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Vespasians kleines Reich
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Zeitspanne 69 - 100 n. Chr.
Ort Europa
ZdA Kaiser Vespasian stoppt die römische Expansionspolitik und verkleinert sein Reich um ein vielfaches.
Kurzinformation Das Römische Reich erstreckt sich um 60 n. Chr. über fast ganz Europa inklusive Nordafrika, den Bakan und Teile Großbritanniens. Dies führte zu einem riesigen Chaos, dass selbst der sonst einwandfrei laufende römische Verwaltungsapperat nicht mehr stemmen konnte. Das war Vespasian aufgrund seiner Tätigkeit im Militär und als Quästur in der Provinz Creta et Cyrene bewusst. Er sah keinen Nutzen für die Bevölkerung des Reichs und wollte dieses drastisch verkleinern. Beim römischen Volk kommt das gut an, da Vespasian Wohlstand und Sicherheit verspricht. Er wollte keine Kriege mehr führen und die Grenzen des Reichs dafür umso besser schützen. Den Senat konnte er nach langen Debatten auf seine Seite bringen, sodass sein Projekt gestartet werden konnte.
Teil II Das Römische Reich (Vespasians kleines Reich)

Probleme im Römischen Reich

EuropaRoma

Das Römische Reich um 65 n. Chr.

Das Römische Reich hatte im Laufe der Jahre unglaubliche Ausmaße angenommen. Durch Eroberungen in ganz Europa und Asien wurde das Römische Reich auf lange Sicht hin unregierbar. Durch die riesigen Distanzen war es schwer Botschaften aus Rom in die Provinzen zu bringen und andersherum kamen Nahrungsmittel in Rom viel zu spät an. Dem konnte entgegengesteuert werden, indem die Stadt Rom eigene Felder bestellte um die Bevölkerung in der Hauptstadt zu ernähren. Durch verschiedene Aufstände und Bürgerkriege, sowie den unsichere Grenze im Norden kam die Armee an ihre Grenzen. Die Soldaten waren unzufrieden mit ihrem Sold und das sie Jahrelang ihre Familien nicht sehen konnten. Die Staatsverwaltung die das Römische Reich erst zum mächtigsten Staat der Welt gemacht hat, kam an ihre Grenzen. Die Finanzbeamten hatten Probleme die Masse der Steuereinnahmen ordnungsgemäß aufzuzeichnen, da ständig Bürger durch Landgewinne neu ins Reich kamen oder dieses verließen. Doch nicht nur der Verwaltungsapperat hatte unter der Größe des Reiches zu leiden, sondern auch die ganz normale Bevölkerung. Diese wollten ein ruhiges Leben in Frieden führen und regten sich über die immer höher werdenden Steuern und die schlechter werdende Versorgung auf. Die Staatsschulden wurden immer höher, während die Lebensqualität stetig sank. Die Bürger wollten Veränderung.

Vespasians Aufstieg zum Kaiser

Das Vierkaiserjahr 69 n. Chr. machte alles noch viel schlimmer. Das Reich war kurz vor dem politischen Kollaps. In Rom kam es inzwischen zu schweren Kämpfen zwischen Anhängern Vespasians und Anhängern des amtierenden Kaisers Vitellius. Am 20. Dezember 69 stürmten Vespasians Truppen Rom um den Bürgern im Kampf gegen Vitellius zu helfen. Dieser hatte sich nach der Auflösung seiner Truppen versteckt, wurde jedoch gefunden und schließlich von wütenden Bürgern brutal getötet. Vespasian war der Gewinner des Vierkaiserjahrs. Er traf 70 n. Chr. in Rom ein und wurde mit der sogenannten "lex de imperio Vespasiani" zum Kaiser (Princeps) ernannt. Titus wurde zum Konsul (Mitglied der Regierung und militärischer Amtsträger), Domitian zum Prätor (Höchsten Staatsbeamten) ernannt.

Vespasians Plan und die Umsetzung

Vespasian lies einen 7 Punkte Plan erstellen. Dieser beinhaltete die schrittweiße Verkleinerung der Staatsgebiets, den Abzug von Soldaten aus den dann ehemaligen Gebieten, der Bau von modernen Städten um römische Bürger dort unterzubringen, der Bau einer befestigten Grenzanlage und der Modernisierung der Armee sowie der Bau von Prachtbauten und der Steigerung der Lebensqualität.

Die Römischen Soldaten verliesen ihre Lager und kehrten ins "neue Reich" zurück. An den neuen Grenzen wurden erste Linien gezogen. Römische Bürger die in die zum Teil entlegenen Gebiete und Provinzen emigrierten konnten sich registrieren lassen und bekamen einen neurömischen Pass. Mit diesem Pass konnten sie im neuen Reich Grundstücke erwerben und genossen die Rechte von freien römischen Bürgern. Angehörige anderer Volksgruppen konnten diesen Pass nich beantragen, da kein Barbare freier Römer werden sollte. Bei gut integrierten Bürgern anderer Volksgruppen konnte eine Ausnahme gemacht werden. Die Grenzen wurden nach deren Festlegung mit einer großen Steinmauer befestigt. An manchen Punkten wurde ein Wassergraben ausgehoben. Die Befestigung sollte bis 75 n. Chr. fertiggestellt werden. Durch den enormen Anstieg der Bevölkerung im neuen Reich mussten dringend neue Wohnungen gebaut und Städte errichtet werden. Dabei überließ Vespasian und der Senat nichts dem Zufall. Die besten Architekten und Städtebauer wurden mit dem Bau von Häusern und Straßen beauftragt. Auch sollte ein Gebiet gefunden werden indem die besten Bedingungen für den Getreideanbau gab.

In der Bevölkerung gab es eine Art aufbruchsstimmung. Die Bürger waren waren von der Verkleinerung begeistert und halfen neue Städte und Häuser zu bauen. Die Arbeitslosenqute sank auf 0%, da jede helfende Hand dringend gebraucht wurde. Riesige Kolonnen an Soldaten und Bürgern zogen von den alten Provinzen in die neuen. Dabei nahmen sie zumeist alles aus den Provinzen mit was sie auch mitgebracht haben. Den dort Einheimischen blieben oft nur die Bauwerke. Goldmünzen und andere Wertgegenstände nahmen die Bürger mit in die neue alte Heimat.

Die Bevölkerung in der Provinz Italia verdoppelte sich bis in das Jahr 80 n. Chr. auf über 25 Millionen. Für etwa 6 Millionen war Italia aber nur ein Zwischenstopp, denn in den Provinzen Tarraconensis, Lusitania und Baetica war deutlich mehr Platz für die Bevölkerung. Auch die Inselprovinzen Corsica, Sardinia und Sicilia wuchsen deutlich. Insgesamt lebten im neuen Reich um das Jahr 85 n. Chr. etwa 45 Millionen Menschen.

Folgen

EuropaVespasian

Karte des neuen Reichs

Durch den Abzug der Römer übernahmen die Einheimischen wieder die Herrschaft. Die Briten gründeten ein Königreich, ebenso entstanden neue Länder in Gallien und in Vorderasien und Nordafrika. Die Menschen hatten die Römer zwar immer verteufelt, waren jedoch wirtschaftlich auf sie angewiesen. Sie hatten über die Jahre ihre Fertigkeiten was das jagen oder bauen angeht verloren, da das römische Reich für sie gesorgt hatte. Einige Stämme starben aus, da sie sich nicht von selbst ernähren konnten.

Da sich die Bevölkerungszahl in den neuen Provinzen fast verdoppelt hatte, entstanden Städt von unglaublicher Größe. So gab es 86 n. Chr. bereits 3 Millionenstädte, Rom hatte sogar über 2,5 Millionen Einwohner. Die Städte wurden durch riesige Aqueducte mit Wasser versorgt. Auf dem Land entstanden große Farmgebiete um die Bevölkerung zu ernähren. Zudem wurden große Tierweiden angelegt.

Siehe auch > Das Römische Reich (Vespasians kleines Reich)


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Zeitlinien des Römischen Reiches
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