Alternativgeschichte-Wiki
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Die 39. Wahl des Präsidenten der Vereinigten Staaten fand am 5. November 1940 statt. Für die Demokraten, die mit Franklin D. Roosevelt bereits seit zwei Amtszeiten den Präsidenten stellten, kandidierte nach einer harten internen Auseinandersetzung bei den Vorwahlen der von Roosevelt unterstützte Außenminister Cordell Hull. Die erfolglose Kandidatur seines bisherigen Kabinettskollegen, Landwirtschaftsminister Henry A. Wallace, führte zur (Neu-)Gründung einer linken Splitterpartei, der Progressive Party, die den Demokraten Stimmen abgrub. Die Republikaner schickten mit Thomas E. Dewey einen sehr jungen, aber auch schillernden Gegner ins Rennen, der sich durch die kompromisslose Bekämpfung der Mafia als Bezirksstaatsanwalt in New York einen Namen gemacht hatte. Er setzte sich gegen mehrere konservative Gegenkandidaten durch, allen voran seinen parteiinternen Widersacher Robert A. Taft, mit dem er noch weitere 15 Jahre lang um die Deutungshoheit über die Republikanische Partei streiten sollte.

Die Wahl fiel in eine Zeit der raschen wirtschaftlichen Erholung nach der Weltwirtschaftskrise. Beide Kandidaten unterstützten im Grundsatz die New Deal-Politik Roosevelts, obgleich Dewey ihn an zahlreichen Stellen für Ineffektivität und Überbürokratisierung kritisierte. Wirtschaftspolitisch gab es also große Schnittmengen. Dewey setzte im Wahlkampf ganz auf Effizienz und Optimierung von Verwaltung und Wirtschaft. Die Außenpolitik spielte demgegenüber nur eine untergeordnete Rolle. Nach dem Tod Adolf Hitlers 1939 war die unmittelbare Kriegsgefahr, so schien es, erloschen. Ein präsentes Thema blieb die Lage in China. Während Hull die internationalistische und interventionistische Politik, die er selbst als Außenminister maßgeblich mitgeprägt hatte, fortsetzen wollte und auf die zahlreichen Kriegsverbrechen der Japaner verwies, hing Dewey einem streng isolationistischen Standpunkt an und betonte die Gefahr, dass Japan ab einem gewissen Punkt die Unterstützung der Chinesen selbst als kriegerischen Akt auslegen und dies die amerikanischen Besitzungen im Pazifik in Gefahr bringen könnte. Daher versprach er als eine wichtige Sofortmaßnahme nach seiner Wahl die Verhängung eines Lieferstopps für Waffen und Munition nach Fernost.

Der Wahlkampf endete mit einem knappen Sieg der Republikaner unter Dewey, der dadurch mit 38 Jahren zum bislang jüngsten Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt wurde.

Ausgangslage[]

Der Demokrat Franklin D. Roosevelt war erstmals 1932 zum Präsidenten gewählt worden. Der republikanische Amtsinhaber Herbert Hoover erhielt nur 39,7 Prozent der Stimmen und 59 der 531 Wahlmänner. Sein Wahlerfolg war in erster Linie der Unfähigkeit der republikanischen Regierung, die als Große Depression bekannt gewordene Wirtschaftskrise zu beenden, geschuldet. Roosevelt setzte nach seinem Wahlsieg unter dem Schlagwort New Deal umfassende Wirtschafts- und Sozialreformen um. Dies umfasste eine weitgehende Regulierung der Finanzmärkte, Programme zur Linderung der humanitären Not, die Einführung einer Sozialversicherung sowie eines Mindestlohns und öffentliche Beschäftigungsprogramme. Im November 1936 wurde Roosevelt mit 60,8% der Stimmen sowie den Wahlmännern von allen Bundesstaaten außer Maine und Vermont erdrutschartig wiedergewählt. Trotz der gesetzgeberischen Erfolge seiner Reformen, die in der Bevölkerung großen Zuspruch erfuhren, erholte sich das Land ökonomisch nur schleppend von der Wirtschaftskrise. Von Mitte 1937 bis Herbst 1938 gab es sogar eine Wirtschaftskrise; die Arbeitslosenquote stieg von 14 auf etwa 17 Prozent. In Roosevelts zweiter Amtszeit nahmen die innerparteilichen Konflikte zu, da vor allem der konservative Flügel aus den Südstaaten die Politik des Weißen Hauses als zu liberal empfand. Unmut gab es vor allem über den Plan des Präsidenten, die Zahl der Richter am Supreme Court aufzustocken. Hintergrund war, dass der Oberste Gerichtshof, bis Ende der 1930er vorwiegend mit konservativen Richtern besetzt, eine Reihe von New Deal-Initiativen gekippt hatte. Mit seinem Vorschlag beabsichtigte Roosevelt, auf das Stimmenverhältnis am Gericht einzuwirken, indem er selbst eine Reihe von liberalen Richtern ernennen könnte.

Gegen diese Maßnahme regte sich in beiden Parteien Widerspruch, insbesondere die Republikaner betrachteten die Ernennung zusätzlicher Richter aber als Bruch der Verfassung, den es um jeden Preis zu verhindern galt. Bei der Senatswahl 1938 gewannen sie acht Senatorensitze hinzu und bei der Wahl zum Repräsentantenhaus 81 Sitze (169 nach 88 bei der Wahl 1936). Gleichwohl hatten die Demokraten in beiden Kammern weiterhin große Mehrheiten.

Die Außenpolitik spielte in den ersten sechs Jahren der Roosevelt-Regierung fast keine Rolle. Er normalisierte jedoch mit seiner „Politik der Guten Nachbarschaft“ die Beziehungen zu vielen Staaten in Mittelamerika. Erst das zunehmend aggressive Verhalten des Deutschen Reiches war ab 1938/39 Thema öffentlicher Debatten. Trotz der kriegerischen Rhetorik Hitlers stand ein Engagement der USA in Europa noch nicht zur Debatte. Roosevelt sprach 1937 davon, das Dritte Reich unter eine Art „politische Quarantäne“ zu stellen. Seit dem Ende des Ersten Weltkrieges waren Bevölkerung und Kongress mehrheitlich dem Isolationismus zugeneigt. Man erkannte in der aggressiven Politik des Dritten Reiches und des Japanischen Kaiserreiches keine Gefahr für das eigene Land. Man glaubte, eine Gefährdung sei allein aufgrund der großen geographischen Entfernung durch zwei Ozeane nicht gegeben. Spätestens seit das Großdeutsche Reich im Sommer 1940 von einer schweren Währungs- und Rohstoffkrise erfasst worden war, hielt man einen Krieg in Europa für nahezu ausgeschlossen. Die Außenpolitik spielte seit dem Ausscheiden der maßgeblichen interventionistischen Kandidaten während der Vorwahlen keine besondere Rolle mehr. Den Wahlkampf dominierte daher das Ringen um den New Deal und dessen Bewertung.

Kandidaten[]

Bei der Wahl 1940 trat Präsident Roosevelt nicht zur Wiederwahl an. Allerdings hatte er sich lange eine solche Option offengehalten, sollte die Lage in Europa eskalieren. Er war der Meinung, dass niemand außer ihm in einer solch schweren Zeit die Vereinigten Staaten sicher führen könne. Spätestens nachdem im September 1939 seine Unterstützung für die Chinesen durch ein strikte Neufassung des Neutrality Acts durch den Kongress stark eingeschränkt worden war, resignierte er.

Demokratische Partei[]

Das Feld der demokratischen Kandidaten war sehr vielfältig. Allerdings stammten alle namhaften Kandidaten aus der Bundesregierung, sodass während der Vorwahlperiode zeitweise keine konstruktive Zusammenarbeit im Kabinett mehr möglich war. Dies erschwerte insbesondere im Frühjahr 1940 die Umsetzung wichtiger Projekte, die Roosevelt vor Ende seiner zweiten Amtszeit hatte abschließen wollen. Der Verlauf der Vorwahlen führte zum Rücktritt zweier Regierungsmitglieder: Vizepräsident Garner und Agrarminister Wallace.

Hull-Cordell
Cordell Hull

Außenminister

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James A. Farley

Postminister

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John N Garner schmal
John N. Garner

Vizepräsident

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Henry-A.-Wallace
Henry A. Wallace

Agrarminister

In den Vorwahlen der Demokraten unterstützte Amtsinhaber Roosevelt offen die Kandidatur seines Außenministers Cordell Hull. Da alle vier aussichtsreichen Bewerber Mitglied des Kabinetts waren, sorgte der andauernde interne Zwist für eine partielle Lähmung der US-Regierung während des Frühjahrs 1940.

Republikanische Partei[]

Unter den Republikanern tobte ein Kampf zwischen liberalem Ostküsten-Establishment und Konservativen.

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Thomas E. Dewey

Bezirksstaatsanwalt

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Robert A Taft
Robert A. Taft

Senator

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Arthur H. Vandenberg
Arthur H. Vandenberg

Senator

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Herbert Hoover
Herbert Hoover

Ex-Präsident

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Wendell Willkie Portrait
Wendell Willkie

Anwalt


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