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Toyotomi´s Japan

Grund der Abweichung:

1592; Japans Armee ist wesentlich erfolgreicher im Imjin-Krieg in Korea.

Zeitpunkt der Abweichung: 1590

Zeitspanne: 1537 - 1947

Fokus auf Nationen:

Japan,Joseon, China, Asien

Kurzinformation über Zeitlinie:

Japan im 16. Jahrhundert; Der General und Adelige Toyomoto setzt zum Kampf gegen Korea an. Er will die Macht Japans auch auf das Festland ausdehnen. Toyomoto muss sich dazu seinen Rivalen stellen und sie ausschalten. Als mächtiger neuer Shōgun gründet er 1600 das neue Reich Nippon. Die neuen Japaner setzen ihre Erfolge weiter fort. In späteren Jahrhunderten wird die Rivalität zwischen Japan und Großbritannien stärker. Das japanische Reich wächst und sieht sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Weltmacht. Als 1914 der Erste Weltkrieg losbricht ist auch das Shogunat Japan dabei. An der Seite des Deutschen Reiches führt Japan einen erbitterten Seekrieg gegen die USA und das Vereinigte Königreich den es unweigerlich verlieren musste... (Alternatives Ende)

Toyotomi Hideyoshi Vorgeschichte 1537 - 1590

Provinces of Japan-Owari.svg

Die Provinz Owari in Japan, Toyotomi Hideyoshis Geburtsort

17. März 1537; Toyotomi Hideyoshi wurde als einfaches Bauernkind im Dorf Nakamura in der japanischen Provinz Owari geboren.  Er wurde Kämpfer und nahm an Feldzügen im Krieg der japanischen Fürsten teil, wobei er für die Provinz Mikawa focht. Wegen seines pregnanten Aussehens nannten ihn seine Mitsreiter den Affen. Japan war zu dieser Zeit hart umkämpft, verschiedene Lehensherren beanspruchten die Provinzen. Es war das japanische Mittelalter wobei die Krieger bereits seit 1543 mit modernen Waffen wie Arkebusen und Schwarzpulver kämpften. Diese Entwicklung hatte sich ergeben nachdem ein Portugiese den Japanern zwei Vorderladergewehre verkaufte. Innerhalb kürzester Zeit stellten die Waffenschmieden etwa 20.000 Kopien der Waffe her.  Die Japanischen Kriegsherren hatten schnell eigene Strategien für die Kriegsführung mit Feuerwaffen entwickelt und galten darin als Meister.  Toyotomi Hideyoshi musste nach verlorener Schlacht fliehen und trat dann in den Dienst Oda Nobunagas ein.
LuntenschloßPistole

Luntenschloßpistole eines Samurai, zu Zeiten Toyotomis waren die Japaner Meister im Bau von Feuerwaffen, 16. Jhd

Damit kehrte er auch in seine Heimatprovinz Owari zurück. In seiner Heimatprovinz zeigte Toyotomi Hideyoshi seine wahren Fähigkeiten; Geschick, Diplomatie und taktisches Können.
Daikuro

Mächtiger Krieger mit mächtiger Waffe

Im Laufe der Jahre stieg er so die Karriereleiter steil bergauf. Seinen Helm verzierte der Krieger mit einem Hirschgeweih und zog so viel Aufsehen auf sich. Im
Krieg gegen die Asai und Asakura erwies sich der Anführer als ausgezeichnet. Nach seiner Heimkehr 1573 erwarteten Toyotomi weitere Ehren. Er wurde von seinem Lehensherren Nobunaga zum Daimyō über Nagahama in Sudomi gemacht. Damit war der Bauernbub zu einem der Einflussreichen Herren Nippons aufgestiegen. (Japans alter Name: Nippon) Danach legte er seinen bürgerlichen Namen ab und nannte sich nun Hideyoshi. Als Toyotomi Hideyoshis Lehensherr
Nobunaga am 21. Juni 1582 von Attentätern ermordet wurde befand er sich gerade auf Kriegszug. Daher bekämpfte er den Auftraggeber und sein Haus Akechi Mitsuhide;  Nach seinem Sieg kehrte Toyotomi heim und baute sich 1583 in der Burg Osaka. Nun als mächtigster Mann Japans regierte er von der Provinz Settsu aus das Inselreich. Das hohe Amt des Shōgun blieb ihm aber wegen seiner niedrigen Geburt verwehrt.  Er herrschte nun als Kampaku über Japan. Er war damit lediglich dem Kaiser untergeordnet, hatte aber durch sein Heer mehr Macht als der Monarch. Es dauerte aber noch bis 1590 bis Toyotomi alle seine Gegner militärisch unterworfen hatte. Jetzt war Japan mehr oder weniger geeint. Hideyoshi setzte die jesuitenfreundliche Politik Nobunagas fort und verhalf damit Händlern aus Europa zu etwas Einfluss. Waffen, Religion, Handelsgüter und Ideologien kamen so über den Ozean nach Japan. Nicht jeder Untergebene des Kampaku war über die Fremden Langnasen erfreut. Doch Toyotomi Hideyoshis Ambitionen endeten nicht vor seiner eigenen Haustür. Er blickte nach Westen wo das Riesenreich China lag. Joseon (Korea) ein Vasallenstaat der Chinesen schien dem Herren von Japan nun eroberns wert.

Zeitinie:

Bunroku-Keichō-Krieg 1592 - 1593

Korea, damals unter dem Namen Joseon bekannt war im Jahr 1590 eng an China gebunden. Die Könige von Joseon verband viel mit China hingegen war die Beziehung zu Japan angespannt. Die koreanische Flotte hatte bereits lange mit japanischen Piratenüberfällen zu kämpfen und war durch den König aufgestockt worden. Damit waren die koreanischen Seefahrer gut gerüstet. Die Idee Korea zu überfallen hatte Hideyoshi 1590. Er wollte seine Landesfürsten vor weiteren Kampfhandlungen im eigenen Land abhalten indem er einen auswärtigen Feind suchte. Korea war dafür wie geschaffen denn seine Verteidigung bestand aus Freiwilligen ein stehendes Heer gab es nicht. Japans Elitekrieger die Samurai warteten bereits in den Startlöchern um einen Krieg gegen fremde Mächte zu führen. Hideyoshi wollte aber die modernen Techniken des Westen anwenden, daher trat Japan gut bewaffnet mit Arkebusen und Kanonen in den Krieg ein. Die Japaner hatten wie 50 Jahre zuvor Kanonen erworben die sie dann in kürze zu Hunderten selbst bauten. Die Koreaner waren trotzdem nicht zu unterschätzen besonders ihre Flotte. Die Kriegsflotte des Reiches Joseon hatte eine Geheimwaffe; ein Art Panzerschiff die Schildkrötenschiffe. Diese Schiffe auch Geobukseon genannt erwiesen sich als hartnäckige Gegner. Japan hingegen hatte stark aufgerüstet, mit modernen Feuerwaffen und eigenen passenden Taktiken wie Schützenreihen war das japanische Herr schon lange vertraut. Am 14. April 1592 landete ein etwa 160.000 Mann starkes japanisches Heer mit 700 Schiffen in Busan. Die Japaner sahen sich mit einer vollkommen überforderten Verteidigung konfrontiert. Teilweise wiesen die koreanischen Kommandeure schwere Charakterfehler auf andere waren einfach in der falschen Waffengattung stationiert. Kavalleristen die in der koreanischen Armee Kriegsschiffe befehligten waren ebenso unfähig. Etwa Dreiviertel der Japaner war mit Feuerwaffen gewappnet, die Flotte ebenso. Da Hideyoshi seine Armeen und die Flotte seit 1590 so stark aufgerüstet hatte waren auch die koreanischen Schildkrötenschiffe hilflos. Die Zerstörung einer koreanischen Flotte gab den Japanern Kampfesmut. Die teilweise Schweren Bordgeschütze der Japaner waren in der Lage die Panzer der Schildkrötenschiffe zu durchschlagen. Auch die Koreaner hatten Kanonen auf ihren Panzerschiffen waren aber bald durch die besseren japanischen Kanonen im Nachteil.
SchildkrötenschiffKorea

Gut gepanzert und bewaffnetes Schildkrötenschiff Geobukseon der Koreaner

Mit dem Tod Admiral Yi Sun-sins endete die Glücksstrene der verteidigenden Koreaner. Yi Sun-sins militärischer Scharfsinn hatte die Koreaner immer wieder zu Seesiegen geführt,
JapanLuntenschMusketier16Jhd

Soldat mit Luntenschloßarkebuse der Armee Japans 1592

doch ohne ihn reagierte die Marine oft kopflos.
MKanoneJap

Durch Handel hatte Japan moderne Kanonen aus Europa erworben

Die Hilfe aus dem mächtigen Nachbarland traf erst im Sommer 1592 ein. Kaiser Wanli unterschätzte die Lage und entsandte anfänglich lediglich eine kleine Streitmacht für seinen Vasallen.
Die koreanische Königsfamilie trat die Flucht nach Pjöngjang an wo sie sich sicher wähnte. Die Hauptstadt Hansong (Seoul) und einige Provinzen waren bereits nach dem 20. Tag der Invasion gefallen. Der eigentliche Gegner China sträubte sich noch vor einem Kampf. Der chinesische Kaiser glaubte erst dass der koreanische König eigentlich gemeinsame Sache mit den Invasoren machte. Er glaubte an Sabotage und Verrat. Auch war es im monolithisch gewaltigen Reich China zu Aufständen gegen den Kaiser gekommen. Wanli sah für China eine Niederlage voraus und beschuldigte weiterhin das koreanische Königshaus sich mit den Japanern ins Einvernehmen gesetzt zu haben. Trotzdem trafen zu Beginn des Jahres 1593 große Truppenverbände Chinas auf dem Schlachtfeld ein. Diese große chinesische Armee geführt von General Li Rusong sollte China stolz machen so glaubte der Kaiser. Die Chinesen waren  zwar kampferfahren taten sich aber sehr schwer mit den modernen Arkebusen der Japaner. Da Hideyoshi seine Armeen mit massenweise Schwarzpulverwaffen ausgerüstet hatte und sogar schwere Mörser mitführte konnte Japan das chinesische Riesenheer schlagen. Damit zeigte sich das die moderne Technik des Japan des 16. Jahrhunderts dem Mittelalter überlegen war. Toyotomi Hideyoshi triumphierte und stellte nun einige Forderungen an den Kaiser von China. Die Samurai blieben als Besatzungsmacht in Joeson zurück. Wanli hatte sein Gesicht verloren und stimmte Toyotomi Hideyoshis Forderungen zu. Die Japaner forderten freien Handel mit China, eine chinesische Prinzessin als Ehefrau für den japanischen Kaiser und eine Entschädigung von mehreren Hunderttausend Teal (chin Währung) Der gedemütigte Kaiser zog sich in seinen Palast zurück. Die Niederlage im von den Japanern als Bunroku-Keichō-Krieg bezeichneten Konflikt brachte China in eine schwere Krise. Die Ming Dynastie fand sich danach im 17. Jahrhundert in einer schlechten Position. Toyotomi Hideyoshi hatte mit seinem Sieg gegen China der Ming Dynastie einen harten Schlag verpasst der letztendlich ihr Todesstoß sein sollte. Die Demütigung mit den barbarischen Japanern Handel treiben zu müssen lastete vielleicht sogar noch schwerer auf dem Selbstbewusstsein der Chinesen als der Verlust Koreas. Das neue Korea unter Japans Verwaltung war geboren, Toyotomi Hideyoshi entsandte vertrauenswürdige Leute nach Korea. Aber auch Fürsten die es zu belohnen galt die ihm kritisch gegenüberstanden. Da Toyotomi Hideyoshi den Bürgerkrieg Japans beenden wollte entsandte er seine Gegner ins Ausland. Nun weitab von Kyoto hatten Toyotomi  Gegner kaum die Möglichkeit in Japan zu intervenieren. Einige Feinde Toyotomi Hideyoshis sahen in ihren neuen koreanischen Ländereien eine gute Gelegenheit sich zu verbessern, eine kleine Gruppe konnte so zu Verbündeten gemacht werden.
Auch war Toyotomi Hideyoshi so weise und entmachtete nicht jeden koreanischen Adeligen. So verhandelte er mit dem König Seongjo von Joeson. Seongjo wurde Vasallenkönig des Kaisers von Japan, damit hatte sich die Position Seongjos lediglich dahin geändert dass er jetzt Japan diente. Koreas Staatsbeamte sollten ihre Privilegien behalten waren aber den neuen Herren gegenüber zu Rechenschaft verpflichtet. Für Toyotomi Hideyoshi so war dies der erste Schritt Korea in eine Kolonie umzuwandeln wobei er etwas mehr Fingerspitzengefühl zeigte als andere Eroberer.
JapanUKorea

Korea und Japan

Für Chinas Kaiser war das Geschäft zwischen Japan und dem König von Joeson der Beweis für den bereits im Krieg vermuteten Verrat. Doch die Chinesen hatten eine Vereinbarung getroffen die sie erst mal nicht brechen wollten. Der gewonnene Krieg ermöglichte es Japan sich weiter nach Außen hin umzusehen. Zeitgenossen Toyotomi Hideyoshis glaubten das dieser an Größenwahn litt, denn er wollte mehr als über ein Inselreich regieren. Der Gewinn von Korea lies die Isolationisten Japans verstummen, denn jeder Adelige Japans war nun stolz auf den Sieg über die Barbaren. Die darauffolgende Öffnung Japans ging nun Schrittweise von statten wobei sich die Insel nur dem öffnete was auch nutzbringend erschien.

Zweite Öffnung Japans 1593 - 1603

Tokugawa Ieyasu2

Tokugawa Ieyasu † 1599

Nach dem Bunroku-Keichō-Krieg war der Frieden in Japan noch nicht ganz erreicht. Zwei der Drei „Reichseiniger“ wetteiferten um die Vorherrschaft im Reich. Toyotomi und Tokugawa Ieyasu standen einst im Dienste Oda Nobunagas hatten sich trotz Differenzen zu Waffenbrüdern zusammengerauft und galten als Helden des ruhmreichen Bunroku-Keichō-Krieges. Beide rechneten sich Chancen als Shōgun aus. (Militärherrscher Japans) Kaiser Go-Yōzei war schwach und stand unter dem Schutz der Beiden Reichseiniger. Hinter den Kulissen bahnte sich bereits ein neuer Machtkampf an. Tokugawa lehnte Toyotomis Angebot ab in Korea Ländereien zu übernehmen. Tokugawa rüstete daraufhin 1594 zum Kampf gegen den Kampaku Toyotomi. Als einer von Fünf Regenten (Daimyo) gehörte Tokugawa zu Machtelite Japans die lediglich von Toyotomi und Kaiser Go-Yōzei überflügelt wurden. Der Kampf zwischen den Mächtigen Japans endete nachdem der Kaiser sich einschaltete und sich die Beiden gemeinsam an einen Tisch setzen mussten. Als Mitglieder Japans Kriegerelite waren Beide Fürsten einem strengen Kodex untergeordnet der sie zu Gehorsamkeit gegenüber dem Tenno zwang. Der durch den Kaiser erzwungene Frieden erwies sich als oberflächlich. Sowohl Toyotomi wie auch Tokugawa spielten ihr eigenes Spiel, ihr Ziel war es Shōgun zu werden. Dieses Ziel versuchten die Reichseiniger mit verdeckten Mitteln wie Attentätern und Bestechung zu erreichen. Toyotomi Hideyoshi beauftragte den bekannten Räuberhauptmann Ishikawa Goemon als Auftragsmörder. Ishikawa Goemon war kein Samurai und daher nicht an irgendeinen Kodex gebunden. Ishikawa Goemon wird in der Geschichte später als Shinobi (Ninja) dargestellt, doch war er eher der Mann fürs grobe als ein spezialisierter Attentäter. Während die Kluft zwischen Toyotomi Hideyoshi und Tokugawa Ieyasu immer mehr auseinander ging überfiel Ishikawa gezielt Reisende in Tokugawas Provinz. Während Tokugawa sich für eine Schließung der Grenzen aussprach stand der  Kampaku anders zu dieser Angelegenheit. Kaufleute aus Spanien, Portugal bald ab 1600 aber auch den Niederlanden und England durften einige Vertragshäfen anlaufen. Diese Drei Handelshäfen in Japan; Nagasaki ,Yokohama, Hirado und einige andere in Korea waren gut gewählt um europäische Güter zu erhalten. Dort lebten die Fremden Barbaren in Enklaven und betrieben Kontore. Spanier und Portgiesen erhielten die Bezeichnung Südbarbaren.
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Die Namban (Südbarbaren) waren Japan wilkommen solange sie dem Reich nutzten. Hier portugisischer Kapitän mit seinem Sklaven

(Namban) Der Handel mit Waffen war für die Japaner auch wichtig wobei nur wenig gekauft wurde sondern man sich immer für technische Neuerungen intressierte. Toyotomi Hideyoshi verstand es gut ein Monopol auf Waffenimporte zu erringen.
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Harte Gesetze gegen Schmuggler, Ausländer durften nur wenige Vertragshäfen anlaufen. Wurden ihre Schiffe beim Schmuggeln erwischt gab es Kreuzigungen

Die europäische Waffentechnologie floss so weiter in die Kriegstaktiken von Toyotomi Hideyoshis Armee ein. Die Büchsenmacher Japans verstanden es gut Waffen nachzubauen und bauten bald eigene Konstruktionen wie etwa den „Neunfachen Feuerdrachen“
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Jesuiten in Japan, sie waren weder Toyotomi noch Tokugawa geheuer

Diese Waffe galt als Meisterwerk der japanischen Waffenbaukunst,
eine Reihenfeuerkanone mit Neun Läufen. Tokugawa Ieyasu verachtete die neuen Waffen da sie den Samurai mit seinen Nahkampfkünsten obsolet machen könnten. Tokugawa Ieyasu und Toyotomi Hideyoshi waren aber Beide der Ansicht dass die christliche Religion in Japan mit Vorsicht zu genießen sei. Anfänglich setzte Hideyoshi die jesuitenfreundliche Politik seines Vorgängers Nobunaga fort. Doch erkannte er bald dass die Missionare ein falsches Spiel trieben und an Orten Missionierten die ihnen verboten waren. Auch schien es dass die Jesuiten gemeinsame Sache mit ausländischen Schmugglerbanden machten die versuchten Waren ohne Erlaubnis nach Japan zu bringen. Die Händler nutzten dabei nicht wie verordnet die Vertragshäfen sondern schleusten die Güter an Stränden ins Land am Zoll vorbei. Die Einnahmequelle aus den Zollzahlungen war Hideyoshi derart wichtig dass er Jagd auf die Schmuggler machen ließ. Seine stark protektionistische Handelspolitik wurde daher auch von den Ausländern kritisiert. Doch auch Tokugawa opponierte. Insbesonders die Spanier und Portugiesen waren Tokugawa ein Dorn im Auge. 1596 inszenierten die Leute von Tokugawa einen fingierten Schiffsbruch. Ein Handelsschiff der Spanier wurde aufgebracht und von japanischen Gehilfen Tokugawas an einen verbotenen Strand auf Sand gesetzt. Dieses Verbrechen der Europäer wurde natürlich sofort  von Tokugawa an die große Glocke gehängt. An Bord befanden sich auch Jesuiten, denen wurde nun zu Last gelegt denn Schmuggel zu fördern. Das war auch für Toyotomi Hideyoshi ein Grund gegen den lästigen Jesuitenorden vorzugehen. erreicht. Ein Jahr später trat Kaiser Go-Yōzei zurück. Auf Druck Toyotomi machte der Kaiser den selbigen nun zum Shōgun Japans. Seit Ashikaga Yoshiaki (1573) gab es keinen Shōgun. Weiterhin führte Shōgun Toyotomi sein Land in die Öffnung zum Westen. Er nutzte ganz gezielt die konfessionellen Unterschiede der Europäer. Toyotomi gab den protestantischen Niederländern und Engländern einige Vorrechte woraufhin es zum Streit zwischen Spaniern/Portugiesen und Niederländern/Engländern kam. Der Wettstreit der Europäer um den Handel mit Japan konnte der  Shōgun gut nutzen indem er die Parteien gegeneinander ausspielte. Doch war Shōgun Toyotomi auch an der Schiffsbautechnik der Fremden interessiert. 1600 strandete das niederländische Schiff Liefde an Japans Küste. Wie immer wollte die Obrigkeit die Schiffsbrüchigen Gesetzesbrecher exekutieren doch ein Mann stach dabei aus der Masse an Seeleuten hervor. Der Engländer William Adams bot sich dem Shōgun als Navigator und Schiffsbauer an. Adams wurde fast geköpft doch es gelang dem gewitzten Engländer sich freizukaufen und bei Toyotomi vorzusprechen. Toyotomi war fasziniert und erlaubte Adams für ihn zu arbeiten, denn der Shōgun wollte eine eigene Flotte die den Europäern mindestens ebenbürtig war. Als Shōgun sah Toyotomi das sein Reich (Japan, Korea) eine starke moderne Seemacht sein konnte. Dies war notwendig da man die Schiffsrouten nach Korea und China vor Piraten sichern wollte.
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William Adams ab 1600 Schiffbauer und Nautikexperte am Hofe Toyotomi Hideyoshis

Der neue oberste Navigator des Reiches William Adams wurde damit beauftragt neuartige Schiffstypen nach europäischer Prägung zu konzipieren. Damit sollte die Erste Phase der Öffnung Japans abgeschlossen sein. Auch Tokugawa Ieyasu war als Feind des Shōgun bereits seit der Nacht der Sieben Messer tod. Shōgun Toyotomi wollte Tradition und Moderne miteinander vereinen, bis zu seinem Tod 1603 reformierte er weiterhin das Heer. Bauern und Soldaten wurden streng getrennt, Bauern wurde es verboten ihre Ländereien zu verlassen.  Seine Vision war es die Samurai zu stärken aber dafür zu sorgen dass es etwas weniger von ihnen gab. Der Samurai sollte als Elitekämpfer lernen auch mit modernen Feuerwaffen umzugehen. Die Kunst des Schwertkampfes wurde weiterhin gepflegt. Auch nach dem Staatsstreich Der Nacht der Sieben Messer blieben viele Fürsten im Amt doch das Shogunat Japan war geboren. Dieses Japan verehrte nichtmehr den Kaiser so sehr sondern mehr den Shōgun. Der von Shōgun Toyotomi gelebte Militarismus und der Aufbau einer modernen Flotte sollten Japan im 17. Jahrhundert prägen. Europäischer Händler mussten bald Handelslizenzen erwerben und das um gutes Geld. Der Markt Japan stand hierbei bald nur noch Engländern und Niederländern frei. Mit Strenge aber sehr gerecht beherrschte Shōgun Toyotomi sein Japan wobei er seinen minderjährigen Erben gut unterbrachte. Sein Sohn Toyotomi Hideyori lebte bei Kampaku Toyotomi Hidetsugu der ihn wie sein eigenes Kind aufzog und als Regent fungierte.

Nacht der Sieben Messer / Shogunat Nippon:

"Heute Nacht wird sich zeigen ob Hidetsugu der wahren Nachfolge würdig oder unwürdig ist! Denn ein Siebtes Messer schwebt über seinem Haupt!"

Toyotomi Hideyoshi

Sommer 1599; Die Lebenszeit Shōgun Toyotomis geht dem Ende zu. Toyotomi ist ein sehr misstrauischer und paranoider Mann der überall Attentäter und Feinde zu sehen glaubt. Auch in den mächtigsten Männern Japans sieht er eine Gefahr. Der sogenannte Rat der Sieben Regenten bestehend aus den Daimyo; Ukita Hideie, Maeda Toshiie, Uesugi Kagekatsu, Mōri Terumoto, Tokugawa Ieyasu, Ishida Mitsunari und dem Kampaku  Toyotomi Hidetsugu.
800px-Toyotomi Hidetsugu

Toyotomi Hidetsugu Neffe des Shōgun muste als Loyalitätsprobe Gegner des Herrschers verraten † 1616

Der Rat war schon lange zerstritten, Jeder hatte eigene Machtgelüste, es hatten sich schon Zwei Fraktionen gebildet die Ost und die West Fraktion. Shōgun Toyotomi sah in dieser Spaltung einen künftigen Bürgerkrieg voraus denn er verhindern wollte. Sein Neffe Toyotomi Hidetsugu gehörte dem Rat ebenfalls an und wurde durch den Shōgun unter Druck gesetzt. Der Shōgun mistraute auch Hidetsugu doch gab er
Ninja Training

Die Mörder der Sechs Ratsmitglieder wurden später von Trunkenbolden zu Ninja Elitekämpfern idealisiert, tatsächlich waren Ishikawa Goemon und seine Leute nur alkoholisierte Raubmörder, Bild zweigt Ninja aus dem Film "Nacht der Sieben Messer" von 1999

ihm einen Befehl er solle die anderen Ratsmitglieder  verraten und seinen Sohn Hideyori großziehen. Toyotomi Hidetsugu willigte ein den Rat zu hintergehen und den Sohn des Shōgun als Regent zu unterstützen. Dazu entsandte Toyotomi Hidetsugu Depeschen an alle Ratsmitglieder. Der Inhalt der Depeschen war streng vertraulich, so schrieb er Tokugawa er sei an einer Allianz mit ihm gegen den Shōgun interessiert. Alle Sechs Daimyo fanden sich am 28. Juli 1599 in Toyotomi Hidetsugus  Burg ein und feierten ein Fest.
DenkmalToyotomi Hideyoshi

Toyotomi Hideyoshi Denkmal, nur durch die Nacht der Sieben Messer war die Gründung des Shogunat Nippons möglich, Denkmal Osaka Japan

Da es Toyotomi Hidetsugu spannend machte warum sie alle hier waren packte es die Fürsten bald und sie wurden ungeduldig. Gleichzeitig trafen die Banditen von Ishikawa Goemon ein. Ishikawa als Hauptmann einer Mörderbande stand seit 1594 im Dienst des jetzigen Shōgun. Da die Gäste Toyotomi Hidetsugu die Waffenruhe im Hause des Kampaku  ehrten trug keiner von Ihnen eine Waffe. Als es Nacht geworden war und alle bereits wegen des Sake benebelt im Bett lagen drangen Ishikawa Goemon und seine Mörder in die Gemächer der Sechs Ratsmitglieder ein und ermordeten sie im Schlaf. Die Nacht der Sieben Messer hat ihren Namen daher das Ishikawa Goemon weitere Sechs Mörder befehligte die dann die Morde ausführte. Dabei bestahlen sie auch die Toten. Ishikawa Goemon selbst sollte sobald sich Toyotomi Hidetsugu als verräterisch herausstellen würde auch ihn meucheln. Es kam jedoch nicht soweit, Toyotomi Hidetsugu war seinem Shōgun treu und das „Siebte“ Messer kam nie zum Einsatz. Toyotomi Hideyoshi hatte so die mächtigsten Fürsten beseitigt und installierte gemeinsam mit seinem Neffen neue Machthaber. Das Reich sollte nun nichtmehr von den Fürsten sondern von Bürokraten regiert werden. Die Schuld für den Tod der Sechs Daimyo wetzte man auf rebellische Bauern ab die im Wald kampierten. Die Toyotomis entsandten daraufhin Truppen die dann die Bauernaufständischen niederwarfen und exekutierten. Damit war der Fall gelöst, die Sechs Ratsmitglieder gingen als Helden Japans in die Geschichte ein. Insbesonders Tokugawa Ieyasu hatte einen Nachruhm der bis in die Gegenwart blieb. Das im Jahre 1600 begründete neue japanische Reich auch Shogunat Japan genannt sollte in den nächsten Jahren zu einem Zentralstaat werden. Der Adel hatte zwar weiterhin Rechte als Feudalherrschaft doch der Shōgun in Stellvertretung des Kaisers besaß das alleinige Recht Heere aufzustellen. Diese Wendung war zwar nicht in Toyotomi Hideyoshis Sinne doch war dieser bereits krank und Toyotomi Hidetsugu leitete dies alles ein. Hidetsugu übernahm nach dem Tode Hideyoshis 1603 die Regentschaft und adoptierte Hideyori. Doch der Sohn des Hideyoshi hatte eine ausgeprägte Ader selbst zu regieren.

Nippon wird Toyotomi Zentralstaat 1603 - 1619

"Um das Reich zu schmieden nehme man Mut, Eifer und Skrupellosigkeit gemischt mit dem Glück eines Göttlichen! Dann zerschlage man das Alte auf das etwas Neues besser sei!"

Toyotomi Hideyori 1645

Toyotomi Hideyoshi

Symbol des Toyotomi Shogunats

Japan im frühen 17. Jahrhundert; Toyotomi Hidetsugu leitet die Zentralisierung Japans ein, dazu bestimmt er Feudalherren für Lehensländereien den „Han“ Diese Feudalherren sind dem Kaiser und dem Shogunat abgabepflichtig. Diese Abgaben werden meist in Form von Reis berechnet. Die Lehensherren haben aber laut Toyotomi Hidetsugu nicht das Recht Heere aufzustellen doch die adeligen Samurai haben Polizeirechte. Diese „Polizeirecht“ beruhte aber oft nur auf Willkür, es gab aber auch Ausnahmen. Für Toyotomi Hidetsugu war vor allem wichtig dass Japan nicht wieder in Bürgerkriegen versinkt. Daher wurde die Herstellung und Gebrauch von Feuerwaffen nur mehr der Armee des Shōgun erlaubt. Die Feudalherren Daimyo waren auf ihre Han beschränkt und durften dem Shōgun Truppen zu Verfügung stellen. Soviel zu Theorie, in der Praxis musste sich der neue Regent mit aufständischen Daimyos beschäftigen.  Der japanische Zentralstaat hatte es demnach sehr schwer zu entstehen, entehrte Samurai (Ronin) oder sogar marodierende Daimyo zogen durch die Lande. In den 1610er Jahren gelang es der Armee des Shōgun endlich diese Zustände zu beenden. Mittlerweile 1615 war auch Toyotomi Hideyori zu einem jungen Mann (22) herangewachsen und führte die Heere seines Regenten. Doch Hideyori wollte nichtmehr im Schatten Toyotomi Hidetsugus stehen und schmiedete bald eigene Pläne.
Hideyori Toyotomi

Bild des jungen Hideyori Toyotomi † 1664

Zwischen den Beiden Toyotomi kam es oft zu Streit, der junge Hideyori fordert nun seinen Titel als Shōgun und wirft seinem Cousin Hidetsugu vor ihn seit Jahren zu hintergehen. Im Frühjahr 1616 ist es soweit die Armeen der Toyotomis treffen aufeinander. Hideyori Toyotomi hat den Überraschungseffekt und einige Samurai hinter sich. Seine Armee ist nicht so modern wie die des Regenten doch besitzen einige schwere Geschütze um die Burg des Regenten nahe der Hauptstadt Kyoto sturmreif zu schießen.  Hidetsugu konnte lebend gefasst werden, triumphierend forderte Toyotomi  Hideyori von seinem Cousin den rituellen Selbstmord. (Seppuku) Der Besiegte hatte kein andere Wahl, sich zu weigern hieße das Gesicht zu verlieren. Toyotomi Hidetsugu starb durch seine eigene Hand,
ToyotomiKriege

Toyotomi Hideyoris Truppen stürmen die Burg Toyotomi Hidetsugus, In der Nähe Kyotos Mai 1616

Hideyori Toyotomi nahm nun die Position des Clanführers des Toyotomi-Clan ein und besetzte kurzzeitig Tokyo um den Kaiser  zu erpressen. Erst nachdem der Kaiser ihm den von nun an erblichen Titel Shōgun überantwortete zogen die Truppen ab. Damit war der sogenannte „Krieg der Toyotomis“ beendet, das Shogunat Nippon hatte jetzt wirklich einen starken Alleinherrscher. Es setzte sich nun die Bezeichnung „Toyotomi Zentralstaat“ für das neue Herrschaftssystem durch. Der fast unbegrenzt ehrgeizige Shōgun Toyotomi Hideyori zwang die kaiserliche Familie in einen goldenen Käfig und sah sich als Kopf des göttlichen Körpers von Japan. Hideyoris Schreckensherrschaft säuberte nun Japan. Ohne starke Gegenwehr konnte der neue  Shōgun die meisten Fürsten für sich gewinnen, wer sich nicht unterordnete starb oder wurde in die Sklaverei geführt. Viele Adelige begingen nach ihrer Niederlage Seppuku. 1619 begann in Japan ein von Hideoyoris Nachfolgern als Zeitalter der frühen Kaiserbaum Blüte  bezeichnetes Zeitalter. (Siehe Shōgune Japans)

Zeitalter der frühen Kaiserbaum Blüte bis 1664:

Kaiser-Paulownie

Die Kaiser-Paulownie oder Kaiserbaum, Symbol des Hauses Toyotomi

1619; Der Beginn einer innenpolitisch friedlicheren Ära Japans. Shōgun Toyotomi Hideyori  hat seine Macht abgesichert, Japan wird nun ein Ständestaat nach konfuzianischem Vorbild. Die Herrschaft lag in den Händen der Bakufu. (Militärregierung) Europäer sind wenn sie Geschenke bringen höchst willkommen, es gibt mehr Vertragshäfen als je zuvor. Der Handel mit den Ausländern bringt aber auch neues ins Land. Kleidung der Europäer wird bei Japanern verboten, selbst Ausländer müssen sollten sie die Enklaven verlassen traditionelle Kleidung Japans tragen. Es ist aber auch die Zeit in der der Samurai Hasekura Rokuemon Tsunenaga als Gesandter Japans Reisen nach Europa macht, er besucht Rom genauso wie Frankreich und Mexiko. (Vz.Königreich Neuspanien) Das nun anbrechende Zeitalter erhielt Mitte des 18. Jahrhunderts den Namen „Zeitalter der frühen Kaiserbaum Blüte“ Der Kaiserbaum als Symbol des Hauses Toyotomi war nun zum Zeichen eines neuen japanischen Erwachens geworden. Um 1630 gab es bereits eine Niederlassung der Franzosen auch der Handel mit Seide aus China erblühte. Es war nun wieder allen Mächten erlaubt mit Japan Handel zu treiben Niederländer und Engländer erhielten nun keine Vergünstigungen mehr. Japans technischer Vorschritt war vor allem an seiner Handels und Kriegsflotte gut zu erkennen. Moderne Schiffe von William Adams konstruiert wurden bald Standard in der Flotte des Shōgun. Der Kaiser selbst hatte nur noch repräsentativen Charakter, er durfte Teezeremonien abhalten, Segnungen aussprechen und Entscheidungen des Shōgun absegnen. Die Kaiserfamilie erfreute sich vollkommen isoliert bester Gesundheit.
EdoKaiserstadt

Teito die Kaiserstadt, für das gemeine Volk verboten war diese Stadt nur dem Kaiser seinen Dienern und hohen Fürsten erlaubt, Alle Bewohner standen unter Geiselhaft des Shōgun. So sicherte sich Toyotomi Hidetsugu die Loyalität seiner Fürsten

Etwas außerhalb von Nagoya entstand die sogenannte Kaiserstadt Teito. Ähnlich wie die Verbotene Stadt in China konnte der Kaiser dort in einem riesigen Areal lustwandeln und sogar Jagen. Toyotomi Hideyori sicherte seine Macht ab indem er seinen hochrangigen Fürsten befahl ihre Erstgeborenen in die paradiesische Kaiserstadt Teito zu bringen. Dort in der hermetisch abgeriegelten Kaiserstadt waren die Fürstenkinder genauso wie der Kaiser dem Wohlwollen des Shōgun ausgeliefert. Niemand durfte ohne Erlaubnis passieren und der Shōgun war sich der Loyalität seiner Daimyo sicher. Politische Entscheidungen blieben in der Hand des allmächtigen Shōgun im nahen Nagoya. Handelsbeziehungen mit asiatischen Ländern wie China, Annam, Patani und Ayutthaya (Siam) brachten dem Japanern Gewürze und kostbare Seide.
ArakiRedSealShip

Ein Rotsiegelschiff der Handelsfamilie Araki

In Siam bestand eine der größten japanischen Handelsgemeinschaften die ihren Einfluss bis in die höchsten Greise ausbaute. Exporte Japans waren; Silber, Diamanten, Kupfer, Schwerter und besonders gut verarbeitete Arkebusen. Das Inselkönigreich Ryūkyū (Okinawa) spielte Anfangs auch eine Rolle als Zwischenhandelsposten, doch Shōgun Toyotomi führte 1621 eine erfolgreiche Invasion durch woraufhin auch Okinawa dem Reich angeschloßen wurde.  Der Handel mit den Chinesen hatte seine Tücken, seit Kaiser Wanlis Tod 1620 sträubte sich der neue Kaiser Tianqi immer öfter mit Fremden handel zu treiben. Die Weigerung Kaiser Tianqis den japanischen Rotsiegel-Schiffen einlaß in Häfen zu gewehren führte 1622 zu Blockade Shanghais.
Hasekura in Rome

Hasekura Rokuemon Tsunenaga der Abgesandte des Shōgun Toyotomi Hideyori in Rom † 1633

Mehrere Hundert Samurai plünderten die chinesische Küstenstadt und zwangen so den Kaiser seine Häfen exklusive für Japaner und Portugiesen zu öffnen. Japans Handel näherte sich danach den Portugiesen und Spaniern an wobei Macau wichtiger Handelsknotenpunkt an der chinesischen Küste war. Die japanische Handelsmarine wurde bereits seit den 1590er Jahren privat von mehreren Handelshäusern kontrolliert. Die Handelshäuser; Sumikura, Araki, Chaya und Sueyoshi hatten Verträge die es ihnen im Namen des Toyotomi erlaubten Handel zu treiben. Auch die japanischen Koreaner hatten einen großen Anteil am Ausbau der Seemacht Japans. Von koreanischen Häfen aus segelte eine Vielzahl an Rotsiegel-Schiffen. Die japanischen Handelsbemühungen wurden durch sogenannte Rotsiegel-Flotten gehandhabt. Die Schiffe dieser Flotten waren Hybridversionen asiatisch-europäischer Schiffsklassen. Viele der japanischen Rotsiegel-Schiffe entstammten der Planung des Engländers William Adams. Die Beziehungen zu fremden Mächten aus Europa verbesserte sich und man ging bald zeitweilige Allianzen ein. So wollte die japanische Handelsmarine die niederländische Ostindien Gesellschaft (VOC) über Jahre hinweg ausstechen. Das spanische Manila war auch ein gerngesehener Handelshafen der Japaner in den 1620er und 1630ern. Die Japaner waren überall in Asien gefürchtet, in den meisten Häfen fürchtete man das eintreffen bewaffneter Japaner da man sie als überlegene Kämpfer mit gewaltigem Kampfesmut ansah. Dieser Umstand und die Tatsache dass die Japaner nun bereits moderne Ausrüstung mit sich führten lies viele Könige Asiens erschaudern. 1637 zeigte sich das der Ruf der Samurai wohl begründet war, sie landeten auf den niederländischen Gewürzinseln den Molukken und metzelten die Beamten der VOC nieder. Dieser Überfall war in Absprache mit den Spaniern geschehen. Das Weltreich Spanien wollte so seinen Feind die Niederlande mit ihrem Gewürzmonopol ausstechen, statt dessen übernahmen nun japanische Kaufleute den Gewürzhandel. Dieser Zwischenfall machte die Niederländer wütend sie beendeten ihre Unterstützung für die Rotsiegel-Flotten Japans und betrieben Freibeuterei in japanischen Gewässern. Daraufhin boten die Spanier Japan eine Allianz an. Diese Allianz beinhaltete Kooperation mit den iberischen Händlern und natürlich gemeinsame Flottenexpeditionen gegen niederländische Schiffe und die Freibeuterei. Die Allianz auch als Rotsiegel-Bund bezeichnet dauerte bis 1652 an. In diesen 15 Jahren erhielten die Japaner intensive Unterstützung durch spanische Ausbildner und Militärberater.
Molukken

Das zwischen 1637 und 1652 umkämpfte Gebiet mit den japanischen Molukken

Wieder halfen die Südbarbaren ungewollt Japan zu stärken. Die eigentlichen Intentionen der spanischen Krone sahen lediglich vor die „Wilden“ Japaner als Kanonenfutter gegen die Niederlande einzusetzen und irgendwann selbst die Gewürztinseln zu beherrschen. Mit Beginn des Englisch-Niederländischen Seekrieges 1652 beendete Japan die Kooperation. Die Niederlande hatte andere Probleme als die Japaner und unterzeichnete einen Vertrag der auch als Nagoya Friedenstraktat in die Geschichte einging. Der Shōgun beauftragte seinen Sohn Toyotomi Kunimatsu mit den Vertragsverhandlungen. Im selben Jahr erlitt Toyotomi Hideyori einen Schlaganfall und war halbseitig gelähmt. Er machte seinen 1608 geborenen Sohn Kunimatsu zum Kampaku und fungierte weiter als Shōgun. Toyotomi Hideyori konnte seine Macht einfach nicht abgeben was immer wieder zu Streitigkeiten zwischen Vater und Sohn führte. Toyotomi Kunimatsu führte stellvertretend für seinen Vater das Heer und lies Armee und Flotte weiter ausbauen. Er erkannte auch dass sich Japan gegenüber den Gaijin (Fremde, Barbaren) mehr durchsetzen müsse. Er schickte einige seiner Generäle nach Europa wo diese sich mit der modernen Kriegskunst Europas vertraut machten. Toyotomi Kunimatsu war als graue Eminenz Japans der mächtigste Mann des Inselstaats. Sein Vater Toyotomi Hideyori vegetierte bereits seit 12 Jahren dahin als Kunimatsu im Alter von 56 Jahren selbst Shōgun wurde. Auch Kunimatsu sollte ein mächtiger Führer werden, doch mit Hideyoris Tod endete das Zeitalter der frühen Kaiserbaumblüte. Japan war nun kein isolierter Staat mehr und hatte sich sogar gegen die Weltmacht der Niederlande behauptet. Obgleich Japan immer noch von vielen Europäern als wildes und exotisches Land gesehen wurde gab es doch schon Anzeichen welches Potential in einem derart militarisierten und machthungrigen Reich steckte.

Streit der zwei Drachen 1661 - 1690

Es ist der Beginn einer Ära die auch als „Streit der Zwei Drachen“ Bekanntheit erlangte. Zwei militärische Konflikte zwischen 1678 und 1685 erschütterten China und Japan, Zwei große Herrscher; Kaiser Kangxi und Shōgun Toyotomi „Ryū“ Akiyama kämpften um die Dominanz in Südasien. Diese Konflikte waren aber auch Zusammenstöße der niederländsichen Ostindienkompanie mit dem spanischen Reich. China 1661; In China regiert seit 1644 eine neue Dynastie von Kaisern die Qing aus der Mandschurei. Dieses Kaisergeschlecht entstammte nicht den Han Chinesen sondern der Volksgruppe der Mandschuren und hatte ganz andere Ansichten. Jetzt 1661 betrat der junge Aixin Jueluo Xuanye die Bühne, der Junge der sich selbst Shengzu nannte und als Kangxi in die Geschichte einging. Japan hatte 1622 seine Position was den Handel mit China anging klargestellt, China fürchtete die Wut der Samurai wenn es sich gegen einen Handelsstopp entscheiden würde. Die Beamten Chinas liesen sich inzwischen von japanischen Handelshäusern kaufen. Als Regent Soni 1667 starb übernahm der erst 13 Jährige Kaiser  Kangxi mit Hilfe dreier Berater die Amtsgeschäfte. Die japanische Delegation welche dauerhaft in Peking residierte versuchte ab da dem Kaiser und seinen Beraten reinzureden. Für Japan aber auch für die Ausländer hatte die Erhaltung und Erweiterung der Handelsrechte Priorität. Die Macht lag aber in den Händen eines Hofbeamten namens Obois der die kaiserliche Leibwache kontrollierte und mit den Fremden gegen Gebühr Handelsverträge verschacherte. Der Kaiser trotz seiner Jugend nicht dumm nahm einen Jesuiten in seinen Dienst der ihm von da an selbst Ratschläge gab. 1669 fand der Kaiser einen Weg seinen Regenten Obois wegen verschiedener Vergehen anzuklagen, eines der 32 Vergehen lautete auf Konspiration mit den japanischen Gesandten gegen das Kaiserhaus. Die Japaner mussten nun Peking verlassen, in Nagoya Japan wurde dieser Schritt mit Wiederwillen beobachtet. Shōgun Toyotomi Kunimatsu schäumte vor Wut daher befahl er seinen Untergebenen etwas gegen den neuen Kaiser zu unternehmen. Eine Gruppe Attentäter drang in die Verbotene Stadt ein und versuchte als Diener getarnt im Herbst 1670 den Kaiser zu ermorden. Dieses Unterfangen ging schief da es in den Reihen der Japaner einen Verräter gab der die Shinobi an China auslieferte. Bis zum Tode Toyotomi Kunimatsu 1677 gelang es Japan nicht den chinesischen Kaiser umzubringen oder von seinem Weg abzubringen. Kaiser Kangxi ging neue Wege indem er den Niederländern 1673 als einzigen Europäern Handelsverträge gab. Die Niederländer halfen Kangxi bei der Niederschlagung von Revolten in den 1670er Jahren und lieferten Musketen. Anders als die Japaner konnten die Chinesen keine großen Waffenmanufakturen mit ausreichender Qualität hochziehen und waren auf fremde Waffen angewiesen. Das lag meist daran das die Traditionalisten den Hof im Würgegriff hatten und sogar der Kaiser selbst ihnen Aufmerksamkeit schenkte. Kaiser Kangxi sah die Vormachtstellung Chinas in Asien von Japan bedroht, nur so konnten Historiker seine Offenheit gegenüber den Niederländern erklären. Kontaktmann zwischen Kaiser und Niederländern war der flämische Jesuit Ferdinand Verbiest. Verbiest hatte Kontakt mit der VOC und niederländischen Kaufleuten aufgenommen die dann Waffen und schwere Geschütze lieferten. 1678 ließ Kangxi die chinesischen Häfen dann auch für Japanische Rotsiegel-Schiffe sperren. Darüber hinaus beschlagnahmte er Drei japanische Galeonen im Hafen von Shanghai als Schadenswiedergutmachung. Dazu beschoss die Küstenwacht auslaufenden Schiffe mit Kanonen und zwang sie umzukehren. In der Residenzstadt Nagoya wurde das ganze wenig später heftig verurteilt, die japanischen Handelsobersten prangerten den Bruch des seit 1622 bestehenden Japanisch-chinesischen Freihandelsabkommens bei Shōgun Toyotomi „Ryū“ Akiyama lautstark an.
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Ostindiensegler der VOC siegten am 13. Juni 1678 gegen die japanische Kriegsflotte vor Shanghai

Der Shōgun hatte nur darauf gewartet das China einen Fehler begeht und entsandte umgehend eine kleine Flotte von modernen Kriegsgaleonen. Die Flotte des Shogunats bestand 1678 aus mehreren traditionellen japanischen Kriegsschiffen aber auch einige wenige Galeonen spanischer Bauart waren im Dienst. Diese Waffenschiffe bombardierten am 13. Juni 1678 den Hafen von Shanghai, wurden aber prompt von niederländischen Ostindienseglern attackiert.
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Die niederländische Ostindienkompanie versuchte zwischen 1678 und 1680 ihre Besitzungen wiederzuerringen und schürte so den Streit der Zwei Drachen, Karte 18. Jhd

Dies war die erste Seeschlacht der Japaner gegen moderne europäische Kriegsschiffe, dabei wurden Zwei japanische Galeonen versenkt. Die angeschlagene Flotte Japans musste sich in eigene Gewässer zurückziehen.
Nach der Niederlage von Shanghai starteten die Holländer unterstützt durch Chinesen die Rückeroberung der Molukken. Japans Kriegsflotte war stark angeschlagen und mit der Seemacht der Niederländer und Chinesen überfordert. Die Rückeroberung der Molukken Inseln durch die VOC erfolgte innerhalb von wenigen Monaten. Shōgun Toyotomi war einigermaßen geknickt und lies nach der Schmachvollen Niederlage eine neue Flotte in Auftrag geben. Auch gab es bald Diskussionen über eine neuerliche Allianz mit den Nimban. (Spaniern) Die Niederländer feierten Anfang 1679 ihren Sieg über die Japaner,  dies war vor allem darauf zurückzuführen dass der Shōgun stur darauf beharrte die Südbarbaren nicht einzubeziehen.
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Zeichnung zeigt chinesische Musketiere in Schützenreihe 17. Jhd

Inzwischen hatte die VOC Zeit sich in Batavaria (Heute Jakarta, Indonesien) eingeigelt. Nachdem die Gewürzinseln wieder in niederländischer Hand war kam es zu einem Friedensvertrag zwischen den Niederlanden und Japan. Die Chinesen nahmen den Frieden ebenfalls zu Kenntnis und es gab bald zu Verhandlungen in Peking mit Japan. Japaner und Chinesen unterzeichneten daraufhin  eine Handelsvereinbarung welche Japans Produkte hoch besteuerte. Damit hatte Kaiser Kangxi vorerst seinen Kopf durchgesetzt. Gedemütigt widmete sich Shōgun Toyotomi Akiyama seinen Rachegedanken, er vereinbarte 1680 eine Waffenbruderschaft mit Spanien und rüstete seine Flotte massiv auf. Wieder benötigte das Shogunat die Hilfe der Südbarbaren um eine eigene schlagkräftige Navy aufzubauen. Die Navy Japans nahm in den nächsten Jahren Form an, aber auch China hatte militärische Pläne und marschierte 1684 in Korea ein. Gut gerüstet mit Musketen und Kanonen hatte Kaiser Kangxi seine durch das Heer unterstützte Elitegarde in Bewegung gesetzt. Nicht jeder Fußsoldat besaß eine Muskete der Großteil war mit einfachen Speeren und Schilden ausgerüstet. Die Chinesen marschierten gegen Pjöngjang wo der König von Joeson seine Festungsanlage hatte. Die koreanischen Streitkräfte hatten genau wie die japanischen moderne Waffen. Gleich beim ersten Zusammentreffen zeigten die koreanischen Truppen ihre technische Überlegenheit. Koreas Musketiere nutzten bereits Steinschlößer während die Chinesen immer noch Luntenschlößer verwendeten. Während die Chinesen ständig ihre Lunte am brennen halten mussten war es den Koreanern/Japanern möglich schnell den Hahn zu spanen und abzudrücken. Auch Überraschende Nachtangriffe waren den Chinesen mit ihren glühenden Lunten nicht möglich. Einziger Vorteil Chinas bei der Belagerung von Pjöngjang lag in ihrer großen Anzahl. Der Vorstoß der Chinesen dauerte rund drei Monate, doch an ein schnelles Vorrücken nach Seoul war kaum zu denken. Koreas Armee versteifte sich auf den Guerilla Krieg. Dank ihrer besseren Musketen gelang es kleinen koreanischen Einheiten die Flanken der chinesischen Eroberungsarmee anzuschlagen.
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Das Shogunat Papan und sein koreanischer Teil Joseon

Mitte 1684 trafen die Entsatz Heere der Japaner in Pjöngjang ein und sorgten für das die Belagerer aufgaben. Im gesamten „Zweiten Koreakrieg“ war die technische Überlegenheit der Japaner erdrückend. Beide Seiten wandten auch Taktiken und Regeln der europäischen Kriegsführung an. Dies beinhaltete auch Schützenreihen und offene Feldschlachten. Während die chinesischen Armeen eher kleinkalibrige Kanonen besaßen nutzten die Japaner echte Artilleriekanonen. Der Krieg hatte auch eine Seefront, der Eintritt der spanischen Flotte im September verkürzte den Seekrieg auf wenige Gefechte. Die neuen Linienschiffe Spaniens machten mit der chinesischen Flotte kurzen Prozess. Japans Navy konnte trotz der Hilfe Spaniens auch eigene Siege erringen. Shanghai wurde im Dezember besetzt, damit war China Schachmatt gesetzt. Japaner und Spanier waren nun in der Position die Hauptstadt Peking anzugreifen woraufhin der Kaiser klein beigab. Anfang 1685 war der Krieg zuende. Die Japaner übernahmen Shanghai als Handelsenklave während die Spanier neue Handelsverträge bekamen. Nun kamen spanische Missionare nach China, die Niederländer wurden ausgewiesen. Shōgun Toyotomi „Ryū“ Akiyama ließ die Handelsposten an der chinesischen Küste ausbauen und kaufte Taiwan von China. Jedes Jahr erfolgte die Übergabe von Tributen an die Japaner in Shanghai. Wieder hatte sich Japan gegenüber den Chinesen und ihrem Kaiser durchgesetzt. Nach dem Krieg musste sich Kaiser Kangxi mit Russland und Mongolen rumschlagen die eine Schwäche an China endeckt hatten. Doch diesmal standen Japaner und Chinesen Seite an Seite. Die Eindringenden Kosaken wurden 1689 bis 1690 gemeinsam zurückgeschlagen da Japan seinem neuen Vasallenstaat China beistand.

Anfänge von Japans moderner Navy:

Der Aufbau der japanischen Navy fand bereits ab 1600 statt. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts bestand die japanische Flotte aus traditionell asiatischen Schiffstypen. Dank des Briten William Adams war es den Japanern möglich neue Hybridschiffe zu konstruieren. Die Kriegsflotte bestand mehr oder weniger aus Rotsiegel-Schiffen die für militärische Aufgaben ausgerüstet waren. Um 1670 besaß Japan bereits einige Galeonen die aber bei der Schlacht um Shanghai 1678 bis auf wenige vernichtet wurden. Nach diesem Ereignis gab Shōgun Toyotomi „Ryū“ Akiyama den Bau einer neuen an die Seemacht der Südbarbaren angelegten Flotte in Auftrag.  Diese Flotte war straf durchorganisiert und befolgte die Regeln der spanischen Seefahrers Zunft. Die Ränge der neuen Navy entsprachen zum Großteil der althergebrachten japanischen Militärhirarchie.
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Typische Seefestung der japanischen Navy, Chinesisches Meer 1735

Oberbefehlshaber war der Shōgun ihm unterstand der Flottenrat bestehen aus sogenannten „Samurai zu See“ Diese Samurai waren anfangs Adelige die dank ihrer seefahrerischen Fähigkeiten dazu in der Lage waren Flotten zu kommandieren. Einer der ersten Samurai zu See war der Abenteurer Tenjiku „Indien“ Tokubei. Tenjiku war Händler, Dichter und Seemann. Dank seines Könnens wurde er im Alter von 68 zum Samurai befördert und stand der neuen Admiralität in Nagasaki vor. Der generele Hauptsitz von Flotte und Armee wurde als Daihon’ei das Große Hauptquartier bezeichnet. Die japanische Flotte hatte nie wie andere Seeflotten den Auftrag neue Länder zu entdecken sondern die Gebiete des Shogunats abzusichern. Daraus resultierte auch die Notwendigkeit Küsten und Inselfestungen aufzubauen. Diese Burgen waren gut geplant und meist an strategisch wichtigen Positionen gebaut. Küstenfestungen ersetzten ab dem 18. Jahrhundert Patrolienfahrten kleiner Schiffe und dienten der Armee als Nachschublager.
JapanLinienschiff1700

Das Linienschiff Fusō der Japanischen Navy, Nagasaki 1700

Die japanische Armee wurde im Vergleich zu Marine abgespeckt. Um 1700 gab es mehr Marinesoldaten als Landkämpfer. Diese Marinesoldaten waren mit Musketen, Pistolen, Dolchen und Schwertern ausgerüstet und spezialisierten sich auf maritime Truppenlandungen. Hauptaugenmerk legte die Marine auf Piraten die oft von den Chinesen aber auch europäischen Mächten unterstützt wurden. Die niederländische Ostindienkompanie mit ihren Gewürzinseln war ebenso ein Gegner. Es ist anzunehmen dass der Niedergang der VOC 1766 auf das Konto der unnachgiebigen japanischen Navy ging. Freibeuterei der Niederländer wurde zu keinem Zeitpunkt zugelassen, mit der Blockade niederländischer Häfen in Ostasien verpassten die Japaner der VOC den Todesstoß. In den 1700ern der großen Zeit der klassischen Piraterie gehörten japanische Piratenjäger zu den meistgefürchtetsten weltweit. Die Japaner waren dabei ebenso brutal wie
Krabenhelm

Krabenprunkhelm eines Samurai zu See ~ 1690

Effizient, gefangene Seeräuber wurden wie es Tradition war gekreuzigt. Die Flotte bestand anfangs aus Galeonen wurde aber dann um 1700 durch schwerfällige Linienschiffe wie die Fusō aufgestockt. Shōgun Toyotomi Akatsuki erkannte auch das die Sternstunde Spaniens sich ihrem Ende zuneigte und lies sich mit England ein. Dies führte auch in der japanischen Navy zu Neuerungen so wurde das britische Maßsystem eingeführt und Ränge wie in der Royal Navy eingeführt. Erst 1735 bekam Japans Navy moderne Uniformen die aber stark an die Kleidung des traditionellen Japan anknüpfte. Marinesoldaten trugen rote Uniformen mit Gamaschen und meist sehr eindrucksvolle Kriegerhelme die um 1750 von schlichten Hüten abgelöst wurden. Die Samurai zu See schmückten sich auch lange bis in das 18. Jahrhundert hinein mit Prunkhelmen die mit Meerestieren wie Seeschlangen, Hummern, Garnelen oder Seedrachen geschmückt waren. Während das traditionelle japanische Samurai Schwert bis in das 20. Jahrhundert bei Kampfhandlungen Verwendung fand galt der Prunkhelm bald nur noch als Statussymbol.
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Japan kaufte 1725 eine Puckle Gun und rüstete im laufe der nächsten Jahre die Navy aus

Hochrangige Commander der Flotte zeigten Ihre Helme nur noch vor einem Kampf um die Matrosen an ihre Pflichten als Japaner zu erinnern. Beförderungen wurden mit dem Erhalt eines solchen Helms gewürdigt, je höher der Rang umso prunkvoller der Helm. Waren die Prunkhelme um 1690 noch relativ schlicht gehalten gehörten die (See) Samurai Helme um 1750 zu den kostbarsten ganz Japans. Der Verlust oder die Beschädigung eines solchen oft in der Kapitänskajüte ausgestellten Helmes galt als Gesichtsverlust woraufhin der Betreffende meist Seppuku beging. Die europäischen Mächte hatten gegen 1730 damit aufgehört Kaperbriefe zu vergeben damit blieben im Chinesischen Meer nur noch die regionalen Piraten-Dynastien übrig. 1733 erklärte die Japanische Navy den Piraten aus Annam (Vietnam) den Krieg. Diese Piraten Clans wurden fast gänzlich ausgelöscht, danach erhielten die Seesamurai Beinamen wie „Piratentöter“ oder „Treiber der Seeschurken“
NipponNavyFlag

Flagge der Navy von Japan 1696 - 1889

Die Seemacht Japan war zu diesem Zeitpunkt die stärkste Einheimische Kraft. Den Japanern war gelungen was die Chinesen seit Jahrhunderten versucht hatte die Ausrottung der meisten Piratenclans. Dies führte zu einer Phase des sicheren Handels. Japanische Rotsiegel-Schiffe segelten von Nagasaki bis Südamerika oder Afrika.
Neue Güter aus diesen fernen Ländern trafen auch in Japan ein und bereicherten das Leben der Menschen. Tabak aus Amerika und sogar eine kleine Anzahl an schwarzen Sklaven wurden eingeführt, die Navy übernahm hierbei Eskortaufgaben und baute ihre Reichweite extrem aus. Auch ihr Interesse an Schußwaffen blieb erhalten. Japan kaufte 1725 ein Exemplar der britischen Revolverwaffe Puckle Gun. Diese Waffen setzte man auf Patrolienschiffen ein. Mitte des 18. Jahrhunderts war die Japanische Navy soweit ausgebaut dass sie überall in Ostasien operieren konnte. In London änderte sich nun auch die Einstellung zu Japan da die Briten befürchteten das Japan ein Monopol auf Kolonialgüter aufbauen könnte. Für den Shōgun waren die Truppen der Marine wichtiger geworden als die Soldaten der Daimyo. Damit gerieten die Daimyo und ihre Heere bis auf die Truppen in Korea in die Nebensächlichkeit. Die Seestreitkräfte des Shōgun wurden meist bevorzug, viele japanische Fürsten zog es daher zu Marine. Sie schickten ihre Söhne nach Nagasaki in das Hauptquartier und versuchten so Kontrolle über die Marine zu gewinnen. Dies führte zu Machtkämpfen in Japan denn jeder der Fürsten wollte zu mindestens die Kontrolle über ein Schiff haben. Dieses egoistische Verhalten sorgte für Machtkämpfe und Blutfehden inerhalb der Flotte die sich blutig niederschlugen. Innerhalb der Marine war es an der Tagesordnung das Offiziere versuchten durch Mord in den Rängen aufzusteigen.
ToyotomiNavySoldat1735

Marinesoldat in rotem Waffenrock und europäischen Gamaschen trägt Toyotomi Banner und Muskete um 1735

Die verschiedenen Häuser bildeten eigene eingeschworene Gruppen die sich gegenseitig bekämpften. Kapitäne hatten meist ein oder zwei treue Leibwächter da sie immer mit einem Anschlag rechnen mussten. Diese Unsitte wurde erst 1761 durch die Große Marinereform abgeschafft. Von da an mussten die Offiziere ihrem Adelshaus abschwören und wurden durch den Shōgun als „Kinder der Flotte“ adoptiert. Diese Adoptivkinder durften keinen Kontakt zu ihrem Adelsgeschlecht haben. Treue wurde belohnt, jeder Verrat wurde mit dem abhacken eines Körperteils wie Nase, Finger, Hand je nach Delikt geahndet. Der Shōgun persönlich kümmerte sich darum das seine Kinder der Flotte sich mit adeligen Damen seiner Wahl vermählten. Dadurch entstand im Laufe der Jahre eine dem Shōgun absolut loyale Admiralität die allesamt dem Reich und ihrer Aufgabe gegenüber Loyalität geschworen hatten.

Zeitalter der Morgendämmerung 1698 - 1718

"Der Shōgun ist die Urmacht des Windes! Der Shōgun ist die Härte des Gesetzes! Der Shōgun befiehlt und das Volk folgt! Doch der Shōgun ist auch der Segen des Regens! Der Shōgun ist auch die Gnade der Gerechtigkeit! Der Shōgun nährt das Volk denn es folgt!"

Shōgun Toyotomi Akatsuki 1707

1698; Ein neuer  Shōgun regiert nun Nippon,  es ist Toyotomi Akatsuki der Enkelsohn von Toyotomi „Ryū“ Akiyama. Japan ist mittlerweile eine Handelsnation mit Handelsflotte und Navy.  Trotzdem ist Japan ein Land der Gegensätze, moderne Einflüsse sind nichtmehr abzustreiten doch auch der Konservatismus ist noch präsent. Japans Fürstenhäuser haben den Wert von Handelswegen erkannt das alte System der Rotsiegelschiffe wird bereits  diskutiert. Händler aus Spanien wollen immer noch den japanischen Markt kontrollieren das  sieht Toyotomi Akatsuki anders.
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Dieses Bild aus dem 17. Jhd zeigt was Japan stark gemacht hatte; Handel, Fortschritt und Seefahrt

Zu Beginn des Spanischen Erbfolgekrieges 1701 strebt der Shōgun noch Handelsverträge mit Spanien (bis 1707) dann Großbritannien an. Als junger Mann hatte Toyotomi Akatsuki  in London studiert, ihm waren die britischen Langnasen aber auch die Philosophien Europas wohl bekannt. Die offensichtliche Schwäche Spaniens sich im Erbfolgekrieg trotz Verbündeten wie England den Niederlanden und Österreich durchzusetzen wird in Japan als Schwäche angesehen. Die Asiaten werden zum Spielball ihrer neuen Verbündeten. Die meisten ostasiatischen Länder spielen mit wenn die Europäer pfeifen, Japan hingegen weigert sich standhaft fremden Mächten ihre Märkte ungehindert zu öffnen. Toyotomi Akatsuki hält das Handels System mit den lizensierten Rotsiegelschiffen für die Beste Möglichkeit sich der Einvernahme Europas zu entziehen. Japans Handelsmarine baute unterstützt durch die Navy Handelsposten auf. Diese Handelsburgen befanden sich an Küsten bis hinauf in das Mogulreich. (Indien) Dass die Japaner eine technisch hochentwickelte Navy besitzten ist hierbei ausschlaggebend. Schon Toyotomi „Ryū“ Akiyama pflegte eine Politik die den Bauern als Pächter einige Rechte einräumte da der Shōgun in ihnen das „Salz der Erde“ sah. Das Handwerk und damit das Gildenwesen wurden gefördert trotzdem schafte Japan es mehrere Manufakturbetriebe zu gründen. Die Japaner hatten um 1710 viel zu bieten. Das Volk war niemals ohne Reis und hatte dank guter politischer Führung Arbeit.  Im vorindustriellen Japan der Jahre der Morgendämmerung gab es so gut wie keine Analphabeten. Analphabetismus galt in Toyotomis Japan als Schande man meinte das ein Mann der seinen Namen nicht schreiben kann auch nicht fähig sei für seinen Staat Verantwortung zu übernehmen. Die Fürsten Japans versuchten immer wieder die Macht auf sich zu bündeln indem sie sich bei der Navy profilierten. Japan war zwar 1700 keine Kolonialmacht im europäischen Sinne aber hatte schon früh einiges an Ehrgeiz. Da die meisten ostasiatischen Länder von den Europäern als Wild und primitiv angesehen wurden wollte Japan weg von dem Image der Rückständigkeit. Der Shōgun erkannte auch das Japan sich dem Neuen öffnen müsse und erlaubte 1702 die Eröffnung einer Bierbrauerei in Nagasaki.
JapaneseFarmers

Bauern das "Salz der Erde" Bauern in Reismühle sichern die Nahrungsversorgung Japans

Nagasaki als Hauptstadt der Japanischen Navy und des Nimbanhandels wuchs in nur 10 Jahren um das Doppelte. Der Walfang mit großen Schiffen brachte den Japanern neue Einnahmenquellen, Tran, Fett, Schmiermittel, Fleisch und Öl wurden verarbeitet. Gleichzeitig fand die europäische Piratenära ihren Höhepunkt. Japan schloss sich mit den Briten zusammen und bekämpfte die Bourbonen Fraktion Frankreichs im Spanischen Erbfolgekrieg zu See. Der Gewürz Handel verlor im 18. Jahrhundert an Bedeutung, in Japan waren fremde Gewürze sowieso nicht so sehr gefragt. Das lag daran dass die Japaner kaum Fleisch aßen und für Pfeffer wenig übrig hatten. Mit den zwar im Erbfolgekrieg verbündeten Niederländern herrschte noch immer Eiszeit, mit den Engländern verstand man sich gut.
Betler

Betelmönche und Arme müßen nicht hungern den es gibt für Jeden Notreis

England das fortschrittlichste Land der Erde brachte Japan einige technische Neuerungen. Einfache Dampfmaschinen fanden im Bergbau Verwendung womit Japan sich auszeichnete.
Toyotomi Akatsuki galt historisch gesehen als der modernste Shōgun der frühen Neuzeit. Akatsuki war sich im klaren das auch die Untertanen so etwas wie ein Grundrecht auf Nahrung, Obdach, Familie und Arbeit hatten.
Damit war er als feudaler Shōgun einzigartig, er nahm sich ein Beispiel an fremdländischen Vorbildern und las die Werke der frühen Aufklärung. Akatsuki besuchte 1707 Versailles und bekam eine Audienz bei Ludwig XIV. Als erster japanischer Shōgun der sein Land Richtung Europa verlies war er die große Attraktion am Hofe des Sonnenkönigs wo er einen Seitenwechsel zu den Franzosen in Erwegung zog. Nach seiner Rückkehr nach Nagoya lies Akatsuki mehrere Lustgärten nach französischem Vorbild aufbauen, der größte unter ihnen befindet sich heute noch in der Kaiserhauptstadt Teito. Sosehr Akatsuki auch von den strahlenden Palästen Europas beeindruckt war so sehr erkannte er auch die Fehler. Er war auf seine Art Konfuzianist und damit Traditionalist, seine Antwort auf Europas
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Lustlabyrinth in der Kaiserstadt Teito, entstanden 1709 nach französischem Vorbild

Absolutismus die Frühaufklärung und den Konfuzianismus war der Aufgeklärte Absolutismus der Shōgune. Das Volk bekam einige Grundrechte eingeräumt, doch nach konfuzianischer Tradition auch Pflichten wie treue dem Herrscher und dem Land. Die feudalen Daimyo durften ihre Bauern nicht willkürlich behandeln und mussten immer eine gewisse Menge an „Notreis“ für hungernde haben. Es entstanden Schulen die den Söhnen der Fürsten die Grundwerte dieser neuen Aufklärung lehrten. Um die Bludfehden an Land unter kontrolle zu bringen durften die Samurai sich lediglich mit Holzstöcken duellieren. "Kein Samurai soll Blut vergiesen ohne Richtspruch!"
Kendo

Die Kampfsportart Kendō entstand um 1711 nachdem es den Samurai verboten wurde im Duell Blut zu vergiesen. Im 19. Jahrhundert ereichte es die heutige Form

so lautete das neue Gesetz von 1711. Dies führte dazu das Naganuma Shirozaemon 1715 eine spezielle Schutzausrüstung für „Holzschwertkämpfer“ erfand und vermarktete. Aus dieser unblutigen Art sich zu duellieren entstand im 19. Jahrhundert die Kampfsportart Kendō. Nicht alle Samurai wollten sich auf so zahnlose Art schlagen und suchten andere Wege. Das führte natürlich zu Unzufriedenheit des Adels, viele junge Samurai entschieden daher im Auftrag ihres Herren zu Navy zu gehen. Der Kampf gegen Piraterie und Freibeuterei war für Japans Adel sehr lukrativ und man konnte Ruhm ernten. Die Einnahmen aus den feudalen Ländereien waren schmächtig doch als Marineoffizier auf Piratenjagd ließ sich einiges verdienen. In der Navy herrschte ein etwas eigentümliches Bergungsrecht, Kapitäne konnten die Fracht von Seeräubern als Bergungsgut deklarieren und hatten dank der Piratenjagd immer Geld auf der Kante. Diese Methode die Seeleute zu motivieren wurde von den Niederländern stark kritisiert; sie meinten Japans Navy sei der größte Seeräuberclub von allen. Das Ende des Erbfolgekrieges 1714 brachte den Piratenjägern wenig ein, der Krieg der Barbaren in fernen Ländern war vorbei. Die Habsburger hatten verloren Ludwig XIV. setzte seinen Philipp V. auf den Trohn. Spaniens neue Machthaber waren nun Feinde. Auch die Briten änderten bald ihre Einstellung denn sie expandierten weltweit und ihr Empire strebte aus japanischer Sicht die Weltherrschaft an. Jetzt war die Flotte wichtiger als je zuvor. Die Verlagerung der Fürsten auf das Meer führte später zu einem städtischen Bürgertum. Händler und Kaufleute wurden bald einflussreich. Teilweise wandelte sich Japan durch Toyotomi Akatsuki vom Feudalstaat zu Plutokratie (Macht den Reichen) wobei Ausländer immer noch als unterste Klasse zählten. Auch Toyotomi Akatsuki ließ keine Vermischung der Japaner mit Fremden zu, Enklaven wie Nagasaki blieben auch unter seiner „sanften Diktatur“ die einzigen Orte wo Europäer leben konnten.

Japan und seine Kolonien 1720 - 1750

1718; Shōgun Toyotomi Akatsuki ist tod. Er hinterlässt zwei Söhne der eine Sōsuke ist allerdings ein Mischling den der Herrscher mit seiner koreanische Konkubine gezeugt hatte.  Die japanische Gesellschaft ist in solchen Dingen sehr rassistisch und sieht in Sōsuke einen Ausländer. Sōsuke verbrachte seine Jugend am Königshof von Joseon und ist damit Kind zweier Welten. Sein Bruder Hiroto hingegen ist in Japans sicherster Stadt der Kaiserstadt Taito aufgewachsen.  Als Toyotomi Hiroto Shōgun wird ist sein Bruder Sōsuke außer sich, denn er will nicht im koreanischen Vasallenstaat versauern. Korea ist 1718 keine Kolonie sondern ein von Japan abhängiges Königreich. Anders als in Japan wo die Gesetze Toyotomi Akatsukis aus der Zeit der Morgendämmerung gelten gibt es in Joeson immer noch brutale Unterdrückung und Hungersnöte. Dies liegt daran das die koreanisch-japanischen Feudalheeren die Bauern ausnehmen. Sōsuke der in Seoul residiert gehört zu einer Riege von Koreajapanern die es leid sind sich dem Shōgun in Nagoya unterzuordnen. 1719 reiste Sōsuke nach Taito um Kaiserin Fujiwara  Yūna zu besuchen. In der Kaiserstadt konspirieren Sōsuke und die Kaiserin. Sōsuke verspricht der Kaiserin mehr politischen Einfluss auf ein von ihm regiertes Japan. Die 10 Jahre alte Jungkaiserin willigt ein und stellt Sōsuke ein Dokument aus welches eine Art von Freibrief ist. Das Dokument erzwingt die Gehorsamkeit aller Fürsten Japans und weist Sōsuke als Stellvertreter der Kaiserin aus. Doch mit dem Dokument ist Sōsuke nicht automatisch Herr von Japan, er muss sich seinem Bruder  Hiroto ausschalten. Als Ersten Schritt mobilisiert Sōsuke seine Verbündeten in Korea unter ihnen den König. Als im Sommer 1719 in Korea eine Revolte ausbricht ist klar wer dahinter steckt; Sōsuke. Sōsukes Revolte richtet sich gegen die japanokoreanischen Feudalherren die ihm seinen Platz als rechte Hand der jungen Kaiserin absprechen. Die Kämpfe in Korea dauern rund ein Jahr an, werden aber durch die Ankunft der Japaner und des Shōgun niedergeschlagen.  Sōsuke begeht rituellen Selbstmord der König flieht nach Siam. Damit ist das Ende des Vasallenstaates Joseon besiegelt. Dutzende verräterische Fürsten landen auf dem Schafott oder werden verbannt. Die Königsdynastie wird gebrandmarkt und Korea in eine Kolonie Japans umgewandelt. Die Verwaltung übernehmen treue Daimyo. Nach diesem Konflikt übernahm Toyotomi Hiroto das Prinzip der europäischen Kolonialländer. Korea blieb als einzige Kolonie ein Feudalstaat da der Shōgun den  Fürsten ihre Länder nicht wegnehmen wollte die sie nach dem sogenannten Bruderkrieg „verdient“ hatten. Die Enklave Shanghai in China wurde nun professioneller geführt, hierzu wurden Europäer eingestellt. Auch Toyotomi Hiroto wusste die europäische Philosophie zu schätzen, anders als sein Vater hatte er sein Augenmerk auf Marktwirtschaft und Handel. Die Stadt Shanghai in China wurde eine waschechte Kolonialniederlassung und sollte laut Toyotomi Hiroto als Brückenkopf einer Wirtschaftsinvasion Chinas durch Japan fungieren. Taiwan ging es ähnlich. Die „japanische“ Stadt Shanghai war das Zentrum einer großangelegten Baumwoll und Stoffindustrie. Die Japaner kauften billig Baumwolle bei den Chinesen und produzierten damit vor Ort Stoffe für den Fernhandel.
DashiellCraigNTC1740

Dashiell Craig, Japans "Finanzdirektor" und Erster Commodore der NTC † 1756

Geführt wurde die „Drachenkolonie“ von einem Schotten der im Auftrag des Shōgun die Verwaltung übernahm. Dashiell Craig der Handelsbeauftragte des Shōgun war ein schottischer  Schiffbrüchiger der sich kurz nach dem Bruderkrieg am Hof des Shōguns unentbehrlich gemacht hatte. Ähnlich wie 120 Jahre zuvor William Adams war auch Dashiell Craig auf vielen Gebieten sehr fähig, außerdem verspürte er eine Abneigung gegen sein Mutterland Großbritannien. Craig war  Schotte und bekennender Jakobit und damit gegen die herrschende Obrigkeit Englands. Er war nach dem erfolglosen Jakobitenaufstand 1715 aus seiner Heimat geflohen. Als Vertrauter des Toyotomi Hiroto oblag es Craig als "Finanzdirektor" die japanische Handels Kompanie aufzubauen. Diese Kompanie wurde 1724 als Konkurrenzunternehmen der niederländischen VOC aber vor allem der britischen Ostindienkompanie gegründet. Japaner die für die „Nippon Trade Company“ kurz NTC arbeiteten kleideten sich im europäischen Still trugen dabei immer schwarze Gehröcke. Craigs Worte; "Schwarz ist eine einschüchternde Farbe die gepaart mit dem wilden Blick der Asiaten tötlich wirkt!" Er selbst trug meist eine Art Uniform mit einer Toyotomi Brosche als Verzierung. Dies hatte Craig eingeführt, er wusste genau wie eine Company zu leiten ist. Craig als Exzentriker nannte sich selbst Commodore dieser Titel wurde dann auch von seinen Nachfolgern den eigentlichen Direktoren der NTC geführt. In den 1720er Jahren vereinigte die NTC die meisten alten japanischen Handelshäuser und bündelte so deren Kaufkraft. Die Handelsfamilie Araki steuerte hierbei hohe Summen bei und war neben dem Shōgun Hauptaktionär der NTC. Längst vergessene Niederlassungen Japans wurden bis 1730 wieder reaktiviert so auch Ligor. Die japanische Handelsgesellschaft wollte vor allem die Niederländer ausstechen was mit 1766 auch gelang. Unterstützt wurde die NTC vor allem durch die Seesamurai der Navy da diese viel Interesse an neuen Einkünften zeigten. Nach 1730 änderte sich auch die Kaperpolitik der europäischen Großmächte, Kaperbriefe waren aus der Mode und Japan musste sich nun nur noch mit Südostasiatischen Piratenclans rumschlagen.
PortofShanghai1730

Rotsiegel-Schiff läuft im befestigten Kriegshafen von Shanghai ein ~ 1730

Die NTC hatte eigene Kolonien die somit zivil verwaltet waren, damit waren viele Fürsten in der Navy wenig angetan. Es kam immer wieder zu Kompetenzgerangel um die militärische Verwaltung der Kolonien. Die NTC hob eigene Kolonialmilizen aus hatte aber nur bewaffnete Rotsiegel-Schiffe. Diese Schiffe waren nicht gut genug ausgerüstet um es mit den vietnamesischen Piratenflotten aufzunehmen.
TeehandelChina

Teehändler aus Ostchina verkauften ab 1750 nurnoch an die NTC, Bild zeigt Teehandel in China 18. Jhd

Daher kam es 1733 zu einer Übereinkunft mit den Navy Obersten in Nagasaki. Die gierigen Samurai der Meere forderten einen Anteil an den Handelseinkünften, dafür würden sie der NTC beistehen und die Piratenclans beseitigen. Craig willigte ein und versprach denn korupten Navy Obersten Anteile unter der Bedingung dass sie selbst auch investierten. Die skeptischen Adeligen willigten ein, die Bewachung ihrer eigenen Frachten schien den Marine Angehörigen wichtiger zu sein als neue Querälen. Eine sehr profitable Übereinkunft bahnte sich so an. Es dauerte kaum 10 Jahre da erweiterte die NTC ihre Besitzungen in China. Chinas Bauern arbeiteten für eine Handvoll Reis auf gepachteten Ländern des Kaiserreiches. Damit fülte der Kaiser von China seine Staatskasse und konnte so auch profitieren. Meist aber mussten die Chinesen Konzesionen an das Shogunat machen da sonst ein Seeboykott drohte. In den 1740er Jahren verschärfte die NTC ihren Konfrontationskurs mit Großbritannien. Der Versuch ein Teemonopol aufzubauen gelang Dashiell Craig zwar nicht ganz doch konte ein großer Vorat an Teepflanzen gehortet werden.
Gewürzhandel

Ab 1739 bezog Japan Gewürze aus dem indischen Königreich Maratha für den Ausenhandel, verschiedene Gewürze aus Indien

Die Briten mussten diesen Tee nachkaufen, einige europäische Länder hingegen waren dankbare Kunden des "Original Japanese China Tea" Teeplantagen im Umland Shanghais produzierten um 1745 etwa 35 % des gesamten Weltmarktvolumens. Japans Handelskompanie drang sogar nach Zentralindien vor wo sie sich mit dem Reich Maratha verbündete und ebenfalls die Geduld der Engländer auf die Probe stelten. Der einträgliche Gewürzhandel mit Maratha war der Tropfen der das Fass zum Überlaufen brachte. Die Engländer wollten sich der NTC und ihres Anführers entledigen und schleusten 1748 Informanten ein. Dabei erfuhr die das Commodore Craig heimlich Gelder für den schottischen Freiheitskampf und den Jakobiterprinz Charlie sammelte. Craig hatte den Schottenaufstand von 1746 finanziell unterstützt wobei er soweit ging Geld aus der Kasse der NTC zu unterschlagen. Als am 22. Juni 1748 ein anonymes Schreiben Toyotomi Hero mit Anschuldigungen erreichte wurde umgehend ein Haftbefehl gegen den Commodore ausgestellt. Da Craig gerade in Peking verweilte und Handelsverträge mit den Chinesen aushandelte war er nicht sofort greifbar. Er erfuhr frühzeitig von dem Haftbefehl und konnte mit Hilfe eines Händlers fliehen. Nach dieser Enttäuschung entschied der Shōgun niemals einem Barbaren zu vertrauen. Er setzte den Japaner Araki Ryuichi als Commodore der NTC ein und lies Craig mit der gesamten Navy Jagen, erfolglos. Araki Ryuichi als Oberhaupt des gleichnamigen japanischen Handelshauses führte den Weg des Handels weiter fort. Trotz seiner Unterschlagungen gehört Dashiell Craig zu den wichtigsten Wegbereitern der Japanischen Expansion. Im 19. Jahrhundert wurden Papiere gefunden die Craig von allen Anklagepunkten freisprachen. Ob diese 1827 gefundenen Dokumente authentisch sind ist unbekannt.


Die Stellung des japanischen Kaisers:

„Der Kaiser ist Japan und Japan  ist der Kaiser“

Japanisches Sprichwort

Die japanischen Kaiser (Tennō) sind in der Toyotomi Ära (1597-1920) lediglich Marionetten der Shōgune. Seit dem Kaiserin Fujiwara  Yūna 1719 versuchte die Kaiser Japans durch die Unterstützung Toyotomi Sōsukes wieder an die Macht zu putschen sind die Befugnisse der Kaiser noch mehr geschwunden. Die Isolation wie sie bereits seit etwa 1620 bestand hat sich in unglaubliche Perversion verwandelt. Der Kaiser und seine Gemahlin lebten abgeriegelt von der Außenwelt in der Kaiserstadt Taito nahe der Hauptstadt Nagoya. Wie tiefgreifend die Isolation japanischer Kaiser war zeigte sich aber erst als Ende des Ersten Weltkriegs amerikanische Soldaten Japan erreichten.
Emperor Go-Momozono

Kaiser Go-Momozono (1771–1779)

1920 landeten die US Marines nahe der Kaiserstadt, als sie in die Kaiserlichen Gemächer eindrangen kam ihnen Kaiser Taishō verwirrt entgegen und fragte wer oder was die Männer seien. Als die US Marines den Kaiser über die Invasion Japans aufklärten kehrte dieser zu seinem Schachspiel zurück und spielte weiter gegen sich selbst dabei sprach er: „In Unserem erleuchteten Reich der Freude gibt es kein Wort Invasion, solche Worte sagen Uns nichts doch wir sind erfreut über das Feuerwerk!“ Kaiser von Japan zu sein bedeutete absolut unwissend über Politik, Geographie und Geschichte zu sein, do drückte sich ein britischer Japanforscher nach dem Krieg aus. Kaiser wurden nur mit dem nötigsten  informiert, ihnen wurde gesagt das ihr Leben die Göttlichkeit des Japanischen Volkskörpers am Leben erhalten würde da sie die Nachkommen der Sonnengöttin Amaterasu seien. Hierbei kam bereits im 17. Jahrhundert eine Art Rangfolge auf. Der Shōgun ist der Lenker, er ist der Kopf des Staates. Der Kaiser ist das Herz welches solange er lebt den Staat am Leben hält.
KaiserTaisho

Kaiser Taishō hatte sein Leben lang noch nichts von Krieg gehört als er 1920 erstmals damit konfrontiert wurde

Daher ist es dringend notwendig das die Erblinie der Kaiser erhalten bleibt da sonst Gefahr droht dass dieses Herz erlischt. Auch das japanische Volk selbst wurde mit dieser Version etwa ab dem frühen 18. Jahrhundert indoktriniert. Es gab einen Kaiserkult von dem der Kaiser in seiner Abgeschiedenheit in Taito nie etwas mitbekam. Japaner opferten Nahrung im buddhistischen Tempel und beteten für den Kaiser da sie glaubten er würde in Taito für die weitere Existenz des Kaiserreichs meditieren. Der Durchschnittsjapaner um 1800 glaubte der Kaiser würde als Himmlischer Herrscher ständig auf einer überirdischen Ebene mit Dämonen und Göttern kämpfen. Seine astralen Siege oder Niederlagen würden dafür sorgen das Japan wächst oder schwächelt. Dass die Kaiser aber in Wahrheit meist mit dümmlichen Spielen beschäftigt waren wusste kaum ein Japaner.
HitlerJapaner

Selbst Adolf Hitler musste vor dem Kaiser 1940 im Kimono erscheinen da er ihm ein Bündnis vorschlug

Einige Unsitten höfischen Lebens kamen um 1700 nach Japan so etwa Nacktpokerspiele und Lustlabyrinthe. Innerhalb der Kaiserstadt war der kaiserliche Bezirk hermetisch von den Bezirken der Fürstenkinder abgeschottet. Denn auch andere Adelige lebten zeitweilig und auf Dauer in Taito. Diese Adeligen waren Geiseln des jeweiligen Shōgun, sie wurden aber anders als der Kaiser auf die Welt vorbereitet. Ein Kaiser hingegen dufte nur wissen was er musste, so bekam er zwar eine Ausbildung diese jedoch war stark abgespeckt. Worte die der Kaiser nicht kennen sollte wie; Freiheit, Tod, Krieg, Hunger und vieles mehr waren nicht Teil des Lehrstoffes. Alles Negative wurde aus dem Leben der jungen Kaiser gefiltert. Die Aussagen von Japanexperten John Pope nachdem er Kaiser Taishō 1921 kennenlernte war: „Die Japaner haben ihre Kaiser wie Pferde gezüchtet und abgerichtet, dieser Mann mit dem ich heute sprach hat den Intellekt eines Kindes!“ Das Hofzeremoniel in Taito war streng hirarchisch, europäische Kleidung tabu. Auch nachdem die Alliierten 1920 für die Befreiung des Kaisers gesorgt hatten blieb Japan ein Kaiserreich. Denn der Kaiser hatte sich keines Verbrechens schuldig gemacht da er nichtenmal wusste das sich das Shogunat 6 Jahre im Krieg befand. Die Kaiser des neuen Japan konnten sich glücklich schätzen und führten zwar ein höfisches aber dennoch eingeschränktes Leben. Da sich Japan nach dem Ersten Weltkrieg erneut abschottete und der Faschismus dort ebenso wie in Deutschland gedieh kam es 1940 zu einem historischen Treffen Kaiser Hirosamas mit Adolf Hitler. Inzwischen hatte der Kaiser wieder mehr politischen Einfluss und ein Vetorecht. Die faschistische Fraktion im japanischen Parlament wollten ein antibolschewistisches Bündnis mit den Nazis, doch dem machte der Kaiser einen Strich durch die Rechnung. Er empfing Hitler zwar der sogar einen Kimono trug, doch schickte er den deutschen Führer weg; „Dieser Barbar hat keine Manieren!“ Damit war alles gesagt, das faschistische Japan trat damit nicht in Hitlers Achse ein und der Zweite Weltkrieg nahm einen anderen Verlauf.

Japan und der Siebenjährige Krieg 1756 - 1763

Der Siebenjährige Krieg 1756 bis 1763 war der zweite globale Krieg an dem das Shogunat Nippon teilnahm. Japans Interessen lagen hierbei auf dem gewinnbringenden Gewürzhandel in Indien. Der Kriegseintritt Japans kam jedoch mit 1761 sehr spät. Mit den meisten Ländern auf Beiden Seiten gab es keine diplomatischen Beziehungen, jedoch mit Russland und Frankreich schon. Das Kaiserreich Russland als Nachbar Chinas musste beschwichtigt werden. Frankreich stellte sich als Geschäftspartner und Mitstreiter gegen die britische Ostindienkompanie heraus. Japans Bestrebung eine Kolonialmacht nach europäischen Maßstäben zu werden hatte sich in den 1750er Jahren fast erfüllt. Die japanische Handelsgesellschaft NTC hatte unter der Aufsicht Araki Ryuichis den Gewürtzhandel mit dem indischen Königreich Maratha monopolisiert. Da auch die Franzosen Niederlassungen und Handel in Indien betrieben waren diese wie die Engländer ein Konkurrenzunternehmen. Die Weltmacht Großbritannien mit seinen riesigen Recourcen war aber das größere Übel. Die Niederländer und ihre VOC standen 1759 fast vor dem Aus, die Japaner waren selbstsicher und glaubten die Engländer genauso ruinieren zu können.
India1760 1905

Indien 1760, Einflußgebiete von Maratha sind gelb

Als der Siebenjährige Krieg 1756 auch in Indien ausbrach standen die Japaner vor der Wahl ob sie sich einmischen sollten. (
Dritter Karnatischer Krieg) Indien war in verschiedene Reiche aufgeteilt die allesamt nach Verbündeten unter den Europäern suchten. Das Kolonialzeitalter in Indien war noch nicht wirklich  angebrochen doch gab es entlang der Küsten europäische Handelsniederlassungen. Frankreich und die britische Ostindienkompanie hatten ab 1739 auch mit den Japanern einen Konkurrenten. Mit der Methode Teilen und Herrschen gelang es der japanischen Handelskompanie über Jahre hinweg einen Keil zwischen den Fraktionen zu treiben. Als es schlecht für Frankreich aussah und 1761 reihenweise Niederlassungen vielen kam es zu einem Zweckbündnis zwischen Frankreich und Japan.  Die Truppen der NTC unterstützten die Franzosen bei Pondichéry an der südöstlichen Koromandelküste. Auch das Königreich Maratha liebäugelte mit einer Allianz. Den Truppen der Franzosen, Japanern und Marathen gelang es die französische Kolonialstadt Pondichéry zu halten. Doch Japans Handelskompanie ging nicht unbedingt gut gerüstet in den Kampf. Die Verbündeten Marathen besaßen meist nur Pfeil und Bogen und alte Musketen. Die Streitmacht der NTC war auch nicht besser tran, zwar verfügten die Japaner über Moderne Waffen hatten aber nur Milizverbände parat. Die Navy befand sich gerade 1761 in einer Umstrukturierungsphase und war auch nicht auf dem Höchststand. Shōgun Toyotomi Hero musste daher auf einer Freiwiligenarmee aus Japan zurückgreifen. Die Kommandostruktur war auch etwas heikel, indische Milizen der NTC konnten sich oft nicht mit ihren japanischen Kommandanten abfinden und desertierten ab und an. Japan hatte sich inzwischen zu einer Seemacht entwickelt ein reiner Landkrieg wie in Indien war den Marinesoldaten nicht zuzumuten. Auf der Westseite Indiens stand die gut ausgerüstete britische Ostindienkompanie mit ihrem Kommandanten Robert Clive, Schiffen, Truppen und Eingeborenenunterstützung. Die britischen Truppen aus Bengalen bekamen ständig Nachschub und konnten so tief in das Territorium der Marathen eindringen. Den Marathen blieb nur der Guerillakampf denn sie unterstützt von Japanern führten. Die Seeblockade der Royal Navy 1762 sorgte bald dafür das die verbündeten japanischen und französischen Truppen sich in den Urwald zurückziehen mussten. Trotzdem die französische Marine gemeinsam mit japanischen Kriegsschiffen eintraf war an ein Weiterkämpfen nicht zu denken. Den Verteidigern blieb nur die Möglichkeit sich zu ergeben, daher wurde französisch Indien Anfang 1763 von Truppen der britischen Ostinienkolonie besetzt. Der Krieg war für Japan gelaufen, Frankreich traf es jedoch weitaus schlimmer. Frankreich verlor im Siebenjährigen Krieg nicht nur die indischen Kolonien sondern auch die nordamerikanischen. Am 1. Februar 1763 unterzeichneten Briten und Japaner in Nagoya einen Friedensvertrag. Die Ambitionen des Shogunats in Indien nahmen so ihr Ende. Für Shōgun Toyotomi Hero war die Niederlage ein
JapanMilizinIndien

Indischer Milizsoldat mit Mörser im Dienste der NTC, Indien 1762

Gesichtsverlust er übertrug seinem Bruder Narada das Amt des Shōgun und zog sich in seine Burg in Osaka zurück. Toyotomi Narada blieb trotz des Verlustes ein Befürworter der Expansion und lies die NTC neue Handelsplätze suchen. Japan konzentrierte sich wieder auf seine unmittelbare Umgebung in Ostasien. Die Großmächte Europas Preußen und Österreich kamen schließlich auch zu einem Frieden. Dieser Frieden in Europa brachte den Status Quo zurück, Nichts hatte sich dort wirklich geändert. Japan ging wieder einen Weg der weg von Allianzen mit Europa führte wobei die Feindschaft mit Großbritannien weiterging. Als Shōgun Toyotomi Narada 1770 starb stand Japan wieder von der Niederlage erholt auf festen Beinen. Japans Navy war bereit für eine weitere Runde gegen die Briten. Großbritannien konnte sich erst 1818 entgültig gegen das Königreich Maratha durchsetzen und sicherte sich so die Weltmachtstellung endgültig.

Aufbruch der Großmacht Japan bis 1811:

Toyotomi Buke Yoritomo

Toyotomi „Buke“ Yoritomo, Shōgun und Held unzähliger Generationen Japans † 1811

 „Nichts und Niemand wird Japan aufhalten wenn es in den Fußstapfen der Riesen von einst in die Zukunft schreitet! Ein neues Jahrhundert erwartet uns, es wird das Jahrhundert der Toyotomi und Japans sein!“

Toyotomi „Buke“ Yoritomo 1799

1768; Kurz vor dem Tod Shōgun Toyotomi Naradas übergibt dieser seinem Adoptivsohn Yoritomo das Amt des Regenten. Toyotomi Yoritomo ist ein junger stattlicher Samurai den der kinderlose Shōgun 1764 wegen seiner Verdienste im Krieg zu sich geholt hatte. Narada hatte Yoritomo nach Europa geschickt um ein besseres Verständnis über die „Feinde“ zu erhalten. Yoritomo sprach fließend Französisch, Spanisch, Portugiesisch und Englisch. Er hatte außerdem kurz in der französischen Armee an Kämpfen in Afrika teilgenommen. Damit war er zwar kein typischer Samurai doch ein weltgewandter. Als Narada 1770 stirbt geht das hohe Amt des Shōguns auf Yoritomo über. Als er zum Shōgun wird ist er gerademal 27 Jahre alt. Mit seiner „verwestlichten“ Art stößt „Buke“ auf wenig Gegenliebe unter den Samurai. Yoritomo stammt aus dem Schwertadel der Samurai weshalb er von seinen Untergebenen manchmal auch als Buke bezeichnet wird. (Bedeutet Adelig oder Krieger) Mit harter Hand wird Japan weiter ausgebaut, der Korruption innerhalb der Marine sagt auch er den Kampf an. Für den Shōgun der „Zwei Welten“ stellt es kein Problem da Japaner zu sein und gleichzeitig europäische Uniformen zu tragen. Er öffnet das Land wie keiner vor ihm erlaubt sogar das tragen westlicher Kleidung in Japan. Doch dies ist alles Kalkül er will die Brücke zwischen Fernem Osten und Okzident schlagen umso an neues Wissen für sein Shogunat zu kommen. In den 1780er Jahren loten japanische Seefahrer die Möglichkeiten neuer Kolonien aus und beginnen die „wilden“ Länder Asiens zu kolonialisieren.  Toyotomi Yoritomo hat großes mit Japan im Sinn er will den Vasallenstaat China für das Reich übernehmen. Doch um China zu besetzten und daraus eine Kolonie zu machen fehlt es dem Shōgun an Mitteln. Der Militäraparat Japans wird mit modernsten Mitteln erneuert, so trift 1782 eine Delegation französischer Diplomaten in Nagasaki ein um über  eine Kooperation mit Japan zu diskutieren.
IBündelrevNavyJapan1800

Bündelrevolver 1A ab 1800 Ordonanzwaffe der Navy Japans

Die Franzosen suchen dringend Verbündete gegen England, doch der Shōgun hielt die Gesandten hin. Er ist eher an Neuheiten der Französischen Waffentechnologie interessiert. Die Japaner haben sich bereits früh als Technikgläubige erwiesen und wollen Waffen die sie in einem eventuellen Unterwerfungskrieg gegen in Asien einsetzen wollen.
ModischerSamurai1790

Jung und modebewust, ein Samurai von Welt etwa 1790

Hierbei ist die Navy federführend da dort bereits seit den 1720er Jahren an Revolverwaffen gearbeitet wird. Die Kooperation mit Frankreich wird schließlich vereinbart. Diese gewinnorientierte Kooperation scheiterte allerdings nach dem Regimewechsel der Französischen Revolution 1789.
In den Tagen von Revolution und Chaos bis zu Konsolidierung von Napoleon Bonapartes Macht in Frankreich um 1800 war für Japan das Wildern in französischen Gewässern angesagt. Für Shōgun Toyotomi Yoritomo kamen die Wirren der Revolution genau richtig um: „In Frankreichs Teich zu fischen“ bis Ende des 18. Jahrhunderts annektierte Japan einige kleine Inseln im chinesischen Meer die durch das Königreich Frankreich in den Jahren der Kooperation kolonisiert wurden. Diese neuen Länder machten zwar nicht viel her aber sie vergrößerten die Machtshäre des Shogunats. Das Eindringen auf Chinesischen Boden 1796 unter dem Vorwand China habe sich mit Russland gegen Japan zusammengetan führte zu einem fast drei Jahre andauernden Krieg. Dieser Krieg wurde von Seiten der Japaner mit hochentwickelten Waffen geführt. Japans Waffenmeister waren selbst für europäische Begriffe fortschrittlich. Japan hatte erkannt das zahlenmäßige Überlegenheit nur durch bessere Waffen ausgeglichen werden konnte. Die gut finanzierten staatlichen  Büchsenmacher experimentierten und erfanden für den Chinakrieg neue Revolverwaffen die sie für Armee und Navy bauten. Da die Militärdoktrin Japans seit etwa 1780 lautete: „Wenige ist Mehr“ hatte das Militär verschiedenartige Feuerwaffen mit Mehrfachschußfunktion in Gebrauch. Die Neugier europäischer Industriespione wurde hierzu nie befriedigt da es Büchsenmachern in Japan unter Todesstrafe verboten war ihre Geheimnis preiszugeben. Kaum eine Waffe Japans verlies die Grenzen des Reiches (Ausnahme Hier) In Europa wusste man nur das die Japaner hochentwickelte Revolverwaffen nutzten, die Navy führte 1800 sogar einen Bündelrevolver als Ordonanzwaffe ein. Japan konnte bis 1799 fast die Hälfte von China erobern, den Qing Kaisern war die Führung entglitten der Rest von China zerbrach in mehrere Kleinstaaten. Der Rest der von China übrig war unterzeichnete den Frieden von Guangzhou.
Diesen Sieg über den ewigen großen Bruder feierten die Japaner selbst 100 Jahre danach, sie sahen in Shōgun Toyotomi Yoritomo einen der großen Heilsbringer der japanischen Geschichtsschreibung. Nach dem Chinakrieg sah sich das Shogunat Nippon jedoch mit den verschiedenen chinesischen Kleinstaaten konfrontiert die je nach Lage im Dunstkreis Russlands oder Englands standen. Für etwas Opium und Musketen verschacherten die chinesischen Kriegsherren ihre Reichtümer. Auch Japan profitierte hiervon jedoch erst nach Toyotomi Yoritomos Tod 1811. Japan trat in einem Zustand der Stärke in das 19. Jahrhundert ein, für Viele Europäer war Japan die einzige Großmacht Asiens mit der es zu verhandeln galt.Toyotomi Yoritomo sah im Eroberer Napoleon denn „Reichseiniger von Europa“
FranzgegenBriten

Französische Seeleute entern britisches Schiff, dank japanisch - französischer Kooperation hatten die Franzosen eine höhere Reichweite in den Koalitionskriegen, Chinesisches Meer 1807

Der Shōgun ging 1803 bis zu seinem Tode eine Briefkorespondenz mit dem Kaiser der Franzosen ein, denn für ihn war Napoleon gleichbedeutend mit seinem eigenen Urahnen Toyotomi Hideyoshi. Aus den Jahren der Korrespondenz sind einige Briefe erhalten geblieben die bestätigen dass auch Napoleon den japanischen Shōgun hoch achtete. Beide erkannten einander als Führer ihrer Kontinente an. Es kam jedoch nie zu einem persönlichen Treffen doch die Kooperation Japan – Frankreich wurde erneuert. Japan trat nie militärisch in die Koalitionskriege ein doch wurden immer wieder Schiffe des Kaiserreichs Frankreich in japanischen Werften repariert und den Matrosen sicherer Landurlaub gewährt.
ChinJap

Japan und China 1810 Zerstrittenes China (Gelb) Japanisch China (Grün) Japanisch Korea (Blau) Japan mit Inseln (Rot)

Die französische Marine durfte von japanischen Häfen aus gegen die Briten vorgehen was zu einigen Erfolgen führte. Einige Japaner dienten den Französen als Söldner, Freibeuter oder Matrosen. Auch mit der noch jungen Nation der Vereinigten Staaten von Amerika gab es frühe Beziehungen, denn jeder Feind Großbritanniens war ein Freund Japans. Auch mit Amerika gab es Kooperation wobei diese sich wegen der beschränkten Möglichkeiten der USA in Grenzen hielt. 1811 war Japan die Großmacht des ostasiatischen Raumes an der kein Weg vorbei führte dies wusste nun selbst Großbritannien.

Chinasklaven für Amerika bis 1840:

Japan und Amerika hatten von Beginn an ein gutes Verhältnis, das Shogunat Japan gehörte 1783 zu den Nationen welche die USA anerkannten. Handelsbeziehungen und eine Kooperation der Staaten gab es ebenfalls schon früh. Japan führte auf diese Weise einen verdeckten Stellvertreterkrieg gegen die Briten indem es Rivalen und Feinde des Empire unterstützte. Japans Handelskompanie (NTC) kaufte in den USA vor allem Tabak. Während des britisch-amerikanischen Krieges (1812-1814) belieferten die Japaner die Vereinigten Staaten mit Bündelrevolvern. Diese Waffen halfen den Amerikanern zwar die britischen Truppen aus dem Land zu jagen doch Washington wurde trotzdem in Brand gesteckt. Japan das mittlerweile das Image eines modernen Staates hatte prangerte das Vorgehen der Briten in den USA in den Zeitungen an.
The-War-of-1812-British-forces-burning-Washington-D-C-1814

Britische Truppen stecken Washington D.C in Brand 1814

Die japanische Botschaft in New York lies mehrere Presseverlautbarungen aussenden die Großbritannien als Kriegsverbrechernation ankreideten. Allerdings stand die Moral der Japaner auch nicht so hoch wie anzunehmen war. Von etwa 1820 bis 1837 gab es einen regen Sklavenhandel mit den Südstaaten. Findige NTC Beamte nutzten die Menschenmassen des kolonialen China um damit Profit zu machen
ChinesenArbeiter1865

Karikatur von 1865 zeigt wie die ersten Chinesen in den USA empfangen wurden

. Diese Form des Menschenhandels wurde von der NTC als „Wiederaufbauhilfe“ nach dem Krieg betitelt. Sklaverei war im Shogunat zwar seit 1805 verboten aber der Verkauf von chinesischen Arbeitern ins Ausland boomte. Japans NTC versprach den Chinesen gute Verdienstmöglichkeiten und lockte sie so von Shanghai aus über den Globus nach Amerika. Die von der NTC verschacherten Arbeitskräfte wussten nicht wie ihnen geschah als sie in den Häfen des Südens von peitschenschwingenden Weisen empfangen wurden. Dieser lukrative Sklavenhandel wurde aber bald von amerikanischen Abolitionisten verurteilt. 1830 wurde die Sache Präsident Andrew Jackson vorgetragen.
BritversenkTschunkenNTC1840

Britische Kriegsschiffe zerstören japanische Geleitschiffe der NTC die chinesische Sklavenjunken beschützen, Chinesisches Meer 1840

Der Präsident konnte hierzu nur wenig sagen auser das der Handel mit Sklaven eine alteingesessene Tradition sei. Der Norden; New York, Boston und Philadelphia galt als Hochburg der Abolitionisten und lief Sturm gegen die Ansage des Präsidenten. Nicht so die Südstaaten dort opponierten jedoch die Spanier gegen die vielen Chinesen, natürlich aus ganz anderen Gründen. Spanische Sklavenhändler transportierten ihre „Ware“ von Afrika nach Kuba und so in die Vereinigten Staaten. Sie sahen die „Neue Asiaware“ als Konkurrenz außerdem mussten sie sich ab 1833 mit dem britischen Sklavereiboykot rumschlagen.
Chinese Gold Miners b

Chinesische Arbeiter blieben den USA trotzdem lange erhalten, Kalifornischer Goldrausch 1848

Der britische Parlamentarier William Wilberforce hatte viele Jahre gekämpft bis die Sklaverei in England endlich abgeschafft wurde. Nach dem am 26. Juli 1833 die Sklaverei in Großbritannien abgeschaft war machten britische Kriegsschiffe Jagd auf Sklavenhändler und brachten immer öfter Sklavenschiffe auf. Das asiatische Sklavenhandelskonsortium arbeitete über den Kopf von Shōgun Toyotomi Yoshitomo hinweg als auch er Anfang 1834 erstmals von Zwischenfällen mit Briten und Spaniern erfuhr. Da der Shōgun Sklaverei misbilligte und das ganze als Umgehung japanischer Gesetze ansah sprach er öffentlichen Tadel über die Führung der NTC aus. Dies beendete zwar nicht den „Chinesenhandel“ zeigte denn andern Nationen jedoch wie „zivilisiert“ Japans Militärführer sein konnte. Der erste Schritt für das Ende des Handels war die Aufbringung mehrer Schiffe der NTC im Hafen von Savannah, Georgia. Georgia hatte 1836 auf Druck einiger spanischer Sklavengroßhändler ein Verbot von „Chinesensklaven“ ausgesprochen. Da die afrikanischen Sklaven sowieso in großer Zahl vorhanden waren wollte man auf die Arbeiter aus China verzichten. Bis 1839 unterzeichneten mehrere Bundestaaten die Chinasklaven Sperklauselverträge. Damit war der Einfuhr von Sklaven aus China ein Riegel vorgeschoben. Insgesamt lebten rund 25.000 Chinesen in den USA diese Personen waren trotzdem nicht frei. Japan zog sich bis Anfang der 1840er aus dem Handel mit Amerika zurück, andere Abnehmer für Chinasklaven gab es kaum daher stellte die NTC die Verkäufe bald ein. Danach war das Klima Washington - Nagoya auf dem Tiefpunkt. Amerika hatte die erste Einwandererwelle von Chinesen erlebt, eine weitere sollte erst in den 1850er Jahren ausgelöst durch den kalifornischen Goldrausch anrollen. Diese Einwanderer sollten Gold aus den Flüßen waschen und etwas später im Eisenbahnbau arbeiten aber waren zumindest offiziell keine Sklaven. Auch für die schwarzafrikanischen Sklaven dauerte es noch bis 1865 zum Ende des Amerikanischen Bürgerkrieges bis die Sklaverei im ganzen Land geächtet war. Der Ruf von Japans Handelskompanie hatte ernsthaften Schaden erlitten und klagte 1840 bereits über ernsthafte Gewinneinbußen. Doch das Ende der NTC kam erst durch den Opiumkrieg.

Der Opiumkrieg 1844 - 1846

„Kein anderer Krieg machte den moralischen und kulturellen Verfall des zersplitterten China besser deutlich wie der Opiumkrieg! Japan war genauso schuldig wie Großbritannien“

Sir Winston Churchill 1940

Die 1840er; Die japanische Handelskompanie ist nach dem Sklavenhandel Debakel in den USA arg angeschlagen. Britische Kriegsschiffe haben viele der Investitionen der NTC zunichte gemacht, außerdem ist der Ruf Japans in Übersee angekratzt. Da sich Japan aus dem Handel mit den USA zurückgezogen hat sind die Amerikaner nicht sehr begeistert von der Inselnation. Während des Sklavenhandels hatte die NTC Kontakte zu diversen Freibeutern den Wokou die in ihrem Auftrag britische Schiffe aufbringen sollten. Diese Seeräuber sollten die Briten ermüden bis sie sich von ihrer Law and Order Politik distanzierten, dies geschah aber nicht. Einer dieser Piraten war der ehemalige Navy Samurai Nakamura Hiroto der bereits seit 1834 britischen Handelsschiffen den Kampf angesagt hatte. Nach dem entgültigen Aus für den US Handel weitete Nakamura seine Piratentätigkeit auch auf amerikanische Schiffe aus die Asiens Häfen ansteuerten. Nakamura baute eine Piratenflotte von angeblich 100 Dschunken auf die mit der NTC zusammenarbeitete. Von 1840 an waren Überfälle auf britische Opiumschiffe angesagt. Denn die britische Ostinienkompanie arbeitete bereits seit 20 Jahren daran die chinesischen Kleinstaaten damit kontrollieren zu können. Toyotomi Naruhiko der erst vor einem Jahr das Amt des Shōgun übernommen hatte wollte weder Krieg mit England noch ein ausufern der Piratenclans. Das Ende des Piratenclans Nakamura schien 1841 gekommen als eine amerikanische Flottille ihn und sein Kommandoschiff in ein nasses Grab beförderte. Nakamura hatte keinen männlichen Erben der sein Familiengeschäft übernehmen konnte nur eine 15 jährige Tochter in Hong Kong. Die unabhängige Republik Hongkong gehörte zu den Staaten des „zersplitterten“ Chinas und stand Japan nahe. Andere Länder wie das Fürstentum Fujian hatten Handelsverträge mit Großbritannien. Da Hong Kong als Piratennest verschrien war konnten die japanischen Piraten unter Führung der „Erbin“ Nakamura Miyu frei kommen und gehen und kassierten auch noch Kopfgelder von der NTC. Die Briten hatten mit großen Mengen Opium aus Bengalen gute Karten bei einigen der neuen chinesischen Fürsten. Die mächtigsten Nationen des zersplitterten Chinas lagen an der Südostküste Chinas. Ihre Herrscher waren zwielichtige Kriegsherren die ihr Volk unter Drogen setzen und bei Bedarf sogar für die Fremden in den Kampf zogen. Das Fürstentum Fujian mit seinem Hauptstadt Fuzhou zählte zu den reichsten Splitternationen Chinas. Der dortige Herrscher der ehemalige General Kang Tzei sah sich als Qing Fürst und glaubte eines Tages Kaiser eines vereinten China werden zu können.
Nakamura Miyu Piratin

Nakamura Miyu, weibliche Samurai und Oberste Piratin des Nakamura Piratensyndikats, Post-mortem-Fotografie † 1884

Aus diesem Grund gestattete er Ausländern sein Land als Basis gegen die verhassten Japaner und ihre Seeräuber nutzen zu dürfen.
Ziel des britischen Handels sind aber primär die Nationen im Landesinneren. Diese Reiche haben kaum eine Möglichkeit an Güter aus dem Westen zu gelangen, Waffen müssen aus Russland eingeführt werden das ihrerseits auch Anstrengungen zu Kontrolle Chinas aufnimmt. Millionen Chinesen sind 1844 bereits opiumsüchtig und verkaufen praktisch ihr letztes Hemd. Bezahlt wird mit Silber, Tee und kostbaren Porzelanprodukten.
Britische Opiumschiffe liefen in Fuzhou ein löschten ihre süchtig machende Fracht und luden nun die Kostbarkeiten Chinas auf. Der Zwischenhändler General Kang Tzei verdiente sich damit eine Goldene Nase. Die Piratenüberfälle des Nakamuraclan waren bisher vernachlässigbar es war der japanischen Piratenbraut nie gelungen ein mit Silber beladenes Opiumschiff auf der Heimreise zu kapern. Doch dies gelang am 1. März 1844. Die SS Portsmouth wurde aufgebracht wobei die Piratin Silber im Wert von etwa 1 Million Pfund erbeutete. Eine riesen Menge Silber die sich die Piraten jedoch mit der NTC teilen mussten. Der Zwischenfall hatte ein Nachspiel die britische Regierung pochte auf die Rückgabe des Silbers. Da der Shōgun von Silber nichts wusste und äußerst ungehalten reagierte gab es ein britisches Ultimatum von 48 Stunden. Auch nach dem verstreichen des Ultimatums gab es kein Silber, jedoch eine offizielle Kriegserklärung an Japan. Dieser Kriegserklärung schlossen sich wenige Tage später auch die Amerikaner an. US Präsident John Tyler war nach dem unblutig verlaufenen „Aroostook-Krieg“ in Kanada zu dem Schluss gekommen das eine militärische Zusammenarbeit mit dem Dauergegner Großbritannien nur ein Vorteil sein konnte und im günstigsten Fall zu einem Ende des Handelsstopps mit Japan führen könnte. Tyler sah in den Kampfhandlungen eine kurze Strafaktion gegen die Wokou Piraten, für einen längeren Krieg gab es in Washington keine Befürworter. Nachdem kurz darauf ein belgisches Handelsschiff auf seiner Reise nach Honolulu überfallen worden war trat am 14. August auch Belgien in den Krieg ein.
NipponMarine1840

Marinesoldat der „Armee der Zwei Monde“ der japanischen Navy 1845

Die belgische Kriegserklärung kam jedoch nur zustande da die Briten als Schutzmacht Belgiens bei König Leopold I. intervenierten. Leopold dem man versicherte es gebe etwas zu gewinnen entsandte daraufhin einen kleinen Seeverband der sich den Briten anschloss. Die Belgier hatten erst kürzlich mit Hilfe von Ladd & Company das Königreich Hawaiʻi übernommen, nun träumte König Leopold I. bereits von einem Kolonialreich im Pazifik. Im September 1844 kam es zu Blockade von Hong Kong durch die Alliierten. Japan setzt sofort Milizen und die reguläre Armee ein um das Fürstentum Fujian anzugreifen. Im Hafen von Hong Kong tobt eine heftige Schlacht bei der vor allem die Nakamura Piraten Schaden nehmen. Die Piratenkönigin von Hong Kong kann mit wenigen Schiffen fliehen. Erst nachdem die btitisch-belgische Flotte Hong Kong in Stücke geschossen hat treffen Schiffe der japanischen Navy ein. Oktober 1844 schlagen die Japaner zurück und nehmen Hawaii im Handstreich, die winzige belgische Kolonialarmee hat keine Chance. Aus Rache werden die 150 Männer der belgischen Armee/Verwaltung auf einer winzigen Pazifikinsel ohne Wasser und Nahrung ausgesetzt. Kein einziger Soldat kehrte in die Heimat zurück, für Leopold I. war dies das Zeichen das er sich in der Pazifikregion nichts erhoffen konnte. Im November kam es daher zu Kapitulation Belgiens, Hawaii wurde von Japan annektiert. Inzwischen hatten die japanischen Soldaten von der „Armee der Zwei Monde“ mit der Belagerung Fuzhous begonnen, allerdings trafen rechtzeitig britische Verstärkungstruppen ein die von US Marines zu See Unterstützung fanden. Die Belagerung dauert bis in den Winter 1845 an, inzwischen haben die Briten Bündnisverhandlungen mit dem sogenannten Neuen Reich Min eingeleitet. Dieses Min Reich hat seinen Namen von dem einst auf dessen Boden befindlichen Land Min aus der Zeit der Fünf Dynastien und Zehn Reiche im 10. Jahrhundert. Auch der Herrscher des neuen Min Reiches glaubte China einigen zu können besonders jetzt da sein Gegner Kang Tzei kurz vor der Niederlage stand. Nachdem sich die Nachricht von Kang Tzeis Tod verbreitet hatte willigte Min in einen Kriegspackt mit den Alliierten ein. Die Min-Chinesen okkupierten das benachbarte Fujian und kämpften gegen die Japaner. Da auch die Min-Chinesen über kein wirklich modernes Heer verfügten wurden sie von Amerika und den Briten ausgerüstet. Einige der Min Soldaten waren noch mit Arkebusen aus dem 17. Jahrhundert ausgerüstet und konnte so den Japanern kaum Gegenwahr entgegenbringen.
Min-Soldaten1845

Soldaten der Min Armee mit altertümlichen Schußwaffen 1845

Erst die Waffenlieferungen im Frühjahr ermöglichten es den „Min-Söldnern“ halbwegs schlagkräftige Verbände aufzubauen. Doch der tatsächliche Krieg fand auf See statt. Die Japaner und Briten waren einander hier ebenbürtig, doch die USA mussten sich immer wieder geschlagen geben. Immer öfter kam es zu Streitigkeiten zwischen der britischen Admiralität und der amerikanischen.  Im Sommer 1845 war für die Amerikaner der Ofen aus. Der Krieg dauerte ihnen bereits zu lange, in der Heimat gab es keine Unterstützung mehr niemand in Washington glaubte noch an dieses Übersseabenteuer. Dem neuen US Präsidenten James K. Polk kamen bereits kurz nach der
BritVSChin

Briten und Min-Soldaten kämpfen gegen eine Armee des chinesischen Fürstentums Guangdong 1846

Vereidigung im Januar 1845 Zweifel ob es hier noch etwas zu holen gab: „Die Vereinigten Staaten werden nicht länger einen Krieg führen der uns in eine Spirale von Unmoral und Gewalt führt!“ Daher unterzeichneten das Shogunat Nippon und die USA einen Sonderfrieden der es der USA gestattete glimpflich aus diesem „Chinese tragedy theater“ auszusteigen. Damit rettete Polk den Ruf Amerikas welches zukünftig von sich behaupten wird nie einen Krieg verloren zu haben. Für die Briten und Königin Victoria war der Austritt der USA aus dem Bündnis eine Frechheit, wieder einmal kühlte das Klima zwischen den Kontinenten auf den Nullpunkt ab.
OpiumKarikatur

Karikatur zeigt wie die Briten während des Opiumkrieges in Europa gesehen wurden

Daher kam es 1846 nicht zum Oregon-Kompromis, das gesamte Oregon-Teretorium blieb nach der britischen Annektion bei Kanada. Japan hingegen trat 1845 siegessicher auf und gründete gemeinsam mit Hong Kong und dem Fürstentum Guangdong die Asiatische Freundschaftsbewegung. Ein Bund der von Toyotomi Yoshitomo als Eckpfeiler Japanisch-Chinesischer Freundschaft vorgesehen war. Die japanische NTC hatte mittlerweile große Geldsummen verloren die sie in den Bau eigener Kriegsschiffe gesteckt hatte. Die Flotte der NTC verlor eine Seeschlacht nach der anderen und stürzte so ihre Anleger in großes Unglück. Hinzu kam die seit der Gründung der NTC 1724 betrieben Selbstbedienungsmentalität der Kompaniebeamten. Diese legten sich Gelder an die Seite und vernachläßigten die Zahlung von Dahrlen und Sold. Anfang 1846 stand es mit der NTC sehr schlecht denn die Piratencheffin Nakamura Miyu hatte genug von Seeräuberei. Sie fand mit einerm riesigen vor der NTC geheimgehaltetem Piratenschatz Zuflucht in Siam wo sie ab Februar ein feines bürgerliches Leben begann. Nakamura Miyu wurde danach zu einer Ikone der Freiheit auf See, nach ihrem Tode 1884 wurden Andenkkarten und Bildchen verkauft auf der die Piratin posierte. Kaum Jemand wusste das es sich hierbei um Post-Mortem-Fotos handelte die einen Leichnam zeigten. Für England und Japan endete der Krieg am 12. Mai 1846. Japan hatte Großbritannien besiegt und den Opiumhandel gestoppt. Bei den Friedensverhandlungen in Shanghai sprachen die Gesandten der NTC auch über die Freigabe von Routen für den Sklavenhandel. Jedoch liesen sich die Briten nicht auf eine Freigabe ein und bezahlten über 4 Millionen Pfund Kriegsreparationen an das Shogunat. Die NTC stand am Ende mit leeren Taschen da, das Silber aus den Nakamura Raubzügen reichte kaum aus um die Gläubiger zu besänftigen. 1847 löste sich die Nippon Trade Company endgültig auf, was blieb war ein Schuldenberg der teilweise aus der Staatskasse Japans beglichen wurde. Jedes Jahr wurden trotzdem Tausende Kilo ilegales Opium verbrannt welches von britischen Schmugglern eingeführt wurde.

Japans Industriezeitalter 1840 - 1900

„Japan war immer meisterhaft darin fremde Technologien und Taktiken zu kopieren und gegen seine Feinde einzusetzen! Dies musste auch unser Zar erleben!“

Michail Popolosk/russischer General 1880

Japan im Industriezeitalter bedeutete nicht dass jeder  Japaner daran etwas zu gewinnen hatte oder es befürwortete. Die ersten Dampfmaschinen fanden bereits im Zeitalter der Morgendämmerung Verwendung. Jedoch trat das Shogunat Japan um 1840 so richtig in die industriele Revolution ein. Dampfschiffe waren die ersten „Ungetüme“ die schnaufend und rauchend die Ozeane befuhren. Die meisten Japaner waren sehr abergläubisch, Viele lebte auch ein eher abgeschiedenes Leben am Land. Diese Menschen lehnten jeden Vorschritt ab und glaubten noch lange Zeit dass es sich bei den von ihnen auf dem Meer gesichteten Schiffen um Seeungeheuer hangelte. Die berüchtigste Sichtung von Seeungeheuern geht auf ein Flottenmanöver der japanischen Navy zurück welche im Sommer 1853 ihre neuen Schaufelrad Kanonenboote präsentierten.
SchwarzesSchiffJapanNavy1853

Ein "Schwarzes Schiff" der Japanischen Navy, viele Japaner fürchteten die ersten Dampfschiffe. Schiff vor Okinawa 1853

Die Bewohner der Inselgruppe Okinawa erschauderten beim Anblick der „Schwarzen Schiffe“ Noch nie hatten die Inselbewohner Okinawas 7 „Seedrachen“ auf einem Haufen gesehen. Für einige Künstler Japans war dieses Manöver so interessant dass sie es in Bildern verewigten. Auch fast 120 Jahre später gehörte die Ankunft der Dampfschiffe bei Okinawa zum Allgemeinwissen jedes Japaners. 1973 landeten die Beatles bei ihrer Japantour mit dem Album „Black Ship Roundtour“ einen fantastischen Erfolg. Schwarze Schiffe und Dampfmaschinen gehörten um 1840 noch nicht zum Leben der Japaner.
TaitoTrain

Zug des Taito Train bringt Fäßer in die Kaiserstadt, Bild von 1845

Die meisten Menschen lebten als Bauern und Fischer obwohl es bereits einige moderne Großstädte gab. Dies lag vor allem daran das die Shōgune lange einen Ständestaat aufrechterhielten der die Bauern begünstigte. Handwerk und Fabrikarbeit gab es bereits viel jedoch nur in den Ballungsräumen, Nagasaki, Kyoto, Nagoya usw. Auch in den Kolonien, China und Joseon exestierten Produktionsbetriebe. Der Erste Eisenbahnzug befuhr die Strecke Nagoya – Taito 1842. Diese Bahnstrecke war jedoch dem Adel vorbehalten um bequem die Kaiserstadt erreichen zu können.  Die meisten Transporte wurden weiterhin mit Dschunken bewerkstelligt, doch auch Dampfer fanden seit 40 Jahren ihren Einsatz.
Mitrailleuse

Japanische Mitrailleuse von 1876 im Russisch-Japanischen Krieg fand sie ihren Masseneinsatz

Nach dem Opiumkrieg 1844 bis 1846 sahen die Machthaber ein das Industrie notwendig sein würde mit den anderen Großmächten mitzuhalten. In den 1860er Jahren der Boom Zeit der japanischen Städte wechselten immer mehr Bauern ihre Pflüge gegen Arbeiterschürzen. Im kolonialen China wurden Millionen Chinesen in die Fabriken getrieben. Diese Arbeiter waren keine Sklaven sondern Fronarbeiter. Zu Beginn des Industriezeitalters wurden fast alle männlichen Chinesen zu Arbeit gezwungen indem man sie eines Verbrechens beschuldigte und zu Fronarbeit verurteilte. Darum verliesen viele Chinesen freiwillig ihr Zuhause vertrauten sich Schlepperbanden an und wurden nach Kalifornien in den USA verschifft. Dort war es dann genauso schlim. In der selben Zeit endstand eine Fischfangindustrie das man immer mehr Leute immer efizienter ernähren musste. Vor allem Thunfisch wurde für Konserven benötigt. Hauptarbeitgeber war die Waffenindustrie es gab auch einige Konservenfabriken. Japan wurde nach militaristischem Augenmerk geführt, so war es wichtiger Munition, Kanonen und Soldaten Dosenfutter zu produzieren als Luxusgüter. Luxuswaren wurden noch lange von Handwerkern in Manufakturbetrieben hergestellt. Japan erwarb 1873 eine französische
Mitrailleuse ein Salvengeschütz. Diese in Frankreich kaum verwendeten Vorgängermodele moderner Maschinengewehre fanden von 1876 bis 1879 im Russisch-Japanischen Krieg verwendung. Der Masseneinsatz dieser Waffe kann als erster Industriel geführter Krieg Japans bezeichnet werden. Russland musste klein Beigeben und seine Ansprüche auf die Mongolei aufgeben. Japan strebte Weltmacht an und wollte dies auch ausdrücken, daher waren die Japanischen Errungenschaften in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auch auf diversen Weltausstellungen zu sehen. Die Japaner holen sich Ingenieure aus verschiedenen Europäischen Ländern um ihre Industrie aufzuwerten. Unterstützt durch preußische Techniker geht die japanische Eisenbahn 1862 in Betrieb. Japan gilt als Land der Möglichkeiten und zieht daher Menschen aus verschiedenen Ländern an. Japan hat aber eine restriktive Einwanderungspolitik, nur Einwanderer deren Kenntnisse dem Shogunat nutzten durften ins Land. So gab es Zeitarbeitsverträge die Fachkräften den zeitweiligen Aufenthalt erlaubten, da die Einkünfte für qualifizierte
ToyotomiAkiyama1881

Shōgun Toyotomi Akiyama II. "Vater des Vaterlandes" † 1881

Arbeitskräfte gut waren nahmen einige Europäer diesen Umstand in Kauf. Shōgun Toyotomi Akiyama II. geht gezielt Kooperationen mit Preußen und Frankreich ein. Erst nach dem Deutsch-Französischen Krieg wendet sich der Machthaber langsam von Frankreich ab. Toyotomi Akiyama II. glaubte das Frankreich seinen Zenit erreicht hat und es nun abwärts gehen würde. Er sieht im 1871 gegründeten Deutschen Reich die neue Führungsmacht Europas. Dieses Wunschdenken geht einher mit einem harten Kurs gegen Großbritannien und Russland. Es kommt zu einer Zusammenarbeit mit Deutschland. Von den Deutschen lernt Japan den Aufbau einer florierenden Stahlindustrie. In den 1880er Jahren baut die japanische Schiffahrtindustrie Stahlschiffe und etwas später erste Unterseeboote (um 1900) die es mit denen der Briten aufnehmen können. Gemeinsam mit Deutschland wurde an U Booten und ihren Einsatzmöglichkeiten gearbeitet. Hierzu gab es Technikaustausch mit dem Krupp Konzern und der Maschinenfabrik und Eisengießerei Schweffel & Howaldt die 1898 ein Versuchs-U Boot in Kiel bauten.  Die notwendigen Rohstoffe wie Kohle wurden großteils aus der chinesischen Mandschurei besorgt. Wieder einmal zeigte Japan wie rücksichtslos es gegen die Chinesen sein konnte. Auf dem Höhepunkt des Industriezeitalters sind die Chinesen die Arbeitstiere der Japaner, Koreaner wurden besser behandelt. Diese militärisch-industrielle Konglomerat entstand in den Jahren Shōgun Toyotomi Akiyamas II. bis 1881. Trotz der offensichtlichen Stärke der japanischen Industrie sah sich das Shogunat immer aus rassistischen Gründen von den Europäern diskriminiert. In Kaiser Wilhelm I. jedoch sah Toyotomi Akiyama II. einen Leidensgenossen da er den Aufstieg Preußens zum Deutschen Reich als ausgleichende Gerechtigkeit gegenüber Großbritannien sah. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts hatten Japan und Deutschland schon Jahre an Zusammenarbeit hinter sich gebracht. 1897 unterzeichneten Kaiser Wilhelm II. und Shōgun Toyotomi Akiyama III. ein Beistand Bündnis. Damit war Japan Teil des Bündnissystems welches 1914 für den Ersten Weltkrieg verantwortlich war.

Japans Untergang der Erste Weltkrieg:

JapansPazifikkrieg

Der Seekrieg im Großen Krieg in einer Propagandadarstelung

Der Erste Weltkrieg von 1914 bis 1920 war das Ende der großen Pentarchie Europas. Deutschland, Österreich-Ungarn und Russland verloren ihre Monarchen. In Japan hingegen ging 1920 nur das Shogunat unter nicht jedoch das Kaiserreich. Die Vorgeschichte der „Katastrophe“ des 20. Jahrhunderts ist in der Bündnisbildung des späten 19. Jahrhunderts und im Imperialismus zu finden. Die Ermordung des österreichischen Trohnfolgers Franz Ferdinand in Serbien war hierbei der Initialzünder für das Pulverfass Europa. Japans Feindschaft mit Großbritannien führte in die Allianz mit Deutschland und somit in die Riege der Mittelmächte. In den 1900er Jahren gab es ein Wettrüsten der Großmächte. Riesige Schlachtschiffe wurden von den Briten aus der Taufe gehoben, auch Deutschland und Japan versuchten mit diesen Vorlagen umzugehen. Japan baute jetzt riesige den englischen Dreadnoughts ebenbürtige Stahlkolosse. Andere Staaten wie die USA blieben denoch neutral. Die Vereinigten Staaten hatten um 1900 ihre eigene Form des Imperialismus gefunden und wolten eigene Kolonien. Im Spanisch-Amerikanischen Krieg 1898 annektierten sie Kuba und die Philippinen. Beide Inseln blieben bei den USA wobei die Philippinen ein amerikanisches Außengebiet wurden und Kuba 44. Bundesstaat. Japan und die Vereinigten Staaten wetteiferten bereits ab den 1890er Jahren um Überseekolonien des Pazifikraumes da Amerika seinen Handel ausbauen wollte. Die Amerikaner hatten ihre (fast) Niederlage im Opiumkrieg noch nicht verkraftet und zeigte dem Inselimperium gegenüber einen hartnäckigen Kurs. Japan blieb hierbei sowohl den Amerikanern wie auch den Russen überlegen und gewann 1901 erneut einen Krieg gegen Russland. Russland hatte Alaska nicht verkauft und fand dort Gold und Öl doch nach dem Russisch-japanischen Alaskakrieg musste dieses Territorium an Japan abgeben werden. Bereits kurz nachdem die Japaner sich Alaska einverleibt hatten wurde in Alaska nach Öl gebohrt. Dieses japanisch Alaska war eine Bedrohung sowohl für Kanada wie auch die USA da man ein heranrücken der Japaner befürchtete die nun auch noch neue Rohstoffe hatten. Die Vereinigten Staaten und Großbritannien rückten so ein Stück weit näher obwohl es in den USA eine pro-deutsche Fraktion gab. Dieser Zwiespalt machte es den USA unmöglich mit Großbritannien offen zu koalieren. Nach der US Präsidentenwahl zeigte sich 1913 der neue (alte) Präsident Theodore Roosevelt jedoch einem Beitritt in die Entente nicht abgeneigt. Roosevelt der in seinen Ersten Zwei Amtsperioden 1901 bis 1909 für seine "Big Stick" Kanonenbootpolitik bekannt war zögerte Bündnise einzugehen. Obwohl viele Amerikaner mit der Triple Entente (Großbritannien, Frankreich, Russland) 1914 sympathisierten kam es noch nicht zu einem Kriegseintritt. Die Angst in einen Zweifrontenkrieg sowohl im Pazifik wie auch im fernen Europa hineingezogen zu werden war in vielen US Bürgern stark. Der sogenannte Fujimori-Dyssen Pakt von 1903 zwischen dem Deutschen Reich und dem Shogunat Nippon forderte von Japan den Kriegseintritt. Japans Ambitionen im Weltkrieg erstreckten sich auf den asiatischen Raum, in Europa zu Land wurde kein einziger Japaner eingesetzt. Daher verlief der Krieg an der Westfront so wie in UZL, jedoch im Osten etwas anders. Japan kämpfte gegen das Kaiserreich Russland in Eurasien die Briten, Franzosen und Siam in Indochina und im Pazifik. Insgesamt stärkte dies die Mittelmächte an der Ostfront. Der Verrat Italiens 1915 wurde unmittelbar durch eine Kriegserklärung der Japaner beantwortet. Zu Beginn des Kriege war die Siegessicherheit überall sehr groß auch in Japan. Der Krieg wurde dort als ein Geschenk des „Shoguns an seine Heerscharen“ gesehen. Das bereits seit Jahrzehnten militarisierte Japan agierte im Krieg nach den Lehren der Samurai, Bushido. Unehrenhaftes Verhalten wie das der Italiener wurde unter keinen Umständen toleriert. Die japanische Marine war hierbei das Rückgrat der Streitkräfte Japans. Große Panzerschlachten gab es im japanischen Pazifikkrieg keine der „Krieg der Seesamurai“ stand hierbei im Mittelpunkt. Für die Seesamurai war der ehrenhafte Sieg ausschlaggebend jedoch gab es auch andere Taktiken. Deutschlands uneingeschränkter U-Bootkrieg wurde auch von den Japanern unterstützt. Japans Marine war zwar stark doch den Briten, Franzosen und Russen im Pazifikkrieg unterlegen. Daher wurden die geheimen U-Bootangriffe als Sanktion gegen die Barbaren erlassen. Japans U-Bootflotte war technisch soweit wie die der Deutschen. Teilweise waren jedoch noch Tauchboote der alten K Klasse unterwegs. Die Versenkung von Handelsschiffen sollte alliierte Kolonien aushungern. Einige U-Bootkomandanten wie Ishi Magasara von der ISS Ronin konnten so zu Beginn des Krieges bis 1916 einige Erfolge erzielen. Doch die Unterseetaktik war nur ein Teil des japanischen Planes.
JapanFleet1914

Japans Navy an der chinesischen Küste 1914

Riesige Verbände an massigen Schlachtkreuzern sollten Japan nach den Wünschen Shōgun Toyotomi Akiyamas IV. zum ehrenhaften Sieg führen nicht die hinterhältigen Unterseeattacken. Mit vortwährendem Krieg stellte Japan auch sogenannte Flugzeugmutterschiffe für die militärische Luftfahrt bereit. Im Januar 1916 gelang es US Präsident Roosevelt seine Gegner im Senat von der Notwendigkeit eines Eingreifens in den Krieg zu überzeugen.
NipponKriegsfliegerOkinawastaffel

Eine Kawasaki K-1A der Okinawa Luftsamurai Staffel Oktober 1917

Der Kriegsbefürworter Theodore Roosevelt hatte es schwer denn er war 1912 nicht als Republikaner in die US Wahl gegangen sondern mit seiner „Bull Moose Party“ Der US Präsident legte dem republikanisch dominierten Senat geheime Pläne der Japaner vor die eine Invasion der Philippinen vorsahen. Da die Aufmarschpläne authentisch waren erklärten die Vereinigten Staaten den Japanern den Krieg. Deutschland erklärte daraufhin denn USA ebenso denn Krieg, plötzlich hatten die Mittelmächte einen weiteren starken Gegner. (Ein Alternatives Ende der Zeitlinie gibt es Hier) Der Eintritt der USA erschwerte die Situation im Pazifikkrieg, trotz Beteuerungen Seitens der Japaner keine Invasion geplant zu haben stand der Shōgun mit heruntergelassenen Hosen da.
JapanerArti

Japanische Artilerie in China 1918

Die längst vergessenen Invasionspläne stammten aus dem Jahr 1902 und wurden damals für den Fall eines Krieges gegen die USA entwickelt. Mit amerikanischen Soldaten an der europäischen Westfront und im Pazifikkrieg mussten die Mittelmächte neue Probleme in Kauf nehmen. Zwar war die Westfront sowieso festgefahren, jedoch die Ostfront nicht. Russland war durch den Zweifrontenkrieg mit Deutschen und Japanern stark unter Druck gekommen und konnte wegen der dauernden Aufstände kaum an Krieg denken. Die Arbeiterräte Russlands forderten, Brot und Frieden. Im März 1916 kam es im russischen Reich zu einer von den Arbeiterräten und Matrosen initierten Revolution. Der Kommunismus übernahm das Ruder und Zar Nikolaus II. fiel in die Hände der Sowjets. Deutschland nutzte diese Chance und verhalf daraufhin dem Russen Vladimir Iljitsch Lenin zu freier Fahrt nach St. Petersburg, Lenin beendete den Krieg mit Deutschland und ordnete das neue Russland. Auch für Japan kam der russische Sonderfriede gelegen, dies nahm den Briten und Amerikanern im Pazifikkrieg den Wind aus den Segeln. Außerdem setzen die Japaner auf Terrorkriegstaktiken und liesen mit Sprengstoff gefüllte Jagdflugzeuge auf alliierte Schlachtschiffe regnen.
In China sah sich das japanische Oberkommando bald mit einem kleinen Bund von Kleinstaaten konfrontiert die bisher Russland nahe standen. Unterstützt durch das von Japan favorisierte Königreich Guangdong kämpfte Japan gegen die Kleinstaaten. In Indochina hatten die Franzosen 1917 ernsthafte Niederlagen erlitten und sich fast aus den Kriegshandlungen zurückgezogen. Die letzte Offensive Japans im Pazifikkrieg war nun die wirkliche Invasion der Philippinen. Diese scheiterte kläglich da man sie auf die Schnelle zusammengeschustert hatte.
USARoosevelt1917

US Präsident Theodore Roosevelt ist Siegessicher besonders nach der Abwehr von Japans Invasion der Philippinen 1917

Der Shōgun glaubte wenn Japan den Amerikanern den Krieg zu bitter und damit teuer machte würde Präsident Roosevelt irgendwann einem Kompromisfrieden zustimmen. Amerikas größter Marinestützpunkt außerhalb des amerikanischen Kontinents war der Inselstaat Guam. Von dort aus organisierte die US Navy den Wiederstand gegen das Shogunat. Zu Beginn des Jahres 1918 gelang es denn Alliierten Flotten den japanischen Flottenstützpunkt Hawaii auszulöschen. Der Angriff auf Honolulu war für Japan der Anfang vom Ende des Krieges. Auch in Europa schleppte sich die Mittelmächte bereits einer Niederlage entgegen.
Berlin, Brandenburger Tor, Novemberrevolution

Novemberrevolution in Berlin 1918

Obwohl die Ostfront nichtmehr vorhanden war zehrten endlose Grabenkriege das Blut der Nationen aus. In Deutschland und Österreich-Ungarn gab es bereits starke Kritik gegen den Krieg. In Deutschland kam es zu Novemberrevolution, Flucht des Kaisers und dem Waffenstillstand. Auch in Japan protestierten einige Wenige, doch die Durchhalteparolen des 
Shōguns überlebte das Deutsch-Japanische Bündnis. Im November 1918 Endete der Krieg für die europäischen Mittelmächte mit der Niederlage, Japan stand nun mit dem Rücken zu Wand. Kapitulation oder ein Friede mit Zugeständnissen kam nicht in Frage da dies gegen die Lehren der Samurai verstieß.
Beijing students RMC (May 4, 1919)

Revolution in Peking "Wetzt die Messer" 4. Mai 1919

1919 tat sich auch was in Russland und China; die Rotgardistischen Marschierer Chinas (RMC) riefen in Peking zum Kampf auf. Der russische Revolutionsführer Lenin befand sich mit Sowjetrussland noch im Bürgerkrieg doch die RMC ergriff auf Seiten der Alliierten Partei für ein geeintes China. Innerhalb der japanischen Kolonien Joseon kam es ebenso zu Revolten. Nun gab es auch in Japan eine Heimatfront. Polizei und Sicherheitskräften des Shogunats gelang es die Wiederstände in den eigenen Reihen zwar niederzuschlagen doch bis 1920 kündigte sich ein weiterer Schlag gegen Japan an. Lenins Bürgerkrieg war vorbei, dieser entsandte seinen gefürchteten Kriegsherren Leo Trotzki nach China. Unter dem Banner der Revolution walzten die russisch-chinesischen Verbände über Ostasien hinweg.
Das Motto der chinesischen Revolution: „Wetzt die Messer“ Die in China und Korea gebundenen Truppen des Shōgun konnten kaum mehr tun als sich verschanzen. Der Eintritt Sowjetrusslands in die Asienfront bedeute das totale Chaos für Japan. Dieses Chaos nutzten nun auch die Alliierten Großbritannien, Amerika und Frankreich. Mit ihrem Rundumschlag nahmen sie Indochina und niederländisch Indien bis sie schließlich im August die Invasion der japanischen Inseln starteten. Mit der als Operation Backbreaker bezeichneten Invasion Japans beendeten die Alliierten den Krieg mit 17. August 1920. Backbreaker war die erste großaufgezogene Seeinvasion des 1. Weltkrieges. Über 400.000 britische, kanadische, französische und amerikanische Soldaten nahmen daran teil. Außerdem waren noch Militärangehörige aus 15 Ländern für verschiedenste Aufgaben wie Aufklärung und Logistik beteiligt. Die britische Navy setzte hierbei auch ihre neuentwickelten Seamonkey Panzer ein die von Landefähren aus an die Strände gebracht wurden. Fast die gesamte japanische Führungsriege beging aus Scham nach der Niederlage Seppuku. Am Ende blieb nur Kaiser Taishō der die Kapitulation in seinem Palast in Taito unterzeichnete. Für viele Japaner die nun die Realität nicht wahr haben wollten war das Leben im besetzten Japan kaum noch zu ertragen, doch ein Funken Hoffnung lebte weiter denn das Volk hatte noch seinen Gottkaiser. Auserdem gab es noch einen letzten Toyotomi.

Die letzten Jahre des Toyotomi Clans 1920 - 1947

Zwischenkriegszeit und Toyotomi Shunsaku:

"Japan und Deutschland wurden durch die imperialistisch marxistische und damit jüdische Macht der Briten gedemütigt! Doch wir werden Genugtuung fordern wir sind Japaner!"

Toyotomi Shunsaku  1934

Japan nach dem Krieg: Genau wie das Deutsche Reich musste Japan hohe Summen an Reparationszahlungen leisten. Die Alliierten liesen es sich nicht nehmen und besetzten die japanischen Inseln für 7 Jahre. Die Deutschen hatten ihren Versailles Friedensvertrag, Japan hingegen musste die Bedingungen des Londoner Friedensvertrages von September 1920 erfüllen. Genau wie in Versailles sahen die Siegermächte in den Japanern ein Volk das ständig nach Macht strebt und daher kleingehalten und für seine Sünden im Krieg bezahlen müsse.
BritinNagasaki1922

Britische Besatzungsarmee in Nagasaki nach dem zweiten Samuraiaufstand 1922

Diese Forderung wurde besonders von Briten und Franzosen herausgestrichen die auf der Bezahlung der Kriegsschuld pochten. Systematisch wurde Japans Industrie gestutzt, das Heer durfte nur noch etwa 100.000 Soldaten haben die japanische Navy wurde aufgelöst. Anstelle der mächtigen und traditionsreichen Navy durfte das Kaiserreich Japan lediglich eine Küstenwache mit leichten Patrolienkreuzern betreiben. Die meisten japanischen Kriegsschiffe wurden daher zu „Friedenssicherung“ bis 1923 verschrottet. Die Demütigung das nun der Erzfeind Großbritannien seine Truppen im Land hatte lag fast so schwer wie das Ende der japanischen Seemacht. Japans Nationalstolz war seine Navy daher gab es bald Hass und Verachtung gegen die Alliierten Besatzungstruppen. Das Verbot für die Samurai ihre Katana Schwerter zu tragen führte 1921 und 1922 zu Straßenschlachten.
Kita Ikki

Kita Ikki der Vordenker des japanischen Faschismus und Nationalismus † 1950

Japans Shōgun war Tod, die Kolonien unabhängig und sozialistische Agitatoren allgegenwärtig. Der Shōgun hatte jedoch einen Neffen, der den Krieg im Internat in der Schweiz verbracht hatte. Der 22 jährige Toyotomi Shunsaku konnte erst 1923 in die Heimat zurückkehren und fand ein gebrochenes Land vor. Zwar versuchten die Alliierten unter britischem Oberbefehl Japan wirtschaftlich wieder aufzurichten, doch lag da einiges im Argen.
Die neue japanische Übergangsregierung war lediglich eine Marionette dies erkannten auch die Japaner. Nationalisten, Kommunisten, Konservative und letztendlich auch Faschisten trieben sich in Japans Hauptstadt Kyoto herum. Vorbild der japanischen Faschisten war Benito Mussolini, allerdings gab es Gruppierungen die sich einen autoritären Staat nach dem Muster des deutschen Kaiserreiches erträumten. Toyotomi Shunasaku wurde vor allem durch die Bücher des Intellektuellen
JapanReich1941

Flagge des von Kita Ikki geführten faschistischen Bündnises in Japan, Version von 1941

Kita Ikki inspiriert der als Verfechter eines starken Staates nach preußischem Muster galt. Für Kita Ikki war die Befreiung Japans und Asiens von westlichen Einflüssen ausschlaggebend. Mit seinem Vorbild Kita Ikki betätigte sich der letzte Toyotomi in der Politik. Als die Alliierten die japanischen Inseln 1927 verliesen wurden Wahlen abgehalten und eine souveräne Regierung gebildet. Auch die Nationale Japanische Partei von Macht und Freiheit (zu Deutsch NJPMF) hatte bei den Wahlen mitgemacht und kam aus dem Stand heraus ins Parlament. Im Parteienwirrwar der 1920er gehörte die NJPMF zu einem ganzen Komplex an nationalistischen und faschistischen Gruppierungen. Der Faschismus war in Japan alles andere als geeint, es gab beispielsweise die starke Tendenz zum Isolationismus und die Beschränkung auf die Inseln Japans. Was die NJPMF aber hatte war ein Toyotomi und das war auch ihr Anziehungspunkt. Toyotomi Shunasaku war sehr deutschfreundlich, denn er glaubte an die Dolchstoßlegende wonach der Kaiser den Krieg weitergeführt hätte wären da nicht die verräterischen Sozialisten gewesen. Bis 1930 regierten die Sozialdemokraten Japan mit absoluter Mehrheit wodurch die NJPMF in die Opposition gezwungen wurde. Als oppositioneller Rädelsführer des rechten Blocks versuchte Shunasaku die Regierung immer wieder blos zu stellen. Er forderte von Japan das es wieder seinen Platz in der Geschichte einnehmen sollte, besonders in Anbetracht der Tatsache dass der Kommunismus sich inzwischen in China konsolidiert hatte. Leo Trotzkis jahrelanger Feldzug gegen die chinesischen Kleinstaaten hatte 1931 zu Gründung der Föderation Sozialistischer Staaten Chinas geführt. Nun da Josef Stalin die Sowjetunion regierte glaubten viele verängstigte Japaner Stalin würde die Sowjetunion mit der Föderation verschmelzen und ein bolschewistisches Weltreich aufbauen zu dem auch bald Japan gehören wird. Die Angst vor dieser „Supersowjetunion“ plagte auch den Führer der Nationalsozialisten Adolf Hitler. Hitlers Japanbild war im Gegensatz zu UZL viel positiver. Der 1933 zum deutschen Reichskanzler gewählte Österreicher glaubte das die Japaner irgendwie doch arische Vorfahren hatten. Er bewunderte auch die Unnachgiebigkeit des alten Shōgun und dessen Selbstmord. Daher kam es 1934 zum ersten Treffen von Hitler und Shunasaku in Berlin. Hitler respektierte die Samurai er meinte die Deutschen hätten von ihnen noch etwas lernen können.
StalinPropagandaTo

Propagandaplakat Josef Stalin, in Japan glaubte man er wolle China und Russland zu einer Supersowjetunion verschmelzen

Toyotomi Shunasaku hingegen sah in Hitler einen Mann der das Deutsche Kaiserreich vielleicht wieder aufbauen könne, da Hitler auch Kaiser Wilhelm zurückholen ließ. Toyotomi Shunasaku nahm auch einen gewissen antisemitistischen Standpunkt ein, er glaubte der Weltkrieg sei eine zionistische Verschwörung gegen Japan und Deutschland gewesen. Hitler versprach Unterstützung sollte die  NJPMF in Japan an die Macht kommen. Im selben Jahr wurde die Deutsch-Japanische Gesellschaft gegründet. Diese Organisation sollte als Hilfe für den Aufbau Japans fungieren und unterstützte die NJPMF ebenso finanziell. In Japan war es 1935 zu einer konservativen Regierung gekommen. Diese Regierung war der Ansicht dass es besser sei den Status Quo zu halten, doch im konservativen Lager gab es NJPMF Sympathien. Generell war das Volk Japans deutschfreundlich und revanchistisch eingestellt. Trotz der offensichtlichen Rachegedanken gelang es den Konservativen nicht mit den Interessen des Westens zu kollidieren. Der Einmarsch deutscher Truppen am 1. September 1939 in Polen führte jedoch zu spontanen Freudenfeiern in japanischen Großstädten. Auch die NJPMF sah in Deutschlands Aggression nur eine Form von ausgleichender Gerechtigkeit.

Toyotomi und der Zweite Weltkrieg 1939 - 1946

„Diese Familie Roosevelt hat uns bereits einmal eine Niederlage gebracht! Doch wo stehen wir jetzt? Ja meine lieben Volksgenossen! Wir stehen in New York dem Herz dieses  von Semiten ruinierten Staates! Und ich sage Euch er (Roosevelt) wird nie wieder  dieses Unser Amerika mit seiner korrupten Vetternwirtschaft beschmutzen! Jawohl Herr Roosevelt ich sage Ihnen! Wir sind da! Wir bleiben da!“

Adolf Hitler in New York März 1945

Flag of Nagata Fascist

Flagge Japans unter dem Regime Nagata Kōta 1941 - 1943 Die Kugeln representieren die 5 Stände des Staates: Adel, Soldat, Bauer, Handwerker und Arbeiter. Im Wiederstand wurde die Flagge auch als russisches Roulette bezeichnet

Der Zweite Weltkrieg von 1939 bis 1946 war der schwerwiegendste militärische Konflikt der Geschichte. Über 100 Millionen Tote und ein beinahe Endsieg Hitlers sind die Bilanz dieses Krieges. Viele Japaner konnten es nicht fassen als ihr Land 1945 seine Neutralität aufgab um den Alliierten Hilfe zu leisten. 1939 sah es noch nicht so aus als würde Japan sich am Krieg beteiligen. Toyotomi Shunsaku der einen Sitz im japanischen Parlament hatte war außer sich als die Sozialistischen Parlamentarier den Krieg Hitlers verurteilen. Das japanische Parlament war tief gespalten am Ruder saßen die Verfechter des Status Quo die auf die japanische Neutralität pochten. Der von Kita Ikki geführte faschistische Block versuchte die Handlungsfähigkeit der Regierung andauernd mit Misstrauensanträgen und Scheinanträgen außer Gefecht zu setzen. Diese Methode hatte jedoch nicht den gewünschten Effekt. Hitler gelang es inzwischen relativ einfach und schnell Polen einzunehmen. Mit der Blitzkrieg Taktik überrollten Deutschlands Panzer die Beneluxstaaten und schließlich Frankreich. Toyotomi Shunsaku und seine Frau Miko lebten inzwischen in einer heruntergekommenen Wohnung am Stadtrand von Kyoto. Die politische Tätigkeit des Toyotomi machte auch vor dem Familienleben nicht halt. Toyotomi Shunsaku lies antibolschewistische Plakate drucken und stellte gemeinsam mit seiner Frau Flugblätter her. Seiner Meinung nach sollte Japan in den Krieg gegen die bolschewistisch/britisch/jüdische Weltverschwörung eintreten. Im japanischen Parlament stand 1940 die Möglichkeit eines antibolschewistischen Bündnisses mit Nazi-Deutschland auf dem Plan. Dieser Bund scheiterte jedoch aufgrund eines Vetos durch den Kaiser. (Siehe Hier) Diese in Toyotomi Shunsakus Augen gravierende Fehlentscheidung konnten die Faschisten nicht hinnehmen. Während der Krieg in Europa tobte kamm es in Kyoto zu bürgerkriegsartigen Zuständen. Bei Zusammenstößen mit Kommunisten, Sozialdemokraten und konservativen Status Quo Anhängern kam es immer häufiger zu Todesopfern. Das Militär erklärte Anfang 1941 den Ausnahmezustand. Der japanische General und Samurai Nagata Kōta und andere hochrangige Militärs führten im Mai 1941 einen Coup d’État gegen die Regierung durch. Der Staatsstreich brachte das Militär an die Macht. Nagata Kōta lies sofort politische Gegner seiner ultrakonservativen Isolationspolitik festsetzen. Die ersten die über die Klinge springen mussten waren die verhassten Sozialisten. Die neue japanische Einheitspartei regierte mit Hilfe der japanischen Militärpolizei Keimutai (警務隊, „Trupp für Polizeiangelegenheiten“) Tausende Regimegegner fanden in den ersten Wochen den Tod. Da sich der neue japanische Präsident Nagata Kōta  als Mann der Mitte sah ließ er bald auch die Faschisten verfolgen. Das Parteiprogramm der Einheitspartei sah vor Japan wieder sein ständisches Leben zurückzugeben und sich von fremden Einflüssen loszusagen. Nagata Kōta selbst war ein Vertreter des Faschismus obwohl er seine Ideologie als „konservativen und feudalen Einheitsjapanismus“ bezeichnete. Die rassistische Einstellung des Militärregimes schreckte auch nicht vor Ausländern in Japan zurück. Auf Druck der Amerikaner wurden Ausländer jedoch nicht mehr inhaftiert sondern ausgewiesen. Im Krieg hatte Hitler am 22. Juni 1941 die Sowjetunion angegriffen und Großbritannien war die einzige europäische Macht die der deutschen Kriegsmaschinerie im Westen noch trotzte. Zu diesem Zeitpunkt musste sich Toyotomi Shunsaku und seine Frau verstecken, sie wohnten bei Freunden und stellten noch immer Flugblätter für die verbotene NJPMF her. Die Toyotomis glaubten fest an einen baldigen Sieg Deutschlands der sich bereits abzeichnete. Nach diesem Sieg würde die Befreiung durch Hitler kommen redete sich Shunsaku fest ein. Winston Churchill erwies jedoch sich als härtere Nuss als angenommen. Der Luftwaffe gelang es trotz Raketenangriffen auf London nicht die Briten zu Kapitulation zu bringen. Im Laufe des Jahres 1941 verschlechterte sich die Situation der politischen Dissidenten Japans zusehends. Die brutalen Keimutai Beamten errichteten Umerziehungs und Arbeitslager und trieben bald die letzten bekannten Kommunisten hinein. Zu Beginn 1942 traf es auch die Toyotomis sie wurden im Haus eines Bekannten von der Militärpolizei gefunden, verhaftet und ohne Verurteilung in ein Arbeitslager gebracht. Nach kurzen Aufenthalt wurden die Toyotomis jedoch wegen ihres Prominentenstatus in ein Gefängnis überstellt. Der Krieg im Westen wurde bald wieder von Frankreich aufgenommen das nun von General Charles de Gaulle von Marokko aus operierte. Die Franzosen konnten einige Nordafrikanische Länder als Verbündete gewinnen und kämpften gemeinsam mit den Briten,
ToyotomiVerhaftung1942

Toyotomi Shunsaku wird 1942 von der Militärpolizei Keimutai verhaftet

Kanadiern, Neuseeländern und Australiern einen Afrikafeldzug gegen Deutschland und Italien. An der Ostfront bei Hitlers Operation Barbarossa verlief der Krieg alles andere als Planmäßig für Deutschland. Josef Stalin und sein chinesischer Amtskollege Mao Zedong hatten das gefürchtete Sowjet-China Bündnis geschlossen. Stalingrad konnte lange durch die Rote Armee gehalten werden. Im November 1942 kam es zu russischen Gegenoffensive der Operation Uranus. Dieser Offensive schlossen sich auch die Armeen des sozialistischen Staatenbundes
RussenStalingrad

Sowjetsoldaten bei kurzer Kampfpause sind zuversichtlich da chinesische Verbände die Operation Uranus unterstützen, Stalingrad November 1942

FSC an, gemeinsam kesselten sie die Wehrmacht ein was sich bis ins Frühjahr 1943 hinzog. Es schien damit das Japan doch nicht von dem Stahlpakt Mächten befreit werden würde. Toyotomi Shunsaku litt unter Mangelerscheinungen da er in der Haft immer wieder in Hungerstreik getreten war. Was er in seiner Zelle nicht erfuhr war das es in Japan immer häufiger Unruhen gab die den Sturz des Regime Nagata heraufbeschworen. In Berlin war Hitler auf dem Höhepunkt und glaubte den Krieg noch 1943 gewinnen zu können. Hitler der nun den Zeitpunkt gekommen sah gab grünes Licht für die waghalsige Doppelinvasion Großbritanniens und der USA „Götterdämmerung“
DEInvasionUSA

Invasionen des Stahlpakts zuerst Englands und dann überraschend der amerikanischen Ostküste bei Norfolk 1943

Die Amerikaner unter Präsident Franklin D. Roosevelt waren der Devise America First gefolgt und immer noch Neutral. Das US Militär hatte da doch Gefahr bestand in den Konflikt verwickelt zu werden seit 1941 aufgerüstet auserdem gab es Forschungen die in Richtung einer Abschreckwaffe Namens Atombombe gingen. Als Götterdämmerung am 20. April (Führergeburtstag) 1943 anlief ahnten die Amerikaner nicht was ihnen blühte. Zuerst wurde England durch Unternehmung Seelöwe invasioniert, kurz darauf starteten die Seestreitkräfte von Deutschland und Italien die Invasion von Norfolk in Virginia. Zwar war es relativ leicht in Großbritannien einzufallen doch die Briten wehrten sich und blieben standhafter als erwartet. Die von Hitler als „leicht“ bezeichnete Niederringung der USA scheiterte auch da es nicht gelang wie geplant US Präsident Roosevelts habhaft zu werden. Nach der Invasion Götterdämmerung erklärten die Staaten Mexiko, Venezuela, Brasilien und Guatemala Deutschland den Krieg. Die Kapitulation der USA kam nicht was Hitler sehr verärgerte. Er hatte sich wie an der Ostfront übernommen. Besonders wütend war Hitler über die Hilfe der amerikanischen Länder, denn diese hatten erkannt dass ein Sieg Deutschlands über die USA auch ihnen den Kopf kosten würde. Viele Staaten der Welt waren nun zum Umdenken bereit, Hawaii und die Republik Korea traten ebenfalls in die Amerikafront ein. Auch in Japan tat sich derweilen was, der sozialistische Untergrund und die Republikaner zettelten am 3. Juli 1943 einen Bombenanschlag auf das Hauptquartier der japanischen Einheitspartei an. Der Anschlag in Kyotos Innenstadt riss mehr als drei Dutzend Zivilisten, Soldaten und Offiziere in den Tod. Gute Aufklärung hatte ergeben das „Regent“ Nagata Kōta sich ebenfalls dort befinden würde. Nach dem Anschlag war das Regime kopflos die Armee meuterte, Soldaten liefen nun reihenweise zu Revolution über. Nach den Tagen der japanischen Revolution kam Toyotomi Shunsaku wieder frei
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Japanische Militärangehörige zählen die verbrannten Leichen nach dem Bombenanschlag auf das Hauptquartier der Einheitspartei, Kyoto 3. Juli 1943

. Doch in der nun demokratischen Politik Japans hatte der Toyotomi keinen Platz mehr. Die neue Revolutionsregierung stand der Sowjetunion nahe versuchte aber einen moderaten und demokratischen Weg zu gehen. Nun wurden auch die Altlasten der Narata Diktatur beseitigt Toyotomi Shunsaku verschwand in der Versenkung. Deutschland hatte sich bis 1944 Spanien ins Boot geholt und setzte Soldaten des besetzten Vichy-Frankreich an der Amerikafront ein.
RooseveltFrontbesuch1943

US Präsident Franklin D. Roosevelt besucht die Heimatfront, Virginina August 1943

Winston Churchills Briten waren jedoch schon Ende 1943 geschlagen, so zog sich die Regierung nach Australien zurück. Die britischen Commonwealth Staaten hatten nicht vor sich dem neuen Diktator der „Fascist Republic of England“ zu unterwerfen und blieben Winston Churchills Exilregierung treu. Oswald Mosley denn Hitler auf den Trohn gesetzt hatte war in den Augen der Commonwealtstaaten ein Hampelmann der Nazis. An der deutschen Amerikafront konnte die Wehrmacht keinen Blumentopf gewinnen. Zu weit waren die Versorgungswege, der Atlantische Ozean war auch noch nicht in deutscher Hand. Dafür sorgten die vereinigten Flotten der Südamerikaner und Mexikos. Mexikanische Truppen halfen der USA über Texas und richteten Versorgungswege bis an die Front in den amerikanischen Südstaaten ein. Zwar war Washington DC als eine der Ersten Städte gefallen dennoch konnten ab 1944 entscheidende Siege errungen werden. New York das von Adolf Hitler zu neuen Hauptstadt eines bald deutschsprachigen Landes erwählt wurde lag mitten in der Besatzungszone von 1944.
JapanRusski

Japanische LKW Truppe unter dem Kommando der Roten Armee, Russland 1945

1945; An der Ostfront zieht Deutschland seine Verteidiger der Wehrmacht, die Ungarn, Rumänen, Bulgaren und die Türkei zusammen. Das Eingreifen der Türken bringt kurzzeitig frischen Wind in die Front tröstet aber nicht über die zahlenmäßige Übermacht der Russen und Chinesen hinweg. Immer mehr wird klar das die Kriegsmaschine Deutschland ins Stocken geraten ist. Hilfstruppen aus dem faschistischen England werden für die USA eingezogen. Sowohl im Osten wie auch Westen ist dies ein Vernichtungskrieg, Massenmorde an Afroamerikanern in den Südstaaten, Judenmord in Russland sind nur ein winziger Teil der Naziverbrechen.
Kawasaki Ki-10

Die japanische Armee stellte den Amerikanern 32 ihrer Flugzeuge und Piloten bereit, Kawasaki Ki-10, Amerikafront 1946

Auch Japan ist zu dem Schluss gekommen die „Deutschen Barbaren“ aufhalten zu müssen. Da die japanische Armee mit etwa 100.000 Mann sehr klein ist gibt es keine Eigenständigen Operationen. Japanische Truppen werden als Unterstützung der Australier und Kanadier in den USA eingesetzt. Eine kleine Truppe von LKW Fahrern wird nach Russland geschickt. Von Nagasaki aus werden die etwa 25.000 Mann der neuen japanischen Expeditionscorps nach San Franzisko und Los Angeles Kalifornien verschifft. Japans Premierminister Shidehara Kijūrō versprach weitere Hilfe, so auch Flugzeuge. Japans Doppeldecker Kawasaki Ki-10 war den deutschen Jägern weit unterlegen wurde daher in Amerika nur als Aufklärer verwendet. Westeuropa und die amerikanische Ostküste waren bereits in Deutsch/Italienischer Hand. Die USA arbeiteten  bereits seit 1942 an einer unkonventionellen Waffe der Atombombe. Probeexplosionen fanden in der Mohavewüste in Nevada statt und lagen weit ab von der Front. US Präsident Franklin D. Roosevelt war sich immer im klaren das seine Nation in der momentanen Situation kaum in der Lage war den Stahlpakt und seine zahlreichen Verbündeten zu besiegen. Die Hoffnung lag daher auf der Superwaffe Atombombe auch nach dem Tod Roosevelt wurde an dieser letzten Hoffnung Amerikas festgehalten. Diese Waffe war Anfang 1946 einsatzbereit, US Präsident Harry S. Truman forderte den schnellstmöglichen Einsatz der Waffe gegen Hitler. Das Problem der Bombe war ihre Reichweite, für einen Abwurf durch konventionelle Bomber war Berlin zu weit von Amerika entfernt. Daher musste die Bombe „Funky Dog“ im Geheimen nach Europa geschaft werden. Hierbei half ein Schweizer Schiffseigner weiter. Die Schweiz war noch kein Ziel des Krieges und galt als Neutral. An Bord des Frachters SS. Gauveria gelangte die Bombe nach Dänemark auf eine Insel. Auf der kleinen unbewohnten dänischen Insel Brandsø wurde die Bombe zusammengebaut,
SSGauveria

Die SS Gauveria unter schweizer Flagge brachte die Atomwaffe und eine Sabotagemanschaft nach Dänemark

das besondere an der Bombe war das sie mit einem Raketenflugzeug ans Ziel geführt werden sollte. Die Unternehmung Brandsø war so riskant dass sie als Selbstmordkommando angesehen wurde. Es gelang dem US Colonel Jeff Rouke und seinen erfahrenen Saboteuren die Rakete und das Fluggerät ungehindert auf der Insel betriebsbereit zu machen und am 10. Juni 1946 adamit loszufliegen. Es war nicht so ganz klar ob die primitive Rakete ihr Ziel treffen würde. Eine Zielvorrichtung gab es nicht, das Fluggerät wurde von Colonel Rouke geflogen. Da die Flugabwehr das UFO
BrandenburgerTor

Berlin nach dem Atomschlag

aufs Korn nahm konnte es nicht im Stadtzentrum einschlagen. Da der Zünder so konstruiert war das die Bombe auch im Falle eines Flak Treffers hochging war eine Explosion garantiert. Das atomare Projektil traf den Stadtrand Berlins und die 10 Kilotonnen TNT Nuklearexplosion machte die Stadt fast dem Erdboden gleich. Bei der Explosion starben neben Millionen Menschen auch der Pilot Jeff Roake und fast die gesamte NS Führungsriege inklusive Adolf Hitler, einen Tag später kam es zu einer Waffenruhe zwischen dem Deutschen Reich und den USA. Deutschlands neuer Reichskanzler Erwin Rommel war schon lange der Meinung das dieser Krieg Wahnsinn sei und unterschrieb am 14. Juni einen Waffenstillstansvertrag.

Kriegsende und Tod Toyotomi Shunsakus:

StalinURommel

Josef Stalin und Erwin Rommel bei Friedensverhandlungen in Moskau 20. Juni 1946

Juni 1946; Deutschland und Amerika unterzeichneten eine Waffenstillstandsvereinbarung, die Verbündeten Mächte ziehen nun nach. Deutschlands neuer Oberbefehlshaber Erwin Rommel bietet den Alliierten den Frieden an. Das deutsche Volk ist Kriegsmüde und unterstützt den Kurs des Oberbefehlshabers. Nun finden eine Reihe von Friedenskonferenzen in Moskau, Peking und Paris statt. Erwin Rommel reist extra nach Moskau um mit Josef Stalin zu sprechen. Grund hierfür ist die Drohung Stalins den Krieg weiterzuführen wenn Deutschland seine Rechte auf Polen nicht abtritt. Ost und Westmächte haben unterschiedliche Wünsche wobei sie wissen dass Rommel die Wehrmacht umgehend wieder in Marsch setzen könnte. Man einigt sich darauf die Grenzen von vor dem 1. September 1939 wieder herzustellen, Österreich bleibt bei Deutschland, Polen wird Sowjetrepublik. Großbritanniens Exilregierung steht am Rand, denn die Faschisten in England sind nicht daran interessiert die Macht abzugeben. Winston Churchill knüpft Verbindungen und schmiedet bereits Pläne zu Eroberung seiner Heimatinsel. Erwin Rommel der nie ein wahrer Nationalsozialist war kündigt tiefgreifende Reformen im Reich an, erster Schritt hierzu ist die Distanzierung von „Reichsvernichter“ Hitler. Das Hackenkreuz wird durch ein Tatzenkreuz ersetzt. Das von Hitler hochstilisierte Germanentum soll durch die „preußische Tugend“ ersetzt werden, es werden auch Kriegsgerichtsprozesse gegen Kriegsverbrecher angekündigt. Der Holokaust wird aber meist nicht angesprochen da die Meisten Mächte darin eine Hürde für den Friedensprozess sehen. Auch in der Schweiz gibt es Verhandlungen dort werden die Vereinten Nationen gegründet.
Supersowjetunion

Die Sowjetunion mit China erstreckt sich 1947 von Polen bis Alaka

 
Josef Stalin ist der lachende Dritte denn seit dem Tode Mao Zedongs 1945 haben die Russen China übernommen. Die von allen vor dem Krieg als Alptraum angesehene Supersowjetunion ist im entstehen. Die Vereinigten Staaten suchen nun Verbündete zu denen auch Japan gehört. Trumans Amerika ist angeschlagen hat aber die Atombombe im Peto. Japans Premierminister Shidehara Kijūrō nimmt ebenfalls an der Unterzeichnung des östlichen Friedensvertrages in Peking teil. Die japanische Regierung erkennt schnell wer sich dort als großer Herr aufführt: Stalin. Daher rückt Japan näher an die USA heran denn der Stalinismus vor der Haustür ist nicht gerade erfreulich. Toyotomi Shunsaku ist mittlerweile 45 Jahre alt und lebt in der Stadt Kobe. Er hat nach der japanischen Revolution begonnen ein Buch über seine Familie die Toyotomis zu verfassen. Da er aber keinen Verleger fand wird das Buch
kleinweise in einer Lokalzeitung veröffentlich. Die Beiträge Toyotomi Shunsakus sind weit weniger aggressiv als noch im Krieg. Anfang 1947 gelang es doch einen Verleger zu finden, ein amerikanischer Verlag bringt sein Buch heraus. Das Buch wird ein Bestseller und verkauft sich vor allen in den USA. Den Erfolg seines Bestsellers kann Toyotomi Shunsaku nichtmehr erleben er stirbt am 13. Mai 1947. Der Tod Toyotomis wird auch in den Ausländischen Medien aufgegriffen denn immerhin war  Shunsaku der einzige Nachkomme des mächtigen Toyotomi Hideyoshi.  Somit endet eine Jahrhunderte andauernde Familiengeschichte.   Die Todesursache lautete auf Herzversagen wobei dies sofort angezweifelt wurde.
B-29 SuperfortressJapan

Gemeinschafts Luftwaffenstützpunkt der United States Army Air Forces (USAAF)und der japanischen Luftsreitkräfte mit Atombombern 1947

Einer der Freunde Toyotomis beauftragte daraufhin einen Dedektiv der ebenfalls plötzlich verstarb. Um die Angelegenheit ranken sich seither viele Spekulationen bis hin zu einer Verschwörungstheorie die besagt Toyotomi Shunsaku hätte sich Geld von der japanischen Verbrecherorganisation Yakuza geborgt. Letztendlich wurde er nicht in Japan beerdigt sondern verbrannt und die Urne nach Los Angeles gebracht. Der Besitzer der Überreste ein japano-amerikanischer Einwanderer baute rund um die Reliquie einen Schrein der 1954 in ein Toyotomi Museum umgewandelt wurde. Dieses Museum ist heute in Besitz der New Morgan Investment Group einer undurchsichtigen Maklerfirma.
EnterTheFlag

Japanische Soldaten haben dem US Team bei einem Enter the Flag Trainingsgefecht die Flagge gestohlen und präsentieren sie nun stolz, Übungsgelände September 1947

Mehrere Versuche seitens der japanischen Regierung die Überreste Shunsakus zurückzuholen scheiterten, zuletzt 1999. Erst wieder in der Zeit nach dem 3. Weltkrieg kam neues Interesse für den Toyotomiclan auf. Obwohl die japanische Regierung sich weiterhin von der faschistischen Gesinnung Toyotomi Shunsakus distanzierte erlebte das Interesse an der Geschichte Japans und der Familie einen neuen Höhenflug. Heute ist der Reichseiniger des 16. Jahrhunderts ein Nationalheld. Japan entwickelte sich nach dem Krieg zu einem engen Verbündeten der USA im Kampf gegen den Stalinismus. Japan war zu einer strategisch wichtigen Basis im aufkommenden Kalten Krieg geworden. Gemeinsam mit dem Militär Japans unterhielten verschiedene Staaten wie Frankreich die Niederlande und Australien Basen auf japanischen Inseln, die japanische Armee wurde dank ausländischer Hilfe modernisiert und aufgestockt. Die alliierten Streitkräfte veranstallteten Flottenmanöver und Truppenübungen in Japan, so zum Beispiel eine Seeübung bei der die Landung auf dem chinesischen Festland exerziert wurde. Die USA betrieb darüber hinaus eine Abhörstation die Funksignale vom chinesischen Festland abhörte. Ende 1947 traf die zweite jemals konstruierte Atombombe in Nagasaki ein Big Man. Diese Bombe sollte im Kriegsfall zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion die Hauptstadt der Sowjetrepublik China; Peking auslöschen. Amerika und die Sowjetunion steuerten Ende der 1940er auf einen Konflikt zu, darum kam es zu Weihnachten 1949 zu ersten Gesprächen bezüglich eines militärischen Beistandspakts zwischen dem Deutschen Reich und den USA. Inzwischen hatte Winston Churchill Vorarbeit geleistet, der nunmehr australische Staatsbürger schlug denn Deutschen und Amerikanern einen Angriffsplan vor den er „Operation undenkbar“ nannte. Diese Operation sah eine Invasion der Sowjetunion vor die aber nur solange Erfolg haben könne solange Stalin nicht über Atomwaffen verfüge... hier endet die Geschichte.

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