung und inskribierte an der Berliner Universität bei Emil Milan, der dort Lektor für Vortragskunst war. Sie schloss sich der Jugendbewegung an. Der Verleger Eugen Diederichs und seine Frau wurden zu regelrechten Ersatzeltern für sie. Von ihnen ermutigt begann sie, als Märchenerzählerin durch die Dörfer Mittel- und Süddeutschlands (Thüringen, Schwaben und das Rheinland) zu ziehen. Er brachte auch ihr erstes Buch Vom Märchenerzählen im Volke heraus.

1919 lernte sie auf einer ihrer Wanderungen in Thüringen den KPD-Politiker und Arbeiterschriftsteller Kurt Kläber (Die rote Zora und ihre Bande) kennen. Ab 1928 begann sie, eigene Kinderbücher zu schreiben.

1933 emigrierten sie nach Carona (Schweiz) in die Nachbarschaft ihres Freundes Hermann Hesse, wo auch Bertolt Brecht zeitweise bei ihnen weilte.

Zusammen arbeiten sie an einem Buch über italienische Kaminkehrerjungen.

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