FANDOM


Austria flag
Mayerling

Grund der Abweichung:

Kronprinz Rudolf überlebt den 30. Januar 1889

Zeitpunkt der Abweichung: 1889
Zeitspanne: 1889 - 1938

Kurzinformation über Zeitlinie:

Das Jagdschloss Mayerling in Niederösterreich; Der Kronprinz von Österreich-Ungarn Rudolf traf dort immer seine Geliebte Mary Vetsera. Dies tat er auch am 30. Januar 1889, doch dort starb Niemand… der Tag verging und der Kronprinz mit seiner Freundin lebten weiter. Viele Jahre später; 1916 ist ein weiteres Schicksalsjahr denn Rudolfs Vater starb und hinterließ Kaiser Rudolf ein Reich im Krieg…

Einleitung:

Der Fall Kronprinz Rudolf

Der Fall Kronprinz Rudolf

Diese kleine Geschichte spielt mit dem Gedanken was wäre wenn Erzherzog Rudolf nicht gestorben wäre? Er zählte zu den liberalen Denkern innerhalb der Donaumonarchie und Gerüchten zufolge gab es ein Mordkomplot gegen Ihn. Sein Tod im Schloss Mayerling bleibt bis heute ein Rätsel. Einer Aussage Kaiserin Zitas zufolge wurde der Kronprinz das Opfer einer Verschwörung die sich gegen seinen Vater Franz Josef richtet. Leider kann ich hier dazu keine Antworten geben, aber ich male mir aus wie ein Kaiser Rudolf den Verlauf der Weltgeschichte beeinträchtigt hätte. Wie Alle meine Zeitlinien basieren die Geschehnisse ab 1889 auf meiner Phantasie, aber ich habe versucht halbwegs realistisch zu bleiben um meine Geschichte zu erzählen. Ich habe auch eine Dokumentation über den angeblichen Selbstmord der Kronprinzen und seiner Geliebten hier eingefügt. Aber eine Sache möchte ich auch dazu sagen; der Verlauf meiner Zeitlinie ist nicht unbedingt positiv was das Deutsche Reich an geht. Denn Rudolf als Kaiser hatte andere Ansichten als Franz Josef und Wilhelm II. was klarerweise zu einem Bruch der beiden deutschen Mächte führte. Leider musste Rudolf seine Krone in Zeiten des Krieges erhalten wodurch er seine Ansichten nicht ganz so durchsetzen konnte wie in Friedenszeiten. War er wirklich geistig verwirrt? Wurde er von den Feinden seines Vaters ermordet? Wusste er zu viel? Fiktion ist natürlich auch hier in meiner Zeitlinie zu finden…

Zeitlinie:

Vorgeschichte Kronprinz Rudolfs:

Rudolf sollte nach Meinung seines Vaters zum guten Soldaten und Anführer erzogen werden. Dazu benutzte der Kaiser einige sehr fragwürdige Methoden wie etwa seinen Sohn mit einem Pistolenschuss aufzuwecken oder ihn im Wald des Lainzer Tiergartens alleine zu lassen. Diese Erziehungsmethoden missfielen Kaiserin Elisabeth weshalb sie bald abgeschafft wurden. Rudolfs Interessen gingen schon früh andere Wege, so hatte er ein großes Interesse für Ornithologie (Vogelkunde). Doch als einziger Sohn des Kaisers war an eine akademische Karriere nicht zu denken. Seine politische Einstellung ging schon früh in eine Richtung, die dem
124 Kronprinz-Rudolph A3

Der junge Kronprinz

Vater missfiel. Er unterstützte die Deutschliberalen und galt als Freund Ungarns. Seine große Liebe war nicht Mary Vetschera sondern eine jüdische Frau in Prag. Rudolf wurde bald von der österreichischen Geheimpolizei und fremden Geheimdiensten bespitzelt. Dies wahrscheinlich, da er sich mit seinen liberalen Ansichten gegen die Bündnispolitik zwischen Österreich-Ungarn und Deutschland aussprach. Stattdessen wolte er die Annäherung an das liberale Frankreich. Seine Kontakte zu Presse und Schriftstellern ermöglichten es Rudolf seine politischen Ansichten anonym zu veröfentlichen. 1881 heiratete Rudolf die Tochter des belgischen Königs Leopold II. – Prinzessin Stephanie. Diese Ehe war nicht sonderlich liebevoll, da der Kronprinz auch immer wieder anderen Frauen schöne Augen machte. Dennoch hatten sie eine Tochter, Elisabeth Marie die 1883 zu Welt kam. Mary Vetsera und Rudolf trafen sich erstmals 1888 bei einem Pferderennen in der Wiener Freudenau. Die junge Adelige wurde bald die Geliebte Rudolfs.

Jänner 1889 - Die Mayerling Konspiration:

Clemenceau Georges 19 mini

Der französische Politiker Georges Clemenceau nahm über den Mittelsmann Szeps und durch einem Geheimdiplomaten Kontakt zu Kronprinz Rudolf auf

Wien im Winter 1889 kurz nach Neujahr, hier befindet sich der Zeitpunkt der Abweichung dieser Zeitlinie. Kronprinz Rudolf hatte einen guten Freund, der seit kurzer Zeit eine eigene Zeitung herausbrachte Moriz Szeps. Szeps stand mit Sicherheit auf der schwarzen Liste der österreichischen Geheimpolizei, seine Schriften waren auch bei Deutschnationalen, Antisemiten und bei Kaiser Franz Josef nicht gern gesehen. Szeps war Rudolfs „Bruder im Geiste“. Beide vereehrten die republikanischen Werte Frankreichs und lehnten den preußischen Militarismus von Grundauf ab.  Von Szeps erhielt der Kronprinz eine seltsame Botschaft wonach ein „Vereehrer aus dem Ausland“ eine Audienz wünsche. Obwohl der Prinz diese Botschaft mit Skepsis las stimmte er einem Treffen zu. Szeps und der Kronprinz trafen sich daraufhin am 14. Jänner, um Details zu besprechen. Rudolfs Freund gab sehr wenige Details bekannt, nur so viel das es sich um einen Franzosen handelte und man unbedingt Diskretion wahren musste. Ein öffentlicher Ort wie ein Restaurant oder Kaffee kam für den Franzosen nicht in Frage. Woher Szeps den Franzosen kannte wollte er ebenso nicht preisgeben, doch er sprach von politischen Freunden aus der Republik. Da dieser Herr aber erst eine Reihe anderer Besuche machen müsse kämme ein sofortiges Treffen noch nicht in Frage. Es wurde also ein Ort für die Audienz gewählt, der abgelegen genug war um sich im gemütlichen Rahmen zu unterhalten. So kam das Jagdschloss Mayerling ins Gespräch. Das Treffen zwischen Rudolf und dem Franzosen sollte Ende Jänner dort stattfinden. Wer steckte hinter dem Franzosen? Das fragte sich der Kronprinz, denn er selbst hatte schon Kontakte zu französischen Würdenträgern wie Georges Clemenceau der in der Zukunft noch eine wichtige Rolle in der Weltpolitik spielen würde. Mit Clemenceau hatte Rudolf Briefkontakt und lies diesem seine Visionen von eine vereinten Europa zukommen.

Deutschland wird es niemals verstehen, welch ungemeine Bedeutsamkeit und Weisheit es ist, die Deutsche, Slawen, Ungarn, Polen um die Krone gruppiert. Der Staat der Habsburger hat längst, wenn auch in Miniaturform, Victor Hugos Traum der Vereinigten Staaten von Europa verwirklicht. Österreich ist ein Staatenblock verschiedenster Nationen und verschiedenster Rassen unter einheitlicher Führung. Jedenfalls ist das die grundlegende Idee eines Österreich, und es ist eine Idee von ungeheuerster Wichtigkeit für die Weltzivilisation. Und wenn auch vorläufig die Ausführung dieser Idee, um mich diplomatisch auszudrücken, nicht vollkommen harmonisch ist, so will das nicht besagen, dass die Idee selbst falsch ist. Es besagt nur, dass eine solche Idee im liberalsten Sinn Harmonie und Gleichgewicht sichern müsste.

Auszug aus einem Brief Rudolfs an Clemenceau 1886

Das Treffen mit dem Franzosen fand am 29. Jänner statt, der Gast des Kronprinzen betrat das Jagdschloss alleine über einen Hintereingang, seine Kutsche wartete etwas abseits. Kronprinz Rudolf kam mit seiner Privatkutsche die von seinem treuen Privatfiaker Josef Bratfisch gelenkt wurde. Bratfisch sollte das konspirative Treffen auch vor der Geliebten Mary Vetsera geheim halten denn; „Wir sollten keinem Frauenzimmer gestatten Zeuge dieser kleinen Unterredung zu werden auch der Mary nicht“ Rudolf war sich sicher das ein Mann der so auf Geheimhaltung und Anonymität wie der Franzose bedacht war keine Zeugen dabei haben wollte. Der anonyme Fremde stelte sich als Monsieur Jaques vor ein weitverbreiteter Name ohne tiefere Bedeutung. Bei gutem Cognac und kubanischen Zigarren welche der Monsieur als Gastgeschenk mitbrachte begann gegen 18 Uhr ein ziemlich tiefgreifendes und Philosophisches Gespräch über die Zukunft Europas, Österreichs und seiner Kronländer. Der Franzose hatte offenbar gute Geschichtskenntnisse und vor allem wusste er über die Briefkorespondenzen zwischen Rudolf und Clemenceau bescheid. Im Laufe des Abends lockerte vor allem der Alkohol die Zunge des Kronprinzen der sich nun über seinen Vater den Kaiser ausliest; „Es gibt nur eine Freundschaft; Österreich, Russland und Frankreich! Alles andere ist Heuchlerei!“ Monsieur Jaques stimmte zu; „Qui Qui… (Ja! Ja!) isch bin ganz ihrer Meinung Eure kaiserlische Majestät!“ So erzählten sich die Beiden Männer Geschichten, der Franzose gab auch Anektoten aus dem Deutsch-Französischen Krieg (1870-1871) zum besten welche seine Heldentaten als junger Soldat beinhalteten und die der Kronprinz mit einem
Schloss Mayerling after the restruturing of 1889

Bild zeigt das Jagdschloß Mayerling kurz nach 1889

„Dreifachen Hurra auf Frankreich!“ honorierte. Gegen Mitternacht wurde der Franzose ernst und fragte; „Was ischt wenn sisch Frankreisch und Östereisch-Hungarn im Feld gegenüberstehen würden?! Was würden sie dann tun?“ Der Kronprinz erhob sein Glas und rief; „Ich würde… ich würde alle Generäle entlassen… ich würde Unseren Soldaten die Waffen rauben… und die Marseillaise anstimmen… wir sind Brüder last ab vom Schlachten! würde ich rufen!“  Damit war der Franzose zufrieden.
Fiaker-016

Das Bild zeigt einen Fiaker wie es auch Josef Bratfisch war auf dem Wiener Stephansplatz

Er musste aber gehen, doch hinterließ er dem Kronprinz eine Kontaktadresse wie er ihn erreichen konnte. Mittlerweile war das Morgengrauen angebrochen, Kronprinz Rudolf beauftragte seinen Bratfisch sich in die Stadt zu begeben und Mary Vetsera abzuholen. Bratfisch tat wie ihm befohlen und kutschierte die 17. Jährige Freundin nach Mayerling wo sie gegen 9 Uhr Morgens des 30. Jänner 1889 ankamen. Gemeinsam mit dem Kronprinzen genoss sie ein Kaviarfrühstück und verbrachte einen geruhsamen Mittwoch.  Kronprinz Rudolf wusste nun weder wer die Hintermänner Monsieur Jaques waren noch dass er seinen Todestag überlebt hatte.

1889/1898 - Die Jahre bis zum Tode der Kaiserin:

BratfischRudolfAuto1895

Privatchauffeur Bratfisch und Kronprinz Rudolf fahren Auto in Paris, solche Dinge sollten den Vater Franz Josef schockieren und aufregen, Paris 1895

Nach Mayerling blieb der Kronprinz mit dem geheimnisvollen Franzosen weiter in Kontakt. Doch musste er vorsichtig sein, andere Geheimdienste und der Kaiser waren sehr neugierig über jeden Schritt den er tat. Rudolf und Monsieur Jaques trafen sich nicht persönlich stattdessen schrieben sie einander Briefe die sie in geheimen Briefkästen ablegten. Die Liebesbeziehung zu Mary Vetsera währte auch nicht ewig, bald hatte der Kronprinz eine neue Freundin. Mary drohte 1890 zwar mit Selbstmord bekam aber bald Besuch von einem kaiserlichen Offizier der die Ex-Geliebte im Namen der Krone mit einer Leibrente abfertigte. Rudolfs Ehe fand inzwischen nur auf dem Papier statt, doch gab es weniger Streitigkeiten da das Ehepaar überein kam das Jeder der Beiden sich Geliebte suche. Die neue Geliebte des Kronprinzen war eine Ungarin, das Zusammentreffen mit Ihr 1891 war kein Zufall. Es wurde durch Monsieur Jaques arrangiert, insgeheim horchte sie den Kronprinzen über zwei Jahre lang aus. Er ging nach Ungarn, Kroatien und die slawischen Kronländer. In Ungarn ging Rudolf einige politische Freundschaften ein, einige davon eingefädelt durch die Franzosen. Land und Kultur der Ungarn hatte es Rudolf angetan. Darum hatte er weiterhin eine vereinte Donaumonarchie im Sinne die aber zwingend reformiert gehörte. Ähnliche Ansichten hatte auch Franz Ferdinand von Österreich der den Föderalismus favorisierte. Zwar waren Beide von ihrer Vorstellung einer Föderation Österreich überzeugt doch gab es auch manchmal Kontroversen. Seine Geliebte nahm ebenso wie der Kronprinz an einer Ungarnreise teil. 1892 und 1893 waren für den Mann hinter den Kulissen Georges Clemenceau turbulente Jahre. Er hatte sich in einen Bestechungsskandal rund um den Panamakanal verwickelt und trat als Unterstützer des mutmaßlichen Verräters Alfred Dreyfus auf. Beide Fälle hatten mit Antisemitismus zu tun, im Panamaskandal gerieten jüdische Bankiers in Verdacht Bestechungsgelder bezahlt zu haben, bei der Dreyfus Afäre ging es um einen jüdischen Armeeoffiezier dem Landesverrat zugunsten Deutschlands untergeschoben wurde. Das Clemenceau es schafte seine politische Karriere zu retten wurde von anti-semitischen Greisen als Einfluss der Freimaruer gedeutet. Ähnlich wie seine Mutter Kaiserin Elisabeth versuchte Kronprinz Rudolf eine möglichst weite Entfernung zwischen sich und seinen Vater zu bringen. Kronprinz Rudolf war genau wie Franz Ferdinand ein passionierter Jäger obwohl er dies bisher nur in seinen österreichischen Stamhainen auslebte.
ErsteJagdCylon1893

Franz Ferdinand (Oben) und Kronprinz Rudolf bei ihrer Ersten gemeinsamen Elefantenjad auf Ceylon 1893

Ab Mitte der 1890er verfestigte sich der Kontakt zwischen dem Kronprinzen und Franz Ferdinand. Denn gemeinsam machten sie 1892/93 eine Weltreise die auch die Großwildjagd in Ceylon beinhaltete. Ob dies nur eine Zweckfeundschaft war ist unbekannt, jedoch hatte Franz Ferdinand mehr Einfluss auf die österreich-ungarische Politik als der Kronprinz selbst. Kronprinz Rudolf wusste auch 1894 noch nichts von der Konspiration die das Ziel hatte ihn an die Seite der Franzosen zu binden und zu kontrolieren. Er selbst ging immer häufiger auf Konfrontationskurs mit seinem Vater dem Kaiser. Inzwischen bereiste der Frankophilie häufig Frankreich und Belgien.
KaiserinTod1898

Kaiser Franz Josef in Trauer um seine Gatin, Sie wurde am 10. September 1898 in Genf ermordet

So kaufte er sich ein neumodisches Automobil welches der Fiaker Bratfisch zu fahren lernte und nahm am 22. Juli 1894 am weltweit ersten Autorennen von Paris nach Rouen teil. Dies verärgerte Franz Josef der die moderne Technik ablehnte und sich wegen der hohen Geschwindigkeiten der Fahrzeuge um den Thronfolger sorgte. (~ 19 km/h)  Am 10. September 1898 geschah jedoch ein Unglück welches Rudolf dazu bewog nach Wien zurückzukehren. Kaiserin Elisabeth seine Mutter war während eines Schweiz Aufenthaltes in Bern durch einen Anarchisten erstochen worden. Der Tod seiner Mutte brachte den Kronprinz dazu sich wieder vermehrt in Wien und der Donaumonarchie aufzuhalten.

1899/1906 - Neue Pläne für Donaumonarchie:

Popovic1-2

Aurel Popovicis Buch über die Vereinigten Staaten von Großösterreich überzeugten Kronprinz Rudolf 1906

„Der Tag wird kommen, an dem die beiden großen Ländergruppen, die Vereinigten Staaten von Amerika und die Vereinigten Staaten von Europa sich von Angesicht zu Angesicht die Hände über die Meere reichen werden.“

Victor Hugo 1849

10 Jahre nach Mayerling ist der Kronprinz nach dem Tod seiner Mutter etwas in sichgekehrt und ruhiger geworden. Die Zeit der rastlosen Reisen und des Motorsports ist vorbei. Der Kronprinz hat inzwischen mit seiner Frau Stephanie einen Sohn Leopold. Er ist nachwievor politisch aktiv und betätigt sich im Pazifismus. Seine großes Inspiration ist der verstorbene französische Schriftsteller Victor Hugo. Dieser hatte 1849 auf dem Pazifistenkongress in Paris die Notwendigkeit der Vereinigten Staaten von Europa unterstützt. Auch Rudolf sah in den Vereinigten Staaten Europas die Zukunft für das neue Jahrhundert. Doch er musste sich mit der Politik seines eigenen Landes Österreich-Ungarn beschäftigen. Rudolf erhielt im August 1899 gegen den Willen seines Vaters im österreichischen Herrenhaus einen Sitz im Reichsrat. Dort konnte er seine Vorstellungen eines vereinten und reformierten Österreich-Ungarn propagieren. Gegner seiner Politik waren vornehmlich die Deutschnationalen. Kaiser Franz Josef war nun mittlerweile über 50 Jahre Kaiser. Einige glaubten dass Franz Josefs Tage bereits gezählt seien und versuchten auf den Kronprinzen Einfluss zu nehmen. Rudolf umgab sich in den Wiener Salons mit einer Menge Diplomaten, Italiener, Franzosen, Deutsche, Ungarn und Panslawisten versuchten denn zukünftigen Kaiser in ihren Bann zu ziehen. Seine Ansichten zu Zukunft Österreich-Ungarns wusste jeder; Föderation. 1901 kam es zu einem für Rudolf persönlich einschneidenden Verbrechen. Monsieur Jaques wurde in der Alser Straße im 17. Wiener Gemeindebezirk Tod aufgefunden. Durch den Mord erfuhr Rudolf auch wer sein anonymer Kontaktmann wirklich war. Die Kriminalpolizei ermittelte die Identität Monsieur Jaques, dieser war ein Mediziner namens Francis Lebloix der seit Anfang 1889 im Allgemeinen Krankenhaus arbeitet. Allerdings war diese Identität scheinbar auch nur Tarnung, denn in den letzten Jahren schien Lebloix fast gar nicht im Dienst gewesen zu sein, den er bereiste Europa. Rudolf der einen Privatdetektiv beauftragte musste bald feststellen dass seine französischen Freunde ihn ebenfalls beschatteten und einen neuen Kontaktmann beauftragt hatten. Rudolf war nichtmehr so naiv wie früher und stellte Fragen, diese Fragen konnte der Kontaktmann nicht klären. Doch Georges Clemenceau war inzwischen zu einem der bedeutendsten Politiker Frankreichs aufgestiegen. Er hatte das Wirken Rudolfs beobachtet und war von seinen Reformvorschlägen die dieser im österreichischen Reichsrat vorlegte begeistert. Clemenceau fühlte sich sicher genug endlich das Geheimnis zu lüften.  Clemenceau lies dem Kronprinzen einen Brief mit einer Einladung für ihn und seine Frau in ein kleines
Großösterreich 1849-51.svg

Georges Clemenceau zeigte Rudolf bei seinem Besuch eine Landkarte Europas ohne Deutschland, und meinte so würde Großösterreich im Jahre 2000 aussehen, Karte zeigt eine um 1850 in betracht gezogene großdeutsche Lösung

Weingut in Südfrankreich zukommen. Da der Kronprinz ja schon seit Jahren mit dem Politiker in Kontakt stand willigte er ein, außerdem war dem Brief eine Chiffre  beigefügt. (Siehe zbs Ceasar Chiffre) Der Code war dem Kronprinzen geläufig da er ihn für die Kommunikation mit den Franzosen nutzte. Diese Chiffre beinhaltete eine kurze Begrüßung und teilte Rudolf mit das „Er!“ Clemenceau der Hintermann für die französischen Kontakte sei. Rudolf war nicht überrascht denn er hatte seit Jahren spekuliert wer sein französischer Freund eigentlich war. Im Sommer 1901 fand das gesellige Treffen im Weingut schließlich statt.
Vereinigte Staaten von Groß-Österreich-Mayerling

Der Vorschlag Aurel Popovicis zu den Vereinigten Staaten von Groß-Österreich, Gelb die Bundessaaten, Grün autonome Enklaven (größtenteils deutsh)

Dort lernte der Kronprinz auser einem belgischen Diplomaten auch eine Amerikanerin kennen. Clemenceau erzählte wie er sich das Europa des Jahres 2000 vorstelle, als ein geeinter Staat mit Frankreich, Österreich, Belgien und Russland an der Spitze ohne Deutschland. Clemenceau zeigte seinen staunenden Gästen auch Landkarten die er selbst gezeichnet hatte auf dennen es kein Deutsches Reich gab. Dem stimmte auch der Kronprinz zu welcher sich Notizen machte, denn die Gäste aus der liberalen aber auch deutschfeindlichen Ecke inspirierten ihn für spätere Gesetzesvorschläge im Reichsrat. Nach seiner Heimkehr nach Österreich erhielt er bald einen Telefonanruf von Margaret Hiller der Amerikanerin. Auch die Vereinigten Staaten von Amerika schienen nun vermehrt Interesse an Europa zu haben. Hiller fungierte als Kontaktfrau mit dem Weißen Haus in Washington. Die politische Arbeit an der Liberalisierung Österreich-Ungarns ging gut voran denn auch Kaiser Franz Josef war im Alter neugierig auf die Amerikaner geworden und pflegte Kontakte zu der amerikanischen Geheimgesandten. Doch Franz Josef hielt weiterhin an der Allianz zu Deutschland fest, die Amerikaner hatten aber eine geteilte Ansicht da es in den Staaten eine breite Fraktion pro-Deutscher gab. 1906 nach Jahren der Arbeit im Reichsrat erhielt der Kronprinz ein Buch zugeschickt, es ging darin um die Vereinigten Staaten von Groß-Österreich das literarische Werk eines gewissen Aurel Popovici. Dieser Vorschlag zu Reformation der Donaumonarchie hin zu einem Staatenbund weg von der absolutistischen Herrschaft war im Greise Franz Ferdinands beliebt. Beide Männer, Franz Ferdinand und Rudolf versuchten ab 1906 dieses Vereinigten Staaten von Groß-Österreich umzusetzen.

1906/1913 - Rudolfs Freund Theodore Roosevelt: 

US Präsident Theodore Roosevelt und der österreichische Kronprinz lernten sich 1906 bei der Friedensnobelpreisverleihung in Oslo, Norwegen kennen. Roosevelt war für seine Verdienste bei der Friedensstiftung  im Russisch-Japanischen Krieg geehrt worden. Als Prominenter Sohn eines Kaisers genoss Rudolf das Privileg den Nobelpreisverleihungen beizuwohnen. Er befand sich mittlerweile bereits  im 48. Lebensjahr und wartete seit einer Ewigkeit darauf Kaiser zu werden. Aber auch als demokratischer Politiker hatte Rudolf bereits einige Erfolge erreicht, so konnte er die Teilspuveränität einiger deutscher Enklaven in Ungarn erwirken. Aber das ging einigen ungarischen Nationalisten gegen den Strich die eine Magyarisierung im gesamten ungarischen Königreich wollten. Rudolf standen durch seine internationalen Kontakte alle Türen offen außerdem schien Kaiser Franz Josef im Alter doch noch ein Ohr für die Worte Rudolfs zu haben. Mit Roosevelt als Gesprächspartner kam der Kaisersohn gut zurecht. Teddy lud ihn wie es in den hohen diplomatischen Greisen Sitte ist in die USA ein. Dort zeigte der Präsident seinem Gast den Landsitz in Oyster Bay aber auf einige wirklich sehenswürdige Fleckchen für die Jagd. Roosevelt wusste um die Jagdleidenschaft des Kronprinzen und zeigte ihm die Elchjagd in Minnesota. Wie alle Anderen Staatsmänner auch war Roosevelt neugierig wie es um die
BildRudTheo

Kronprinz Rudolf besucht US Präsident Theodore Roosevelt in den USA

Sache des nun nichtmehr so jungen Prinzen bestellt war. Kronprinz Rudolf war Kettenraucher und ständig blass was seine Leibärzte als Eisenmangel diagnostizierten. Böse Zungen behaupteten nun seit einigen Jahren sogar Franz Josef würde seinen Sohn überleben. Doch Rudolf war fit genug für Reisen, Sport und die Jagd. In Roosevelts Amerika fand der Kronprinz einen faszinierenden Ort vor, er notierte beispielsweise das in seinem zukünftigen Reich das Recht von einem Senat in Wien ausgehen würde. Auch die Tatsache das der Präsident die Umwelt durch Nationalparks schützen wolte imponierte dem Besucher aus der Alten Welt.
RooseveltKaiserFr

Theodore Roosevelt als Führsprecher für die Vereinigten Staaten von Groß-Österreich 1910 bei Kaiser Franz Josef

Rudolf hatte aber auch Einfluss auf den Präsidenten, so überzeugte er Ihn doch 1908 nochmals zu kandidieren. Roosevelt gewann die Wahl und trat sogar 1910 eine Reise nach Österreich an um mit Kaiser Franz Josef über Rudolfs Groß-Österreich und über eine friedliche Zukunft des Balkan zu sprechen. Franz Josef wusste aus verschiedenen Quellen bestens über die Idee des neuen Österreich Bescheid ins besonders durch Franz Ferdinand. Es gelang tatsächlich denn Kaiser zu liberalen Reformen und Vorbereitungen hin zu den Vereinigten Staaten von Österreich zu bewegen. 1911 wurde mit Deutsch-Österreich eine neue Verwaltungseinheit in Österreich-Ungarn geschaffen. 1912 folgte Trento der von Italienern bewohnte Teil Südtirols. Die Erfolgreiche Umsetzung heftete sich der Kaiser selbst auf seine Brust denn er benötigte den Zuspruch seines Volkes.

Juni/Juli 1914 - Sarajewo Beginn des Untergangs:

MordFranzFerdinant1914

Franz Ferdinand wird von einem Serben in Sarajewo erschossen

Bosnien am 28. Juni 1914; Franz Ferdinand als ranghoher Vertreter des Hauses Habsburg wird in Sarajewo erschossen. Dahinter steckte der Geheimbund Junges Bosnien welcher kurz zuvor einen Bombenanschlag auf Franz Ferdinand verübte. Trotz der Bedenken Franz Ferdinands ging die Autofahrt weiter, so wurde er Ziel des Todesschützen Gavrilo Princip. In Wien wurde der Tod Franz Ferdinands mit geteilten Gefühlen aufgenommen. Denn Franz Ferdinand war genau wie Thronfolger Rudolf eine kontroverse Figur in der habsburgischen Politik. Die ungarischen Nationalisten waren gegen Ihn aber auch die Deutschnationalen. Antisemiten sprachen sofort von einer Verschwörung der Freimaurer und Franzosen. Für Kronprinz Rudolf war dies ein Schlag, denn Franz Ferdinand zählte zu seinen politischen Verbündeten. Rudolf reiste sofort von Salzburg nach Wien um im Zentrum der Macht nach dem Rechten zu sehen. Aus dem politischen Wirrwarr der letzten Junitage entstand schließlich die Julikrise. Die Mitverschwörer des Bosniaken Princip konnten schnell ausgeforscht und festgenommen werden. Doch fanden sich Indizien die auf eine Beteiligung des Königreich Serbien hindeuteten. Für die Österreicher schien nun klar das Serbien mit dem Mord die Destabilisierung Bosnien-Herzegowinas erreichen wollte um die Region eventuell einmal selbst zu übernehmen. Es kam daher in Bosnien und Kroatien zu anti-serbischen Ausschreitungen. Militärische Hardliner wie der Armeechef Franz Conrad von Hötzendorf  und Kriegsminister Alexander Krobatin und der österreichsche Ministerpräsident Karl Stürgkh drängten nun auf ein militärisches Vorgehen gegen die Serben. Kronprinz Rudolf hatte leider keinen Einfluss auf die nächsten Tage und Wochen. Er musste zusehen wie die Julikrise und schließlich der Krieg über die Donaumonarchie kam. Einzig die Ungarn die der Kronprinz ebenfalls besuchte wollten den Krieg mit Serbien und die Annexion verhindern. Doch enttäuscht musste Rudolf in Budapest erkennen das der ungarische Ministerpräsident István Tisza aus reinem politischen Kalkül zu Frieden tendierte. Eine Annexion würde den Anteil an slawischen Bürgern in der Donaumonarchie schlagartig erhöhen, wodurch der Einfluss Ungarns sich verringern würde und die Tore für eine von Franz Ferdinand und Rudolf vorgesehene Föderalisierung offen stünden. Allerdings war Rudolf nicht der Meinung das seine Vision durch einen Krieg umgesetzt werden sollte, statt dessen plädierte er im Juli zu Pazifismus.
800px-PragerTagblatt-19140729-Morgenausgabe

Die Morgenausgabe des Prager Tagblatt vom 29. Juli 1914 berichtet vom Krieg mit Serbien

Auch von den Deutschen kam nichts friedensförderndes, ganz im Gegenteil, sie gaben einen „Blankoscheck“ aus der Österreich-Ungarn im Kriegsfall uneingeschränkte Unterstützung zusicherte. Das sich nun auch Russland als Freund der Slawen einmischte war Rudolfs letzte Hoffnung, er glaubte dass es keinen Krieg geben würde wenn der russische Bär den Serben die Stange hält. Doch es gab bereits Pläne zu Aufteilung Serbiens, und die Deutschen fühlten sich seit Jahren eingekreist. Nachdem auch das letzte Ultimatum verstrichen war und es am 28. Juli zu Kriegserklärung der Österreicher an Serbien kam zog sich Kronprinz Rudolf in sein Jagdschloss Mayerling zurück und betrank sich. Die Schuld für den kommenden Großen Krieg gab er nun den Kriegstreibern aus dem österreichischen Heeresoberkommando und den Preußen.

1914/1918 - Der Große Krieg:

Der Krieg bis zu Kaiser Franz Josefs Tod:

Anfang August 1914 war alles eskaliert, der lang ersehnte Große Krieg war da. Der Kriegsverlauf bis 1916 fand genau wie in UZL statt, darauf hatten die Interventionsversuche Kronprinz Rudolfs keinen Einfluss. Deutschland Schlieffen-Plan von 1905 fand Anwendung zeigte aber bald seine Schwächen. Der von Einigen erhoffe kurzer Krieg welcher bis Ende des Jahres gewonnen werden sollte trat nicht ein. Schon in den ersten Tagen des Krieges begingen frustrierte deutsche Truppen Gräueltaten an französischen und belgischen Zivilisten. Die Exekution von Zivilisten in Belgien welches ohne Kriegserklärung einfach attackiert wurde verärgerte nicht nur Kronprinz Rudolf. Auch das österreichische Außenministerium lief nun Sturm. Denn das Haus Habsburg war mit dem belgischen Königshaus liiert, ein Affront gegen jede Gepflogenheit. Kaiser Franz Josef ließ sich durch die Deutschen jedoch bekräftigen das solche Dinge in Zukunft nichtmehr vorkommen würden da man ja ohnehin den Krieg bald gewinnen würde. Für den Kaiser hatte es sich damit, aber Kronprinz Rudolf blieb eisern und prangerte die „Hunnen“ (Deutsche) immer wieder öffentlich an. Der Stellungs und Gaskrieg in den nächsten Jahren kostete Hunderttausende Menschenleben. Wobei Rudolf genau wusste dass der Einsatz von Giftgas bereits von den Franzosen angefangen wurde ehe Deutschland es einsetzte. Rudolf sah auch wie die anfängliche Kriegseuforie mit der Zeit umschlug. Er betätigte sich verstärkt als Zeitungsjournalist und schrieb eigene Kolumnen. Seine Kontakte aus dem Ausland gaben Rudolf darüber hinaus auch Informationen über die Aktionen der Mittelmächte die nicht so sehr in der Öffentlichkeit bekannt wurden. Seine Zeitungsberichte mussten aber wie schon 20 Jahre zuvor anonymisiert werden, denn der Kronprinz lies kein gutes Haar an den Mittelmächten. Die Vertreibung der Kurden 1915 und weitere durch das Osmanische Reich verübten Kriegsverbrechen landeten alle in den Denkschriften Rudolfs. Da auch die Geheimdienste gegen den Thronfolger ermittelten war Vorsicht geboten. Seine schriftstellerischen Ambitionen würden von den Deutschen als Verrat angesehen, doch mit einiger Hilfe durch den französischen Geheimdienst gelang es die Identität des „Hetzschreibers“ geheim zu halten. Ende 1916 verschlechterte sich der Gesundheitszustand Kaiser Franz Josefs, der Krieg war unpopulär und überall regierte bereits Kriegsmüdigkeit. Als Kaiser Franz Josef am 21. November 1916 nach 68 Jahren an der Regierung starb trauerte die Doppelmonarchie. Auch Rudolf trauerte, allerdings hatte er dazu nur wenig Zeit denn er musste jetzt handeln. Gedrängt durch den Hofstaat und Militärs übernahm nun er die Kaiserwürde.

Dezemberfriede und Seitenwechsel:

„Ich bin mir bewusst dass keine der Seiten Alles richtig machte, aber ich weiß dass Krieg immer falsch ist!“

Kaiser Rudolf I. 1917

Der Tod Kaiser Franz Josefs markiert einen Umbruch in der Führung Österreich-Ungarns. Nun wurde der Mann welcher seit Jahrzehnten in Opposition zu seinem Vater stand Kaiser. Thronfolger Rudolf nahm gemeinsam mit Karl von Österreich, seiner Frau Zita und dessen 4 Jahre alten Sohn Otto an den Begräbnisfeierlichkeiten in Wien teil. Die Gerüchte wonach Rudolf gar nicht Kaiser werden könne, oder er als Kaiser das Reich in den Untergang führe wurden immer lauter. Er hatte aber auch Freunde  die ihn unterstützten und seine geplante Friedenspolitik unterstützten. Rudolf hatte sein Gespräch mit Monsieur Jaques in Mayerling 1889 nicht vergessen, was wäre wenn sich Frankreich und Österreich im Feld gegenüberstünden. Aber damals war er jung und politisch unerfahren, jetzt mit seinen 58 Jahren war Rudolf bereits ein politischer Profi. Trozdem den Krieg einfach zu beenden schien Ende 1916 fast unmöglich. Doch es gab Hoffnung, kaum gekrönt erklärte Kaiser Rudolf I. dass Österreich-Ungarn schnellstmöglich aus diesem „unsäglichen Kriege“
ZitaOttoKarlundRudolf

Bild zeigt Zita, Otto, Karl und Rudolf (Rechts) bei den Trauerfeierlichkeiten am Wiener Stephansplatz, November 1916

aussteigen müsse. Damit stieß er bei den Hardlinern des Oberkommandos natürlich auf Gegenwehr. Doch als alter Hase auf dem Parkett der Zeitungsmedien, konnte der neue Kaiser schnell die Kriegsmüden im Reich erreichen. Jetzt im Dezember 1916 lohnten sich auch die Kontakte zu Frankreich. Georges Clemenceau stand 1 Jahr davor noch einmal französischer Ministerpräsident zu werden. Die Freunde aus Frankreich und anderen alliierten Ländern standen dem neuen Kaiser positiv gegenüber. Aus Berlin kamen Beileidsbekundungen, man versuchte den Kaiser mit persönlichen Telegrammen von seinem Vorhaben Frieden zu schließen abzubringen,
Dezemberfriede1916

Propagandabild welches den Dezemberfrieden 1916 zeigt, im Vordergrund ein Österreicher der eine fremdländische Frau umarmen will, hinten der "Italiener" der "mitspielt"

vergeblich. Ab dem Nikolaustag des Dezember 1916 schwiegen die Waffen zwischen Österreich-Ungarn und Italien. Dies war der Beginn des Dezemberfriedens. Unterstützt durch französische Diplomatie gelang es Karl einen Frieden mit den Italienern auszuhandeln, dies tat er über die Köpfe seiner Generalität hinweg. Der Italienfrieden hatte seinen Preis, Österreich-Ungarn musste seinen seit 1912 bestehenden Gliedstaat Trento abgeben. Für Kaiser Rudolf schien dies gerecht da in Trento die italienische Bevölkerung Südtirols lebte. Der Friede wurde weiter ausgebaut, Frankreich machte Druck und überzeugte auch Rumänien und sogar Russland für eine Waffenruhe. Anfang 1917 war der Dezemberfriede ein Monat alt als es in der Ukraine an der Ostfront in Ruthenien zu einem „Unfall“ kam. Ein deutscher Jagdpilot im Status eines Flugschülers warf mehrere Granaten über einer österreichischen Stellung ab. In dem Graben befanden sich Vier Frontsoldaten die sofort Tod waren. In den Medien wurde der Fall aufgebauscht, die Franzosen behaupteten frech dass es sich hierbei um einen Racheakt eines verrückten Deutschen gehandelt habe.
RuthenienBomberDE16

Der deutsche Kriegsflieger Erich Schleich löste mit seinem Ruthenien Flug den Seitenwechsel Österreich Ungarns Anfang 1917 aus, Bild zeigt Schleichs Flieger in der Ukraine

Auch Kaiser Rudolf war geneigt dem zu glauben, die ganze Angelegenheit entwickelte sich zu einem Selbstläufer. Bald hatten auch die Deutschen Zeitungen Schlagzeilen wie; „Der Schleich der war ein Held warf seine Bomben gegen den Verrat!“ Die Deutschnationalen wetterten bereits gegen den Kaiser der seine Brüder verriet und „nicht besser als der Italiener sei“ Wie es schließlich zu österreichischen Kriegserklärung vom 13. Jänner 1917 gegen das Deutsche Reich kam ist historisch umstritten. Es wurde angenommen dass selbst Kaiser Wilhelm über falsche Informationen verfügte, denn der Pilot des Unglücksfluges hatte sich kurz nach der Tat erschossen. In seinem Besitz fanden sich Briefe welche den Kaiser von Österreich als Verräter bezeichneten. Deutsche Revanchisten behaupteten noch Jahre nach Kriegsende dass die Bombardierung des Grabens von den Franzosen geplant war oder Schleich im Auftrag Rudolfs handelte. Doch das ist Unsinn es war einfach die Tat eines einzelnen Mannes.

Auf alliierter Seite und Versailles:

1917; Was war von der österreichischen Kriegserklärung an Deutschland zu halten? Mit Sicherheit wurde sie unter Druck der Alliierten ausgesprochen. Anders als die Revanchisten es in den 1920er Jahren propagierten wurde keinem deutschen Soldaten in den Rücken geschossen. Zwischen Österreichern und Deutschen wurde ein Gentleman-Equipment ausgemacht. Die Kommandeure an der gemeinsamen Ostfront garantierten den österreichischen Truppen den sichern Abzug von der Front. Es gab trotz des Ruthenien Zwischenfalls Verbrüderung. Auch Kaiser Rudolf gestand sich später selbst ein die Kriegserklärung unterzeichnet zu haben, darum kam es das im Krieg gegen die Deutschen kein einziger Schuss viel was von ganz Oben toleriert wurde. Doch so einfach war der Seitenwechsel dann doch nicht. Auf dem Balkan musste sich Österreich-Ungarn gegen die Osmanen bewähren wobei die Serben mehr schlecht als recht als Verbündete mittaten. Die Beziehung Wien – Belgrad blieb schlecht egal wie sehr sich Frankreich auch bemühte zu vermitteln. Die Mittelmächte, Deutschland, Bulgarien und das Osmanische Reich gerieten in immer ernsthaftere Probleme. Doch hatte der deutsche Kaiser den Frieden von Brest-Litowsk mit den Russen geschlossen, aber das half alles nichts. Die Österreicher und die Alliierten waren am Balkan siegreich, die einzige Front welche Österreich-Ungarn noch hatte. Der Vorschlag Frankreichs eine Bayern-Front zu eröfnen wurde wehemend abgelehnt, es gab da auch Verhandlungen zwischen Wien und München die einen Geheimfrieden brachten. In Deutschland und dem Osmanischen Reich kam es Mitte 1918 zu Unruhen. Streiks legten die deutsche Wirtschaft lahm. So musste Kaiser Wilhelm Ende August 1918 abdanken, er ging schließlich 1920 in die Niederlande. Bald revoltierten die Kommunisten und Sozialisten im Spartakusaufstand. Die Augustrevolution wurde niedergeschlagen, Deutschland unterzeichnete eine Waffenruhe mit den Alliierten.
Bundesarchiv Bild 183-R12318, Eysden, Kaiser Wilhelm II. auf Weg ins Exil

Kaiser Wilhelm geht 1918 ins Exil

Zwischen 1918 und 1922 kam es zu den dem Krieg folgenden Friedensverträgen. Österreich-Ungarn hatte wie man so schön sagt seine Schäfchen ins Trockene gebracht. Für die Mittelmächte Deutschland, Osmanisches Reich und Bulgarien traten harte Friedenskonditionen in Kraft.
Deutschland wurde mit der Weimarer Republik demokratisch, ein Zustand denn Kaiser Rudolf sehr befriedigend fand. Das Saarland und ein demilitarisiertes Rheinland wurden von den Ministerpräsident Georges Clemenceau gefordert. In Folge besetzten französische Truppen 1922 das Saarland und setzten so Tatsachen. 1919 entstand in konservativen und deutschtümlerischen Kreisen der "Revolverschuss Mythos"
DerRevolverschuss1919

Darstelung der Revolverschuss Legende, Kaiser Wilhelm im Schützengraben, hinter ihm eine dunkle Wolke der Verrat der Österreicher die ihm mit dem Revolver in den Rücken schießen, Zeichnung 1919

Dieser Mythos/Legende ging davon aus dass österreichische Soldaten den Deutschen an der Front in den Rücken schoßen, dadurch ging die sonst siegreiche deutsche Armee unter. In Versailles,
Ww11919

Georges Clemenceau zweiter von Rechts hat sein Ziel ereicht Deutschland ist geschlagen, Versailles 1919

Siant Germain und bei anderen Verhandlungen kam auch immer wieder das Schicksaal Bosnien-Herzegowinas zu Sprache. Die Serben waren immer noch wüten dass die Partei die den Krieg auslöste so billig davon kam. Sie forderten Bosnien-Herzegowina, doch dazu war Kaiser Rudolf nicht bereit. Seiner Meinung nach hatten die Österreicher das Gebiet seit 40 Jahren kultiviert und aufgebaut. Trotzdem kam es im Jahr 1921 zu einer Volksabstimmung über die Zugehörigkeit des Landes. Mit einer knappen Mehrheit entschieden die Bewohner weiter in der Doppelmonarchie zu bleiben. Dies lag vor allen daran dass Bosnien-Herzegowina inzwischen einen ausgedehnten Selbstverwaltungsstatus bekam, die Aussicht Teil der reaktionären Monarchie Serbiens zu werden begeisterte nur noch wenige. Ob die Versprechungen des Kaisers die Bosniaken tatsächlich überzeugten bleibt dahin gestellt, denn bei der Volksabstimmung gab es einige Unregelmäßigkeiten. Das Osmanische Reich verlor stark an Territorien und wurde 1923 zu Republik Türkei. Österreich-Ungarn musste auch nach seinem Kurswechsels Reparationen an Serbien und Russland bezahlen. (eher gering) Allerdings war vom alten Zarenreich kaum etwas übrig denn dort herrschte Bürgerkrieg gegen die Bolschewiki.

1919/1926 - Groß-Österreich entsteht:

„Keine Deutsche! Keine Slawen! Keine Magyaren, wir alle sind Österreicher!“

Kaiser Rudolf I. Gründungsrede Groß-Österreichs 1920

1919; Der Krieg ist aus, die Friedensverhandlungen beendet. Kaiser Rudolf sitzt nun bereits fester im Sattel, es ist ihm gelungen die Deutschliberalen und Ungarn für sich zu gewinnen. Die Trilaterale Lösung (Deutsche, Ungarn, Slawen) soll nun in den Vereinigten Staaten von Groß-Österreich umgesetzt werden. Kaiser Rudolf involvierte auch seinen nun 20 jährigen Sohn in die Staatsgeschäfte. Kronprinz Leopold sollte die politische Ebene der Donaumonarchie kennen lernen. Leopold teilt die Ansichten seines Vaters wobei er auch über eine militärische
FlagGreaterAustria

Flagge der Vereinigten Staaten von Groß-Österreich seit 1920

Ausbildung verfügte. Das Auseinanderdriften der Volksgruppen Österreich-Ungarns musste nun verhindert werden. 1919 wurden die von Aurel Popovici vorgeschlagenen Bundesstaaten gegründet. Deutsch-Österreich bestand bereits, doch kamen im Laufe des Jahres noch hinzu: Deutsch-Böhmen, Deutsch-Mähren, Tschechisch-Böhmen, Ost und Westgalizien, Siebenbürgen, Kroatien, das Slowakenland, Ungarn, Triest und Bosnien-Herzegowina. Diese Bundesstaaten hatten ihre eigenen Vertreter der „Senat“ wurde im österreichischen Reichsratsgebäude (Parlament) eingerichtet. Diese neue bis 1920 noch unter dem Namen Österreich-Ungarn bestehende Föderation hatte eine große Anziehungskraft. Denn viele Volksgruppen die bisher immer nur unterdrückt wurden durften im Rahmen der neuen Föderationsverfassung sowohl wählen wie auch Repräsentanten nach Wien entsenden. Natürlich war die neue Föderation welche sich in Slawen, Ungarn und Deutsche aufteilte nicht jedermanns Sache. Es gab auch Seitens der Tschechen und Slowaken den Wunsch eines unabhängigen Staates namens Tschechoslowakei. Doch mit Böhmen und dem Slowakenland hatten auch diese Nationalitäten etwas von der Groß-Österreichlösung. In der Weimarer Republik hingegen blieb das Mittrauern gegen Österreich bestehen. Am 1. Jänner 1920 wurden die Vereinigten Staaten von Groß-Österreich aus der Taufe gehoben, dieser Staat nach dem Muster der USA war wie sein Vorgänger Österreich-Ungarn ein Vielvölkerstaat. Kaiser Rudolf versuchte bei der Bevölkerung seine Werte von Liberalität und österreichischer Grundeinstellung wiederzugeben. Er glaubte das Österreicher sein nicht mit einer Rasse, einer Religion oder dem
Großösterreich111919

Der Senat in Wien, hier wurde am 1. Jänner 1920 die Vereinigten Staaten von Groß-Österreich ausgerufen

Geburtsort zutun hätte sondern mit einer übernationalen Einstellung. So machte er auch einige Franzosen wie Clemenceau zu Österreichern ehrenhalber. Allerdings gab es außerhalb des neuen Groß-Österreich neue Ideologien wie den Faschismus und den altbekannten Kommunismus. Die Bolschewiki aus der brandneuen Sowjetunion konnte Kaiser Leopold nicht leiden. Das lag nicht sosehr am Sozialismus sondern an dem von ihnen verbreiteten Staatsterror.
KarlRenner

Dr. Karl Renner, erster Senatskanzler von Groß-Österreich † 1950

Der Sozialdemokrat Dr. Karl Renner wurde zum ersten Senatskanzler Groß-Österreichs gewählt. Der Sozialist stieß schon zu Beginn seiner Amtszeit auf Kritik da er die von den Konservativen abgelehnten Reparationen an die Sowjets weiter bezahlte. Doch schon 1923 war Schluss mit Zahlungen, Senatskanzler Ignaz Seipel lehnte jede Kooperation mit Bolschewiki ab auch unterstüzte er Milizen wie die Heimwehr. Schon damals gab es Proteste wegen der Tatsache das die Deutschen besonders stark im Senat vertreten waren und daher den Senatskanzler stellten. Darum bildeten verschiedene Nationalitäten bald Heimwehren die zum "Schutz" der eigenen Rechte da sein sollten. Auserdem richteten sich die Schutzbünde gegen den Bolschwewismus Diese Entwicklung der 1920er wurde von Kaiser Rudolf mit großer Sorge beobachtet. 
Ihre großen Vorbilder hatten die Freikorps, Schutzheere, Bundestruppen, Grossmarschierer und Heimwehren im italienischen Faschismus. Benito Mussolini hatte 1922 mit seinem Marsch auf Rom einige Nachahmer wie etwa in Bayern. In Groß-Österreich war die Gemeinschaft der Völker durch diese neue politische Erscheinung mit dem Namen
Csm 1934 ebf95634e8

Heimwehren, gehörten in den 1920er und 1930er Jahren zum politischen Alltag, Bild zeigt die Christlich Soziale Heimwehr Ignaz Seipels um 1930, Anders als in UZL nahm die Militanz ab

Faschismus gefährdet. Trotzdem konnte die Demokratie überzeugen obwohl die verschiedenen Schutztruppen ständig bei Parteiveranstaltungen anwesend waren. Wegen des strengen Waffengesetzes innerhalb Großösterreichs war an eine Bewaffnung der Milizen nicht zu denken. Doch die Goldenen 20er brachten auch den erhofften Wirtschaftsaufschwung. In allen Bundesstaaten konnte die Wirtschaft wachsen, dabei nahm man keine Kredite fremder Mächte an dies war ein Erbe des sozialistischen Protektionismus Karl Renners. 1925 wurde die Währung Schilling eingeführt. Die Beziehungen zu Deutschland besserten sich halbwegs, doch mit dem Nachbarland Serbien war nicht gut Kirschen essen. Zwischen 1923 und 1926 musste das großösterreichische Bundesheer seine Position gegenüber den Serben mehrfach festigen. So gab Senatskanzler Seipel die Aufstockung des Bundesheers mit modernen Panzern in Auftrag. Dies geschah auch in Anbetracht der erstarkenden Sowjetunion.

Gladiatorengattungen:

FlagGreaterAustria
Bundesstaaten Vereinigte Staaten von Groß-Österreich (Flaggen sind die seit 1965)
FlagGreaterAustria
AustriaRR

Deutsch - Österreich

Hauptstadt Wien
Gründung 1911
KingFlag-Hungary

Königreich Ungarn

Hauptstadt Budapest
Gründung 1901
KingFlag-MaehrenDE

Deutsch - Mähren

Hauptstadt Ostrau
Gründung 1919
KingFlag-BohemDE

Deutsch - Böhmen

Hauptstadt Pilsen
Gründung 1919
KingFlag-TschechBöhmen

Tschechisch - Böhmen

Hauptstadt Prag
Gründung 1919
KingFlag-Slovakenland
Slovakenland Hauptstadt Bratislava
Gründung 1919
KingFlag-Krain
Krain Hauptstadt Laibach
Gründung 1919
Flag of Austria-Kroatien
Kroatien Hauptstadt Zagreb
Gründung 1919
Flag of Austria-Siebenbueg
Siebenbürgen Hauptstadt Kronstadt
Gründung 1919
Flag of Austria-Oestgaliz
Ost - Galizien Hauptstadt Lemberg
Gründung 1919
Flag of Austria-Westgaliz
West - Galizien Hauptstadt Krakau
Gründung 1919
KingFlag-Woiwodin
Woiwodina Hauptstadt Novi Sad
Gründung 1919
KingFlag-Szeklerland
Seklerland Hauptstadt Oderhellen
Gründung 1919
Flag of Austria-Triest
Triest Hauptstadt Triest
Gründung 1919
Flag of Austria-BosnienHerz
Bosnien und Herzegowina Hauptstadt Sarajewo
Gründung 1919

Kaiser Rudolf und Adolf Hitler:

1923; Im Freistaat Bayern herrscht große Unzufriedenheit. Seit Gründung des Freistaates verlief die Geschichte wechselhaft. Die Münchner Räterepublik 1919 war der kurzzeitige Versuch einen sozialistischen Staat aus Bayern zu machen. Die Sozialisten und nationalistische Gruppen lieferten sich in Bayern regelmäßige Schlägereien. Seit 1920 gab es die Nationalsozialisten (NSDAP) eine dem Revanchistischen Lager zugehörige Kleinpartei. Die NSDAP mit ihrem Parteiobmann Adolf Hitler konnten aber in den nächsten 3 Jahren einige Mitstreiter gewinnen. Bisher galt die NSDAP als eine Arbeiterpartei in der nur undisziplinierte Schläger aus der Unterschicht anzutreffen waren. Doch das hatte sich bis 1923 geändert. Ehemals hohe Entscheidungsträger des Kaiserreiches traten nun der Hitlerpartei bei oder unterstützen sie. Der prominenteste Mitstreiter Hitlers war Erich Ludendorff, der Mann der im Großen Krieg Deutschland militärisch geführt hatte und auch der welcher die Revolverschuss Legende in die Welt setzte. Nicht ganz unberechtigt glaubten Hitler, Ludendorf und die Parteigenossen dass Deutschland im Krieg von Österreich-Ungarns Kaiser Rudolf aufs Glatteis geführt wurde. Aber nicht nur dass, sie waren auch der Meinung das der Frieden von Versailles eine Schande für alle Deutschen sei. Die sozialdemokratische Regierung Bayerns war Hitler ein Dorn im Auge so wurde ganz in Manier der italienischen Schwarzhemden ein Marsch auf München organisiert.
Hitllerputsch23

Der Stosstrupp Hitler in München, Adolf Hitler und Erich Ludendorff versuchten am 8. und 9. November 1923 die bayrische Landesregierung zu stürzen

  Dieser Marsch sollte ein Staatsstreich werden welcher sich vom 8. bis zum 9. November 1923 abspielen würde. Der „Stoßtrupp Hitler“ war mit Mauserpistolen, Karabinern und nur wenigen Granaten ausgerüstet. Der Putschversuch scheiterte Hitler und der Großteil seiner Mitverschwörer wurden durch Polizei und Reichswehr festgesetzt. Viele Putschisten starben, aber auch einige Polizisten. Die Verschwörer standen unter Anklage wegen Hochverrat.
Hitler putsch prozess100

Adolf Hitler posieren für die Presse, 1924 stand noch nicht fest ob Hitler nach Groß-Österreich abgeschoben werden soll

Aber als österreichischer Staatsbürger drohte Hitler durch die bayrische Fremdenpolizei abgeschoben zu werden im Falle dass seine Haft verkürzt werden würde. Hitler blieb 9 Monate in Festungshaft, wegen guter Führung wurde entschieden ihn frei zu lassen. In dieser Zeit hatte er das Manuskript zu Mein Kampf geschrieben und gab sich selbstsicher. In Wien wurden die Ereignisse des Hitlerputsches von 1923 ebenso beobachtet, Senatskanzler Seipel wollte den Unruhestifter eigentlich nicht haben als die Abschiebung 1924 zu Debatte stand. Jedoch legte Kaiser Rudolf Veto ein, er bemerkte;
SAVorBotschaft

SA Leute vor dem großösterreichischen Konsulat in Berlin hindern Bürger das Konsulatsgebäude zu betreten oder verlassen, denn sie wollen ihren Führer frei sehen, Berlin April 1925

„Wenn ein Österreicher in Deutschland Hochverrat begeht, dann wirft das ein schlechtes Licht auf unser Land!“ So wurde Adolf Hitler Anfang 1925 an die Österreicher ausgeliefert ihm sollte nochmals der Prozess gemacht werden. Dieser politisch motivierte Prozess sollte ein Exempel statuieren und zeigen dass die Gerichtsbarkeit in Groß-Österreich einen Putschisten nicht wie die bayrische Justiz mit Samthandschuhen angreifen würde. Hitler wurde des vorsätzlichen Mordes an mehreren Polizisten und des Hochverrates angeklagt und verurteilt. Die Verhandlung fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, Hitlers sprichwörtliche Redegewandtheit nutzte ihm nichts da lediglich die Anklage und das Urteil verlesen wurde. Vor der Bekanntmachung hatten sich SA Leute vor das großösterreichische Konsulat in Berlin gestellt und dort eine Kundgebung abgehalten durch die sie sich die Freilasung ihres Parteiobmannes erwarteten. Das Urteil lebenslange Haft wurde von den deutschen Nazis angefochten, doch ihr Parteiführer kam nie mehr frei. Die Frage warum Kaiser Rudolf sich in dieser Sache eingeschalten hatte bleibt umstritten. Kaiser Rudolf zog sich jedoch bald danach krankheitsbedingt aus der Öffentlichkeit zurück. Einigen bösen Zungen zufolge sollte sich bei ihm eine Geisteskrankheit abzeichnen.

1927/1932 - Kaiser Rudolfs letzte Jahre:

Kaiser Rudolf zog sich mit zunehmendem Alter immer mehr zurück und widmete sich seinem Hobby der Vogelkunde. Schon im 19. Jahrhundert hatte er als Kronprinz einige Manuskripte verfasst die er nun nach 40 Jahren veröffentlichte. In seiner Zeit als junger Kronprinz pflegte er eine Freundschaft zu dem Tierforscher Alfred E. Brehm, welcher noch in der Gegenwart durch seine Bücher bekannt ist. Rudolf selbst veröffentlichte einige wenige naturkundliche Werke bis 1900 unter dem Namen Ernst Blinder, doch als alter Mann änderte sich dies er ging nun im Naturhistorischen Museum und im Schönbrunner Tiergarten in Wien ein und aus und beriet sich mit den dortigen Experten. In einigen seiner wissenschaftlichen Aufsätzen spiegelte sich der Optimismus und Naturliebe Rudolfs besonders wieder:

„Das Alte sind Ruinen, wir blicken in eine neue beßere Zeit, die Macht wird fallen, die Wißenschaft wird blühen, und die Schlechtigkeit, die durch die ungleiche Macht und Armuth entstanden, wird schwinden, und vom Parteihaß angewidert kehrten wir zum Schönsten, zur Natur zurück. Das ist geschrieben, mag es schlecht oder gut sein, es sind nicht Auswüchse erregter Fantasie, es ist meine feste Meinung, und die Natur wird ewig mir das höchste sein, was Menschen selbst gemacht, ist schlecht wie die Menschen.“

(Text in alter Rechtschreibung)

Auszug aus einem 1928 veröffentlichten Aufsatz denn Rudolf bereit 1873 über die Entwicklung des Menschen und die Evolutionstheorie verfasste. Des Kaisers Ambitionen auf dem Gebiet von Wissenschaft und Techniken veränderten sich jedoch auch. So wollte er in den 1920er Jahren Methoden finden um den „Treck, Gestank und Rauch“ aus den österreichischen Fabrikschloten zu filtern. Genau diese Ideen sorgten dafür dass der Kaiser als Exzentriker und Verrückter angesehen wurde. Genau wie Theodore Roosevelt wollte er die Natur durch Nationalparks schützen, so entstanden 1923 bereits die Naturschutzgebiete Kalkalpen und Freudenau. Kaum Jemand verstand die Bemühungen die Rauchschwaden der Fabriken oder Industrieabwässer zu säubern. Auch im kleinen schwebte dem Kaiser ein Rußfilter für Automobile vor. Diese Technologien die der Kaiser in der Zeit der Weltwirtschaftskrise im Sinn hatte wurden in den 1940er und 1950er Jahren tatsächlich Realität.
Csm klaeranlage

Kläranlagen gab es bereits seit 1882 aber wirklich populär und staatlich verpflichtend wurden sie erst in den 1940er Jahren in Groß-Österreich

1930 hatte sowieso Niemand mehr Intersse an sauberer Industrie, die Arbeitslosenzahlen stiegen an und man wolte einfach nur Arbeitsplätze. „Wer sein Land ehrt der ehrt die Natur!“ Schrieb der Kaiser 1932 in einem seiner letzten Briefe an US Präsident Herbert Hoover. Rudolf schickte seine Skitzen zum Thema Rußfilter bei Automobilen an einen Freund in das deutssprachige Oskau. Die Deutsch-Mährische
KatalysatorK

Der erste Katalysator fand im Lastkraftwagen Adam 40 Anwendung, die Fahrzeuge wurden in Deutsch-Mähren ab 1940 produziert

Motorenfabrik Gerhard Adam versuchte nun die unfertigen Skitzen umzusetzen und entwickelte inspiriert dadurch den ersten Fahrzeugkatalysator. Ab 1940 wurden die Lastkraftwagen der Motorenfabrik Adam mit Katalysator
BeerdigungRudolf1932

Die Beerdigung des Kaiser Rudolf fand im selben Leichenwagen statt wie die von Kaiser Franz Josef, Hofburg 10. November 1932

ausgeliefert und erfreuten sich hoher Beliebtheit.
Der seit 1918 verwitwete Kaiser hatte sich nie nach einer neuen Liebe umgesehen, stattdessen vertiefte er sich in seine „Kaiserlichen Spinnereien“ Er hatte den aufgeklärten Absolutismus abgeschafft und sich damit selbst aus der Regierungsgewalt entfernt. Sein Sohn der 1932 bereits ein begabter Diplomat und Senatsmitglied war führte schon zu Lebzeiten Rudolfs einige politische Programme weiter. Die Sudetendeutschen in Deutsch-Böhmen wurden gefördert es gab 1930 auch eine Abstimmung ob das Sudetenland (Deutsch-Böhmen) zu Deutschland kommen sollte was abgelehnt wurde. Der Versöhnungsprozess mit der Weimarer Republik wurde durch Industrieprogramme weitergeführt. Zwischen Deutschen und Österreichern sollte sich einiges bessern beispielsweise unterstütze die Groß-Österreichische Regierung während der deutschen Bankenkrise vom 
13. Juli 1931 das Nachbarland. Ausländische Investoren sprangen in Deutschland reihenweise ab, das deutsche Bankensystem drohte unter zu gehen. Doch die von Kronprinz Leopold geführte Partei der Kaiserliberalen (KLPGÖ) und die Sozialdemokraten (SPGÖ) Otto Bauers vertraten die Ansicht dass die Weimarer Republik  dadurch nur in die Hände des Kommunismus getrieben werden würde, so kam es zu einer Finanzspritze die aber mit Ausgleichshandel verbunden war. Man setzte sich zusammen und suchte Möglichkeiten Deutschland aus der Krise zu boxen. Leopold war es auch der denn in der Weimarer Politik bereits diskutierten Autobahnbau zum Thema machte. Am 12. Juni 1932 wurde die „Kraftwagenstraße Süd“ in Salzburg eröffnet. Das Deutsch-Österreichische Bauprojekt der Autobahnverbindung München-Salzburg brachte neue Arbeitsplätze in Beiden Ländern. Kaiser Rudolf gehörte zu den Gästen der Eröfnungsfeier, dies war der letzte Auftritt des Kaisers. Bereits früher hatte er über Hustenanfälle Übelkeit und Kopfschmerz geklagt. Am 8. November 1932 ging der Kaiser in Schloss Mayerling zu Bett und starb irgendwann in der Nacht. Als Todesursache wurde Lungeninfarkt festgestellt welcher den Kaiser wohl im Schlaf erwischte. Der Kaiser wurde am 10. November in der Wiener Kapuzinergruft beigesetzt, noch am selben Tag wurde sein Sohn zum Kaiser gekrönt.

1933/1938 - Groß-Österreich und Deutschland:

„Der Verlust der Religion ist der erste Schritt zum Niedergang eines Volkes! Die Sowjetunion propagiert den Niedergang!“

Senatskanzler Engelbert Dolfuß 1936

Deutschland 1933; 10 Jahre nach dem Hitlerputsch haben sich die Nationalsozialisten zerstritten und bildeten gegensätzliche Lager innerhalb der rechten Scene. Bei den Reichstagswahlen 1932 hatten die Nationalsozialisten nicht teilgenommen, Reichspräsident Paul von Hindenburg vereidigte 1933 einen konservativen Reichskanzler. Seit dem Beginn der Weltwirtschaftskrise und der erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Groß-Österreich haben die Anhänger des Revolverschuss Mythos stark an Zugkraft verloren. Die 1930er hatten einen großen Feind; Josef Stalin. Die Sowjetunion fühlte sich durch die Ereignisse des New Yorker Börsencrash 1929 gestärkt. Stalin und die Bolschewiki glaubten dass nun das Ende des Kapitalismus gekommen sei. Auf der anderen Seite formte sich in der westlichen Welt Wiederstand gegen das Rote Imperium. In Groß-Österreich zeigte sich dieser Wiederstand durch das erstarken christlich konservativer Werte. Die Vereinigten Staaten von Groß-Österreich blieben weiterhin eine konstitutionelle Monarchie mit demokratischem Grundgerüst. Doch die einst von Kaiser Rudolf hochgehaltenen Werte vom Pazifismus veränderten sich hin zu einer Stärkung des Bundesheers. Die Ostgrenze Groß-Österreichs war in Gefahr von den „Blutigen Bolschewiki“ überrannt zu werden, so schien es zu mindestens 1935. Im nördlichen Nachbarland war die Lage ähnlich. Seit 1933 arbeitete die Reichswehr mit dem Bundesheer zusammen, die Ausbildung einer deutschen Fliegertruppe und Panzerkräfte wurde dabei vorangetrieben. Die Alliierten des Großen Krieges sahen bei dieser langsamen Wiederaufrüstung Deutschlands zu. Auch die Tatsache das Deutschland seine Peparationszahlungen nicht leistete wurde nicht geahndet. Wegen der Roten Gefahr stand nun auch Großbritannien nichtmehr gegen die Wiederaufrüstung, dies wurde geflissentlich ignoriert.
EngelbertDolfuss

Senatskanzler Engelbert Dolfuß legte 1937 keine Beschwerde ein als die Weimarer Republik das Saarland besetzte, im Gegegenteil er gratulierte zu rechtmäßigen Besetzung, der christlich Konservative war wegen seines anders verlaufenen Lebens ein überzeugter Demokrat † 1977

Seit 1934 waren die katholischen Konservativen der Großösterreichischen
Rhineland

Kavalaristen der deutschen Reichswehr werden von der Bevölkerung des Rheinlandes begrüßt Mai 1937

Volkspartei (GÖVP) an der Macht.
PropagandaPlgegenStalin1938

Propagandaplakat des Deutsch-Groß-Österreichischen Bündnises gegen den Bolschewismus und Diktatur 1938

Senatskanzler Engelbert Dolfuss musste sich jedoch mit wechselnden Koalitionen mit der SPGÖ und KLPGÖ am Ruder halten. Teilweise gab es diese Zusammenarbeit mit der KLPGÖ Kaiser Leopolds der ebenfalls die Bedrohung durch die Sowjetunion erkannte. Doch war das der Weg denn Kaiser Rudolf 1920 mit den Vereinigten Staaten von Groß-Österreich einschlagen wollte? Wohl kaum. Dies waren auch die Tage in denen Otto von Habsburg seine ersten politischen Schritte machte. Er besuchte die Bundesstaaten und trat für den Föderalistischen Gedanken ein. Er war aber genau wie Kaiser Leopold ein Antikommunist der die Allianzen der 1930er befürwortete. Darum intervenierte Groß-Österreich 1936 auch im spanischen Bürgerkrieg wo man die Siegreichen Republikaner gegen die Kommunisten unterstützte. 1935 wurde das Rheinland und Saarland von den Franzosen an die Weimarer Republik übergeben. Bisher waren diese Länder entmilitarisiert, dies änderte sich aber am 1. Mai 1937. Die Reichwehr marschierte dort ein und zeigte somit dass Deutschland die bittere Niederlage des Großen Krieges überwunden hatte. Engelbert Dolfuß gratulierte diesem Akt des Militarismus, aber im Hintergrund wusste Jeder dass die wenigen deutschen Kavalleristen im Falle einer französischen Intervention zum Rückzug gezwungen gewesen wären. Doch für die deutsche Regierung war dies ein internationaler Prestigegewinn. 1937 war auch das 20. Jahr nach dem Seitenwechsel Österreich-Ungarns. In den Augen der deutschen Regierung hatten die Österreicher ihre Schuld und Schande von damals abgezahlt. Zwar war der verstorbene Kaiser Rudolf in Deutschland immer noch extrem unbeliebt, doch stand bald einem offiziellen Bündnis nichts im Wege.  Der neue Kaiser Leopold hingegen wurde respektiert und genoss wegen seiner Unterstützung seit 1931 hohen Zuspruch. Dies wurde als die "Wiedergutmachung" angesehen. Dieses Deutsch-Deutsche Bund hatte auch seine Gegner, etwa Marineminister Miklós Horthy der die „Deutschmachung“ der Vereinigten Staaten von Groß-Österreich an die Wand malte. Auf der anderen Seite des Spektrums stand Kardinal Theodore Innizer. Der Deutsch-Böhmische Kardinal von Pilsen predigte inzwischen das „Heilige Römische Reich aller Deutschen!“ Doch die meisten Bürger waren von solch einem deutsch-deutschen Reich wie es Innitzer immer wieder forderte nicht überzeugt. Der österreichische Patriotismus hatte sich durchgesetzt auch in Böhmen, bis hin nach Bosnien wo man sich Österreich-Bosniak nennt. In den USA gelang es Präsident Franklin Delano Roosevelt mit dem New Deal die Wirtschaftskrise zu bekämpfen. Auch Groß-Österreich und sein Wirtschaftspartner Deutschland arbeiteten an einem solchen Aufschwung. Dies geschah durch Autobahnprojekte oder den Aufbau der Eisenbahn. Im Westen Groß-Österreichs sollten bis in die 1940er Jahre eine Reihe von Autobahnen gebaut werden die sich mit deutschen Straßen vereinigten. Ungarn hatte denn großaufgezogenen Eisenbahnausbau. Diese neuen Verkehrswege sollten auch dem Bundesheer dienen da man sich eine Invasion der Kommunisten ausmalte. Die Deutsch-österreichische Zusammenarbeit führte Ende der 1930er Jahre auch zu einer Annäherung der Erzfeinde Frankreich und Deutschland. 1938 sorgten Gerüchte über die Rückkehr Wilhelm II und der kaiserlichen Familie, nach Deutschland jedoch nochmals für einen Skandal. Die Hohenzollern kehrten zurück, Wilhelm wurde aber nicht Kaiser sondern lebte bis zu seinem Tode 1941 als normaler deutscher Staatsbürger in Berlin. Doch Prinz Wilhelm von Preußen ist anders als sein Vater, er könnte bald als neuer Kaiser auftreten. Die Feindseligkeit zwischen Kommunismus und dem Westen sorgte auch dafür dass nun auch der unberechenbare Diktator Benito Mussolini wieder auf sich aufmerksam machte. Er gehörte 1938 dem anti-Kommunistischen Bund Großbritanniens und Japans an. Mehrmals rief der Duce zum Kampf gegen den Bolschewismus auf. Doch der Faschismus aus Italien war längst nichtmehr so beliebt wie 1923 kaum Jemand nahm Notiz von dem „Rumpelstilzchen am Tiber“

Umfrage wie gehts weiter?

Wie entwickelt sich Europa?
 
5
 
3
 
9
 
10
 

Die Umfrage wurde am 11. Mai 2018 um 03:57 erstellt. Bisher haben 27 Nutzer abgestimmt.

2018 - Kaiser Rudolf im Auge der Geschichte:

Groß-Österreich im 21. Jahrhundert; Die Föderation der österreichischen Länder existiert immer noch. Obwohl Vielvölkerstaaten immer problematisch sind haben die Vereinigten Staaten von Groß-Österreich das 20. Jahrhundert gut überstanden. Genau 100 Jahre sind seit dem Großen Krieg vergangen, die Weltwirtschaftskrise und die Turbulenzen der 1940er sind vorbei. (Was in dieser Zeit geschah kann man Abstimmen.) Die Sowjetunion gibt es nichtmehr und die Staaten Europas haben zum Frieden gefunden. Dass die Habsburgermonarchie heute noch besteht hat sie ohne Zweifel Kaiser Rudolf I. zu verdanken. Für die Deutschen bleibt Rudolf eine geschichtliche Persönlichkeit über die man meist mit Hohn spricht die auch nicht verstanden wird.
RudolfPostkarte1926

Postkarte zum 10 Trohnjubiläum von "Kayser Rudolphus I." nur wenige dieser Karten von 1926 sind erhalten sie gelten als Sammlerstücke denn nur 125 Stück wurden für den Bundesstaat Deutsch-Österreich gedruckt

Ewig Gestrige sind auch in unserem Jahrhundert der Meinung dass er denn Deutschen den Sieg im Großen Krieg gekostet hat. Aber das Geschichtsbild in Deutschland ändert sich langsam. In Groß-Österreich ist Kaiser Rudolf ein verklärter Held der Österreich-Ungarn vor einer fatalen Niederlage im Krieg bewahrte und sich gegen jeden Wiederstand auf die Seite der Schwachen stellte denn auch die Kriegsverbrechen der Deutschen in Belgien sind weitgehend als Gründe seines Kurswechsels anerkannt. Im Geschichtsunterricht der Gegenwart ist der Faschismus ein Thema welches eher am Rande gelehrt wird da er nie so wirklich an Bedeutung erlangte. Das Rudolfs Leben maßgeblich dazu beitrug das eben diese Ideologie nicht hochkam bleibt im Dunkeln. Die meisten Historiker sind sich aber sicher dass Österreich-Ungarn gemeinsam mit dem Deutschen Reich 1918 in den Untergang gestürzt wäre. Wie sich die Geschichte entwickelt hätte kann Niemand so genau sagen, die Historiker glauben nicht dass der Faschismus den Wiederaufbau Deutschlands hätte bewerkstelligen können. Kaiser Rudolf war immer ein Gegner von Diktatur und Faschismus, doch in der durch ihn geschaffenen Zeitlinie ist Faschismus und Antisemitismus immer noch salonfähig. Dies liegt daran dass Hitler niemals das Dritte Reich mit seinen Verbrechen aufbauen konnte und so kein Lernprozess anlaufen konnte. Zwar sind die Anhänger des Faschismus keine starke Macht in Groß-Österreich aber es gibt sie. In Italien regierte Mussolini bis 1960, er war der einzige faschistische Diktator. Allerdings ist der Stalinismus welcher bis Mitte des 20. Jahrhunderts existierte ein Tabuthema. Die Angst vor der Roten Gefahr und die Konflikte der 1940er Jahre zeigte die wahren Grausamkeiten Josef Stalins in einer Form die ohne Rudolf nie so geschehen wäre. Rudolf galt als gemäßigter Antikommunist, heute ist es beispielsweise Verboten kommunistische Symbolik in Videospielen abzubilden, doch die Swastika (Hackenkreuz) ist erlaubt, aber da kaum Jemand Adolf Hitler kennt kommen solche Symbole auch kaum irgendwo vor. Das Hitler wegen Rudolf den Rest seines Lebens in einer Zelle verbrachte taucht auch lediglich als Fußzeile in Geschichtsbüchern auf. Der Gedanke eines Vereinigten Europa wurde besonders von Otto von Habsburg aufgegriffen welcher nach dem Tod Kaiser Leopolds 1971 den Kaisertrohn erbte. Das Österreich und Deutschland eines Tages in einer Zoll-Union vereint sein würden hätte Rudolf wohl kaum gedacht. Kaiser Otto schritt aber in Leopolds Fußstapfen und verhalf Groß-Österreich zu einer europäischen Vorreiterrolle.
Kaisersohn

Kaiser Otto I. wurde am meisten durch Rudolfs Weltbild beeinflusst, Leopolds Nachfolger setzte sich für Frieden in Europa ein, Bild von 1972

Dass Europa sich hin zu einer Wertegemeinschaft entwickelte hat auch Rudolfs Weitblick gezeigt. Aber anders als in der Europäischen Union UZL haben die Völker Europas erkannt dass man mit Bürokratie, Gier und übermäßigem Kapitalismus kaum weiter kommt. Der Vielvölkerstaat der Vereinigten Staaten von Groß-Österreich hat gezeigt die auch unterschiedlichen Ethnien zusammen an einem Strang ziehen können. Trotzdem die Föderation Groß-Österreich hat die Fehler eines Jugoslawien oder eines Osmanischen Reiches vermieden. Die Bundesstaaten Groß-Österreichs haben ihren eigenen Regierungen in denen die verschiedenen Volksgruppen demokratisch vertreten sind, Unterdrückung
SolarkraftwerkZwendendorf

Das "Rudolphinische Solarkraftwerk Zwendendorf" produziert ganz im Sinne des alten Kaisers biligen sauberen Strom, Fertigstellung 1983

gibt es daher nicht. Doch auch der von Rudolf begründete Staatenbund hatte seine schweren Zeiten und Fehler. So gelang es nie die Differenzen zwischen Deutsch-Österreich und dem Königreich Ungarn richtig zu neutralisieren. Dies zeigte sich bei der Flaggenreform 1965 als es den ungarischen Abgeordneten im Landtag der Woiwodina gelang die Farben der Ungarn auf der Flagge zu verewigen. Sowohl die Magyaren wie die Cisleithanier (Deutschösterreicher)
BundesheerGuatemala 2012

Soldaten des großösterreichischen Bundesheers im Auslandseinsatz, während der "Ofensive gegen die Drogen" unterstützten 160.000 Bundesheerler die überforderte Regierung Guatemalas, Urwald in Guatemala 2012

versuchen ständig ihre Macht und Einfluss auch auf die anderen Volksgruppen auszudehnen. Zwar sind Schutzbünde und Milizen heutzutage kein Thema doch bedarf dieser Missstand einer Lösung. Doch der „Rudolphinische Österreichgedanke“ hat sich weitgehend durchgesetzt, seltsamerweise meist unter den konservativen Österreichern: „Österreich ist kein Land, Österreich ist eine Idee von Freiheit und Gleichheit der Bürger!“ So sprach Kaiser Otto es 1980 in New York vor dem Völkerbund aus. Auch der Umweltschutzgedanke denn Kaiser Rudolf gegen Ende seines Lebens immer stärker zum Ausdruck brachte wurde umgesetzt. Wasserkraft und Solarstrom sollten schon in den 1980ern Groß-Österreich mit Energie versorgen. Auf Atomwaffen verzichtete der Staatenbund auch. Das starke großösterreichische Bundesheer hat das Motto; „Schützen und hegen!“ Mit seinen fast 3 Millionen Wehrpflichtigen (Heer, Marine, Luftwaffe) besitzt Groß-Österreich neben Deutschland und Großbritannien das größte und modernse Heer. Obwohl Rudolf immer ein Pazifist war verstand er die Notwendigkeit der Wehrpflicht und des Selbstschutzes. Allerdings hat das Bundesheer im Laufe der Jahrzehnte neue Aufgaben übernommen. Groß-Österreichs Heer half 2012 in Guatemala die Drogenkartelle zu bekämpfen, dies tut es bereits seit 1990 an der Seite Mexikos, Kolumbiens und der USA. Der Großeinsatz des Bundesheers hat dazu geführt dass man in Amerika und Europa kaum noch Heroin kaufen kann. Allerdings gibt es deswegen ganz neue synthetische Ersatzstoffe aus Taiwan. Auch lehnt die österreichische Regierung Kolonien ab, denn man ist der Ansicht dass man den Bürgern anderer Kontinennte besser mit Rat und Tat hilft als dort direkt zu Regieren. Aus diesem Grund hat Groß-Österreich weltweit Niederlassungen von Hilfsstiftungen wie etwa das Caritas Hilfswerk in der einzigen deutschen Kolonie Togo. Da sich die Welt seit den islamistischen Anschlägen auf das Völkerbund Hauptquartier in New York  und das Weiße Haus in Washington D.C 2007 stark verändert hat befindet sich das Bundesheer auch auf der Jagd nach Terroristenführer Osama Bin Laden. Innerhalb des christlich dominierten Groß-Österreichs ist die Angst vor Islamistenterror kaum vorhanden da der Islam auser in Bosnien und Herzegowina eine Minderheit darstellt. Kaiser Rudolf war niemals ein dogmatischer Katholik doch seine Politik hatte immer eine gewisse christliche Komponente. Er installierte neue Feiertage wie etwa denn „Tag der Türkenbefreiung“ an diesem Tag im Jänner feiert Wien das Ende der Türkenbelagerung von 1683. Dieser von Rudolf ins Leben gerufene Tag wurde in späteren Jahren oftmals Missbraucht, meist in Bezug auf eine kommunistische Gefahr, beispielsweise unter Senatskanzler Dolfuß.
Miklós Ligeti- Rudolf, Crown Prince of Austria

Eine Kaiser Rudolf Statue in Budapest zeigt den Kaiser als den großen Jäger, Militante Tierschützer setzeten sich mehrmals für den Abriss seiner Denkmäler ein. Bild von 2005

In unsere Zeit wird der Türkenbefreiungstag immer wieder zum Anlas genommen den Kampf gegen den Islam anzuheizen. Doch tauchen hierbei immer wieder rechtsgerichtete Gruppierungen auf die meinen alle Moslems müssten Groß-Österreich verlassen und das im Namen des "Allmächtigen Kaisers" Rudolf. Heutzutage ist daher kaum noch zu unterscheiden und festzustellen was Kaiser Rudolf mit einigen seiner Aussagen überhaupt meinte, leider wird ihm immer wieder ein gewisser Grad an Wahnsinn nachgesagt. Die Rechte Scene ist der Meinung dass Rudolf den Islam immer hasste weshalb er im Großen Krieg auch die Osmanen bekämpfte. Im Großen und Ganzen wird Rudolf in Groß-Österreich an Jeder Ecke verehrt. Die einen meinen dass er als Erfinder ein Genie war, die anderen sind von seinen Visionen zum Umweltschutz begeistert. Es gibt aber auch das genaue Gegenteil, so rief 1997 der militante Tierschützer Sepp Forch zum Sturm auf das Naturhistorische Museum in Wien auf da er vermutete dass Kaiser Rudolf die dort ausgestellten Tiere selbst geschoßen und präpariert hat. Trotz alldem Straßen, Plätze und sogar Städte sind nach Rudolf benannt.


GGGanes Alternativgeschichten
AvAGGGA
1489 der Erfolg des Bartolomeu Dias | 2015 Zukunft ist Heute | Das Jahr 2000 | Arnie for Präsident!! | Aus spartanischen Zeiten | Im Bann des höchsten Wesens | Das Buch künftiger Zeitalter | Brot und Spiele | Dreamworld das Land von Übermorgen | Edwards Empire | Der Flug des Silbervogels | The Forty-Five | Der Halifax Frieden | Kaiser Ottokars Glück | Der Kult von 1919 | Invasion des Français | Der Rote Umbruch | Der Sieg der Armada | Im Sturzflug auf Nixon | Der Weg des heiligen Deutschritterordens | Die 8. Plage | Die grüne Flut | Die Konföderierten Staaten und der Kalte Krieg | Die Okkupation | Das Syndrom | Und sie steht doch still! | Fräulein Josefines Welt | Hitler der Künstler | Kennedy is death? | Land des Lächelns | Leo Trotzkis Weltkrieg | Leonardo da Vincis Wunderjahre | Mongolensturm | Mayerling | Österreich heiratet | Terra Austria der Aufstieg Österreichs | Toyotomi's Japan | The Texas Way | Das Vermächtnis der Pharaonen | Washington in Dunkelheit | Way to Mars | Weltkrieg der 100 Möglichkeiten | Zaus is am schönsten! | Die Zweite Sintflut
ButtonFrüheMIndustriez
Zeitlinien Frühe Moderne und Industriezeitalter

1863: Der Sieg der Konföderierten Staaten von Amerika | 70 Million Reich | Aus vielen Eins regiert von Einem | Bismarcks Alldeutschland | Bostons Lady Liberty | Britisch-Louisiana | Britisches Weltreich | Burenrepublik Südafrika | Byzantinische Adelsrepublik der Großgriechischen Krone Römischen Kaisertums | Clausewitz Vermächtnis | Dampf im Kessel | Das deutsche Reich österreichischer Nation | Das Mexikanische Kaiserreich | Das Osmanische Reich | Das österreichische Deutschland | Der Aufstieg Polen-Litauens | Der Krieg von 1850 | Der Krimkrieg oder der Untergang des osmanischen Reiches | Der liberale Kaiser | Der Rote Umbruch | Die deutsche Revolution von 1848 | Die Ermordung des George Washington | Die Fortsetzung des 30 jährigen Krieges | Die Kaiserliche Luftflotte | Die Konföderierten Staaten und der Kalte Krieg | Die Neue Niederlande überlebt! | E Unum Pluribus | Es lebe der Sultan! | Frankreich siegt! | Friedrich der Reformer | Fräulein Josefines Welt | Großpreußen | Gunpowder Plot | Invasion des Français | Irisches Glück | Japanisch-Alaska | Kaiserreich Indien | Karl Theodors Burgund | Kettler | Lincolns Kompromiss | Mayerling | Napoleons Sieg | NSA - Nationales Sicherheits-Amt | Neunorwegen | Preußen Aufstieg zur Macht | Republik Isle of Man | Royal Prerogative | Sic semper tyrannis | Sieg des Sonderbundes | Südschweden in der Antarktis? | Taiping China | Teslas Vision | The divided states of America | The Forty-Five | The Texas Way | Transhelvetischer Wasserweg | United States of North America | União de Sul África | Van Brabänder und Batavianer | Vive l'Empereur | Von Tunguska bis Amerika | Weiser Kaiser | Wilhelms Tod | Yakatia | Österreich heiratet | Die Zweite Sintflut | Im Bann des höchsten Wesens

Nutzung von Community-Inhalten gemäß CC-BY-SA , sofern nicht anders angegeben.