FANDOM


In dieser Alternativgeschichte handelt der preußische König sehr weise und geschickt.

Aufbau Preußens

Nach dem verlorenen 1. Koalitionskrieg analysiert er die Probleme und Schwächen seines Landes und versucht, diese in den nächsten Jahren zu lösen.

Als Hauptproblem sieht er die Tatsache, daß die deutschen Gebiete keine Flächenstaaten sind, sondern wie ein Flickenteppich verteilt sind. Eine geballte Armee kann nicht losschlagen, wenn es an diversen Regionen diese schützen muß. Wenige Flächenstaaten scheinen ihm hier die sinnvolle Lösung. Exklaven will er aufgeben, unddie Lücken will er durch Gebietstausch und Anexionen füllen.

Die Region Ansbach tauscht Preußen nun mit Bayern gegen Berg.

Napoleon plant 1800 wie in UZL Hannovers Untergang, und zwar so, dass auch Preußen, das sich Napoleon gegenüber zurückhielt, mit verwickelt werden sollte. Napoleon forderte in den Jahren 1796–1801 Friedrich Wilhelm III. dreimal auf, Kurhannover wegen Verletzung der Bestimmungen des Basler Friedens und zur Deckung gegen Großbritannien zu besetzen. Der preußische König hielt es schließlich für das beste, der Aufforderung zu folgen, da Russland ihm zuvorzukommen suchte. Angesichts der Kräfteverhältnisse schien eine Verteidigung des Landes nicht ratsam, also besetzte der preußische General von Kleist mit 24.000 Mann Hannover.

Diese Lage nutzt Preußen nun zu Bündnisverhandlungen mit Frankreich. Das preußische Angebot ist:

- Preußen hält den Franzosen den Rücken frei, verpflichtet sich aber nicht zu Abgaben und milit. Unterstützung.

- Durch die Annexion von Hannover tritt es in den Krieg ein, da dies ja Großbritannien provozieren wird. Preußen unterstützt Frankreich durch die Blockade der Häfen für britische Produkte und mach somit die Kontinentalsperre Effektiv.

- Preußen verhindert, daß Rußland und Schweden Truppen gegen Frankreich verlegt. Preußen verpflichtet sich, Reformen nach franz. Vorbild durchzuführen.

- Auch verzichtet Preußen auf alle Ansprüche auf das schweizerische Nauenburg.

Dazu muß Preußen aber ein starker und wehrhafter Staat werden. Was Preußen hierzu verlangt kostet die Franzosen nichts. Preußen fordert, Oldenburg, Braunschweig, Hamburg, Lübeck, Pommern, Mecklenburg, Bremen, Westfalen und mehrere Kleinstaaten Mitteldeutschlands in sein reich einverleiben zu dürfen. Hierzu benötigt es keine franz. Unterstützung. Preußen erkennt die Tatsache an, daß die Gebiete links des Rhein zu Frankreich gehören, und die Staaten südlich des Main zur Einflußzone Frankreichs gehören. Preußen schützt also die Rheingrenze. Im Gegenzug mischt sich Frankreich nicht in Regionalkonflikte nördlich des Main und östlich des Rhein ein.

Frankreich kann sich somit auf andere Regionen konzentrieren und hat den Rücken frei.

Napoleon benötigt einen Bündnispartner und signalisiert Bereitschaft.

Wenn man die Karte Süddeutschlands nach der Sekulasierung und dem Wegfall österreichischer Gebiete betrachtet, so bleiben dort nur Baden, Württemberg und Bayern als mögliche Staaten übrig.

Es kommt 1800 zur Münchener Konferenz. Hier wird Süddeutschland südlich des main unter Baden, Würtemberg und Bayern aufgeteilt. Diesen 3 Staaten emfielt Preußen ein Schutzbündnis mit Napoleon einzugehen. Und die 3 Staaten haben im Grunde keine andee Wahl als dieses einzugehen.

Diese allen Verhandlungen verlaufen noch parallel zum 2. Koalitionskrieg. Österreich ist absolut nicht begeistert von den Entscheidungen, denn es verliert somit die Vormachtstellung innerhalb Deutschlands. Aber durch den Krieg ist es nicht in der Lage, zu intervenieren.


Nach den Verträgen mit Frankreich beginnt Preußen, durch Besetzungen den Flickenteppich zu bereinigen. Nach der offizielle Annexion von Hannover wird Oldenburg besetzt und die Westfälischen Kirchlichen Besitzungen in das eigene Gebiet integriert. 1802 marschieren die Preußen in Nassau, Hessen Kassel und Hessen Darmstadt ein und erobern die kleinen besitzunge dazwischen. 1803 wird Mecklenburg annektiert. Aufgrund der militärischen Überlegenheit und der Rückendeckung durch Frankreich leistet Mecklenburg keinen Widerstand.

Preußen hat in dieser AZL eine rel. liberale Verfassung und viele reformen entsprechen dem franz. Zeitgeist. Für die Adelsgeschlechter ist die Zusammenführung der Regionen unter der preußischen Führung zwar eine Entmachtung, für die Menschen ist es aber eher positiv. Für Preußen ist dieser kleine Unterschied gewaltig. Erst einmal in den preußischen Staat integriert, wird es eine ruhige und loyale Region. Revolten bleiben zunächst aus.

Der sächsische Kurfürst erkennt das Problem frühzeitig, er will der Entmachtung zuvor kommen. Ein Schutz Österreichs ist auch nicht zu erwarten. Somit handeln Sachsen und Preußen eine Fusion aus, welche dem sächsischen Kurfürst einen gewissen Machterhalt im neuen Gesamtstaat garantiert.

Es folgt 1803 und 1804 eine ruhige Zeit. Preußen blüht auf, da es jetzt ein Flächenstaat ist, Zölle wegfallen, ... Dorn im Auge sind noch die von Dänemark und Schweden besetzten Gebiete Schleswig, Holstein, Lauenburg und Pommern.

1805, im Schatten des 3. Koalitionskrieges beschließt Preußen, gemeinsam mit Schweden Dänemark anzugreifen und aufzuteilen. Schweden erhält komplett Norwegen, was derzeit zu Dänemark gehört. Um dies zu erreichen, zettelt Preußen Revolten in Schleswig an und nutzt diese als Vorwandt, dort einzumarschieren. Preußen marschiert ein, und zieht nach den ersten milit. Erfolgen bis Jütland. Somit ist die dänische Armee in Europa gebunden und Schweden stößt beim Einmarsch in Oslo auf keinen nennenswerten Widerstand. Somit trägt Preußen die Kriegsrisiken und erhält dafür als Kompensation Pommern übereignet. Preußen besetzt nun komplett Dänemark, konfisziert den Staatsschatz und bleibt vorerst als Besatzung dort. Eine Klärung der Grenzregelung wird vertagt.

Parallel startet Napoleon seinen Feldzug gegen Österreich und Rußland, welcher in der Schlacht von Austerlitz endet. Dieser Kriegsverlauf beibt entsprechend UZL.

Der 4. Koalitionskrieg, Frankreich gegen Preußen fällt aus. Eine weitere für Europa ruhige Fase beginnt, und endet 1809 mit einem weiteren krieg, bei welchem Österreich in der (berechtigten) Hoffnung auf preußische Unterstützung gegen Frankreich wieder einen Krieg führen wird.

Koalitionskrieg

1809 bahnt sich ein großer und entscheidender Krieg an.

Die Lage: Schweden ist gestärkt durch Norwegen nun im Krieg mit Rußland um Finnland. Schweden wird dennoch verlieren. Aber beide Staaten sind nicht in der Lage, sich am sich anbehnenden Koalitionskrieg zu beteiligen.

Frankreich ist entsprechend UZL geschwächt. Der spanische Aufstand bindet viele Truppen. Und die Armee hat nicht mehr die Qualität wie einst. Nominell ist sie zwar sehr hoch, aber es besteht aus vielen ausländischen Hilftruppen und jungen bzw. unzureichend ausgebildeten Rekruten.

Im Gegensatz zu UZL wurde Preußen ja nicht besiegt. Daher kann Napoleon nicht auf polnische Hilfsgruppen zurückgreifen. Auch fehlen die Hilfstruppen aus den Landesteilen, welche nun Bestandteil Preußens sind. (15.000 aus Westfalen, 5.000 aus Sachsen und 5.000 weitere) Offiziell stellt das alles kein Problem da, denn Preußen ist formal ein Bündnispartner Frankreichs und hat milit. Unterstützung versprochen.

Die österreichischen Truppen bestanden bei Kriegsbeginn aus der Feldarmee von 300.000 Mann. Verfügbar waren noch 136.000 Reservetruppen. Hinzu kamen 20.000 von Ungarn bewilligte Rekruten. An Landwehr und der ungarischen Insurrektion waren etwa 300.000 Mann verfügbar, aber nicht mobilisiert. Österreich muß schnell den Krieg beginnen, um einen Staatsbankrott zu verhindern.

Preußen ist verglichen mit UZL in einer großartigen Situation. Die Zeit der Ruhe wurde für gewaltige Reformen genutzt. Den Menschen geht es recht gut, und es besteht ein wirtschaftlicher Aufschwung. Man kann erkennen, daß es den Menschen in Preußen besser geht als den Deutschen, welche unter französischer Besatzung leben. Auch wurde eine Militärreform durchgeführt. Es besteht die allgemeine Wehrpflicht und es stehen immer mehr gut ausgebildete Rekruten im besten Alter zur Verfügung. Bezüglich Taktik hat Preußen viel den Franzosen abgeschaut und sich angepaßt. Anfang 1809 stehen 350.000 Soldaten in der preußischen Armee zur Verfügung, und weitere 150.000 nicht eingezogene Reservisten bereit. Gut ausgebildet stellen sie eine gewaltige Bedrohung für die Gegner dar. Prinzipiell stehen auch polnische Kontingente zur Verfügung, diese empfindet Friedrich aber als unzuverlässig. König Friedrich muß überlegen, wie er am sinnvollsten dieses Potential zum Wohle Preußens einsetzt. Zunächst suggeriert er Österreich gegenüber, diese zu unterstützen, aber auch Frankreich gegenüber bleibt er bündnistreu. Er möchte das Zünglein auf der Waage sein, welcher siegt, nachdem Frankreich und Österreich sich gegenseitig massiv geschwächt haben.

Preußen zögert also und beschließt zunächst abzuwarten, wie der Krieg sich entwickelt. Friedrich ist sich aber bewußt, daß es ein entscheidender Krieg werden wird. Wenn Preußen siegen will, egal in welcher Form, muß es mit voller Wucht losschlagen. Derher wird alles an möglichen truppen zusammengezogen und schon einmal positioniert. Incl. der reservisten stehen somit 500.000 Manzur Verfügung. Wirtschaftlich läuft er somit einer Krise entgegen, da diese vielen Männer als Arbeitskräfte fehlen.

- 25.000 Soldaten am rechnten Rheinufer Höhe Köln

- 25.000 Soldaten am rechnten Rheinufer Höhe Mainz

- 50-000 Soldaten nördlich Frankfurt

- 50-000 Soldaten nördlich von Schweinfurt

- 100-000 Soldaten nördlich von Bayern

- 150.000 Soldaten in Schlesien und

- 100.000 Soldaten in Sachsen.


Sowohl die Franzosen als auch Österreich sind in einer schwierigen Situation und brauchen eine Entscheidungsschlacht. Napoleon muß nach der Niederlage bei Aspern wieder einen Sieg erringen, um seinen Ruf aufrecht zu erhalten. Schlimm wäre es für ihn, wenn jetzt Preußen die Österreicher schlägt, somit hat nicht er, sondern Preußen den Krieg gewonnen. Auch ist Napoleon sich nicht 100% der preußischen Bündnistreue sicher.

Aufgrund der anderen Lage kommt es jetzt nicht zum Feldzug gegen Sachsen, diese 10.000 Soldaten bleiben in Österreich. Somit kommt es entsprechend UZL am 5./6.Juli 1809 zur Schlacht bei Wiagram (entgegen UZL sind es 2 fast gleich große Heere mit 146.00 Österreicher gegen 137.000 Franzosen. Beide Seiten haben hohe Verluste, aber die Österreicher gelten als geschlagen.

90.000 österreichische Soldaten müssen sich, teils geordnet, teils ungeordnet nach Norden zurückzuehen.


Noch vor der Schlacht bei Wiagram marschiert Preußen mit seinen 2 Armeen ein. Die 1. Preußische Armee mit 100.000 Soldaten startet am 4.6. von Schlesien aus eine Invasion in Mähren und die 2. Preußische Armee, auch 100.000 Mann, rückt von Sachsen aus in Böhmen ein. Dabei schließen sie die österreichischen Truppen dort ein. Die 40.000 öst. Truppen in Böhmen sind in einer prekären Lage, denn recht bald sind sie umkreist, nördlich von der 1. und südlich von der 2. preuß. Armee. Eine milit. Option, sich hier zu befreien ist nicht sichtbar. Hier macht König Friedrich, welcher den Feldzug begleitet ein Angebot an Karl von Österreich-Este und die Truppen. Bei einer ehrenhaften Internierung treten sie aus dem Krieg aus. Alle Truppen bleiben bis Kriegsende bewaffnet, aber interniert. Also bleibt diese Armee erhalten. Die Alternative wäre die vollständige Vernichtung, was angesichts der 5-fachen preußischen Überlegenheit als realistisch einzustufen ist. Karl von Österreich-Este nimmt an. Die nun 200.000 preußischen Soldaten rücken weiter vor bis an die Grenze zwischen Österreich und Böhmen / Mähren.


Die 100.000 Soldaten der 3. Armee marschieren durch Bayern über Passau nach Linz, dort verbleibt die Hälfte als Besatzung, die anderen 50.000 Mann ziehen Richtung den Süden von Wien. Sie treffen dort auf ein 35.000 Mann starkes Österreichisches Heer, bleiben aber inaktiv.


Napoleonkann kann mit 100.000 verbleibenden Männern die Verfolgung antreten. Auch ohne preußisches Eingreiffen ist Österreich verloren.

Nach der Schlacht bei Györ kann Johann von Österreich nicht mehr rechtzeitig seine Truppen nach Wiagram verlegen. Als die Meldung eingeht, daß Preußen via Bayern mit einer großen Armee in Österreich eingrdrungen ist und sich südlich Wien nähert, geht Johann mit seinem Truppen diesen engegen und kann unterwegs die Truppenzahl auf 35.000 erhöhen.

Weitere 50.000 Preußen ziehen durch österr. Schlesien nach Preßburg. Dort hat derzeit der öst. Kaiser noch seinen Regierungssitz. Den Truppen gelingt es, Preßburg zu besetzen und den öst. Kaiser zu internieren. Die Die Truppen ziehen samt Krone, inhaftierten Kaiser weiter nach Wien und besetzen es. 45.000 Mann ziehen weiter, um die Österreicher südlich von Wien zu umzingeln.


Am 10.7.1809 stellt sich folgende Lage dar:

Österreich steht mit einem geschlagenen 90.000 Mann starken Heer an der Grenze zu Böhmen, nördlich davon sind 200.000 gut starke preußische Verbände stationiert. Im Hintergrund interniert stehen 40.000 Österreicher.

Södlich des geschlagenen österr. Heeres stehen Napoleons Truppen, bereit, den Österreichern den Rest zu geben. Doch die Armee hat nicht mehr die stolze Stärke wir in den ersten Kriegen. Italiener und Deutsche Hilfstruppen stellen jeweils 20.000 Mann, und die verbleibenden 60.000 Franzosen haben sind teils nicht im allerbesten Alter.

Südlich von Wien stehen 95.000 Preußen den 35.000 Österreichern gegenüber.

Offiziell ist Napoleon in einer siegreichen Position. Sein Kriegsgegner Österreich ist geschlagen, und sein Bündnispartner, Preußen steht mit 350.000 Mann in Österreich. Doch ihm wird klar, daß dies zu viel des Guten ist. Dann kommt die katastophale Nachricht. Der Habsburger Kaiser wurde nach seiner Inhaftierung nach Wien gebracht und Friedrich von Preußen vorgeführt. Unter Androhung von Gewalt gegen ihn, seine Familie und sein Volk zwingt Friedrich den Kaiser dazu, abzudanken und die Österreichishe Krone offiziell an Friedrich zu übergeben. Am 15.7.1809 läßt Friedrich das Deutsche Kaiserreich ausrufen und krönt sich noch am gleichen Tag selbst. In einem vom ehemaligen Habsburger Kaiser unterschiebenen Abschlußbefehl werden die österreichischen Generäle aufgefordert, sich den jetzt deutsch-kaiserlichen Truppen anzuschließen.

Wieso tat Habsburg das? Nun, um das eigene Leben zu retten. Gegen Napoleon und Preußen war ein Krieg eh verloren. Friedrich hätte sich gewaltsam die Krone auch so nehmen können. So kann man zumindest den Schein wahren, alles sei ehrenvoll abgelaufen.

In Wien ist eine extrem angespannte Lage. Was heißt Deutscher Kaiser? Napoleon fordert umgehend Garantien für Bayern, ... doch diese bleiben aus. Kaiser Friedrich I. (so nennt er sich jetzt) erklärt, er sei der Kaiser aller Deutschen, auch derjenigen, welche links des Rheins leben. Napoleon eilt zu seinen Truppen und bereitet sich auf das Übelste vor. Eine Kriegserklärung spart man sich, als die Meldungen eintreffen, daß Ende Juli Preußische Truppen den Main und Rhein überschritten haben. Die Könige von Baden und Würtemberg wurden entthront. Die Truppen in Linz sind wieder zurück über Passau nach München marschiert, haben den bayr. König interniert und Bayern als Teil des deutschen Kaiserreiches erklärt.

Bei Mainz und Köln haben je 25.000 Preußen den Rhein überschritten und befreien nun die Linksrheinischen deutschsprachigen Gebiete.

Napoleon grübelt... Linksrheinisch und deutschsprachig... Friedrich wird sich hoffentlich nicht wagen... Metz das Elsaß?.....

Er muß Handeln und sich schnell als größen Feldherren beweisen.

Dann folgen weitere Hiobsbotschaften.

Die Österreichischen und preußischen Truppen bilden nun das Kaiserliche Heer. Im Norden Wiens sind dies nun 130.000 Österreicher und 200.000 Preußen, im Süden vereinen sich die Kontingente zu 130.000 Mann.


Doch es kommt noch schlimmer. Die Deutschen Hilftruppen wechseln die Seite. Denn nach der Nachricht, daß die 3 Königreiche Bayern, Würtemberg und Bayern aufgelöst sind, fordert Kaiser friedrich diese auf, sich den Kaiserlichen Truppen zu unterstellen. Genau genommen haben diese 20.000 Mann keine andere Wahl. Nur so können sie ihre Heimat verteidigen und auf Frieden hoffen. Die Alternative wäre aufgrund der Deutschen Überlegenheit, für Napoleon zu sterben, und das will niemand. Unter dem Kaiserlichen Befehl ziehen sich die Truppen nun nach Westen zurück, um ein napoleonisches Entkommen Richtung Bayern zu blockieren.

Doch schlimmer geht immer. Denn auch die it. Hilfstruppen erhalten ein angemessenes Angebot. Wenn sie die Seite wechseln, werden sie die Kerntruppe bilden, um Italien zu befreien und zu verienen. Welche Wahl haben die it. Hilfstruppen? Duch den Seitenwechsel der deutschen Hilfstruppen wurde die deutsche Überlegenheit noch erdrückender. Napoleons ist von einer 6-fach überlegenen Armee umkreist. Auch hier sucht niemand den freiwilligen Tod für Napoleon. Nach dem it. Seitennwechsel werden die 20.000 Italiener im Südwesten der Kaiserlichen Truppen stationiert, um den Kreis dicht zu machen.

Napoleon platzt vor Wut, Hass und Enttäuschung. Alle Bündnispartner sind Verräter geworden. Die Ursache sieht Napoleon allerdings nicht. Sowohl die deutschen, als auch Italiener wurden in dieses Bündnis gezwungen und haben es aufgrund der franz. Überlegenheit angenommen. Die Basis für dieses Bündnis ist aber weggebrochen und Napoleon steht nun alleine mit seinen 60.000 Franzosen da. Er schwört Rache. Aber dazu muß er überleben und Frankreich erreichen.

Einen Rückzug durch die deutschen und ital. Gebiete hält Napoleon aufgrund des Verhaltens der Hilfstruppen für unrealistisch, ein Rückzug durch die noch immer auf seiner Seite stehende Schweiz scheint die einzige reale Option.

Jetzt muß er einen Durchbruch erzwingen. Einen Schwachpunkt sieht er bei den Italienern. Sie sind gerade im Umbruch und deren Stellungen sind noch nicht ausgebaut.

Napoleon beschließt, die Schweren Waffen und den Tross aufzugeben. Nachts ziehen die Truppen los, nur leicht bewaffnet und überrennen die Italiener. Napoleon wieß, er brauch den schnellen Durchbruch, um eine Niederlage zu vermeiden. Und er will ein Exempel statuieren, was mit abtrünnigen Truppen geschieht. daher gibt es bei dem nächtlichen Überfall die Devise: "Keine Überlebenden." Mit aufgezogenen Bajonetten greifen die 50.000 französischen Infanteristen in der Nacht an und fallen über die überraschten Italiener her. Die Reiterei bleibt im Hintergrund. Es ist ein Gemetzel und kein Gefecht. Das meiste bleibt ein Nahkampf, ... Als das Kaiserliche Heer davon erfährt, sind die Italiener eliminiert, und 45.000 Franzosen schon zu Fuß unterwegs. Napoleons Reiterei (10.000 Reiter) sind in Napoleons Begleitung sogar noch weiter.

Kaiser Friedrich ist total aus dem Konzept. Seine Planung war eine Entscheidungsschlacht, keine Verfolgungsjagt.

Er muß seine Strategie neu gestalten. 50.000 Mann seiner südlichen Armee nimmt die Verfolgung auf. Da sie aber ihr schweres gerät dabei haben, ist es unmöglich, die Franzosen einzuholen. Weitere 50.000 Preußen läßt Friedrich in Österreich, um das neue Reich zu sichern. Denn viele Punkte sind ungeklärt. (was geschieht mit Ungarn?)

Die ehemaligen preußischen Armeen aus Sachsen und Schlesien kommend schickt Friedrich in den Nordwesten und sollen dort die Niederlande und die ehemalige öst. Niederlande (Belgien) befreien. Die Kaiserlichen Truppen österreichischer Herkunft werden mit den Truppen aus Bayern, ... zu einer Gesamtstärke von 185.000 zusammengefaßt und durch die Süddeutschen Gebiete nach Baden verlegt. Hier erwartet Friedrich einen heftigen franz. Angriff.

Friedrich hat nicht die Hoffnung, daß seine Truppen die Franzosen einholen. Daher schickt er die je 50.000 Mann starken Heere in Baden, Bayern und Würtemberg in die Schweiz, um die Franzosen dort abzufangen.

In der Zwischenzeit ziehen die Franzosen durch Österreich und hinterlassen eine Schneise der Zerstörung. Napoleon ist mit der Kavallerie weit vorab und erreicht Frankreich rel. zügig. Die Infanterie hat keinen Tross dabei und ernährt sich durch Plündeerungen. Eiligst werden Milizen zum Schutz der Bevölkerung ausgehoben, und es flammen immer wieder kleine Gefechte auf. An die ehemals Aufständigen in Tirol unter Hofer schreibt Friedrich die Aufforderung, das Land zu schützen.

So kommt es Vor Insbruck zu einem Gefecht, wo die in Bedrängnis geratenen Tiroler immerhin 20.000 Schützen aufbringen und eine Französische Division abwehren.

Der Schaden für das Land ist gewaltig, der Haß gegen die Franzosen wächst und schweißt die deutsche Bevölkerung zusammen. Unterdessen ziehen die Preußen nach Süden und erreichen Basel, Zürich und Bern. Für die dortige Bevölkerung bedeutet dies Schutz vor den franz. Plünderungen. Denn auch in der Schweiz müssen sich die Soldaten ernähren. Und die Männer haben sich ja jetzt an das Plündern gewöhnt. Am St. Gotthardt treffen die aus bayern geschickten Preußen auf die französische Nachut und besiegen diese. Die über Konstanz kommenden Preußen stoßen bei Luzern auf einen Teil der fr. Armee, und die Truppen, über Baden und Basel kommend stellen die Franzosen bei Bern. Aber da die Napoleonischen Truppen nicht mehr als einheitliche Armee auftreten, können nur einzelne Gruppen gestellt und besiegt werden. Immerhin erreichen 25.000 Franzoden die franz. Schweiz. Friedrich läßt danach die Verfolgung einstellen. Nun stehen 150.000 Kaiserliche Truppen in der deutschen Schweiz. Die Nebenkriegsschauplätze:

Die Preußische Nordwestarmee überschreitet mit 25.000 den Rhein bei Köln und nehmen die überraschte Stadt ein. Dann geht es weiter Richtung Aachen Lüttisch, welches die Truppen Ende August erreichen.

Die Bevölkerung ist zunächst ersteund, aber dann keimt ein Patriotismus auf, sobald klar wird, daß die französischen Besatzer vertrieben werden. Ähnlich ergeht es den südlicheren Truppen, welche mit gleicher Stärke bei Mainz den Rhein überschreiten. Nach mainz geht es Richtung Saarbrücken, Dann nördlich Richtung Trier und Luxemburg.

Bis Ende August können die ehemals deutschen Gebiete befreit werden, da die franz. Besatzungstruppen völlig unvorbereitet getroffen werden. In den zurückeroberten Gebieten wird sofort verkündet, daß diese nun Teil des Kaiserreiches sind, und daß nach dem Sieg über Napoleon friedliche Zeiten anbrechen werden. Deutsche Gegenwehr gibt es nicht, es schließen sich sogar einige Milizen den Kaiserlichen Truppen an. Aber als die ehemalige Reichsgrenze erreicht wird, verlieren die Kaisetruppen doch den Mut und tragen den Krieg nicht nach Frankreich hinein.

Anfang August ziehen die Kaiserlichen truppen österr. Herkunft durch Süddeutschland bis an den Rhein. Anfang September Ist der Truppenaufmarsch komplett. Es ist offensichtlich, daß der Krieg nach Frankreich getragen werden muß, um einen entgültien Frieden zu erriechen. Am 15. 9. 1809 überschreiten die auf 200.000 Man aufgestockten Truppen den Rhein und besetzen das Elsaß.

Die 2 ehem. nördlichen preuß. Armeen ziehen durch Deutschland und werden an die Grenze der Niederlande verlegt. Diese 200.000 Mann starten ab dem 27.9. die Offensive an 4 Stellen. Von Oldenburg nach West-Friesland, Von Maastricht nach Amsterdam, von Lüttich aus über Antwerpen nach Brügge und von Luxemburg über Namur, Brüssel bis Dünkirchen.


Die Südarmee hat recht bals die Verfolgung der Franzosen aufgegeben und marschiert nun nach Süden Richtung Venetien. Hier verläuft das alles nicht so reibungslos, da die Italiener kein Interess an einer deutschen Besatzung haben. Die Truppen werden gestoppt und ziehen sich nach Istrien zurück.

Napoleon hat es schwer. Schnell ist er in Frankreich und zieht in Paris ein. Er versucht, das Ende seines feldzuges als großen Erfolg zu feiern, da er trotz der Übermacht den Durchbruch erreicht hat. Doch als die Meldungen kommen, daß das Elsaß besetzt ist, gibt es nichts mehr schön zu reden. Daß sich friedrich deutsche Gebiete holt, ist eine Sache, aber daß er französische Gebiete besetzt ist in Paris ein Schock. Napoleon ruft zur Generalmobilmachung auf und ruft somit alle Männer Frankreichs zu den Waffen.

Nutzung von Community-Inhalten gemäß CC-BY-SA , sofern nicht anders angegeben.