Alternativgeschichte-Wiki
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Die Reichstagswahl am 5. November 1939 war die Wahl zum 12. (Groß-)Deutschen Reichstag. An ihr nahmen nach den drei vorhergehenden Wahlen vom November 1933, März 1936 und April bzw. Dezember 1938, bei denen jeweils nur die NSDAP-Einheitsliste zur Wahl stand, erstmalig wieder mehrere Parteien teil. Sie war nach dem Ende der Regierung Hitler mit dessen Ermordung am 20. April 1939 der erste Stimmungstest für die neue rechtskonservative Regierung unter Reichskanzler Carl Friedrich Goerdeler. Wie bereits seit 1930 kam auch bei dieser Wahl keine Mehrheit für eine parlamentarische Regierung zustande. Die Reichsregierung Goerdeler stützte ihr Regierungshandeln daher maßgeblich auf das seit 1933 geltende Ermächtigungsgesetz, das es der Reichsregierung erlaubte, selbst gesetzgeberisch tätig zu werden. Durch die Zerstrittenheit der politischen Lager im Reichstag konnte die Regierung vier Jahre lang relativ unbehelligt "durchregieren", bis schließlich nach der Reichstagswahl 1943 und dem Auslaufen des Ermächtigungsgesetzes wieder eine Parlamentsregierung zustande kam.

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